Die zehn Wohnunstätten: Unterschied zwischen den Versionen
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- | Ob er Lobpreisungen des von den Bodhisattvas praktizierten Dharma oder Verleumdungen des von den Bodhisattvas praktizierten Dharma hört, | ||
die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich; | |||
Ob er hört, dass die Wesen messbar zahlreich oder unermesslich zahlreich sind, die Ausrichtung seines Geistes auf den [[Dharma]] des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich; | |||
Ob er hört, dass die Wesen befleckt oder unbefleckt sind, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich; | |||
Ob er hört, dass die Wesen leicht oder schwer zu befreien sind, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich; | |||
Ob er hört, dass die Dharma-Welt messbar oder unermesslich ist, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich; Ob er hört, dass die Dharma-Welt Schöpfung oder Zerstörung beinhaltet, bleibt die Ausrichtung seines Geistes auf Buddhas Dharma konzentriert und unerschütterlich; und ob er hört, dass die Dharma-Welt existiert oder nicht existiert, bleibt die Ausrichtung seines Geistes auf Buddhas Dharma konzentriert und unerschütterlich. | |||
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva sollte die Übung in den zehn Dharmas fördern. | |||
Was sind diese zehn? Sie sind: | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas zeichenlos sind; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas keine Substanz haben; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas nicht kultiviert werden können; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas nicht existent sind; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas keine wahre Realität haben; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas leer sind; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas keine inhärente Natur haben; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas wie eine bloße Beschwörung sind; | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas wie ein bloßer Traum sind; und | |||
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas jenseits aller Unterscheidungen liegen. | |||
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, ihren Geist stetig weiterzuentwickeln und Unumkehrbarkeit in Bezug auf die Verwirklichung der ungelebten Dharmas zu erlangen, während er sie gleichzeitig befähigt, jeden Dharma, den sie hören, sofort selbst zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein. | |||
Söhne des Buddha, was ist der Zustand der Unumkehrbarkeit des Bodhisattva? | |||
Selbst wenn dieser Bodhisattva zehn Arten von Dharmas hört, bleibt er unumkehrbar. | |||
Welche sind diese zehn? Sie sind: | |||
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- | Ob er hört, dass der Buddha existiert oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar; | ||
Ob er hört, dass der Dharma existiert oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass Bodhisattvas existieren oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass die Bodhisattva-Praktiken existieren oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass es Bodhisattvas gibt, die durch Kultivierung Befreiung erlangen, oder dass Kultivierung nicht zur Befreiung führt, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass Buddhas in der Vergangenheit existierten oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass Buddhas in der Zukunft existieren werden oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass Buddhas in der Gegenwart existieren oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar; | |||
Ob er hört, dass die Weisheit Buddhas erschöpfbar oder unerschöpflich ist, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar; und | |||
Ob er hört, dass die drei Zeitabschnitte von einheitlichem Charakter sind oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar. | |||
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva soll das Training in zehn Arten von umfassenden Dharmas fördern. Was sind diese zehn? Sie lauten: | |||
Von einem zu sprechen, heißt, von vielen zu sprechen; | |||
Von vielen zu sprechen, heißt, von einem zu sprechen; | |||
Texte folgen aus Bedeutungen; | |||
Bedeutungen folgen aus Texten; | |||
Was nicht existiert, existiert selbst; | |||
Was existiert, existiert selbst; | |||
Was Zeichen hat, ist zeichenlos; | |||
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- | Was zeichenlos ist, wird durch Zeichen charakterisiert; | ||
Was keine Natur hat, ist identisch mit einer Natur; und Die Natur selbst hat keine Natur. | |||
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, Fortschritt zu erlangen und die Befreiung in Bezug auf alle Dharmas zu erreichen, | |||
während er sie gleichzeitig befähigt, | |||
jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein. | |||
Söhne des Buddha, was ist der Aufenthaltsort des Bodhisattva der reinen Jugend? | |||
Dieser Bodhisattva weilt in zehn Arten karmischer Handlungen. Was sind diese zehn? Sie sind: | |||
Fehlerfreies physisches Handeln; | |||
Fehlerfreies verbales Handeln; | |||
Fehlerfreies mentales Handeln; | |||
Wiedergeburt an einem beliebigen Ort; | |||
Kenntnis aller verschiedenen Arten von Begierden, die Wesen besitzen; | |||
Kenntnis aller verschiedenen Arten von Erkenntnissen, die Wesen besitzen; | |||
Kenntnis aller verschiedenen Daseinsbereiche; | |||
Die Kenntnis aller verschiedenen Arten karmischer Handlungen der Wesen; | |||
die Kenntnis der Schöpfung und Zerstörung der Welt; | |||
und die souveräne Beherrschung der spirituellen Kraft ungehinderten physischen Handelns. | |||
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva sollte das Training in zehn Arten von Dharmas fördern. Was sind diese zehn? | |||
Sie sind: | |||
Alle Buddha-Kṣetras kennen; | |||
Alle Buddha-Kṣetras bewegen; | |||
Alle Buddha-Kṣetras halten; | |||
Alle Buddha-Kṣetras meditieren; | |||
Alle Buddha-Kṣetras besuchen; | |||
In unzähligen Welten wandern; | |||
Unzählige Dharmas des Buddha empfangen; | |||
Körper manifestieren, die über souveräne Beherrschung spiritueller Transformationen verfügen; | |||
Weite und allumfassende Stimmen ausstrahlen; | |||
und unzähligen Buddhas in nur einem einzigen Kshana dienen und ihnen Opfergaben darbringen. | |||
Warum tut er das? Weil er anderen ermöglichen möchte, in ihrer Fähigkeit, in allen Dharmas Fertigkeiten zu erlangen, Fortschritte zu machen und jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein. | |||
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<poem> | <poem> | ||
- | Söhne Buddhas, was ist der Wohnsitz des Bodhisattva des Prinzen? | ||
Dieser Bodhisattva besitzt umfassendes Wissen über zehn Arten von Dharmas. | |||
Welche sind das? Sie sind: | |||
Umfassendes Wissen über die Wiedergeburten der Wesen; | |||
Umfassendes Wissen über das Entstehen aller Leiden; | |||
Umfassendes Wissen über die Fortdauer gewohnheitsmäßiger karmischer Neigungen; | |||
Umfassendes Wissen über die angewandten geschickten Mittel; | |||
Umfassendes Wissen über die unermesslichen Dharmas; | |||
Umfassendes Wissen über alle Aspekte des Ehrfurcht gebietenden Verhaltens; | |||
Umfassendes Wissen über die Unterschiede zwischen den Welten; | |||
Umfassendes Wissen über vergangene und zukünftige Phänomene; | |||
Umfassendes Wissen darüber, wie man die weltliche Wahrheit auslegt; und | |||
Umfassendes Wissen darüber, wie man die höchste Wahrheit auslegt. | |||
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva sollte das Training in zehn Arten von Dharmas fördern. Welche sind diese zehn? | |||
Sie sind: | |||
Geschicklichkeit im Wohnort des Dharma-Königs; | |||
Regelkonformität im Wohnort des Dharma-Königs; | |||
[Angemessenes Verhalten] im Palast des Dharma-Königs; | |||
Eintritt in den Wohnort des Dharma-Königs; | |||
Kontemplation des Wohnorts des Dharma-Königs; | |||
Kronenweihe durch den Dharma-König; | |||
Ermächtigungen durch den Dharma-König; | |||
Furchtlosigkeit durch den Dharma-König; | |||
Mahlzeiten und Ruhezeiten durch den Dharma-König; und | |||
Lobpreisungen des Dharma-Königs. | |||
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, den Weg zur Erlangung eines ungetrübten Geistes zu beschreiten und ihnen gleichzeitig zu ermöglichen, jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein. | |||
Söhne Buddhas, was ist der Aufenthaltsort des Bodhisattva der Kronenweihe? Dieser Bodhisattva vollendet zehn Arten des Wissens. Welche sind diese zehn? Sie sind: | |||
Wie man unzählige Welten erschüttert; | |||
Wie man unzählige Welten mit blendender Strahlkraft erleuchtet; | |||
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<poem> | <poem> | ||
- | Wie man unzählige Welten aufrecht erhält; | ||
Wie man unzählige Welten besucht; | |||
Wie man unzählige Welten reinigt; | |||
Wie man unzählige Wesen unterweist; | |||
Wie man über unzählige Wesen meditiert; | |||
Wie man die Fähigkeiten unzähliger Wesen erkennt; | |||
Wie man unzähligen Wesen den Eintritt ermöglicht; und | |||
Wie man unzähligen Wesen die Ausbildung ermöglicht. | |||
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, die Körper dieses Bodhisattvas, physische Taten, spirituelles Überwissen, spirituelle Transformationen, | |||
Kenntnis der Vergangenheit, Kenntnis der Zukunft, Kenntnis der Gegenwart, Errichtung von Buddha-Ländern, Sphären des Geistes, und Sphären des Wissens sind alle unerkennbar. Nicht einmal ein Dharma-Prinz Bodhisattva kann sie ergründen. | |||
Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva soll das Training in den zehn Wissensarten fördern, die alle Buddhas besitzen. | |||
Welche sind das? | |||
Das Wissen um die drei Zeitebenen; | |||
das Wissen um Buddhas Dharma; | |||
das Wissen um die Ungebundenheit des Dharma-Bereichs; | |||
das Wissen um die Grenzenlosigkeit des Dharma-Bereichs; | |||
das Wissen, das alle Welten erfüllt; | |||
das Wissen, das alle Welten erleuchtet; | |||
das Wissen, das alle Welten erhält; | |||
das Wissen, das alle Wesen kennt; | |||
das Wissen, das alle Dharmas kennt; und | |||
das Wissen, das alle unzähligen Buddhas kennt. | |||
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, | |||
das Wissen um alle Aspekte des Seins zu erweitern und ihnen gleichzeitig zu befähigen, | |||
jeden Dharma, den sie hören, unmittelbar und selbstständig zu verstehen, | |||
ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein. | |||
Zu jener Zeit bewegten und erbebten sich aufgrund der spirituellen Kräfte Buddhas Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in einer Myriade von Buddha-Kṣetras, auf sechs Arten: | |||
