Mahāvaipulya Sūtra vom unvorstellbaren Zustand der Tathagatas: Unterschied zwischen den Versionen

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Das "Mahāvaipulya Sūtra vom unvorstellbaren Zustand der Tathagatas" steht im [[Taisho_Tipitaka|Taisho]] T10 Nr. 301.
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<poem>
1. Der Buddha sprach zu Mañjuśrī:
„Die Sphäre der Tathāgatas ist etwas, das weder die Schüler (Śrāvakas) noch die Selbst-Erwachten (Pratyekabuddhas) erkennen können.
Was ‚die unfassbaren Zustände der Tathāgatas‘ genannt wird, ist grenzenlos, frei von Hindernissen, frei von Unterscheidungen und frei von Anhaften oder Ablehnen.
Es durchdringt alle Dharmas, versteht sie vollkommen und ohne jede Blockade.
Es ist weit, unermesslich und jenseits dessen, was gedacht oder begriffen werden kann.“


2. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise wird die Sphäre der Tathāgatas ‚unfassbar‘ genannt?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist grenzenlos, frei von Hindernissen, frei von Unterscheidungen und frei von Anhaften oder Ablehnen.
Mit einer unermesslichen, unvorstellbaren Weisheit betrachten sie alle Dharmas — und erkennen sie alle als vollkommen gleich.“


3. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, durch welche Ursachen und Bedingungen erlangen die Tathāgatas diesen unfassbaren Zustand?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas haben über unermessliche Äonen hinweg die Praxis eines Bodhisattva kultiviert.
Sie haben alle Pāramitās vollkommen erfüllt, große Liebe und großes Mitgefühl verwirklicht und unzählige Wesen befreit.
Deshalb erlangen sie diesen unvorstellbaren, unfassbaren Zustand.“


4. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚groß‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist weit und grenzenlos, unermesslich und ohne Ende.
Sie durchdringen alle Welten, erscheinen in unzähligen Gestalten, lehren unzählige Arten von Dharma und befreien Wesen — ohne je zu ermüden oder aufzuhören.“


5. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚grenzenlos‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas hat keinerlei Grenzen.
Sie erfüllt die Welten in allen zehn Richtungen,
es gibt keinen Ort, den sie nicht erreicht,
keinen Ort, an dem sie sich nicht manifestiert.
Entsprechend den Herzen der Lebewesen erscheinen sie in vielfältigen Formen,
um sie zur Befreiung zu führen.“


6. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚ohne Hindernis‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist vollkommen frei von Hindernissen.
In Bezug auf alle Dharmas gibt es für sie keinerlei Blockade.
In allen Welten gibt es für sie keinerlei Hindernis.
Und in allen Lebewesen gibt es für sie keinerlei Hindernis.
Entsprechend dem, was jeweils angemessen ist, erscheinen sie in vielfältigen Formen,
um die Wesen zur Befreiung zu führen.“
7. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Unterscheidung‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas machen in Bezug auf alle Dharmas keinerlei Unterscheidungen.
Sie hegen keine Vorstellungen von ‚Ich‘, von ‚Person‘, von ‚Lebewesen‘ oder von einem ‚Lebensprinzip‘.
In allen Dharmas sehen sie vollkommene Gleichheit, ohne Zweiheit.
Das nennt man die ‚unterscheidungslose Sphäre‘ der Tathāgatas.“
8. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Annehmen und Ablehnen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas heften sich an keinen Dharma an und verwerfen keinen Dharma.
Sie verweilen weder im Kreislauf von Geburt und Tod,noch verweilen sie im Nirvāṇa.
In allen Dharmas haften sie an nichts und bleiben an nichts gebunden.
9. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ‚dringen‘ die Tathāgatas in alle Dharmas ein?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas durchdringen mit ihrer ungehinderten Weisheit alle Dharmas.
Sie erkennen alle Dharmas vollständig und ohne jede Blockade.
Entsprechend den Bedürfnissen der Lebewesen erscheinen sie in vielfältigen Formen,
um sie zur Befreiung zu führen.“
10. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚vollständig durchdringend und ungehindert‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas durchdringen mit ihrer ungehinderten Weisheit alle Dharmas vollkommen.
Für sie gibt es keinerlei Hindernis und keinerlei Verstrickung.
11. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚weit und unermesslich‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist weit und unermesslich.
Sie erstreckt sich über unzählige Welten in allen zehn Richtungen.
12. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚schwer zu denken und schwer zu begreifen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas kann weder vom gewöhnlichen Geist erfasst werden,
noch kann sie durch Denken erreicht werden.
Sie kann nicht durch Worte ausgedrückt werden
und nicht durch Unterscheidungen erkannt werden.
Nur die Buddhas selbst können sie verstehen —
niemand sonst vermag dies.
13. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚unermesslich und nicht zu berechnen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas kann nicht durch Zahlen erfasst werden,
sie kann nicht durch Gleichnisse erreicht werden,
und sie kann nicht durch Worte vollständig ausgedrückt werden.
Deshalb nennt man sie die ‚unermessliche Sphäre‘ der Tathāgatas.“
14. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚ohne Grenzen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas hat keinerlei Grenzen.
Sie erfüllt alle Welten in den zehn Richtungen.
Sie hat keinen Ort, von dem sie kommt,keinen Ort, zu dem sie geht,
und keinen Ort, an dem sie verweilt.
Das nennt man die ‚grenzenlose Sphäre‘ der Tathāgatas.“
15. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Hindernissen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist vollkommen frei von Hindernissen.
In Bezug auf alle Dharmas gibt es für sie keinerlei Verstrickung.
In allen Welten gibt es für sie keinerlei Blockade.
Und in allen Lebewesen gibt es für sie keinerlei Hindernis.
Das nennt man die ‚Sphäre ohne Hindernisse‘ der Tathāgatas.“
16. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Unterscheidung‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas machen in Bezug auf alle Dharmas keinerlei Unterscheidungen.
Sie hegen keine Vorstellungen von ‚Ich‘, von ‚Person‘, von ‚Lebewesen‘ oder von einem ‚Lebensprinzip‘.
In allen Dharmas sehen sie vollkommene Gleichheit, ohne Zweiheit.
Das nennt man die ‚unterscheidungslose Sphäre‘ der Tathāgatas.“
17. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Annehmen und Ablehnen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas heften sich an keinen Dharma an und verwerfen keinen Dharma.
Sie verweilen weder im Kreislauf von Geburt und Tod,
noch verweilen sie im Nirvāṇa.
In allen Dharmas haften sie an nichts und bleiben an nichts gebunden.
18. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von jedem Verweilen und Festhalten‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas haften an keinem Dharma.
Sie verweilen nicht in Form, nicht in Klang, nicht in Duft,
nicht in Geschmack, nicht in Berührung und nicht in geistigen Objekten.
Sie sind frei von allen Erscheinungen
und frei von jeder Anhaftung.
19. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Erscheinungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Erscheinungen.
Sie sind frei von der Erscheinung der Form, frei von Klang, frei von Duft, frei von Geschmack, frei von Berührung und frei von geistigen Objekten.
Sie sind frei von der Vorstellung eines Ich, frei von der Vorstellung einer Person, frei von der Vorstellung eines Lebewesens und frei von der Vorstellung eines Lebensprinzips.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von jeder Anhaftung.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Erscheinungen‘.“
20. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Anhaftungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Anhaftungen.
Sie sind frei von Anhaftung an Form, an Klang, an Duft, an Geschmack, an Berührung und an geistige Objekte.
Sie sind frei von Anhaftung an die Vorstellung eines Ich, an die Vorstellung einer Person, an die Vorstellung eines Lebewesens und an die Vorstellung eines Lebensprinzips.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Anhaftungen‘.“
21. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen spekulativen Ansichten‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen spekulativen Ansichten.
Sie sind frei von der Ansicht des Seins, frei von der Ansicht des Nicht‑Seins, frei von der Ansicht ‚sowohl Sein als auch Nicht‑Sein‘
und frei von der Ansicht ‚weder Sein noch Nicht‑Sein‘.
Sie sind frei von allen Worten und frei von allen begrifflichen Unterscheidungen.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen spekulativen Ansichten‘.“
22. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Worten‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Worten.
Sie sind frei von der Erscheinung von Schrift, frei von der Erscheinung von Sprache und frei von der Erscheinung des denkenden Geistes, der sich an Objekte klammert.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Worten‘.“
23. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen geistigen Anhaftungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen geistigen Anhaftungen.
Sie sind frei von der Erscheinung des Geistes, frei von der Erscheinung des Denkens und frei von der Erscheinung des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen geistigen Anhaftungen‘.“
24. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Unterscheidungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Unterscheidungen.
Sie sind frei von den Unterscheidungen des Geistes, frei von den Unterscheidungen des Denkens
und frei von den Unterscheidungen des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen spekulativen Ansichten und frei von allen Illusionen und Täuschungen.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Unterscheidungen‘.“
25. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Illusionen und falschen Vorstellungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Illusionen und falschen Vorstellungen.
Sie sind frei von den Illusionen des Geistes, frei von den Illusionen des Denkens und frei von den Illusionen des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Illusionen‘.“
26. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen spekulativen und illusorischen Vorstellungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen spekulativen und illusorischen Vorstellungen.
Sie sind frei von den spekulativen Konstruktionen des Geistes, frei von den spekulativen Konstruktionen des Denkens und frei von den spekulativen Konstruktionen des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen Umkehrungen und Verwirrungen.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen spekulativen und illusorischen Vorstellungen‘.“
27 Zu dieser Zeit sprach der Erhabene zu Mañjuśrī:
„Gut so, gut so, edler Sohn.
Dass du nach der Sphäre der Tathāgatas fragst, bringt allen Lebewesen Nutzen und Frieden.
Du sollst nun wissen: Die Sphäre der Tathāgatas
kann nur von Buddha zu Buddha vollständig erkannt werden.“
Nachdem der Buddha diese Lehre verkündet hatte, freuten sich Mañjuśrī, die Bodhisattvas und die gesamte Versammlung zutiefst.
Sie nahmen die Worte des Buddha mit Vertrauen an und setzten sie in die Praxis um.<ref> https://cbetaonline.dila.edu.tw/zh/T10n0301 </ref>
</poem>
== Referenzen ==
<references />


