Strahlende Erleuchtung: Unterschied zwischen den Versionen

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In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Löwenthron in Form eines Lotusblütenpodests sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Diese großen Bodhisattvas waren als [[Manjushri|Mañjuśrī]] und andere bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und andere. Die Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und andere.
Zu jener Zeit, an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
Alle Askese mit energischem Fleiß zu praktizieren, Tag und Nacht, ohne Müdigkeit oder Trägheit, und dann, nachdem man das Schwer zu Befreiende befreit hat, das Brüllen des Löwen auszustoßen, während er überall die Lehre der Wesen verfolgt – das ist seine Praxis.
Die Wesen treiben in einem Kreislauf der Existenz im Ozean der Begierden umher, umhüllt von einem Netz der Unwissenheit und getrieben von tiefem Leid.
Er von höchster Menschlichkeit durchtrennt mutig alles, und schwört, dass auch sie so werden sollen. Das ist seine Praxis.
Die in der Welt sind nachlässig, an die fünf Begierden gebunden, unterscheiden nicht gemäß der Wirklichkeit und erleiden viel Leid.
Die Lehre Buddhas mit stets konzentriertem Geist zu praktizieren, und gleichzeitig zu schwören, diese Wesen zu befreien – das ist seine Praxis.
Die Wesen verfallen einem Selbst und verfallen dem [[Samsara]].
Obwohl man seine Grenzen sucht, kann man sie niemals finden.
Überall den Tathagatas zu dienen, den wunderbaren Dharma zu erlangen, und ihn dann zum Wohle anderer zu verkünden – das ist seine Praxis.
Die Wesen haben niemanden, auf den sie sich verlassen können, und sind von ihren Krankheiten gefesselt.
Sie versinken stets in elenden Schicksalen, erzeugen die drei Geistesgifte, und werden ständig von den heftigen Flammen gewaltiger Feuer verbrannt.
Sie mit reinem Geist zu befreien – das ist seine Praxis.
Die Wesen, verwirrt und verblendet, verlieren den rechten Weg, folgen stets falschen Pfaden und gelangen in die finsteren Gefilde.
Um die Lampe des rechten Dharma in großem Stil für sie zu entzünden, und für immer als Quelle der Erleuchtung zu dienen – das ist seine Praxis. Die Wesen treiben umher und ertrinken im Ozean der Existenzen, geplagt von grenzenlosen Sorgen und Schwierigkeiten, die sie nicht beherrschen können.
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Um ein großes [[Schiff]] des Dharma für sie zu bauen, das es ihnen allen ermöglicht, es erfolgreich zu überqueren – das ist seine Praxis.
Die Wesen sind unwissend, erkennen das Wesentliche nicht, und sind inmitten gefährlicher Schwierigkeiten verblendet, töricht und wahnsinnig.
Aus Mitgefühl baut der Buddha ihnen die Brücke des Dharma.
Um ihnen zu ermöglichen, ihre rechte Achtsamkeit aufzusteigen – das ist seine Praxis.
Da er sieht, dass sich alle Wesen auf einem gefährlichen Weg befinden, der ewig von den Leiden des Alterns, der Krankheit und des Todes getrieben wird,
kultiviert er alle unzähligen geschickten Mittel, und schwört, sie alle zu befreien – das ist seine Praxis.
Den Dharma zu hören und einen festen, zweifelsfreien Glauben zu entwickeln, die Natur als leer und ruhend zu erkennen, ohne sich zu fürchten,
und sich den Formen in den sechs Schicksalen in den zehn Richtungen anzupassen, um überall die vielen verwirrten Wesen zu lehren – das ist seine Praxis.
Zu jener Zeit reichten die Lichtstrahlen über zehn Koṭīs Welten hinaus und erleuchteten überall hundert Koṭīs Welten im Osten, tausend Koṭīs Welten, hunderttausend Koṭīs Welten, ein Nayuta Koṭīs Welten und hundert Nayutas Koṭīs Welten.
Auf diese Weise erleuchtete es unzählige, unermessliche, grenzenlose, unvergleichliche, unzählbare, unaussprechliche, unvorstellbare, unermessliche und unbeschreibliche Welten, die sich bis an die äußersten Enden des Dharma-Bereichs und des Bereichs des leeren Raums erstreckten.
Dasselbe geschah auch im Süden, Westen und Norden sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs von Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form. Alles darin war klar sichtbar.
In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Lotusblüten-Löwenthron sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand.
Jeder von ihnen kam zusammen mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras. Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und so weiter bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Form und so weiter. Jene Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und so weiter.
Zu jener Zeit sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, gleichzeitig diese Verse:
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In einem einzigen Augenblick des Geistes betrachten sie unzählige Kalpas vollständig, ohne zu gehen, ohne zu kommen und ohne irgendwo zu verweilen.
So kennen sie die Ereignisse der drei Zeitabschnitte vollständig, überschreiten gänzlich alle geschickten Mittel und vervollkommnen die zehn Kräfte.
In allen zehn Himmelsrichtungen genießen sie einen unvergleichlich guten Ruf, lassen alle Schwierigkeiten für immer hinter sich und weilen stets in Glückseligkeit.
Sie ziehen überall hin und verkünden in allen Ländern ausgiebig Dharma wie diesen.
Um den Wesen zu helfen, bringen sie den Buddhas Opfergaben dar und erlangen, ihrer Absicht entsprechend, einen Hauch der Früchte des Pfades.
Sie erkennen alle Dharmas sofort, wenn sie ihnen begegnen, und manifestieren ihre spirituellen Kräfte in allen zehn Himmelsrichtungen.
Von ihren ersten Buddha-Opfergaben an waren ihre Geister nachgiebig und geduldig.
Sie versanken in tiefe Meditation (Dhyāna), betrachteten das Wesen des [[Dharma]] und ermahnten überall die Wesen, sich dem Pfad zuzuwenden.
Deshalb erkennen sie schnell die unübertroffenen Früchte des Pfades.
Wer den Dharma in den zehn Himmelsrichtungen ohne verkehrte Absicht sucht, der die Qualitäten durch die Kultivierung vollkommen entfaltet und die Zeichen der Dualität von Sein und Nichtsein auslöscht – dieser Mensch sieht den Buddha wahrhaftig.
Wer in alle Länder der zehn Himmelsrichtungen reist, den erhabenen Dharma weit verbreitet, seine Bedeutung und seinen Nutzen verkündet und unerschütterlich am höchsten Punkt der Wirklichkeit verweilt – dessen Verdienst ist dasselbe wie das eines [[Buddha]].
Das Rad des wunderbaren Dharma, das vom Tatha gata gedreht wird, besteht in jedem Fall aus Aspekten des Bodhi. Wer, nachdem er es vernommen hat, die wahre Natur der Dharmas erkennt, wird den Buddha stets sehen.
Wer selbst die zehn Kräfte nicht als leer und wie eine Beschwörung erkennt, sieht sie zwar, doch ist dies Nicht-Sehen, wie das Sehen eines Blinden.
Wer, unterscheidend, Zeichen ergreift, sieht den Buddha nicht.
Wer die endgültige Loslösung von Anhaftung erlangt, kann sehen.
Die vielen Unterschiede zwischen den Wesen gemäß ihrem Karma, innerlich und äußerlich, in den zehn Richtungen, sind schwer vollständig zu erfassen.
Der Körper des Buddha durchdringt ungehindert die zehn Richtungen.
Es ist ebenso unmöglich, ihn vollständig zu sehen.
So wie die unzähligen Kṣetras im Raum weder kommen noch gehen, die zehn Richtungen durchdringen und in ihrer Entstehung und Zerstörung auf nichts angewiesen sind,
so ist es auch mit der Durchdringung des leeren Raums durch den Buddha.
 