Bewegung, universelle Bewegung, gleichmäßige und universelle Bewegung; Aufstieg, universeller Aufstieg, gleichmäßiger und universeller Aufstieg; Aufwärtsstoß, universeller Aufwärtsstoß, gleichmäßiger und universeller Aufwärtsstoß; Schütteln, universelles Schütteln, gleichmäßiges und universelles Schütteln; Brüllen, universelles Brüllen, gleichmäßiges und universelles Brüllen; und Schlagen, universelles Schlagen und gleichmäßiges und universelles Schlagen. | |||
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- | Es regnete wunderbare himmlische Blumen, pulverisierte himmlische Räucherstäbchen, himmlische Blumenkränze, verschiedene himmlische Düfte, juwelenbesetzte himmlische Gewänder, Wolken aus Juwelen vom Himmel und himmlischen Schmuck, alles begleitet von allerlei himmlischer Musik, die | ||
selbst ohne gespielte Instrumente von selbst erklang und dabei helles Licht und ätherische Klänge ausstrahlte. | |||
So wie diese Verkündung der zehn Wohnstätten, begleitet vom Erscheinen spiritueller Wandlungen, in [[Indras]] Palast auf dem Berg Sumeru in dieser Welt der vier Kontinente stattfand, so geschah dies auch in allen Welten in den zehn Himmelsrichtungen. | |||
Aufgrund der spirituellen Kräfte des [[Buddha]] kamen [[Bodhisattva]]s aus unzähligen Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in den unzähligen Buddha-Kṣetras, dorthin und erfüllten die zehn Himmelsrichtungen mit diesen Worten: | |||
Es ist wahrlich gut, wahrlich gut, o Sohn des Buddha, dass du diesen Dharma so treffend verkündet hast. Wir alle tragen den gleichen Namen: | |||
„Dharma-Weisheit“ und wir alle stammen aus Ländern, die alle als „Dharma-Wolke“ bekannt sind. Die Tatha-Gatas in diesen Ländern sind alle als „Erhabener Dharma“ bekannt. Diese zehn Wohnstätten wurden auch in den Wohnstätten all unserer Buddhas beansprucht, in denen die Versammlungen, Gefolge, schriftlichen Formulierungen und Bedeutungen ebenfalls genau so waren, wie sie hier dargelegt wurden, frei von jeglichen Zusätzen oder Streichungen. | |||
O Sohn des Buddha, durch die Hilfe der spirituellen Kräfte des Buddha sind wir gekommen und haben diese Versammlung betreten, um für dich zu bezeugen, dass all dies, wie es hier geschehen ist, sich auch in allen Welten in den zehn Himmelsrichtungen auf die gleiche Weise ereignet hat. | |||
Zu jener Zeit, unterstützt von der gewaltigen Kraft des Buddha, durchstreifte der Bodhisattva der Dharma-Weisheit die zehn Himmelsrichtungen des Dharma-Reiches und sprach dann diese Verse: | |||
Vielleicht erweckt der Anblick des wunderbaren Körpers des Höchstweisen, der mit den majestätischen Zeichen und Tugenden geschmückt ist, und die Begegnung mit einem so ehrwürdigen Wesen, dem man nur selten begegnet, den anfänglichen Entschluss der Bodhisattvas. | |||
Oder erweckt der Anblick seines unvergleichlich großen spirituellen Wissens, seine Gedanken über das Vernehmen von Prophezeiungen, Lehren oder Ermahnungen oder das unermessliche Leid aller Wesen in ihren jeweiligen Schicksalen – all dies erweckt den anfänglichen Entschluss der Bodhisattvas. | |||
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Oder weil sie von all den verdienstvollen, vollkommenen Eigenschaften der Tatha Gatas, jener allumfassend erhabenen Ehrwürdigen, hören, | |||
die wie der leere Raum nicht unterscheiden. | |||
Dadurch erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Ursache und Wirkung in den drei Zeiten konstituieren das, was sein kann. | |||
Das innewohnende Wesen des Selbst und dergleichen ist das, was nicht sein kann. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, die wahre Bedeutung solcher Dinge vollständig zu erfassen. | |||
Dadurch erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, alle karmischen Folgen guter und schlechter Taten der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart ausnahmslos zu begreifen. | |||
Dadurch erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie möchten vielleicht Eintritt, Verweilen und Entstehen vollständig verstehen, wie sie mit den Dhyānas, den Befreiungen und den Samādhis in ihren unzähligen Ausprägungen, ob rein oder unrein, zusammenhängen. | |||
Deshalb wecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie streben nach einem umfassenden und differenzierenden Wissen, das der relativen Schärfe oder Trägheit der Fähigkeiten der Wesen entspricht | |||
und ihren entsprechend unterschiedlichen Kräften, Lebenskraft hervorzubringen. | |||
Deshalb wecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Alle Wesen besitzen unterschiedliche Grade des Verstehens, und was ihr Geist bevorzugt, ist jeweils verschieden. | |||
Sie möchten vielleicht all diese unzähligen Unterscheidungen vollständig erkennen. | |||
Deshalb wecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Alle Bereiche, in denen Wesen existieren, sind jeweils verschieden, und alle Welten, die sie bewohnen, sind unermesslich zahlreich. | |||
Sie möchten vielleicht das Wesen aller vollständig erkennen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Alle Wege, die im Laufe der bedingten Existenz beschritten werden, führen stets zu bestimmten Orten. | |||
Sie möchten vielleicht das wahre Wesen all dieser Wege vollständig erkennen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Alle Wesen in allen Welten treiben ohne einen Augenblick der Ruhe gemäß ihren karmischen Taten im Strom dahin. | |||
Sie möchten vielleicht das himmlische Auge erlangen und all dies klar sehen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie streben vielleicht danach, all ihre vergangenen Existenzen vollständig zu erkennen und das wahre Wesen und die Merkmale solcher Umstände, die mit allem, was in ihren früheren Leben geschehen ist, verbunden sind. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
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<poem> | <poem> | ||
- | Sie wünschen sich vielleicht, die endgültige Auflösung des ständigen Entstehens aller Fesseln und Illusionen aller Wesen sowie ihrer gewohnten karmischen Neigungen vollständig zu erkennen. | ||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich vielleicht, gemäß ihrer weltlichen Wahrheit alle verschiedenen Wege der Diskussion und Sprache, | |||
wie sie für alle verschiedenen Arten von Wesen etabliert sind, vollständig zu erkennen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Alle Dharmas entziehen sich der Beschreibung mit Worten. | |||
Sie sind von Natur aus leer, ruhend und frei von jeglicher Wirkung. | |||
Sie streben nach einem klaren Verständnis der wahren Bedeutung all dessen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich vielleicht, alle Länder der zehn Himmelsrichtungen zu erschüttern oder gar alle großen Ozeane umzuwälzen, indem sie das große spirituelle Wissen aller Buddhas vollständig vervollkommnen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich vielleicht, Lichtstrahlen aus einer einzigen Pore auszusenden, die überall die unzähligen Länder der zehn Himmelsrichtungen erleuchten, und jeden, der von jedem Lichtstrahl erleuchtet wird, erwecken. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich vielleicht, alle unvorstellbar vielen Buddha-Kṣetras in einer ihrer Handflächen zu vereinen und dennoch unbeweglich zu bleiben, selbst wenn sie sich vollkommen bewusst sind, dass alles nur eine Beschwörung ist. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich vielleicht, die Wesen in unzähligen Kṣetras und sie ohne Gedränge auf die Spitze eines einzigen Haares zu setzen, in der Erkenntnis, dass sie alle frei von „Anderen“ und frei von „Selbst“ sind. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich vielleicht, die Wesen in unzähligen Kṣetras und sie ohne Gedränge auf die Spitze eines einzigen Haares zu setzen, in der Erkenntnis, dass sie alle sowohl frei von „Anderen“ als auch frei von „Selbst“ sind. Sie mögen versuchen, mit einem einzigen Haar die Wassertropfen der Ozeane zu gewinnen, und so alle großen Ozeane vollständig austrocknen zu lassen, selbst wenn sie die Anzahl dieser Tropfen erkennen und bestimmen können. | |||
Deshalb erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen die Anzahl der Staubkörner erkennen und bestimmen wollen, die entstehen, wenn man ausnahmslos alle Länder zu Staub zermahlt. | |||
Deshalb erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen mit vollem Verständnis die Zeichen der Schöpfung und Zerstörung aller Welten in den unzähligen Kalpas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart erkennen wollen, bis an ihre fernsten Grenzen. | |||
Deshalb erwecken die [[Bodhisattva]]s ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
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<poem> | <poem> | ||
- | Sie mögen den Wunsch haben, das gesamte Dharma aller Tatha Gatas, Pratyekabuddhas und ŚrāVaka-Schüler in allen drei Zeitepochen vollständig und ausnahmslos zu erkennen. | ||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, mit nur einem einzigen Haar alle unzähligen und grenzenlosen Welten zu erheben und zu erfassen, sie alle gemäß ihrer Substanz und ihren Zeichen vollständig zu erkennen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, alle unermesslichen und unzähligen Ringe der Berge vollständig in eine einzige Pore einfließen zu lassen, | |||
um sie alle gemäß ihrer Größe erkennen zu können. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, mit nur einer einzigen heiteren und erhabenen Stimme allen in den zehn Richtungen gemäß ihrer Art zu antworten und so zu erklären, dass alle ein reines und vollständiges Verständnis erlangen können. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich, die inhärente Natur der Sprachlehre aller Wesen vollständig zu erkennen und sie ausnahmslos mit nur einem einzigen Wort zu erklären. | |||
Deshalb erwecken [[Bodhisattva]]s ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich, eine so wunderbare Zungenfertigkeit zu erlangen, dass es kein Wort und keinen Laut auf der Welt gibt, den sie nicht erzeugen können, und so allen das Verständnis und die Verwirklichung der Stille zu ermöglichen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie wünschen sich, alle Zeichen der Schöpfung und Zerstörung in allen Welten der zehn Himmelsrichtungen vollständig sichtbar zu machen | |||
und gleichzeitig allen zu ermöglichen, zu erkennen, dass sie alle aus Unterscheidungen geboren sind. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Alle Welten in den zehn Himmelsrichtungen sind voller unzähliger Tatha Gatas. | |||
Sie wünschen sich, die Lehre all dieser Buddhas vollständig zu erkennen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren anfänglichen Entschluss. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, ein vollständiges Verständnis zu erlangen, dass alle verschiedenen Arten von Transformationen und unzählige Körper, | |||
so zahlreich wie die Atome in allen Welten, allein aus dem Geist entstehen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren anfänglichen Entschluss. | |||