== Literatur ==
== Literatur ==
* [https://www.sutrasmantras.info/sutra06.html Mahāvaipulya Sūtra of the Inconceivable State of Tathāgatas] - Translated from Sanskrit into Chinese in the Tang Dynasty
* [https://www.sutrasmantras.info/sutra06.html Mahāvaipulya Sūtra of the Inconceivable State of Tathāgatas] - Translated from Sanskrit into Chinese in the Tang Dynasty by The Tripiṭaka Master Śikṣānanda from Yutian
by The Tripiṭaka Master Śikṣānanda from Yutian
* Cbeta : [https://cbetaonline.dila.edu.tw/zh/T10n0301 T10n0301]
 
[[Kategorie:Mahayana]]

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 14:54 Uhr

Das "Mahāvaipulya Sūtra vom unvorstellbaren Zustand der Tathagatas" steht im Taisho 10, Nr. 301, Seite 1a20–1a25

1. Der Buddha sprach zu Mañjuśrī:
„Die Sphäre der Tathāgatas ist etwas, das weder die Schüler (Śrāvakas) noch die Selbst-Erwachten (Pratyekabuddhas) erkennen können.
Was ‚die unfassbaren Zustände der Tathāgatas‘ genannt wird, ist grenzenlos, frei von Hindernissen, frei von Unterscheidungen und frei von Anhaften oder Ablehnen.
Es durchdringt alle Dharmas, versteht sie vollkommen und ohne jede Blockade.
Es ist weit, unermesslich und jenseits dessen, was gedacht oder begriffen werden kann.“

2. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise wird die Sphäre der Tathāgatas ‚unfassbar‘ genannt?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist grenzenlos, frei von Hindernissen, frei von Unterscheidungen und frei von Anhaften oder Ablehnen.
Mit einer unermesslichen, unvorstellbaren Weisheit betrachten sie alle Dharmas — und erkennen sie alle als vollkommen gleich.“

3. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, durch welche Ursachen und Bedingungen erlangen die Tathāgatas diesen unfassbaren Zustand?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas haben über unermessliche Äonen hinweg die Praxis eines Bodhisattva kultiviert.
Sie haben alle Pāramitās vollkommen erfüllt, große Liebe und großes Mitgefühl verwirklicht und unzählige Wesen befreit.
Deshalb erlangen sie diesen unvorstellbaren, unfassbaren Zustand.“

4. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚groß‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist weit und grenzenlos, unermesslich und ohne Ende.
Sie durchdringen alle Welten, erscheinen in unzähligen Gestalten, lehren unzählige Arten von Dharma und befreien Wesen — ohne je zu ermüden oder aufzuhören.“

5. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚grenzenlos‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas hat keinerlei Grenzen.
Sie erfüllt die Welten in allen zehn Richtungen,
es gibt keinen Ort, den sie nicht erreicht,
keinen Ort, an dem sie sich nicht manifestiert.
Entsprechend den Herzen der Lebewesen erscheinen sie in vielfältigen Formen,
um sie zur Befreiung zu führen.“

6. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚ohne Hindernis‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist vollkommen frei von Hindernissen.
In Bezug auf alle Dharmas gibt es für sie keinerlei Blockade.
In allen Welten gibt es für sie keinerlei Hindernis.
Und in allen Lebewesen gibt es für sie keinerlei Hindernis.
Entsprechend dem, was jeweils angemessen ist, erscheinen sie in vielfältigen Formen,
um die Wesen zur Befreiung zu führen.“

7. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Unterscheidung‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas machen in Bezug auf alle Dharmas keinerlei Unterscheidungen.
Sie hegen keine Vorstellungen von ‚Ich‘, von ‚Person‘, von ‚Lebewesen‘ oder von einem ‚Lebensprinzip‘.
In allen Dharmas sehen sie vollkommene Gleichheit, ohne Zweiheit.
Das nennt man die ‚unterscheidungslose Sphäre‘ der Tathāgatas.“

8. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Annehmen und Ablehnen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas heften sich an keinen Dharma an und verwerfen keinen Dharma.
Sie verweilen weder im Kreislauf von Geburt und Tod,noch verweilen sie im Nirvāṇa.
In allen Dharmas haften sie an nichts und bleiben an nichts gebunden.

9. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ‚dringen‘ die Tathāgatas in alle Dharmas ein?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas durchdringen mit ihrer ungehinderten Weisheit alle Dharmas.
Sie erkennen alle Dharmas vollständig und ohne jede Blockade.
Entsprechend den Bedürfnissen der Lebewesen erscheinen sie in vielfältigen Formen,
um sie zur Befreiung zu führen.“

10. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚vollständig durchdringend und ungehindert‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas durchdringen mit ihrer ungehinderten Weisheit alle Dharmas vollkommen.
Für sie gibt es keinerlei Hindernis und keinerlei Verstrickung.

11. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚weit und unermesslich‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist weit und unermesslich.
Sie erstreckt sich über unzählige Welten in allen zehn Richtungen.

12. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚schwer zu denken und schwer zu begreifen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas kann weder vom gewöhnlichen Geist erfasst werden,
noch kann sie durch Denken erreicht werden.
Sie kann nicht durch Worte ausgedrückt werden
und nicht durch Unterscheidungen erkannt werden.
Nur die Buddhas selbst können sie verstehen —
niemand sonst vermag dies.

13. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚unermesslich und nicht zu berechnen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas kann nicht durch Zahlen erfasst werden,
sie kann nicht durch Gleichnisse erreicht werden,
und sie kann nicht durch Worte vollständig ausgedrückt werden.
Deshalb nennt man sie die ‚unermessliche Sphäre‘ der Tathāgatas.“

14. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚ohne Grenzen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas hat keinerlei Grenzen.
Sie erfüllt alle Welten in den zehn Richtungen.
Sie hat keinen Ort, von dem sie kommt,keinen Ort, zu dem sie geht,
und keinen Ort, an dem sie verweilt.
Das nennt man die ‚grenzenlose Sphäre‘ der Tathāgatas.“

15. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Hindernissen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Sphäre der Tathāgatas ist vollkommen frei von Hindernissen.
In Bezug auf alle Dharmas gibt es für sie keinerlei Verstrickung.
In allen Welten gibt es für sie keinerlei Blockade.
Und in allen Lebewesen gibt es für sie keinerlei Hindernis.
Das nennt man die ‚Sphäre ohne Hindernisse‘ der Tathāgatas.“

16. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Unterscheidung‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas machen in Bezug auf alle Dharmas keinerlei Unterscheidungen.
Sie hegen keine Vorstellungen von ‚Ich‘, von ‚Person‘, von ‚Lebewesen‘ oder von einem ‚Lebensprinzip‘.
In allen Dharmas sehen sie vollkommene Gleichheit, ohne Zweiheit.
Das nennt man die ‚unterscheidungslose Sphäre‘ der Tathāgatas.“

17. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von Annehmen und Ablehnen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas heften sich an keinen Dharma an und verwerfen keinen Dharma.
Sie verweilen weder im Kreislauf von Geburt und Tod,
noch verweilen sie im Nirvāṇa.
In allen Dharmas haften sie an nichts und bleiben an nichts gebunden.

18. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von jedem Verweilen und Festhalten‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas haften an keinem Dharma.
Sie verweilen nicht in Form, nicht in Klang, nicht in Duft,
nicht in Geschmack, nicht in Berührung und nicht in geistigen Objekten.
Sie sind frei von allen Erscheinungen
und frei von jeder Anhaftung.

19. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Erscheinungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Erscheinungen.
Sie sind frei von der Erscheinung der Form, frei von Klang, frei von Duft, frei von Geschmack, frei von Berührung und frei von geistigen Objekten.
Sie sind frei von der Vorstellung eines Ich, frei von der Vorstellung einer Person, frei von der Vorstellung eines Lebewesens und frei von der Vorstellung eines Lebensprinzips.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von jeder Anhaftung.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Erscheinungen‘.“

20. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Anhaftungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Anhaftungen.
Sie sind frei von Anhaftung an Form, an Klang, an Duft, an Geschmack, an Berührung und an geistige Objekte.
Sie sind frei von Anhaftung an die Vorstellung eines Ich, an die Vorstellung einer Person, an die Vorstellung eines Lebewesens und an die Vorstellung eines Lebensprinzips.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Anhaftungen‘.“

21. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen spekulativen Ansichten‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen spekulativen Ansichten.
Sie sind frei von der Ansicht des Seins, frei von der Ansicht des Nicht‑Seins, frei von der Ansicht ‚sowohl Sein als auch Nicht‑Sein‘
und frei von der Ansicht ‚weder Sein noch Nicht‑Sein‘.
Sie sind frei von allen Worten und frei von allen begrifflichen Unterscheidungen.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen spekulativen Ansichten‘.“

22. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Worten‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Worten.
Sie sind frei von der Erscheinung von Schrift, frei von der Erscheinung von Sprache und frei von der Erscheinung des denkenden Geistes, der sich an Objekte klammert.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Worten‘.“

23. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen geistigen Anhaftungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen geistigen Anhaftungen.
Sie sind frei von der Erscheinung des Geistes, frei von der Erscheinung des Denkens und frei von der Erscheinung des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen geistigen Anhaftungen‘.“

24. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Unterscheidungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Unterscheidungen.
Sie sind frei von den Unterscheidungen des Geistes, frei von den Unterscheidungen des Denkens
und frei von den Unterscheidungen des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen spekulativen Ansichten und frei von allen Illusionen und Täuschungen.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Unterscheidungen‘.“

25. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen Illusionen und falschen Vorstellungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen Illusionen und falschen Vorstellungen.
Sie sind frei von den Illusionen des Geistes, frei von den Illusionen des Denkens und frei von den Illusionen des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen spekulativen Ansichten.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen Illusionen‘.“

26. Mañjuśrī sprach zum Buddha:
„Erhabener, in welcher Weise ist die Sphäre der Tathāgatas ‚frei von allen spekulativen und illusorischen Vorstellungen‘?“
Der Buddha antwortete Mañjuśrī:
„Edler Sohn, die Tathāgatas sind frei von allen spekulativen und illusorischen Vorstellungen.
Sie sind frei von den spekulativen Konstruktionen des Geistes, frei von den spekulativen Konstruktionen des Denkens und frei von den spekulativen Konstruktionen des Bewusstseins.
Sie sind frei von allen Unterscheidungen und frei von allen Umkehrungen und Verwirrungen.
Das nennt man die ‚Sphäre der Tathāgatas, die frei ist von allen spekulativen und illusorischen Vorstellungen‘.“

27 Zu dieser Zeit sprach der Erhabene zu Mañjuśrī:
„Gut so, gut so, edler Sohn.
Dass du nach der Sphäre der Tathāgatas fragst, bringt allen Lebewesen Nutzen und Frieden.
Du sollst nun wissen: Die Sphäre der Tathāgatas
kann nur von Buddha zu Buddha vollständig erkannt werden.“
Nachdem der Buddha diese Lehre verkündet hatte, freuten sich Mañjuśrī, die Bodhisattvas und die gesamte Versammlung zutiefst.
Sie nahmen die Worte des Buddha mit Vertrauen an und setzten sie in die Praxis um.[1]

Referenzen

Literatur