Ende von Kapitel Neun
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[[Kategorie:Mahayana]
[[Kategorie:Mahayana]]

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 12:32 Uhr

Die Strahlende Erleuchtung ist das Kapitel 9 des Avatamsaka Sutra.

Übersetzung

Zu jener Zeit, von den Radzeichen an den Fußsohlen seiner beiden Füße,
aussandte der Tathā gata hundert Koṭīs Lichtstrahlen, die diesen großen Trichiliokosmos erleuchteten, einschließlich seiner hundert Koṭīs Jambudvīpas,168 seiner
hundert Koṭīs Pū rvavidehas, seiner hundert Koṭīs Godā nīyas, seiner hundert Koṭīs Uttarakurus, seiner hundert Koṭīs großer Meere, seiner hundert Koṭīs umgebender Berge, seiner hundert Koṭīs Bodhisattvas, die geboren wurden, seiner hundert Koṭīs Bodhisattvas, die das irdische Leben verließen, seiner hundert Koṭīs Tathā gatas, die das Rechte erkannten Erleuchtung, ihre hundert Koṭīs der Tatha Gatas, die das Rad des Dharma drehen, ihre hundert Koṭīs der Tatha Gatas, die ins Nirvana eingehen, ihre hundert Koṭīs der Sumeru-Bergkönige, ihre hundert Koṭīs der vier himmlischen Könige, ihre hundert Koṭīs der Trāyastriṃśa-Himmel, ihre hundert Koṭīs der Yāma-Himmel, ihre hundert Koṭīs der Tuṣita-Himmel, ihre hundert Koṭīs der Transformation der Glückseligkeitshimmel, ihre hundert Koṭīs der freien Transformation der Glückseligkeitshimmel anderer, ihre hundert Koṭīs der Versammlung der Brahmā-Himmel, ihre hundert Koṭīs des Lichts und Klangs Die Himmel, ihre hundert Koṭīs der
Universellen Reinheitshimmel, ihre hundert Koṭīs der Weiten Fruchtbarkeitshimmel und ihre hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form, erleuchteten sie alle, sodass sie alle vollständig sichtbar wurden.
So wie man an diesem Ort den Buddha, den Bhagavat, auf diesem Lotusblüten-Löwenthron sitzen sah, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras, so saßen auch in jenen hundert Koṭīs der Jambudvīpas hundert Koṭīs der Tatha-Gatas auf dieselbe Weise.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem der Buddha war. Jeder von ihnen kam zusammen mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha Kshetras.
Ihre Namen waren: Mañjuśrī, Bodhisattva der Erleuchtung, Bodhisattva des Reichtums, Bodhisattva des Juwels, Bodhisattva der Tugenden, Bodhisattva der Tugenden, Bodhisattva der Augen, Bodhisattva der Kraft, Bodhisattva des Dharma, Bodhisattva der Weisheit und Bodhisattva des Würdigen. Die Länder, aus denen diese Bodhisattvas kamen, waren die Welt der goldenen Formen und die Welt der wundersamen Formen,