Sie mögen den Wunsch haben, in einem einzigen Augenblick des Geistes alle unermesslich und unzählbar vielen Tatha Gatas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart vollständig zu erkennen. | |||
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren anfänglichen Entschluss. | |||
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- | Sie mögen danach streben, einen einzigen Satz des Dharma vollständig zu erklären, in unzähligen Asaṃ-Khyeya-Kalpas, und dennoch zuzulassen, dass die Bedeutungen dieses Satzes alle unterschiedlich sind. | ||
Dadurch erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen nach klarem Verständnis in nur einem einzigen Augenblick des Geistes streben, der Zeichen des zyklischen Daseins im Saṃ-Sāra | |||
aller Wesen in den zehn Himmelsrichtungen. | |||
Dadurch erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Sie mögen sich wünschen, durch Taten von Körper, Mund und Geist ungehindert überall in den zehn Himmelsrichtungen Respekt zu erweisen, | |||
in der vollen Erkenntnis, dass die drei Zeitabschnitte leer und ruhend sind. | |||
Dadurch erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss. | |||
Nachdem die Bodhisattvas auf diese Weise ihren Entschluss geweckt haben, sollten sie in die Lage versetzt werden, die Länder der zehn Himmelsrichtungen zu besuchen, um allen Tatha-Gatas ehrfurchtsvoll Opfergaben darzubringen, damit diese niemals umkehren. | |||
Die Bodhisattvas suchen mutig den Pfad zur Buddhaschaft und werden nicht müde, inmitten von Samsara zu verweilen. | |||
Sie preisen dies anderen und bewegen sie so dazu, dieser Praxis zu folgen, wodurch diese niemals umkehren. | |||
In den unzähligen Kshetras der Welten der zehn Himmelsrichtungen dienen sie als verehrte Herren, wo sie zum Wohle der Bodhisattvas auf diese Weise sprechen, wodurch diese niemals umkehren. | |||
Mithilfe der höchsten, erhabensten und bedeutendsten reinen Lehren ermutigen sie Bodhisattvas, diese weiterzugeben und anderen zu vermitteln, | |||
um durch solche Lehren Leiden zu überwinden. | |||
In allen Welten sind sie unvergleichlich, verweilen an Orten, wo sie unerschütterlich und unbesiegbar sind, wo Bodhisattvas stets solche Lehren preisen, um Unwiderruflichkeit zu erlangen. | |||
Der [[Buddha]] ist der allmächtige(?) Herr der Welten, der, vollkommen in allen verdienstvollen Eigenschaften, den Bodhisattvas ermöglicht, in diesen Welten zu verweilen und so durch diese Lehren zu überaus großen Menschen zu werden. | |||
Zu den Wohnstätten unzähliger Buddhas – sie alle können dorthin gehen, um sie zu besuchen und ihnen nahe zu sein. | |||
Sie werden stets von den Buddhas angezogen und unterstützt. | |||
Durch Lehren wie diese werden sie in die Lage versetzt, Unumkehrbarkeit zu erlangen. | |||
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</div> | </div> | ||
=== 401 === | === 401 === | ||
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<poem> | <poem> | ||
- | Sie legen frei dar und verkünden alle ruhenden Samādhis ohne Ausnahme. | ||
Sie sprechen so um der Bodhisattvas willen, und dadurch erlangen sie Unwiderruflichkeit. | |||
„Zerstört das Rad des Samsāra in allen Daseinsbereichen.“ | |||
„Dreht das Rad des reinen und erhabenen Dharma.“ | |||
„Bleibt frei von jeglicher Anhaftung an irgendeine der Welten.“ | |||
Sie sprechen so um der Bodhisattvas willen. | |||
„Alle Wesen fallen in elende Schicksale und sind gefesselt und getrieben von unzähligen schweren Leiden. | |||
Werdet für sie ihr Erlöser, ihr Beschützer und ihre Zuflucht.“ | |||
Sie sprechen so um der Bodhisattvas willen. | |||
Dies ist der Ort, an dem der Bodhisattva die Entschlossenheit schöpft, in der er direkt und entschlossen den unübertroffenen Pfad beschreitet. | |||
Die Lehren, wie ich sie hier dargelegt habe, sind jene, die alle Buddhas auf diese Weise lehren. | |||
Der [[Bodhisattva]] im zweiten Zustand, der Vorbereitung des Bodens, sollte einen Entschluss wie diesen fassen: | |||
„Ich gelobe, alle Wesen in den zehn Himmelsrichtungen zu befähigen, den Lehren des Tatha gata zu folgen.“ | |||
Wohltätige, mitfühlende und glückbringende Absichten, sicher gründende, wohlwollende und anziehende Absichten, Absichten, Wesen zu beschützen und sie als gleichwertig mit sich selbst zu sehen, und Absichten, ihnen als Lehrer zu dienen und als Führer zu wirken – Nachdem man in solch erhabenen Absichten verweilt hat, befähigen sie die Wesen, Rezitationen zu praktizieren, umfassendes Wissen anzustreben, sich stets an stiller Meditation und rechter Besinnung zu erfreuen, sich allen guten spirituellen Freunden anzunähern, angenehm zu sprechen, Grobheit und Unhöflichkeit abzulegen, die Notwendigkeit zu erkennen, im Sprechen auf den richtigen Zeitpunkt zu achten, furchtlos zu sein, Bedeutungen vollständig zu erfassen, im Einklang mit dem [[Dharma]] zu kultivieren, Verblendung und Verwirrung abzulegen und einen unbewegten Geist zu haben. | |||
Dies sind die Bodhi-Praktiken derjenigen in der Anfangsphase der Übung. | |||
Diejenigen, die diese Praktiken ausüben können, sind wahre Söhne des Buddha. | |||
Während ich nun erkläre, was sie üben sollen, sollten solche Söhne Buddhas wie diese fleißig in ihrer Übung sein. | |||
Das Dritte ist der Ort der Kultivierung der Praktiken durch den Bodhisattva. | |||
Man sollte sich auf die Lehre Buddhas stützen und fleißig kontemplieren über alle Dharmas als vergänglich, leidend und leer, als ohne Selbst oder Andere, als unbeweglich und unwirksam. | |||
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- | ...,alle Dharmas als ungenießbar, da sie nichts beinhalten, was ihren Namen entspricht, keinen Ort haben, an dem sie wohnen, nichts zu unterscheiden und keine Realität besitzen. | ||
Wer sie auf diese Weise betrachtet, wird als Bodhisattva bezeichnet. | |||
Als Nächstes befähigt man andere, die Daseinsbereiche zu betrachten, und ermutigt sie gleichzeitig zur Betrachtung des Dharma-Bereichs. | |||
Ebenso sollte man sie alle ermutigen, alle verschiedenen Welten ohne Ausnahme zu betrachten. | |||
Man ermutigt auch zu umfassenden Betrachtungen aller Elemente Erde, Wasser, Feuer und Wind in allen Welten und im leeren Raum der zehn Himmelsrichtungen sowie des Begierdebereichs, des Formbereichs und des Formlosen Bereichs. | |||
Betrachte diese Bereiche, jeder von ihnen anders, sowie ihr Wesen, bis ins höchste Maß. | |||
Wer sich solche Lehren aneignet und sie fleißig praktiziert, ist würdig, als wahrer Sohn Buddhas anerkannt zu werden. | |||
Im vierten Zustand, der der edlen Wiedergeburt, wird der ]]Bodhisattva}} aus den Lehren der Aryas geboren. | |||
Er begreift alles Existierende als gänzlich nichtexistent, und tritt, über die Dharmas hinausgehend, in die Welt des Dharma ein. | |||
Sein Glaube an Buddha ist unerschütterlich fest, sein Geist ist auf die Betrachtung der Ruhe der Dharmas gerichtet, und er weiß in Bezug auf alle Wesen, dass ihr Wesen falsch und ohne Wirklichkeit ist. | |||
So verhält es sich auch mit der Welt, den Kshatras, karmischen Handlungen und Vergeltungsmaßnahmen, sowie mit [[Samsara]] und [[Nirvana]]. | |||
Ein Sohn des Buddha, der die Lehren auf diese Weise betrachtet, ist vom Buddha geboren und wird als Sohn des Buddha bezeichnet. | |||
Er kennt, verinnerlicht und erfüllt vollkommen alle Lehren des Buddha der vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen Zeitalter. | |||
Indem er so kultiviert und übt, erlangt er ihre höchste Verwirklichung. | |||
Er ist fähig, die Betrachtung aller Tathagatas der drei Zeitebenen als gleichwertig zu verfolgen, und erkennt, dass keiner ihrer Unterschiede begreifbar ist. | |||
Wer auf diese Weise meditiert, begreift alle drei Zeitebenen. | |||
Was ich hier verkündet und gepriesen habe, sind dies die verdienstvollen Eigenschaften des vierten Zustandes. | |||
Wer sie fleißig im Einklang mit dem Dharma kultiviert, wird schnell die Verwirklichung des unübertroffenen Bodhi des Buddha erlangen. | |||
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- | Darauf aufbauend umfasst die fünfte Kategorie der Bodhisattvas jene, die als die Stätte der vollkommenen Erfüllung geschickter Mittel beschrieben werden, die sich tief in die unzähligen Arten geschickter Mittel vertiefen, und karmische Werke hervorbringen, die aus höchsten verdienstvollen Eigenschaften geboren sind. | ||
Die vielen Arten von Verdiensten, die diese Bodhisattvas kultivieren, werden alle erzeugt, um die vielen Arten von Wesen zu retten und zu beschützen. | |||
Sie konzentrieren ihren Geist darauf, ihnen zu helfen und sie glücklich zu machen, während sie dabei stets tiefes Mitgefühl zeigen und ihre Befreiung ermöglichen. | |||
Für die ganze Welt beseitigen sie die vielen Arten von Widrigkeiten, führen sie aus allen Existenzen heraus und ermöglichen ihr Glück. | |||
Sie streben danach, sie alle zu schulen, ohne eines zu vernachlässigen, und ermöglichen so allen, die Eigenschaften zu vervollkommnen und dem Nirvana entgegenzuschreiten. | |||
Sie erkennen, dass alle Wesen grenzenlos zahlreich, unermesslich, unzählig und unvorstellbar zahlreich sind, sowie unermesslich und so weiter. | |||
Sie hören und nehmen solche Lehren des [[Tathagata]] wie diese an. | |||
Diese wahren Söhne des Buddha im fünften Zustand vollkommen die geschickten Mittel, mit denen sie Wesen befreien. | |||
Der hochweise Bhagavat, der alle verdienstvollen Eigenschaften besitzt, unterweist sie in solchen Lehren. | |||
Im ''sechsten Zustand'', wo die rechte Gesinnung vollkommen erfüllt ist, werden sie frei von Illusionen über das Wesen der Lehren, | |||
üben rechte Achtsamkeit und Reflexion ohne Unterscheidungen, und werden so, dass sie von keinem Gott oder Menschen erschüttert werden können. | |||
Ob sie Lob oder Verleumdung des Buddha, seines Dharma, der Bodhisattvas oder ihrer Praktiken hören, oder ob Wesen messbar oder unermesslich, | |||
unrein oder unbefleckt, schwer oder leicht zu befreien sind, oder ob die Welt des Dharma unermesslich oder klein, erschaffen oder zerstört, | |||
existent oder nichtexistent ist – ihr Geist bleibt dennoch unerschütterlich. | |||
Ob in der Vergangenheit, der Zukunft oder in der Gegenwart – ihre sorgfältige Achtsamkeit und Reflexion bleiben beständig und entschlossen. | |||
Alle Dharmas sind zeichenlos, substanzlos, ohne jegliche inhärente Natur, leer, unwirklich, wie eine Beschwörung, wie ein Traum und jenseits aller Unterscheidung. | |||
Sie freuen sich stets über solche Deutungen. | |||
Bodhisattvas im siebten Zustand, dem der Unwiderruflichkeit, können hören, dass der Buddha, der Dharma oder die Bodhisattva-Praktiken | |||
existieren, nicht existieren, zur Befreiung führen oder nicht zur Befreiung führen. | |||
Obwohl sie solche Aussagen hören, bleiben diese unumkehrbar. | |||