284

Die Lotusblütenwelt, die Campakablütenwelt, die Utpalablütenwelt, die Goldwelt, die Juwelenwelt, die Vajrawelt, die Lapislazuliwelt und die Ebenenwelt.
Jeder dieser Bodhisattvas hatte reines Brahmacarya praktiziert in Gegenwart von Buddhas, nämlich: Buddha der unerschütterlichen Weisheit,
Buddha der ungehinderten Weisheit, Buddha der befreiten Weisheit, Buddha der majestätischen Weisheit, Buddha der Weisheit der strahlenden Zeichen, Buddha der höchsten Weisheit, Buddha der vollkommenen Weisheit, Buddha der souveränen Weisheit, Buddha der Brahmanenweisheit und Buddha der kontemplativen Weisheit.
Zu jener Zeit, in Gegenwart dieser Buddhas, sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
Wer die rechte Erleuchtung als Befreiung von den Verunreinigungen und als Nicht-Anhaften an irgendetwas in der Welt betrachtet, ist nicht jemand, der den Blick des verwirklichten Pfades erlangt hat.
Wer weiß, dass die Substanz und die Zeichen des Tatha gata nicht existent sind, und sich dann bemüht, dies vollständig zu verstehen, wird schnell ein Buddha werden.
Wer die Welt mit einem unerschütterlichen Geist betrachten kann, und auch beim Anblick des Körpers eines Buddha so sein kann, ist dazu bestimmt, die höchste Weisheit zu verwirklichen.
Wenn der Geist eines Menschen die Identität von Buddha und Dharma vollständig erfasst, und sich daher keine dualen Vorstellungen in ihm manifestieren, dann wird er unweigerlich den unvorstellbaren Zustand erreichen.
Wenn man erkennt, dass Buddha und man selbst in vollkommener Gleichheit verbunden sind und sich dann in dem verankern, in dem es weder Verweilen noch Betreten gibt,
dann wird man unweigerlich zu jemandem werden, dem man nur selten begegnet.
Form und Gefühl sind jenseits aller Erkenntnis.
Ebenso sind Wahrnehmung, karmische prägende Faktoren und Bewusstsein.
Wenn man sie auf diese Weise erkennen kann, dann wird man unweigerlich ein großer Muni werden.
Wenn man imstande ist, sowohl weltliche als auch weltüberschreitende Ansichten gänzlich zu überwinden, während man dennoch die Dharmas gekonnt erkennt, dann wird man unweigerlich zu jemandem von strahlender Erleuchtung werden.

285

Wer den Entschluss fasst, seine Hingabe auf die Verwirklichung allumfassenden Wissens zu richten und den Geist als unentstanden wahrnimmt, dann wird er unweigerlich großen Ruhm erlangen.
Wesen haben kein Entstehen, noch unterliegen sie dem Vergehen.
Wer solche Weisheit erlangt, wird unweigerlich den unübertroffenen Pfad verwirklichen.
Wer das Unermessliche im Einen begreifen kann, und auch die Einheit des Unermesslichen versteht, während er ihr gemeinsames Entstehen vollständig erfasst, dann wird er unweigerlich furchtlos werden.
Damals gingen Lichtstrahlen über diese Welt hinaus und erleuchteten vollständig zehn Buddha-Länder im Osten. Ebenso geschah dies im Süden, Westen und Norden sowie
in den vier Mittelpunkten, oben und unten.
In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form. Alles in ihnen war klar sichtbar.
So wie man den Buddha, den Bhagavat, an diesem Ort sitzen sah auf dem Löwenthron aus Lotusblüten, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras, so gab es auch in jeder einzelnen dieser anderen Welten hundert Koṭīs Jambudvīpas, in denen wiederum hundert Koṭīs der Tatha-Gatas auf dieselbe Weise saßen.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem der Buddha war. Jeder von ihnen versammelte sich mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Diese großen Bodhisattvas waren bekannt als Mañjuśrī und so weiter. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und so weiter. Jene Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und so weiter.
Zu jener Zeit sprachen die Mañjuśrī-Bodhisattvas an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, gleichzeitig diese Verse:
Wesen ohne Weisheit werden von den Dornen der Begierden verletzt und vergiftet.
Damit sie nach der Verwirklichung des Bodhi streben – Dies ist das Ziel des Dharma aller Buddhas.
Sie erkennen überall in allen Dharmas, dass die beiden Extreme stets aufgegeben werden müssen.

286

dass der Pfad verwirklicht werden muss, dass man niemals von ihm abweichen darf, und dass man das Drehen dieses unvergleichlichen Rades fortführen muss.
Die Praktiken werden energisch gepflegt über eine unvorstellbare Anzahl von Kalpas hinweg, um alle Wesen zu befreien –
Das ist die Macht des Großen Rishi. Der Meisterführer bezwingt die vielen Māras.
Er ist ein tapferer und unbesiegbarer Held. In seinem ausgestrahlten Glanz offenbart er die erhabene Bedeutung, und handelt so aus Güte und Mitgefühl.
Dank seines weisen Geistes, zerstört er alle Hindernisse, die auf Leiden beruhen, und erfasst alles in einem einzigen Augenblick.
Dies ist den spirituellen Kräften des Buddha zu verdanken.
Er schlägt die Trommel des rechten Dharma und erweckt jene in den Kṣetras der zehn Himmelsrichtungen, wodurch sie alle den Weg zum Bodhi beschreiten können.
Dank seiner souveränen Meisterschaft ist er zu diesem Handeln fähig.
Selbst ohne eine ihrer unzähligen Grenzen zu überschreiten, durchwandert er dennoch alle Koṭīs der Kṣetras, und bleibt dabei frei von jeglicher Anhaftung an irgendeine Existenzebene.
Ein solcher besitzt souveräne Meisterschaften wie der Buddha.
Die Buddhas sind wie der leere Raum und sind letztlich und ewig rein.
Diejenigen, die sich ihrer bewusst werden und dabei von freudiger Wonne erfüllt sind – all ihre Gelübde werden sich erfüllen.
Er ist sogar bereit, unzählige Kalpas in jeder einzelnen Hölle zu durchschreiten, um Wesen zu befreien, und ist dennoch fähig, solches Leid zu ertragen.
Man hegt keine Zuneigung mehr für seinen Körper oder sein Leben, während man das Dharma aller Buddhas für immer beschützt.
Mit einem zu solcher Geschmeidigkeit geschulten, selbstlosen Geist wird man den Pfad des Tathagata verwirklichen.
Damals durchdrangen Lichtstrahlen zehn Welten und erleuchteten überall hundert Welten im Osten. Ebenso geschah dies im Süden, Westen und Norden sowie in den vier
Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koti von Jambudvipas und so weiter, bis hin zu hundert Koti von Himmeln der Höchsten Form.
Alles in ihnen wurde klar sichtbar gemacht.

287

In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Löwenthron in Form eines Lotusblütenpodests sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und andere bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und andere. Die Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und andere.
Zu jener Zeit, an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
Der Buddha versteht, dass Dharmas wie Beschwörungen sind, mit einem ungetrübten, durchdringenden Verständnis.
Mit einem reinen Geist, frei von den vielen Anhaftungen, führt er die Unterweisung der vielen Arten von Wesen fort.
Manche mögen ihn bei seiner Geburt sehen, erscheint in einer wunderbaren Gestalt wie ein goldener Berg.
In diesem letzten Körper verweilend, erscheint er ewig als Mond unter den Menschen.
Manche mögen ihn beim meditativen Wandeln sehen, erfüllt von seinen unermesslichen verdienstvollen Eigenschaften, mit Achtsamkeit und Weisheit, die stets treffsicher sind, während dieser große Mann mit dem Schritt eines Löwen dahinschreitet.
Manche mögen seine blauen Augen sehen, die die zehn Himmelsrichtungen überblicken, und manchmal ein Lächeln zeigen, um dem Wohlgefallen der Wesen zu entsprechen.
Manche sehen ihn, wie er das Gebrüll eines Löwen ausstößt, in seinem außergewöhnlichen und unvergleichlichen Körper, erscheint in dieser allerletzten Geburt, in der alles, was er sagt, wahr ist.
Manche sehen ihn, wie er das häusliche Leben hinter sich lässt, sich von allen Fesseln befreit, die Praktiken aller Buddhas pflegt, und sich stets an der Stille der Kontemplation erfreut.
Manche sehen ihn, wie er im Zustand der Erleuchtung sitzt, erwacht im Bewusstsein aller Dharmas, das ferne Ufer erreicht, indem er verdienstvolle Eigenschaften erlangt hat, und die Dunkelheit und das Leiden der Täuschung beendet hat.

288

Manche sehen ihn als einen überaus großen Mann, der den Geist tiefen Mitgefühls vollkommen erfüllt hat, der das Rad des erhabenen Dharma in Bewegung gesetzt hat,
und unzählige Wesen befreit hat.
Manche sehen ihn, wie er das Gebrüll eines Löwen ausstößt, das außergewöhnlichste, ehrfurchtgebietende Licht ausstrahlt, und alle anderen auf der Welt weit übertrifft,
mit unvergleichlichen Kräften spirituellen Wissens.
Manche sehen ihn mit stillem Geist, als wäre die Lampe der Welt für immer erloschen, wo er vielfältiges spirituelles Wissen manifestiert.
Derjenige, der die zehn Kräfte besitzt, ist dazu fähig.
Damals durchdrangen Lichtstrahlen hundert Welten und erleuchteten tausend Welten im Osten. Ebenso geschah dies im Süden, Westen und Norden sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs von Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu und einschließlich hundert Koṭīs von Himmeln der Höchsten Form. Alles darin war klar sichtbar.
In jedem dieser Jambudvīpas erblickte man den Tathā gata auf dem Löwenthron in Form eines Lotusblütenpodests sitzend,
umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand.
Jeder von ihnen kam zusammen mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Diese großen Bodhisattvas waren bekannt als Mañjuśrī und so weiter. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und so weiter. Jene Buddhas,
denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und so weiter.
Zu jener Zeit, an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, sprachen jene Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
In seinem durchdringenden Verständnis der überaus tiefgründigen Dharmas, ist dem Buddha niemand gleich.
Die Wesen sind nicht in der Lage, sie vollständig zu verstehen.
Daher offenbart er sie ihnen zuliebe der Reihe nach.
Ein inhärent existierendes Selbst hat niemals existiert.
Auch die Besitztümer eines Selbst sind leer und ruhend.