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- | Konzepte wie die, dass Buddhas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart existieren oder nicht existieren, dass die Weisheit des Buddha erschöpfbar oder unerschöpflich ist, dass der Charakter der drei Zeiten einzigartig oder vielfältig ist, dass das Eine nur Vieles ist oder dass Vieles nur Eins ist, dass Texte aus Bedeutungen folgen oder dass Bedeutungen aus Texten folgen – diese Ideen basieren alle auf Schlussfolgerungen und sind so beschaffen, dass diese unumkehrbare Person sie anderen erklären sollte. | ||
Die Vorstellung, dass Dharmas Zeichen besitzen, dass sie zeichenlos sind, dass Dharmas eine inhärente Natur haben oder dass sie keine Natur haben – diese verschiedenen Unterscheidungen basieren alle aufeinander. | |||
Nachdem diese Person dies gehört hat, erfasst sie die höchste Wahrheit. | |||
Im achten der Bodhisattva-Verweilzustände, dem des reinen Jünglings, sind ihre körperlichen, verbalen und mentalen Handlungen vollendet, | |||
rein in allem und frei von Fehlern. Sie erlangen höchste Meisterschaft in der Wiedergeburt gemäß ihren Absichten. | |||
Sie kennen die Geisteszustände der Wesen, kennen jede ihrer verschiedenen Arten des Geistesverständnisses sowie alle ihre zugehörigen Dharmas und die Zeichen der Schöpfung und Zerstörung der Welten der zehn Himmelsrichtungen. | |||
Sie erlangen schnell erlangte, wundersame spirituelle Superkenntnisse, durch die sie frei nach Belieben überall hingehen können, | |||
wo immer Buddhas weilen, um sie den Dharma lehren zu hören und unermüdliche Übung zu preisen. | |||
Sie kennen alle Buddha-Welten vollständig, erwecken sie in ihnen zum Beben, halten sie fest, betrachten sie, und indem sie unzählige Buddha-Welten überschreiten, wandern sie grenzenlos und zahllos durch unzählige Welten. | |||
Sie stellen Fragen zu den Dharmas, die in den Asaṃ Khyeyas gezählt werden, haben souveräne Meisterschaft über alle Körper, die sie annehmen möchten, beherrschen jede Art von Wortkunst und Redekunst, die sie perfektioniert haben, und sie widmen sich dem Dienst an unzähligen Buddhas. | |||
Im neunten der Bodhisattva-Stände, dem des Prinzen, können sie die Unterschiede in den Wiedergeburten der Wesen erkennen. | |||
Es gibt keine Leiden oder Gewohnheiten, die sie nicht erkennen, und sie verstehen alle geschickten Mittel, die sie praktizieren, vollkommen. | |||
Alle verschiedenen Dharmas, die Unterschiede im ehrfurchtgebietenden Verhalten, die Unterschiede zwischen den Welten, die Aspekte der Vergangenheit und Zukunft, und wie man mit der weltlichen und der höchsten Wahrheit in Einklang kommt – sie verstehen und kennen sie alle ausnahmslos. | |||
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<poem> | <poem> | ||
- | Sie sind geschickt in den Residenzen der Dharma-Könige verankert, und halten sich an alle Protokolle ihrer Residenzen, sei es hinsichtlich des Zutritts zu den Palästen der Dharma-Könige, oder der dort zu verrichtenden Meditationen. Was die Krönungszeremonien der Dharma-Könige betrifft, | ||
ihre Ermächtigung mit spirituellen Kräften, ihre Furchtlosigkeit, ihre Mahlzeiten und Ruhezeiten, ihre Palastgemächer, ihr Lobpreis – Sie unterweisen die Dharma-Prinzen in all diesen Angelegenheiten. | |||
Sie erklären ihnen all diese Dinge, nichts davon ist vollständig, und ermöglichen es ihnen so, ihren Geist von Anhaftungen zu befreien. | |||
Nachdem sie diese Dinge vollständig verstanden und die rechte Achtsamkeit entwickelt haben, erscheinen alle Buddhas direkt vor ihnen. | |||
Im ''zehnten Zustand'', dem der Krönungsweihe, erfüllen die Söhne des wahren Buddha das höchste und vornehmste Dharma und sind imstande, erschütterndes und allumfassendes strahlendes Licht in unzähligen Welten in den zehn Himmelsrichtungen zu bewirken. | |||
Sie erhalten und besuchen sie alle ausnahmslos, reinigen und schmücken sie vollständig. | |||
Sie unterweisen unzählige Wesen und sind imstande, sie zu betrachten und ihre Fähigkeiten vollständig zu erkennen. | |||
Auch die Zahl derer, die sie zu schulen beschließen, ist grenzenlos. | |||
Sie alle sind befähigt, zum großen Bodhi fortzuschreiten. | |||
Sie betrachten die gesamte Dharma-Welt und begeben sich in alle Länder der zehn Himmelsrichtungen. | |||
Ihre Körper darin, die Taten, die diese Körper vollbringen, ihre spirituellen Kräfte und ihre Wandlungen sind unergründlich. | |||
Ihr Wissen über die drei Zeiten, die Buddha-Welten und die Sphären des Geistes ist so umfassend, dass nicht einmal ein Dharma-Prinz es vollständig erfassen könnte. | |||
Das Wissen der Allsehenden um die drei Zeiten, ihr vollkommenes Wissen um den Dharma aller Buddhas, ihr uneingeschränktes und grenzenloses Wissen um die Welt des Dharma, und ihr Wissen um die Mittel, alle Welten zu erfüllen – ihr Wissen um die universelle Erleuchtung und den Erhalt der Welten, ihr Wissen um das vollständige Wissen über alle Wesen und alle Dharmas, und ihr Wissen um die unzähligen wahrhaft Erleuchteten – | |||
Die Tatha gata erklärt ihnen dies, sodass es vollständig verstanden wird. | |||
Auf diese Weise werden die Bodhisattvas dieser zehn Wohnstätten alle transformativ aus dem Dharma der Tatha gata geboren. | |||
Welche verdienstvollen Eigenschaften oder Praktiken sie auch besitzen, sie sind alle so beschaffen, dass kein Deva und kein Mensch sie jemals ergründen kann. | |||
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- | Diejenigen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die sich entschlossen haben, nach Buddhaschaft zu streben, sind so unzählig, dass sie alle Länder in den zehn Himmelsrichtungen bevölkern würden. | ||
Keiner von ihnen wird es versäumen, allumfassendes Wissen zu erlangen. | |||
Die Gesamtheit aller Länder ist grenzenlos. | |||
Ebenso grenzenlos sind die Welten, Wesen und Dharmas. | |||
Täuschungen, Karma und Geisteshaltungen sind jeweils unterschiedlich. | |||
Wegen ihnen haben sie sich entschlossen, Bodhi zu erlangen. | |||
Ihre ersten Gedanken, den Weg des Buddha zu beschreiten, sind so tiefgründig, dass die Wesen der Welt und die Anhänger der Zwei Fahrzeuge | |||
selbst dies nicht einmal erahnen können. Wie viel weniger können sie dann erst all ihre übrigen verdienstvollen Eigenschaften und Praktiken begreifen? | |||
Wenn man mit einem einzigen Haar alle Welten in den zehn Himmelsrichtungen emporheben könnte, dann wäre man fähig, die Praktiken jener Buddha-Söhne zu verstehen, die auf dem Weg zur Weisheit des Tathagata sind. | |||
Wenn man alle großen Ozeane der zehn Himmelsrichtungen leeren könnte, indem man mit der Spitze eines einzigen Haares alle Wassertropfen heraushebt, dann wäre man fähig, die verdienstvollen Praktiken zu erkennen, die diese Buddha-Söhne in nur einem Augenblick der Geisteskraft vollbringen. | |||
Wenn alle Welten zu Staubkörnern zermahlen wären, und man ihre Anzahl erkennen könnte, dann wäre man fähig, den Pfad zu erfassen, den diese Bodhisattvas beschreiten. | |||
Alle [[Buddha]]s, [[Pratyekabuddha]]s und Śrāvaka-Schüler der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart in den zehn Himmelsrichtungen könnten all ihre vielfältigen, wunderbaren Ausdrucksfähigkeiten nutzen, um die Entstehung des Bodhi-Entschlusses zu erklären. | |||
Da der Nutzen dieser Entschlossenheit jedoch so unermesslich groß ist, dass er die Bereiche aller Wesen erfüllt, könnten selbst sie, selbst wenn sie ihn gemeinsam mit all ihrer Weisheit beschrieben, niemals sein Ende erreichen. | |||
Wie viel geringer ist dann erst der Nutzen all der übrigen wundersamen Praktiken? | |||
Ende von Kapitel 15 | |||
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* Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. | * Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2015_excerpt.pdf The Ten Abodes] | * kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2015_excerpt.pdf The Ten Abodes] | ||
Aktuelle Version vom 15. Januar 2026, 11:32 Uhr
"Die zehn Wohnstätten" ist das Kapitel 15 des Avatamsaka Sutra.
Übersetzung
Zu jener Zeit, unterstützt von der gewaltigen Kraft des Buddha, trat der Bodhisattva der Dharma-Weisheit in den „Samādhi der unzähligen Mittel des Bodhisattva“ ein. Aufgrund der Kraft dieses Samādhi erschienen aus den Tiefen der Erde in jeder der zehn Himmelsrichtungen so viele Welten wie die Atome in tausend Buddha-Kṣetras und Buddhas, ebenso zahlreich wie die Atome in tausend Buddha-Kṣetras. Alle trugen den gleichen Namen „Dharma-Weisheit“. Sie alle erschienen vor ihm und sprachen zu ihm: „Wahrlich gut, wahrlich gut, o Sohn der Guten Familie.“ Sohn der Guten Familie, dass du in diesen „Samādhi der unzählbaren Mittel des Bodhisattva“ eintreten konntest, liegt daran, dass diese Buddhas aus jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in tausend Buddha-Kṣetras, dich mit ihren spirituellen Kräften unterstützt haben.
Dass du in diesen Samādhi eingetreten bist und den Dharma erläutern kannst, verdankst du auch der gewaltigen spirituellen Kraft, die aus der Kraft der Gelübde Vairocana Tathagatas und der Kraft der Wurzeln der Güte, die du selbst kultiviert hast, entspringt.
Dies geschieht, um:
das Verständnis der Weisheit des Buddha zu vertiefen;
einen tiefen Eintritt in die Welt des Dharma zu ermöglichen;
ein umfassendes Verständnis der Daseinsbereiche zu ermöglichen;
ungehinderten Zugang zu allem zu ermöglichen, was man betritt. Um Freiheit von Hindernissen in jeder Praxis zu ermöglichen;
um unvergleichlich geschickte Mittel zu erlangen;
um das Wesen des Allwissens zu durchdringen;
um das Erwachen zu allen Dharmas zu ermöglichen;
um das Erkennen aller Fähigkeiten zu ermöglichen; und
um die Fähigkeit zu erlangen, alle Dharmas zu bewahren und zu erläutern.
Das heißt, dies dient dazu, das Entstehen der zehn Wohnstätten aller Bodhisattvas herbeizuführen. Sohn der Guten Familie, nimm die Hilfe der ehrfurchtgebietenden spirituellen Kräfte der Buddhas an und erläutere dann diese Dharmas.
Zu dieser Zeit verliehen die Buddhas dem Bodhisattva die Dharma-Weisheit ungehindertes Wissen ungebundenes Wissen,...
386
...Ununterbrochenes Wissen; ungetrübtes Wissen; unveränderliches Wissen; unfehlbares Wissen; unermessliches Wissen; unbesiegbares Wissen; unaufhörliches Wissen und unumkehrbares Wissen.
Warum? Die Dharmas, die mit der Kraft dieses SamāDhi verbunden sind, sind genau dieser Art.
In diesem Moment streckte jeder der Buddhas seine rechte Hand aus und strich dem Bodhisattva der Dharma-Weisheit über den Scheitel. Der Bodhisattva der Dharma-Weisheit erhob sich daraufhin aus seiner meditativen Versenkung und sprach zu den Bodhisattvas:
Söhne des Buddha, die Wohnstätten der Bodhisattvas sind so gewaltig, dass sie dem Dharma-Reich und dem Reich des leeren Raums gleichkommen. Söhne des Buddha, die Bodhisattvas wohnen in der Familie aller Buddhas der drei Zeitalter. Ich werde nun die Wohnstätten der Bodhisattvas beschreiben.