289

Wie hätten die Tatha-Gatas jemals die Existenz ihres eigenen Körpers erfassen können?
Wer in Klarheit und Handeln befreit ist, ist unbegreiflich und unvergleichlich.
Selbst wenn man alle Grundlagen kausaler Schlussfolgerungen der Welt anwendet, um Fehler zu finden, findet man keine.
Der Buddha ist keine der Weltaggregate, Sinnesbereiche, Sinnesgrundlagen oder Dharmas von Geburt und Tod.
Er kann nicht das Produkt eines der aufgezählten Dharmas sein.
Daher ist er als der Löwe unter den Menschen bekannt.
Sein Wesen ist ursprünglich leer und ruhend, er ist innerlich wie äußerlich vollkommen befreit, und er hat jedes irrtümliche Denken aufgegeben.
Sein unvergleichliches Dharma ist genau dieser Art.
Sein wahres Wesen ist stets unbeweglich, frei von Selbst, weder Kommen noch Gehen, und doch vermag er die Welt zu erwecken und seine grenzenlose Unterweisung aller fortzusetzen.
Er erfreut sich stets an der Betrachtung der Stille, der Einzigartigkeit der Zeichen und der Abwesenheit von Dualitäten.
Sein Geist ist weder größer noch kleiner, selbst wenn er unermessliche spirituelle Kräfte manifestiert.
Er beteiligt sich nicht an den Handlungen von Wesen, deren Ursachen und Zustände karmische Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen, und doch ist er in seiner Fähigkeit, sie vollständig zu verstehen, ungehindert.
Das Dharma des Wohlgegangenen ist genau dieser Art.
Die vielen verschiedenen Arten von Wesen fließen in zyklischer Existenz durch die zehn Himmelsrichtungen.
Der Tatha gata unterscheidet nicht zwischen ihnen.
Daher befreit er alle unendlich vielen Arten von Wesen.
Die physischen Formen aller Buddhas, von der Farbe echten Goldes, sind nicht existent, obwohl sie alle Existenzebenen durchdringen,
und sich den Geisteszuständen der Wesen anpassen, während sie für sie das Dharma der Ruhe verkünden.
Zu jener Zeit durchdrangen Lichtstrahlen tausend Welten und erleuchteten überall zehntausend Welten im Osten. Ebenso geschah dies im Süden, Westen und Norden sowie
in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Kotis der Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu hundert Kotis der Himmel der Höchsten Form.

290

Alles in ihnen wurde deutlich sichtbar. In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Lotusblüten-Löwenthron sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem der Buddha war. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras. Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und andere bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und andere. Die Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und andere.
Zu jener Zeit, an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
Erweckt den Geist tiefen Mitgefühls, entschlossen, alle Wesen zu retten und zu beschützen, und geht für immer über die Scharen von Menschen und Devas hinaus.
Man sollte solche Taten vollbringen.
Mit einem Geist, der stets Glauben und Freude am Buddha empfindet, und mit einer Entschlossenheit, die niemals in den Rückzug umkehrt, nähert euch allen Tatha Gatas.
Man sollte solche Taten vollbringen.
Strebt nach den verdienstvollen Eigenschaften eines Buddha, mit einer Entschlossenheit, die für immer unumkehrbar ist, verweilt in klarer und gelassener Weisheit.
Man sollte solche Taten vollbringen.
Bei all euren Handlungen, die von Ehrfurcht gebieten, behaltet stets die verdienstvollen Eigenschaften des Buddha im Sinn, und hört niemals damit auf, nicht einen Augenblick lang, weder bei Tag noch bei Nacht. Man sollte sich solchen Taten widmen.
Die Unendlichkeit der drei Zeitepochen betrachtend, übe dich in den verdienstvollen Eigenschaften jener Buddhas, und bleibe so für immer frei von geistiger Müdigkeit.
Man sollte sich solchen Taten widmen.
Den Körper in seinem wahren Wesen betrachtend, in dem alles ruhendes Aufhören ist, und dabei jegliche Anhaftung an ein Selbst oder die Abwesenheit eines Selbst aufgebend.
Man sollte sich solchen Taten widmen.
Mit einem Geist, der alle Wesen gleich behandelt, und keine Unterscheidungen zulässt, betrete die Wirklichkeit.

291

Man sollte Taten wie diese vollbringen.
Alle unendlich vielen Welten erheben und überall alle Ozeane trinken, um die Kraft dieser spirituellen Superkenntnisse zu entwickeln.
Man sollte Taten wie diese vollbringen.
Über die Eigenschaften aller Länder nachdenken von Form und Formlosigkeit und sie alle erkennen können.
Man sollte Taten wie diese vollbringen.
Unter den Atomen der Länder der zehn Himmelsrichtungen existiert in jedem einzelnen Atom ein Buddha.
Ihre Zahl erkennen können.
Man sollte Taten wie diese vollbringen.
Damals durchdrangen Lichtstrahlen zehntausend Welten und überall erleuchteten hunderttausend Welten im Osten. Ebenso geschah dies im Süden, Westen und Norden
sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs von Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form. Alles darin war klar sichtbar. In jedem dieser Jambudvīpas erblickte man den Tathā gata auf dem Löwenthron aus Lotusblüten, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras. Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und so weiter bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Form und so weiter.
Jene Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und so weiter.
Zu jener Zeit sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, gleichzeitig diese Verse:
Wo es Menschen gibt, die den Bezwinger der Menschen aufgrund seiner Ehrfurcht gebietenden Tugend, seiner physischen Gestalt oder seines Clans betrachten,
sind dies die verkehrten Ansichten derer, die unter einem fehlerhaften Blick leiden.
Sie sind unfähig, das höchste Dharma zu erkennen.
Die Merkmale und dergleichen der physischen Gestalt des Tatha gata sind so beschaffen, dass niemand auf der Welt sie ergründen kann, denn selbst wenn man gemeinsam versucht, sie anhand der Koṭīs, Nayutas oder Kalpas zu beurteilen, werden seine physischen Merkmale und seine Ehrfurcht gebietende Tugend immer grenzenloser.

292

Das Wesen eines Tathā Gata besteht nicht in seinen Zeichen, sondern im Dharma der Zeichenlosigkeit und Ruhe.
Doch seine physischen Zeichen und sein ehrfurchtgebietendes Auftreten sind vollkommen, sodass, ihrem Streben entsprechend, alle Menschen sie sehen können.
Das Dharma des Buddha ist erhaben und schwer zu erfassen.
Keines aller Worte und Reden kann ihm auch nur annähernd nahekommen.
Es ist weder zusammengesetzt noch unzusammengesetzt.
Sein Wesen ist Ruhe frei von jeglichen Zeichen.
Der Körper des Buddha ist unproduziert, jenseits jeglicher haltloser Theorien, und kein Dharma, das sich auf die verschiedenen Faktoren der Aggregate reduzieren lässt.
Wer die Macht der vollendeten Meisterschaft erlangt, erkennt es gewiss.
Er handelt furchtlos und transzendiert den Pfad der Worte.
[Er sieht] Körper und Geist als eins.
Und ist in allen Dingen, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, befreit.
Er verweilt in rechter Achtsamkeit durch eine Ewigkeit von Kalpas, ist frei von Anhaftungen und wird durch nichts gefesselt.
Was immer von jemandem praktiziert wird, dessen Geist rein und strahlend ist, ist völlig frei von jeglichen trübenden Anhaftungen.
Sein weises Auge sieht alles, während er unermesslich Gutes für alle Wesen tut.
Sein einer Körper wird unermesslich viel, und die unermesslich viel werden wiederum zu einem.
Er kennt alle Welten vollständig, und manifestiert seine Gestalt überall in ihnen.
Diese Körper haben keinen Ursprung, noch einen gemeinsamen Ort.
Es liegt an den Unterscheidungen der Wesen, dass sie die vielen verschiedenen Körper des Buddha sehen.
Der Geist unterscheidet die Welt, doch dieser Geist hat keinen festen Ort, an dem er existiert.
Der Tathā gata kennt dieses Dharma.
Genauso sollte man den Körper des Buddha betrachten.
Damals durchdrangen Lichtstrahlen hunderttausend Welten und erleuchteten überall hundert Myriaden von Welten im Osten. Ebenso geschah dies im Süden, Westen und
Norden sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs von Jambudvīpas und so weiter bis hin zu hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form.

293

Alles in ihnen wurde deutlich sichtbar. In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Lotusblüten-Löwenthron sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem der Buddha war. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras. Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und andere bekannt.
Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und andere.
Die Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und andere.
Zu jener Zeit, an jedem dieser Orte, an denen jene Buddhas weilten, sprachen jene Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
Der Tatha gata, der die höchste Herrschaft besitzt, hat die Welt transzendiert und ist von nichts abhängig.
Er ist erfüllt von allen verdienstvollen Eigenschaften, und befreit jene in allen Daseinsbereichen.
Er ist frei von Verunreinigungen, frei von Anhaftungen, frei von Vorstellungen und hat keinen Ort, an dem er weilt.
Sein Wesen ist unermesslich.
Alle, die ihn erblicken, sind bewegt, ihn zu preisen.
Sein Glanz ist überall rein, denn Staub und Verstrickungen sind gänzlich abgewaschen.
Er bleibt unbeweglich und hat die beiden Extreme hinter sich gelassen.
Dies ist die Weisheit des Tatha gata.
Wer die Tatha gata betrachtet, mit einem Körper und Geist, die frei von Unterscheidungen sind, wird für immer von jedem Zweifel befreit,
bezüglich aller Dharmas.
In allen Welten dreht er überall das Rad des Dharma.
Selbst ohne jegliche inhärente Natur oder etwas, das sich dadurch dreht, lehrt der Meisterführer mit geschickten Mitteln.
Wer frei von Zweifeln oder Illusionen über den Dharma bleibt, beendet für immer jede Neigung zu begrifflicher Vielfalt, und enthält sich des unterscheidenden Denkens,
das ist es, was Achtsamkeit für den Bodhi des Buddha ausmacht.
Wer die verschiedenen Dharmas vollständig versteht, und sich nicht an bloße Worte und Rede klammert, während er frei von Vorstellungen von Einheit oder Vielfalt bleibt,
das ist es, was Übereinstimmung mit den Lehren des Buddha ausmacht.

294

Selbst in der Vielfalt gibt es nichts von singulärer Natur.
So ist auch in allem Singulären keine Vielfalt.
Wer solche Dualitäten gänzlich aufgibt, erlangt überall die verdienstvollen Eigenschaften des Buddha.
Wer Wesen und Welten gleichermaßen betrachtet, sieht sie alle in Ruhe, ohne von irgendetwas abzuhängen und frei von Unterscheidungen zu sein, vermag den Bodhi des Buddha zu erlangen.
Selbst zwischen Wesen und Welten, ist keine Identität oder Unterscheidung wahrnehmbar.
Wer solche Betrachtungen geschickt ausführt, erkennt die Bedeutung des Dharma des Buddha.
Damals durchdrangen Lichtstrahlen hundert Myriaden von Welten, und erleuchteten überall im Osten eine Koti von Welten.
Ebenso geschah dies im Süden, Westen und Norden,
sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs von Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form. Alles darin war klar sichtbar. In jedem dieser Jambudvīpas erblickte man den Tathā gata auf dem Löwenthron aus Lotusblüten, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras. Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und so weiter bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Form und so weiter. Jene Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und so weiter.
Zu jener Zeit sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, gleichzeitig diese Verse:
Unvergleichliche Weisheit, grenzenloses Dharma, jenseits des Ozeans der Existenzen, das ferne Ufer erreichend,
und Lebensspanne und Strahlkraft erlangend, beides ohnegleichen – So ist die Macht der Mittel des Einen mit den Verdienstvollen Eigenschaften.
Alle Lehren des Buddha vollständig verstehend, immer unermüdlich die drei Zeitebenen betrachtend und, obwohl in der Sinneswelt präsent, dennoch nicht unterscheidend – So ist die Macht der Mittel des Unbegreiflichen.