Söhne Buddhas, die Bodhisattvas haben zehn Wohnstätten. Alle Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart haben sie gelehrt, werden sie lehren und lehren sie jetzt. Was sind diese zehn? Sie sind:
Die Wohnstätte der ersten Entschlossenheit;
Die Wohnstätte der Vorbereitung des Bodens;
Die Wohnstätte der Übung;
Die Wohnstätte der Erlangung einer edlen Geburt;
Die Wohnstätte der vollendeten Anwendung geschickter Mittel;
Die Wohnstätte der Rechtschaffenheit;
Die Wohnstätte der Unumkehrbarkeit;
Die Wohnstätte der reinen Jugend;
Die Wohnstätte des Prinzen; und
Die Wohnstätte der Krönungsweihe.
Dies sind die zehn Wohnstätten der Bodhisattvas, wie sie von allen Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart gelehrt wurden.
Söhne Buddhas, was ist die Wohnstätte des Bodhisattva bei der Entstehung der Entschlossenheit? Dieser Bodhisattva mag die majestätische Gestalt und Erscheinung des Buddha, des Bhagavat, sehen, die vollkommen erfüllt ist von den Zeichen des Formkörpers, die die Menschen erfreuen, die selten antrifft und die über große, ehrfurchtgebietende Kräfte verfügt. Oder vielleicht wird er Zeuge der Fähigkeit des Buddha, sich ungehindert
körperlich fortzubewegen, oder hört seine Prophezeiung, oder hört ihn lehren und ermahnen, oder sieht Wesen, die alle Arten von intensivem Leiden erleiden, oder hört die gewaltigen Dharmas der Buddhas, wie sie von der Tathagata gelehrt werden, und beschließt dann, Bodhi zu erlangen und nach allwissendem Wissen zu streben.
387
Dieser Bodhisattva kann sich auf zehn selten erlangte Dharmas stützen, um seine Entschlossenheit zu stärken.
Welche sind das? Sie sind:
Das Wissen um das Mögliche und Unmögliche;
Das Wissen um die karmischen Folgen guter und schlechter Taten;
Das Wissen um die Überlegenheit und Unterlegenheit aller Fähigkeiten;
Das Wissen um die Unterschiede im Verständnis der Wesen;
Das Wissen um die Unterschiede in den Existenzebenen aller Wesen;
Das Wissen um die Grenzen aller Wege;
Das Wissen um alle Dhyana-Versenkungen, Befreiungen und Samadhis;
Das uneingeschränkte Wissen um die früheren Leben der Wesen;
Das uneingeschränkte Wissen um das, was das himmlische Auge erkennt; und
Das Wissen um das vollständige Erlöschen aller Verunreinigungen in allen drei Zeitepochen. Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva sollte das Training in zehn Dharmas fördern.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
Dem Buddha fleißig Opfergaben darbringen;
Glücklich in Samsara verweilen;
Die Menschen in der Welt anleiten, damit sie schlechtes Karma ablegen können;
Andere stets mit den höchsten und erhabensten Dharmas unterweisen;
Den unübertrefflichen Dharma preisen;
Die verdienstvollen Eigenschaften des Buddha üben;
In der Gegenwart der Buddhas wiedergeboren werden, um stets in ihrer Gesellschaft zu sein;
Die Kultivierung des ruhenden Samsara geschickt zu erklären;
Die Entsagung des Kreislaufs der Existenz in Samsara preisen; und
Leidenden Wesen Zuflucht bieten.
Warum tut er dies? Dies geschieht, weil er Bodhisattvas befähigen möchte, ihren Entschluss zur Erlangung der Dharmas der Buddhaschaft zu vertiefen, und ihnen gleichzeitig ermöglichen möchte, jedes Dharma, das sie hören, spontan zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
388
Söhne Buddhas, was ist der Ort der Vorbereitung des Bodens durch den Bodhisattva? Dieser Bodhisattva bringt zehn Arten von Absichten gegenüber den Wesen hervor. Welche sind diese zehn? Sie sind:
Die Absicht, Nutzen zu bringen;
Die Absicht, mit großem Mitgefühl zu handeln;
Die Absicht, Glück zu bringen;
Die Absicht, ihre Existenz zu fördern;
Die Absicht, ihnen mit freundlichem Mitgefühl zu begegnen;
Die Absicht, sie anzuziehen und zu erhalten;
Die Absicht, sie zu beschützen;
Die Absicht, sie als gleichwertig mit sich selbst zu sehen;
Die Absicht, ihnen als Lehrer zu dienen; und
Die Absicht, ihnen als Führer zu dienen.
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva sollte
das Training in zehn Dharmas fördern. Welche sind diese zehn? Sie sind:
Rezitation und umfassendes Studium [des Dharma];
Stille an einem unbesetzten und ruhigen Ort;
Nähe zu einem guten spirituellen Führer;
Harmonischer und angenehmer Diskurs;
Die Notwendigkeit, zur rechten Zeit zu sprechen;
Ein Geist frei von Ängstlichkeit und Furcht;
Vollständiges Verständnis der Bedeutungen;
Praxis gemäß dem Dharma;
Abkehr von Täuschung und Verwirrung; und
Verweilen in einem unbeweglichen Zustand.
Warum tut er dies? Weil er Bodhisattvas befähigen möchte, ihr großes Mitgefühl für alle Wesen zu vertiefen und jeden Dharma, den sie hören, sofort und selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Söhne des Buddha, was ist der Ort der Praxis des Bodhisattva? Dieser Bodhisattva nutzt zehn Arten von Praktiken, um alle Dharmas zu betrachten. Welche sind diese zehn? Sie sind:
Betrachtung aller Dharmas als vergänglich;
Betrachtung aller Dharmas als leidend; Die Betrachtung aller Dharmas als leer;
die Betrachtung aller Dharmas als Nicht-Selbst;
die Betrachtung aller Dharmas als ohne jegliche Wirkungsweise;
die Betrachtung aller Dharmas als geschmacklos;
die Betrachtung aller Dharmas als ihren Namen unähnlich;
die Betrachtung aller Dharmas als ohne jeglichen Wohnort;
389
Die Betrachtung aller Dharmas als jenseits aller Unterscheidungen; und
die Betrachtung aller Dharmas als ohne substanzielle Realität.
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva soll das Training in den zehn Dharmas fördern. Welche sind diese zehn? Sie sind:
Die Betrachtung der Daseinsbereiche, des Dharma-Bereichs und der Weltbereiche;
die Betrachtung des Erd-, Wasser-, Feuer- und Windbereichs; und
die Betrachtung des Begierde-, Form- und Formlosenbereichs.
Warum tut er dies? Weil er möchte, dass die Weisheit der Bodhisattvas vollkommen klar ist und sie gleichzeitig befähigen, jeden Dharma, den sie hören, unmittelbar selbst zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Söhne Buddhas, was ist der Ort, an dem ein Bodhisattva seine edle Wiedergeburt erlangt? Dieser Bodhisattva, der aus den Lehren der Aryas geboren ist, vervollkommnet zehn Dharmas.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
Unvergängliche Verweildauer in der Gegenwart der Buddhas;
Tief entwickelter, reiner Glaube;
Geschickte Kontemplation der Dharmas; und
Vollständiges Wissen über Wesen, Länder, Welten, karmische Handlungen, karmische Vergeltung, Samsara und Nirvana.
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva sollte das Üben der zehn Dharmas fördern.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
Vollständiges Wissen über alle Dharmas aller Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart;
Kultivierung und Anhäufung aller Dharmas aller Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart;
Vollkommene Erfüllung aller Dharmas aller Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart; und
Vollkommenes Wissen um die Gleichheit aller Buddhas.
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, in ihrer Entwicklung der Geistesgleichmut in Bezug auf die drei Zeitebenen Fortschritte zu erzielen und gleichzeitig jeden Dharma, den sie hören, spontan zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Söhne des Buddha, was ist der Aufenthaltsort des Bodhisattva in der vollkommenen Erfüllung der heilsamen Mittel? Die Wurzeln der Güte, die von diesem Bodhisattva kultiviert wurden, sind alle gefestigt:
390
Alle Wesen zu retten und zu beschützen;
allen Wesen zum Wohle zu gereichen;
allen Wesen Glück zu schenken;
tiefes Mitgefühl für alle Wesen zu empfinden;
alle Wesen zu befreien;
allen Wesen zu ermöglichen, alle Zustände von Unglück und Not hinter sich zu lassen;
allen Wesen zu ermöglichen, dem Leiden des Samsara zu entkommen;
allen Wesen zu ermöglichen, reinen Glauben zu entwickeln;
allen Wesen die Übung zu erlangen; und
allen Wesen die Verwirklichung des Nirwana zu ermöglichen.
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva soll
die Übung in den zehn Dharmas fördern. Was sind diese zehn? Sie sind:
Die Erkenntnis, dass alle Wesen grenzenlos sind;
Die Erkenntnis, dass alle Wesen unermesslich sind;
Die Erkenntnis, dass alle Wesen unzählig sind;
Die Erkenntnis, dass alle Wesen unbegreiflich sind;
Die Erkenntnis, dass Wesen in unzählbar vielen Formen existieren;
die Erkenntnis, dass Wesen unzählbar sind;
die Erkenntnis, dass Wesen leer sind;
die Erkenntnis, dass Wesen keinerlei Funktion haben;
die Erkenntnis, dass Wesen nicht existieren; und
die Erkenntnis, dass Wesen keine ihnen innewohnende Existenz besitzen.
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, ihren Geist immer weiter zu erheben und frei von jeglicher trübender Anhaftung zu werden,
während er ihnen gleichzeitig ermöglicht, jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Ihr Söhne Buddhas, was ist der Zustand der Rechten Geisteshaltung des Bodhisattva? Selbst wenn dieser Bodhisattva zehn verschiedene Dharmas hört, bleibt sein Geist konzentriert und unbewegt. Welche sind diese zehn? Sie lauten:
Ob er Lobpreisungen oder Verleumdungen des Buddha hört, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unerschütterlich;
Ob er Lobpreisungen oder Verleumdungen des Dharma hört, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unerschütterlich;
Ob er Lobpreisungen oder Verleumdungen der Bodhisattvas hört, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unerschütterlich;
391
Ob er Lobpreisungen des von den Bodhisattvas praktizierten Dharma oder Verleumdungen des von den Bodhisattvas praktizierten Dharma hört,
die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich;
Ob er hört, dass die Wesen messbar zahlreich oder unermesslich zahlreich sind, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich;
Ob er hört, dass die Wesen befleckt oder unbefleckt sind, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich;
Ob er hört, dass die Wesen leicht oder schwer zu befreien sind, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich;
Ob er hört, dass die Dharma-Welt messbar oder unermesslich ist, die Ausrichtung seines Geistes auf den Dharma des Buddha bleibt konzentriert und unbeweglich; Ob er hört, dass die Dharma-Welt Schöpfung oder Zerstörung beinhaltet, bleibt die Ausrichtung seines Geistes auf Buddhas Dharma konzentriert und unerschütterlich; und ob er hört, dass die Dharma-Welt existiert oder nicht existiert, bleibt die Ausrichtung seines Geistes auf Buddhas Dharma konzentriert und unerschütterlich.
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva sollte die Übung in den zehn Dharmas fördern.
Was sind diese zehn? Sie sind:
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas zeichenlos sind;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas keine Substanz haben;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas nicht kultiviert werden können;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas nicht existent sind;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas keine wahre Realität haben;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas leer sind;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas keine inhärente Natur haben;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas wie eine bloße Beschwörung sind;
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas wie ein bloßer Traum sind; und
Die Erkenntnis, dass alle Dharmas jenseits aller Unterscheidungen liegen.