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Sich an der Betrachtung der Wesen erfreuen, ohne eine Vorstellung von ihnen zu haben, überall Wiedergeburtsbestimmungen betrachten, ohne eine Vorstellung von Bestimmungen zu haben, und stets in Dhyāna-Stille verweilen, ohne den Geist zu fesseln – So ist die Kraft der Mittel jener mit ungetrübter Weisheit.
Ein tiefes, durchdringendes Verständnis aller Dharmas besitzend, den Pfad zum Nirvana mit rechter Achtsamkeit fleißig beschreitend, sich an der Befreiung erfreuend und unparteiisch – So ist die Kraft der Mittel jener, die in Ruhe verweilen.
Wo man andere ermahnen kann, sich dem Bodhi Buddhas zuzuwenden, und sein allwissendes Wissen über die Dharma-Welt zu verwirklichen,
während man die Wesen geschickt anleitet, die Wahrheiten zu durchdringen – So ist die Kraft der Mittel jener, die im Geist Buddhas weilen.
Um dem gesamten Dharma, den der Buddha lehrte, zu folgen und ihn zu beschreiten, dies mit umfassender und ungetrübter Weisheit, und um die Praxis aller Pfade vollendet zu haben – So mächtig sind die Mittel eines Meisters in der spirituellen Praxis.
Ständig im Nirvana zu verweilen, wie im leeren Raum, während man überall Erscheinungen erschafft, die dem Geist der Wesen angepasst sind – Dies bedeutet, sich auf das Zeichenlose zu verlassen, selbst wenn man das mit Zeichen hervorbringt.
So mächtig sind die Mittel eines Menschen, der das schwer Erreichbare erreicht.
Tag und Nacht, Tage und Monate, Jahre und Kalpas – Die Zeichen des Anfangs und des Endes der Welten, der Schöpfung und der Zerstörung – Sich an all dies zu erinnern und sie vollständig zu kennen – So mächtig sind die Mittel eines Weisen in den Maßen der Zeit.
Alle Wesen durchlaufen Geburt und Tod, ob mit oder ohne Form, und ob mit oder ohne Wahrnehmung.
Alle ihre Namen vollständig zu kennen – So groß ist die Macht der Fähigkeiten dessen, der im Unvorstellbaren weilt.
Alle Sprachen aller Zeitalter der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vollständig zu verstehen,
sowie die Identität aller drei Zeitebenen zu kennen – So groß ist die Macht der Fähigkeiten dessen mit unvergleichlichem Verständnis.
Damals drangen Lichtstrahlen über eine Koti Welten hinaus und erleuchteten überall zehn Koti Welten im Osten. Ebenso geschah dies
im Süden, Westen und Norden sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koti Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu
hundert Koti Jambudvī Himmeln der Höchsten Form. Alles in ihnen wurde klar sichtbar.

296

In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Löwenthron in Form eines Lotusblütenpodests sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand. Jeder von ihnen kam mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und andere bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Formen und andere. Die Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und andere.
Zu jener Zeit, an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas gleichzeitig diese Verse:
Alle Askese mit energischem Fleiß zu praktizieren, Tag und Nacht, ohne Müdigkeit oder Trägheit, und dann, nachdem man das Schwer zu Befreiende befreit hat, das Brüllen des Löwen auszustoßen, während er überall die Lehre der Wesen verfolgt – das ist seine Praxis.
Die Wesen treiben in einem Kreislauf der Existenz im Ozean der Begierden umher, umhüllt von einem Netz der Unwissenheit und getrieben von tiefem Leid.
Er von höchster Menschlichkeit durchtrennt mutig alles, und schwört, dass auch sie so werden sollen. Das ist seine Praxis.
Die in der Welt sind nachlässig, an die fünf Begierden gebunden, unterscheiden nicht gemäß der Wirklichkeit und erleiden viel Leid.
Die Lehre Buddhas mit stets konzentriertem Geist zu praktizieren, und gleichzeitig zu schwören, diese Wesen zu befreien – das ist seine Praxis.
Die Wesen verfallen einem Selbst und verfallen dem Samsara.
Obwohl man seine Grenzen sucht, kann man sie niemals finden.
Überall den Tathagatas zu dienen, den wunderbaren Dharma zu erlangen, und ihn dann zum Wohle anderer zu verkünden – das ist seine Praxis.
Die Wesen haben niemanden, auf den sie sich verlassen können, und sind von ihren Krankheiten gefesselt.
Sie versinken stets in elenden Schicksalen, erzeugen die drei Geistesgifte, und werden ständig von den heftigen Flammen gewaltiger Feuer verbrannt.
Sie mit reinem Geist zu befreien – das ist seine Praxis.
Die Wesen, verwirrt und verblendet, verlieren den rechten Weg, folgen stets falschen Pfaden und gelangen in die finsteren Gefilde.
Um die Lampe des rechten Dharma in großem Stil für sie zu entzünden, und für immer als Quelle der Erleuchtung zu dienen – das ist seine Praxis. Die Wesen treiben umher und ertrinken im Ozean der Existenzen, geplagt von grenzenlosen Sorgen und Schwierigkeiten, die sie nicht beherrschen können.