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, ihren Geist stetig weiterzuentwickeln und Unumkehrbarkeit in Bezug auf die Verwirklichung der ungelebten Dharmas zu erlangen, während er sie gleichzeitig befähigt, jeden Dharma, den sie hören, sofort selbst zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Söhne des Buddha, was ist der Zustand der Unumkehrbarkeit des Bodhisattva?
Selbst wenn dieser Bodhisattva zehn Arten von Dharmas hört, bleibt er unumkehrbar.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
392
Ob er hört, dass der Buddha existiert oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass der Dharma existiert oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass Bodhisattvas existieren oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass die Bodhisattva-Praktiken existieren oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass es Bodhisattvas gibt, die durch Kultivierung Befreiung erlangen, oder dass Kultivierung nicht zur Befreiung führt, seine Entschlossenheit im Dharma des Buddha bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass Buddhas in der Vergangenheit existierten oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass Buddhas in der Zukunft existieren werden oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass Buddhas in der Gegenwart existieren oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar;
Ob er hört, dass die Weisheit Buddhas erschöpfbar oder unerschöpflich ist, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar; und
Ob er hört, dass die drei Zeitabschnitte von einheitlichem Charakter sind oder nicht, seine Entschlossenheit im Dharma Buddhas bleibt unumkehrbar.
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva soll das Training in zehn Arten von umfassenden Dharmas fördern. Was sind diese zehn? Sie lauten:
Von einem zu sprechen, heißt, von vielen zu sprechen;
Von vielen zu sprechen, heißt, von einem zu sprechen;
Texte folgen aus Bedeutungen;
Bedeutungen folgen aus Texten;
Was nicht existiert, existiert selbst;
Was existiert, existiert selbst;
Was Zeichen hat, ist zeichenlos;
393
Was zeichenlos ist, wird durch Zeichen charakterisiert;
Was keine Natur hat, ist identisch mit einer Natur; und Die Natur selbst hat keine Natur.
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, Fortschritt zu erlangen und die Befreiung in Bezug auf alle Dharmas zu erreichen,
während er sie gleichzeitig befähigt,
jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Söhne des Buddha, was ist der Aufenthaltsort des Bodhisattva der reinen Jugend?
Dieser Bodhisattva weilt in zehn Arten karmischer Handlungen. Was sind diese zehn? Sie sind:
Fehlerfreies physisches Handeln;
Fehlerfreies verbales Handeln;
Fehlerfreies mentales Handeln;
Wiedergeburt an einem beliebigen Ort;
Kenntnis aller verschiedenen Arten von Begierden, die Wesen besitzen;
Kenntnis aller verschiedenen Arten von Erkenntnissen, die Wesen besitzen;
Kenntnis aller verschiedenen Daseinsbereiche;
Die Kenntnis aller verschiedenen Arten karmischer Handlungen der Wesen;
die Kenntnis der Schöpfung und Zerstörung der Welt;
und die souveräne Beherrschung der spirituellen Kraft ungehinderten physischen Handelns.
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, dieser Bodhisattva sollte das Training in zehn Arten von Dharmas fördern. Was sind diese zehn?
Sie sind:
Alle Buddha-Kṣetras kennen;
Alle Buddha-Kṣetras bewegen;
Alle Buddha-Kṣetras halten;
Alle Buddha-Kṣetras meditieren;
Alle Buddha-Kṣetras besuchen;
In unzähligen Welten wandern;
Unzählige Dharmas des Buddha empfangen;
Körper manifestieren, die über souveräne Beherrschung spiritueller Transformationen verfügen;
Weite und allumfassende Stimmen ausstrahlen;
und unzähligen Buddhas in nur einem einzigen Kshana dienen und ihnen Opfergaben darbringen.
Warum tut er das? Weil er anderen ermöglichen möchte, in ihrer Fähigkeit, in allen Dharmas Fertigkeiten zu erlangen, Fortschritte zu machen und jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
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Söhne Buddhas, was ist der Wohnsitz des Bodhisattva des Prinzen?
Dieser Bodhisattva besitzt umfassendes Wissen über zehn Arten von Dharmas.
Welche sind das? Sie sind:
Umfassendes Wissen über die Wiedergeburten der Wesen;
Umfassendes Wissen über das Entstehen aller Leiden;
Umfassendes Wissen über die Fortdauer gewohnheitsmäßiger karmischer Neigungen;
Umfassendes Wissen über die angewandten geschickten Mittel;
Umfassendes Wissen über die unermesslichen Dharmas;
Umfassendes Wissen über alle Aspekte des Ehrfurcht gebietenden Verhaltens;
Umfassendes Wissen über die Unterschiede zwischen den Welten;
Umfassendes Wissen über vergangene und zukünftige Phänomene;
Umfassendes Wissen darüber, wie man die weltliche Wahrheit auslegt; und
Umfassendes Wissen darüber, wie man die höchste Wahrheit auslegt.
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva sollte das Training in zehn Arten von Dharmas fördern. Welche sind diese zehn?
Sie sind:
Geschicklichkeit im Wohnort des Dharma-Königs;
Regelkonformität im Wohnort des Dharma-Königs;
[Angemessenes Verhalten] im Palast des Dharma-Königs;
Eintritt in den Wohnort des Dharma-Königs;
Kontemplation des Wohnorts des Dharma-Königs;
Kronenweihe durch den Dharma-König;
Ermächtigungen durch den Dharma-König;
Furchtlosigkeit durch den Dharma-König;
Mahlzeiten und Ruhezeiten durch den Dharma-König; und
Lobpreisungen des Dharma-Königs.
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte, den Weg zur Erlangung eines ungetrübten Geistes zu beschreiten und ihnen gleichzeitig zu ermöglichen, jeden Dharma, den sie hören, sofort selbstständig zu verstehen, ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Söhne Buddhas, was ist der Aufenthaltsort des Bodhisattva der Kronenweihe? Dieser Bodhisattva vollendet zehn Arten des Wissens. Welche sind diese zehn? Sie sind:
Wie man unzählige Welten erschüttert;
Wie man unzählige Welten mit blendender Strahlkraft erleuchtet;
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Wie man unzählige Welten aufrecht erhält;
Wie man unzählige Welten besucht;
Wie man unzählige Welten reinigt;
Wie man unzählige Wesen unterweist;
Wie man über unzählige Wesen meditiert;
Wie man die Fähigkeiten unzähliger Wesen erkennt;
Wie man unzähligen Wesen den Eintritt ermöglicht; und
Wie man unzähligen Wesen die Ausbildung ermöglicht.
Dies sind die zehn. Söhne des Buddha, die Körper dieses Bodhisattvas, physische Taten, spirituelles Überwissen, spirituelle Transformationen,
Kenntnis der Vergangenheit, Kenntnis der Zukunft, Kenntnis der Gegenwart, Errichtung von Buddha-Ländern, Sphären des Geistes, und Sphären des Wissens sind alle unerkennbar. Nicht einmal ein Dharma-Prinz Bodhisattva kann sie ergründen.
Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva soll das Training in den zehn Wissensarten fördern, die alle Buddhas besitzen.
Welche sind das?
Das Wissen um die drei Zeitebenen;
das Wissen um Buddhas Dharma;
das Wissen um die Ungebundenheit des Dharma-Bereichs;
das Wissen um die Grenzenlosigkeit des Dharma-Bereichs;
das Wissen, das alle Welten erfüllt;
das Wissen, das alle Welten erleuchtet;
das Wissen, das alle Welten erhält;
das Wissen, das alle Wesen kennt;
das Wissen, das alle Dharmas kennt; und
das Wissen, das alle unzähligen Buddhas kennt.
Warum tut er dies? Weil er anderen ermöglichen möchte,
das Wissen um alle Aspekte des Seins zu erweitern und ihnen gleichzeitig zu befähigen,
jeden Dharma, den sie hören, unmittelbar und selbstständig zu verstehen,
ohne auf die Unterweisung anderer angewiesen zu sein.
Zu jener Zeit bewegten und erbebten sich aufgrund der spirituellen Kräfte Buddhas Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in einer Myriade von Buddha-Kṣetras, auf sechs Arten:
Bewegung, universelle Bewegung, gleichmäßige und universelle Bewegung; Aufstieg, universeller Aufstieg, gleichmäßiger und universeller Aufstieg; Aufwärtsstoß, universeller Aufwärtsstoß, gleichmäßiger und universeller Aufwärtsstoß; Schütteln, universelles Schütteln, gleichmäßiges und universelles Schütteln; Brüllen, universelles Brüllen, gleichmäßiges und universelles Brüllen; und Schlagen, universelles Schlagen und gleichmäßiges und universelles Schlagen.
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Es regnete wunderbare himmlische Blumen, pulverisierte himmlische Räucherstäbchen, himmlische Blumenkränze, verschiedene himmlische Düfte, juwelenbesetzte himmlische Gewänder, Wolken aus Juwelen vom Himmel und himmlischen Schmuck, alles begleitet von allerlei himmlischer Musik, die
selbst ohne gespielte Instrumente von selbst erklang und dabei helles Licht und ätherische Klänge ausstrahlte.
So wie diese Verkündung der zehn Wohnstätten, begleitet vom Erscheinen spiritueller Wandlungen, in Indras Palast auf dem Berg Sumeru in dieser Welt der vier Kontinente stattfand, so geschah dies auch in allen Welten in den zehn Himmelsrichtungen.
Aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha kamen Bodhisattvas aus unzähligen Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in den unzähligen Buddha-Kṣetras, dorthin und erfüllten die zehn Himmelsrichtungen mit diesen Worten:
Es ist wahrlich gut, wahrlich gut, o Sohn des Buddha, dass du diesen Dharma so treffend verkündet hast. Wir alle tragen den gleichen Namen:
„Dharma-Weisheit“ und wir alle stammen aus Ländern, die alle als „Dharma-Wolke“ bekannt sind. Die Tatha-Gatas in diesen Ländern sind alle als „Erhabener Dharma“ bekannt. Diese zehn Wohnstätten wurden auch in den Wohnstätten all unserer Buddhas beansprucht, in denen die Versammlungen, Gefolge, schriftlichen Formulierungen und Bedeutungen ebenfalls genau so waren, wie sie hier dargelegt wurden, frei von jeglichen Zusätzen oder Streichungen.
O Sohn des Buddha, durch die Hilfe der spirituellen Kräfte des Buddha sind wir gekommen und haben diese Versammlung betreten, um für dich zu bezeugen, dass all dies, wie es hier geschehen ist, sich auch in allen Welten in den zehn Himmelsrichtungen auf die gleiche Weise ereignet hat.
Zu jener Zeit, unterstützt von der gewaltigen Kraft des Buddha, durchstreifte der Bodhisattva der Dharma-Weisheit die zehn Himmelsrichtungen des Dharma-Reiches und sprach dann diese Verse:
Vielleicht erweckt der Anblick des wunderbaren Körpers des Höchstweisen, der mit den majestätischen Zeichen und Tugenden geschmückt ist, und die Begegnung mit einem so ehrwürdigen Wesen, dem man nur selten begegnet, den anfänglichen Entschluss der Bodhisattvas.
Oder erweckt der Anblick seines unvergleichlich großen spirituellen Wissens, seine Gedanken über das Vernehmen von Prophezeiungen, Lehren oder Ermahnungen oder das unermessliche Leid aller Wesen in ihren jeweiligen Schicksalen – all dies erweckt den anfänglichen Entschluss der Bodhisattvas.