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Um ein großes Schiff des Dharma für sie zu bauen, das es ihnen allen ermöglicht, es erfolgreich zu überqueren – das ist seine Praxis.
Die Wesen sind unwissend, erkennen das Wesentliche nicht, und sind inmitten gefährlicher Schwierigkeiten verblendet, töricht und wahnsinnig.
Aus Mitgefühl baut der Buddha ihnen die Brücke des Dharma.
Um ihnen zu ermöglichen, ihre rechte Achtsamkeit aufzusteigen – das ist seine Praxis.
Da er sieht, dass sich alle Wesen auf einem gefährlichen Weg befinden, der ewig von den Leiden des Alterns, der Krankheit und des Todes getrieben wird,
kultiviert er alle unzähligen geschickten Mittel, und schwört, sie alle zu befreien – das ist seine Praxis.
Den Dharma zu hören und einen festen, zweifelsfreien Glauben zu entwickeln, die Natur als leer und ruhend zu erkennen, ohne sich zu fürchten,
und sich den Formen in den sechs Schicksalen in den zehn Richtungen anzupassen, um überall die vielen verwirrten Wesen zu lehren – das ist seine Praxis.
Zu jener Zeit reichten die Lichtstrahlen über zehn Koṭīs Welten hinaus und erleuchteten überall hundert Koṭīs Welten im Osten, tausend Koṭīs Welten, hunderttausend Koṭīs Welten, ein Nayuta Koṭīs Welten und hundert Nayutas Koṭīs Welten.
Auf diese Weise erleuchtete es unzählige, unermessliche, grenzenlose, unvergleichliche, unzählbare, unaussprechliche, unvorstellbare, unermessliche und unbeschreibliche Welten, die sich bis an die äußersten Enden des Dharma-Bereichs und des Bereichs des leeren Raums erstreckten.
Dasselbe geschah auch im Süden, Westen und Norden sowie in den vier Mittelpunkten, oben und unten. In jeder dieser Welten gab es hundert Koṭīs von Jambudvīpas und so weiter, bis hin zu hundert Koṭīs der Himmel der Höchsten Form. Alles darin war klar sichtbar.
In jedem dieser Jambudvīpas sah man den Tathā gata auf dem Lotusblüten-Löwenthron sitzen, umgeben von Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras.
Dann kam in allen Fällen aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha aus jeder der zehn Himmelsrichtungen ein großer Bodhisattva zu dem Ort, an dem sich der Buddha befand.
Jeder von ihnen kam zusammen mit Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras. Diese großen Bodhisattvas waren als Mañjuśrī und so weiter bekannt. Die Länder, aus denen sie kamen, waren die Welt der Goldenen Form und so weiter. Jene Buddhas, denen sie ursprünglich gedient hatten, waren der Buddha der Unerschütterlichen Weisheit und so weiter.
Zu jener Zeit sprachen die Mañjuśrī Bodhisattvas an jedem dieser Orte, an denen diese Buddhas weilten, gleichzeitig diese Verse:

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In einem einzigen Augenblick des Geistes betrachten sie unzählige Kalpas vollständig, ohne zu gehen, ohne zu kommen und ohne irgendwo zu verweilen.
So kennen sie die Ereignisse der drei Zeitabschnitte vollständig, überschreiten gänzlich alle geschickten Mittel und vervollkommnen die zehn Kräfte.
In allen zehn Himmelsrichtungen genießen sie einen unvergleichlich guten Ruf, lassen alle Schwierigkeiten für immer hinter sich und weilen stets in Glückseligkeit.
Sie ziehen überall hin und verkünden in allen Ländern ausgiebig Dharma wie diesen.
Um den Wesen zu helfen, bringen sie den Buddhas Opfergaben dar und erlangen, ihrer Absicht entsprechend, einen Hauch der Früchte des Pfades.
Sie erkennen alle Dharmas sofort, wenn sie ihnen begegnen, und manifestieren ihre spirituellen Kräfte in allen zehn Himmelsrichtungen.
Von ihren ersten Buddha-Opfergaben an waren ihre Geister nachgiebig und geduldig.
Sie versanken in tiefe Meditation (Dhyāna), betrachteten das Wesen des Dharma und ermahnten überall die Wesen, sich dem Pfad zuzuwenden.
Deshalb erkennen sie schnell die unübertroffenen Früchte des Pfades.
Wer den Dharma in den zehn Himmelsrichtungen ohne verkehrte Absicht sucht, der die Qualitäten durch die Kultivierung vollkommen entfaltet und die Zeichen der Dualität von Sein und Nichtsein auslöscht – dieser Mensch sieht den Buddha wahrhaftig.
Wer in alle Länder der zehn Himmelsrichtungen reist, den erhabenen Dharma weit verbreitet, seine Bedeutung und seinen Nutzen verkündet und unerschütterlich am höchsten Punkt der Wirklichkeit verweilt – dessen Verdienst ist dasselbe wie das eines Buddha.
Das Rad des wunderbaren Dharma, das vom Tatha gata gedreht wird, besteht in jedem Fall aus Aspekten des Bodhi. Wer, nachdem er es vernommen hat, die wahre Natur der Dharmas erkennt, wird den Buddha stets sehen.
Wer selbst die zehn Kräfte nicht als leer und wie eine Beschwörung erkennt, sieht sie zwar, doch ist dies Nicht-Sehen, wie das Sehen eines Blinden.
Wer, unterscheidend, Zeichen ergreift, sieht den Buddha nicht.
Wer die endgültige Loslösung von Anhaftung erlangt, kann sehen.
Die vielen Unterschiede zwischen den Wesen gemäß ihrem Karma, innerlich und äußerlich, in den zehn Richtungen, sind schwer vollständig zu erfassen.
Der Körper des Buddha durchdringt ungehindert die zehn Richtungen.
Es ist ebenso unmöglich, ihn vollständig zu sehen.
So wie die unzähligen Kṣetras im Raum weder kommen noch gehen, die zehn Richtungen durchdringen und in ihrer Entstehung und Zerstörung auf nichts angewiesen sind,
so ist es auch mit der Durchdringung des leeren Raums durch den Buddha.

Ende von Kapitel Neun

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