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Oder weil sie von all den verdienstvollen, vollkommenen Eigenschaften der Tatha Gatas, jener allumfassend erhabenen Ehrwürdigen, hören,
die wie der leere Raum nicht unterscheiden.
Dadurch erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Ursache und Wirkung in den drei Zeiten konstituieren das, was sein kann.
Das innewohnende Wesen des Selbst und dergleichen ist das, was nicht sein kann.
Sie mögen den Wunsch haben, die wahre Bedeutung solcher Dinge vollständig zu erfassen.
Dadurch erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen den Wunsch haben, alle karmischen Folgen guter und schlechter Taten der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart ausnahmslos zu begreifen.
Dadurch erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie möchten vielleicht Eintritt, Verweilen und Entstehen vollständig verstehen, wie sie mit den Dhyānas, den Befreiungen und den Samādhis in ihren unzähligen Ausprägungen, ob rein oder unrein, zusammenhängen.
Deshalb wecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie streben nach einem umfassenden und differenzierenden Wissen, das der relativen Schärfe oder Trägheit der Fähigkeiten der Wesen entspricht
und ihren entsprechend unterschiedlichen Kräften, Lebenskraft hervorzubringen.
Deshalb wecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Alle Wesen besitzen unterschiedliche Grade des Verstehens, und was ihr Geist bevorzugt, ist jeweils verschieden.
Sie möchten vielleicht all diese unzähligen Unterscheidungen vollständig erkennen.
Deshalb wecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Alle Bereiche, in denen Wesen existieren, sind jeweils verschieden, und alle Welten, die sie bewohnen, sind unermesslich zahlreich.
Sie möchten vielleicht das Wesen aller vollständig erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Alle Wege, die im Laufe der bedingten Existenz beschritten werden, führen stets zu bestimmten Orten.
Sie möchten vielleicht das wahre Wesen all dieser Wege vollständig erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Alle Wesen in allen Welten treiben ohne einen Augenblick der Ruhe gemäß ihren karmischen Taten im Strom dahin.
Sie möchten vielleicht das himmlische Auge erlangen und all dies klar sehen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie streben vielleicht danach, all ihre vergangenen Existenzen vollständig zu erkennen und das wahre Wesen und die Merkmale solcher Umstände, die mit allem, was in ihren früheren Leben geschehen ist, verbunden sind.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
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Sie wünschen sich vielleicht, die endgültige Auflösung des ständigen Entstehens aller Fesseln und Illusionen aller Wesen sowie ihrer gewohnten karmischen Neigungen vollständig zu erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich vielleicht, gemäß ihrer weltlichen Wahrheit alle verschiedenen Wege der Diskussion und Sprache,
wie sie für alle verschiedenen Arten von Wesen etabliert sind, vollständig zu erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Alle Dharmas entziehen sich der Beschreibung mit Worten.
Sie sind von Natur aus leer, ruhend und frei von jeglicher Wirkung.
Sie streben nach einem klaren Verständnis der wahren Bedeutung all dessen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich vielleicht, alle Länder der zehn Himmelsrichtungen zu erschüttern oder gar alle großen Ozeane umzuwälzen, indem sie das große spirituelle Wissen aller Buddhas vollständig vervollkommnen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich vielleicht, Lichtstrahlen aus einer einzigen Pore auszusenden, die überall die unzähligen Länder der zehn Himmelsrichtungen erleuchten, und jeden, der von jedem Lichtstrahl erleuchtet wird, erwecken.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich vielleicht, alle unvorstellbar vielen Buddha-Kṣetras in einer ihrer Handflächen zu vereinen und dennoch unbeweglich zu bleiben, selbst wenn sie sich vollkommen bewusst sind, dass alles nur eine Beschwörung ist.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich vielleicht, die Wesen in unzähligen Kṣetras und sie ohne Gedränge auf die Spitze eines einzigen Haares zu setzen, in der Erkenntnis, dass sie alle frei von „Anderen“ und frei von „Selbst“ sind.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich vielleicht, die Wesen in unzähligen Kṣetras und sie ohne Gedränge auf die Spitze eines einzigen Haares zu setzen, in der Erkenntnis, dass sie alle sowohl frei von „Anderen“ als auch frei von „Selbst“ sind. Sie mögen versuchen, mit einem einzigen Haar die Wassertropfen der Ozeane zu gewinnen, und so alle großen Ozeane vollständig austrocknen zu lassen, selbst wenn sie die Anzahl dieser Tropfen erkennen und bestimmen können.
Deshalb erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen die Anzahl der Staubkörner erkennen und bestimmen wollen, die entstehen, wenn man ausnahmslos alle Länder zu Staub zermahlt.
Deshalb erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen mit vollem Verständnis die Zeichen der Schöpfung und Zerstörung aller Welten in den unzähligen Kalpas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart erkennen wollen, bis an ihre fernsten Grenzen.
Deshalb erwecken die Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
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Sie mögen den Wunsch haben, das gesamte Dharma aller Tatha Gatas, Pratyekabuddhas und ŚrāVaka-Schüler in allen drei Zeitepochen vollständig und ausnahmslos zu erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen den Wunsch haben, mit nur einem einzigen Haar alle unzähligen und grenzenlosen Welten zu erheben und zu erfassen, sie alle gemäß ihrer Substanz und ihren Zeichen vollständig zu erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen den Wunsch haben, alle unermesslichen und unzähligen Ringe der Berge vollständig in eine einzige Pore einfließen zu lassen,
um sie alle gemäß ihrer Größe erkennen zu können.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen den Wunsch haben, mit nur einer einzigen heiteren und erhabenen Stimme allen in den zehn Richtungen gemäß ihrer Art zu antworten und so zu erklären, dass alle ein reines und vollständiges Verständnis erlangen können.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich, die inhärente Natur der Sprachlehre aller Wesen vollständig zu erkennen und sie ausnahmslos mit nur einem einzigen Wort zu erklären.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich, eine so wunderbare Zungenfertigkeit zu erlangen, dass es kein Wort und keinen Laut auf der Welt gibt, den sie nicht erzeugen können, und so allen das Verständnis und die Verwirklichung der Stille zu ermöglichen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie wünschen sich, alle Zeichen der Schöpfung und Zerstörung in allen Welten der zehn Himmelsrichtungen vollständig sichtbar zu machen
und gleichzeitig allen zu ermöglichen, zu erkennen, dass sie alle aus Unterscheidungen geboren sind.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Alle Welten in den zehn Himmelsrichtungen sind voller unzähliger Tatha Gatas.
Sie wünschen sich, die Lehre all dieser Buddhas vollständig zu erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren anfänglichen Entschluss.
Sie mögen den Wunsch haben, ein vollständiges Verständnis zu erlangen, dass alle verschiedenen Arten von Transformationen und unzählige Körper,
so zahlreich wie die Atome in allen Welten, allein aus dem Geist entstehen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren anfänglichen Entschluss.
Sie mögen den Wunsch haben, in einem einzigen Augenblick des Geistes alle unermesslich und unzählbar vielen Tatha Gatas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart vollständig zu erkennen.
Deshalb erwecken Bodhisattvas ihren anfänglichen Entschluss.
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Sie mögen danach streben, einen einzigen Satz des Dharma vollständig zu erklären, in unzähligen Asaṃ-Khyeya-Kalpas, und dennoch zuzulassen, dass die Bedeutungen dieses Satzes alle unterschiedlich sind.
Dadurch erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen nach klarem Verständnis in nur einem einzigen Augenblick des Geistes streben, der Zeichen des zyklischen Daseins im Saṃ-Sāra
aller Wesen in den zehn Himmelsrichtungen.
Dadurch erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Sie mögen sich wünschen, durch Taten von Körper, Mund und Geist ungehindert überall in den zehn Himmelsrichtungen Respekt zu erweisen,
in der vollen Erkenntnis, dass die drei Zeitabschnitte leer und ruhend sind.
Dadurch erwecken Bodhisattvas ihren ursprünglichen Entschluss.
Nachdem die Bodhisattvas auf diese Weise ihren Entschluss geweckt haben, sollten sie in die Lage versetzt werden, die Länder der zehn Himmelsrichtungen zu besuchen, um allen Tatha-Gatas ehrfurchtsvoll Opfergaben darzubringen, damit diese niemals umkehren.
Die Bodhisattvas suchen mutig den Pfad zur Buddhaschaft und werden nicht müde, inmitten von Samsara zu verweilen.
Sie preisen dies anderen und bewegen sie so dazu, dieser Praxis zu folgen, wodurch diese niemals umkehren.
In den unzähligen Kshetras der Welten der zehn Himmelsrichtungen dienen sie als verehrte Herren, wo sie zum Wohle der Bodhisattvas auf diese Weise sprechen, wodurch diese niemals umkehren.
Mithilfe der höchsten, erhabensten und bedeutendsten reinen Lehren ermutigen sie Bodhisattvas, diese weiterzugeben und anderen zu vermitteln,
um durch solche Lehren Leiden zu überwinden.
In allen Welten sind sie unvergleichlich, verweilen an Orten, wo sie unerschütterlich und unbesiegbar sind, wo Bodhisattvas stets solche Lehren preisen, um Unwiderruflichkeit zu erlangen.
Der Buddha ist der allmächtige(?) Herr der Welten, der, vollkommen in allen verdienstvollen Eigenschaften, den Bodhisattvas ermöglicht, in diesen Welten zu verweilen und so durch diese Lehren zu überaus großen Menschen zu werden.
Zu den Wohnstätten unzähliger Buddhas – sie alle können dorthin gehen, um sie zu besuchen und ihnen nahe zu sein.
Sie werden stets von den Buddhas angezogen und unterstützt.
Durch Lehren wie diese werden sie in die Lage versetzt, Unumkehrbarkeit zu erlangen.
401
Sie legen frei dar und verkünden alle ruhenden Samādhis ohne Ausnahme.
Sie sprechen so um der Bodhisattvas willen, und dadurch erlangen sie Unwiderruflichkeit.
„Zerstört das Rad des Samsāra in allen Daseinsbereichen.“
„Dreht das Rad des reinen und erhabenen Dharma.“
„Bleibt frei von jeglicher Anhaftung an irgendeine der Welten.“
Sie sprechen so um der Bodhisattvas willen.
„Alle Wesen fallen in elende Schicksale und sind gefesselt und getrieben von unzähligen schweren Leiden.
Werdet für sie ihr Erlöser, ihr Beschützer und ihre Zuflucht.“
Sie sprechen so um der Bodhisattvas willen.
Dies ist der Ort, an dem der Bodhisattva die Entschlossenheit schöpft, in der er direkt und entschlossen den unübertroffenen Pfad beschreitet.
Die Lehren, wie ich sie hier dargelegt habe, sind jene, die alle Buddhas auf diese Weise lehren.
Der Bodhisattva im zweiten Zustand, der Vorbereitung des Bodens, sollte einen Entschluss wie diesen fassen:
„Ich gelobe, alle Wesen in den zehn Himmelsrichtungen zu befähigen, den Lehren des Tatha gata zu folgen.“
Wohltätige, mitfühlende und glückbringende Absichten, sicher gründende, wohlwollende und anziehende Absichten, Absichten, Wesen zu beschützen und sie als gleichwertig mit sich selbst zu sehen, und Absichten, ihnen als Lehrer zu dienen und als Führer zu wirken – Nachdem man in solch erhabenen Absichten verweilt hat, befähigen sie die Wesen, Rezitationen zu praktizieren, umfassendes Wissen anzustreben, sich stets an stiller Meditation und rechter Besinnung zu erfreuen, sich allen guten spirituellen Freunden anzunähern, angenehm zu sprechen, Grobheit und Unhöflichkeit abzulegen, die Notwendigkeit zu erkennen, im Sprechen auf den richtigen Zeitpunkt zu achten, furchtlos zu sein, Bedeutungen vollständig zu erfassen, im Einklang mit dem Dharma zu kultivieren, Verblendung und Verwirrung abzulegen und einen unbewegten Geist zu haben.
Dies sind die Bodhi-Praktiken derjenigen in der Anfangsphase der Übung.
Diejenigen, die diese Praktiken ausüben können, sind wahre Söhne des Buddha.
Während ich nun erkläre, was sie üben sollen, sollten solche Söhne Buddhas wie diese fleißig in ihrer Übung sein.
Das Dritte ist der Ort der Kultivierung der Praktiken durch den Bodhisattva.
Man sollte sich auf die Lehre Buddhas stützen und fleißig kontemplieren über alle Dharmas als vergänglich, leidend und leer, als ohne Selbst oder Andere, als unbeweglich und unwirksam.
402
...,alle Dharmas als ungenießbar, da sie nichts beinhalten, was ihren Namen entspricht, keinen Ort haben, an dem sie wohnen, nichts zu unterscheiden und keine Realität besitzen.
Wer sie auf diese Weise betrachtet, wird als Bodhisattva bezeichnet.
Als Nächstes befähigt man andere, die Daseinsbereiche zu betrachten, und ermutigt sie gleichzeitig zur Betrachtung des Dharma-Bereichs.
Ebenso sollte man sie alle ermutigen, alle verschiedenen Welten ohne Ausnahme zu betrachten.
Man ermutigt auch zu umfassenden Betrachtungen aller Elemente Erde, Wasser, Feuer und Wind in allen Welten und im leeren Raum der zehn Himmelsrichtungen sowie des Begierdebereichs, des Formbereichs und des Formlosen Bereichs.
Betrachte diese Bereiche, jeder von ihnen anders, sowie ihr Wesen, bis ins höchste Maß.
Wer sich solche Lehren aneignet und sie fleißig praktiziert, ist würdig, als wahrer Sohn Buddhas anerkannt zu werden.
Im vierten Zustand, der der edlen Wiedergeburt, wird der ]]Bodhisattva}} aus den Lehren der Aryas geboren.
Er begreift alles Existierende als gänzlich nichtexistent, und tritt, über die Dharmas hinausgehend, in die Welt des Dharma ein.
Sein Glaube an Buddha ist unerschütterlich fest, sein Geist ist auf die Betrachtung der Ruhe der Dharmas gerichtet, und er weiß in Bezug auf alle Wesen, dass ihr Wesen falsch und ohne Wirklichkeit ist.
So verhält es sich auch mit der Welt, den Kshatras, karmischen Handlungen und Vergeltungsmaßnahmen, sowie mit Samsara und Nirvana.
Ein Sohn des Buddha, der die Lehren auf diese Weise betrachtet, ist vom Buddha geboren und wird als Sohn des Buddha bezeichnet.
Er kennt, verinnerlicht und erfüllt vollkommen alle Lehren des Buddha der vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen Zeitalter.
Indem er so kultiviert und übt, erlangt er ihre höchste Verwirklichung.
Er ist fähig, die Betrachtung aller Tathagatas der drei Zeitebenen als gleichwertig zu verfolgen, und erkennt, dass keiner ihrer Unterschiede begreifbar ist.
Wer auf diese Weise meditiert, begreift alle drei Zeitebenen.
Was ich hier verkündet und gepriesen habe, sind dies die verdienstvollen Eigenschaften des vierten Zustandes.
Wer sie fleißig im Einklang mit dem Dharma kultiviert, wird schnell die Verwirklichung des unübertroffenen Bodhi des Buddha erlangen.
403
Darauf aufbauend umfasst die fünfte Kategorie der Bodhisattvas jene, die als die Stätte der vollkommenen Erfüllung geschickter Mittel beschrieben werden, die sich tief in die unzähligen Arten geschickter Mittel vertiefen, und karmische Werke hervorbringen, die aus höchsten verdienstvollen Eigenschaften geboren sind.
Die vielen Arten von Verdiensten, die diese Bodhisattvas kultivieren, werden alle erzeugt, um die vielen Arten von Wesen zu retten und zu beschützen.
Sie konzentrieren ihren Geist darauf, ihnen zu helfen und sie glücklich zu machen, während sie dabei stets tiefes Mitgefühl zeigen und ihre Befreiung ermöglichen.
Für die ganze Welt beseitigen sie die vielen Arten von Widrigkeiten, führen sie aus allen Existenzen heraus und ermöglichen ihr Glück.
Sie streben danach, sie alle zu schulen, ohne eines zu vernachlässigen, und ermöglichen so allen, die Eigenschaften zu vervollkommnen und dem Nirvana entgegenzuschreiten.
Sie erkennen, dass alle Wesen grenzenlos zahlreich, unermesslich, unzählig und unvorstellbar zahlreich sind, sowie unermesslich und so weiter.
Sie hören und nehmen solche Lehren des Tathagata wie diese an.
Diese wahren Söhne des Buddha im fünften Zustand vollkommen die geschickten Mittel, mit denen sie Wesen befreien.
Der hochweise Bhagavat, der alle verdienstvollen Eigenschaften besitzt, unterweist sie in solchen Lehren.
Im sechsten Zustand, wo die rechte Gesinnung vollkommen erfüllt ist, werden sie frei von Illusionen über das Wesen der Lehren,
üben rechte Achtsamkeit und Reflexion ohne Unterscheidungen, und werden so, dass sie von keinem Gott oder Menschen erschüttert werden können.
Ob sie Lob oder Verleumdung des Buddha, seines Dharma, der Bodhisattvas oder ihrer Praktiken hören, oder ob Wesen messbar oder unermesslich,
unrein oder unbefleckt, schwer oder leicht zu befreien sind, oder ob die Welt des Dharma unermesslich oder klein, erschaffen oder zerstört,
existent oder nichtexistent ist – ihr Geist bleibt dennoch unerschütterlich.
Ob in der Vergangenheit, der Zukunft oder in der Gegenwart – ihre sorgfältige Achtsamkeit und Reflexion bleiben beständig und entschlossen.
Alle Dharmas sind zeichenlos, substanzlos, ohne jegliche inhärente Natur, leer, unwirklich, wie eine Beschwörung, wie ein Traum und jenseits aller Unterscheidung.
Sie freuen sich stets über solche Deutungen.
Bodhisattvas im siebten Zustand, dem der Unwiderruflichkeit, können hören, dass der Buddha, der Dharma oder die Bodhisattva-Praktiken
existieren, nicht existieren, zur Befreiung führen oder nicht zur Befreiung führen.
Obwohl sie solche Aussagen hören, bleiben diese unumkehrbar.
404
Konzepte wie die, dass Buddhas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart existieren oder nicht existieren, dass die Weisheit des Buddha erschöpfbar oder unerschöpflich ist, dass der Charakter der drei Zeiten einzigartig oder vielfältig ist, dass das Eine nur Vieles ist oder dass Vieles nur Eins ist, dass Texte aus Bedeutungen folgen oder dass Bedeutungen aus Texten folgen – diese Ideen basieren alle auf Schlussfolgerungen und sind so beschaffen, dass diese unumkehrbare Person sie anderen erklären sollte.
Die Vorstellung, dass Dharmas Zeichen besitzen, dass sie zeichenlos sind, dass Dharmas eine inhärente Natur haben oder dass sie keine Natur haben – diese verschiedenen Unterscheidungen basieren alle aufeinander.
Nachdem diese Person dies gehört hat, erfasst sie die höchste Wahrheit.
Im achten der Bodhisattva-Verweilzustände, dem des reinen Jünglings, sind ihre körperlichen, verbalen und mentalen Handlungen vollendet,
rein in allem und frei von Fehlern. Sie erlangen höchste Meisterschaft in der Wiedergeburt gemäß ihren Absichten.
Sie kennen die Geisteszustände der Wesen, kennen jede ihrer verschiedenen Arten des Geistesverständnisses sowie alle ihre zugehörigen Dharmas und die Zeichen der Schöpfung und Zerstörung der Welten der zehn Himmelsrichtungen.
Sie erlangen schnell erlangte, wundersame spirituelle Superkenntnisse, durch die sie frei nach Belieben überall hingehen können,
wo immer Buddhas weilen, um sie den Dharma lehren zu hören und unermüdliche Übung zu preisen.
Sie kennen alle Buddha-Welten vollständig, erwecken sie in ihnen zum Beben, halten sie fest, betrachten sie, und indem sie unzählige Buddha-Welten überschreiten, wandern sie grenzenlos und zahllos durch unzählige Welten.
Sie stellen Fragen zu den Dharmas, die in den Asaṃ Khyeyas gezählt werden, haben souveräne Meisterschaft über alle Körper, die sie annehmen möchten, beherrschen jede Art von Wortkunst und Redekunst, die sie perfektioniert haben, und sie widmen sich dem Dienst an unzähligen Buddhas.
Im neunten der Bodhisattva-Stände, dem des Prinzen, können sie die Unterschiede in den Wiedergeburten der Wesen erkennen.
Es gibt keine Leiden oder Gewohnheiten, die sie nicht erkennen, und sie verstehen alle geschickten Mittel, die sie praktizieren, vollkommen.
Alle verschiedenen Dharmas, die Unterschiede im ehrfurchtgebietenden Verhalten, die Unterschiede zwischen den Welten, die Aspekte der Vergangenheit und Zukunft, und wie man mit der weltlichen und der höchsten Wahrheit in Einklang kommt – sie verstehen und kennen sie alle ausnahmslos.
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Sie sind geschickt in den Residenzen der Dharma-Könige verankert, und halten sich an alle Protokolle ihrer Residenzen, sei es hinsichtlich des Zutritts zu den Palästen der Dharma-Könige, oder der dort zu verrichtenden Meditationen. Was die Krönungszeremonien der Dharma-Könige betrifft,
ihre Ermächtigung mit spirituellen Kräften, ihre Furchtlosigkeit, ihre Mahlzeiten und Ruhezeiten, ihre Palastgemächer, ihr Lobpreis – Sie unterweisen die Dharma-Prinzen in all diesen Angelegenheiten.
Sie erklären ihnen all diese Dinge, nichts davon ist vollständig, und ermöglichen es ihnen so, ihren Geist von Anhaftungen zu befreien.
Nachdem sie diese Dinge vollständig verstanden und die rechte Achtsamkeit entwickelt haben, erscheinen alle Buddhas direkt vor ihnen.
Im zehnten Zustand, dem der Krönungsweihe, erfüllen die Söhne des wahren Buddha das höchste und vornehmste Dharma und sind imstande, erschütterndes und allumfassendes strahlendes Licht in unzähligen Welten in den zehn Himmelsrichtungen zu bewirken.
Sie erhalten und besuchen sie alle ausnahmslos, reinigen und schmücken sie vollständig.
Sie unterweisen unzählige Wesen und sind imstande, sie zu betrachten und ihre Fähigkeiten vollständig zu erkennen.
Auch die Zahl derer, die sie zu schulen beschließen, ist grenzenlos.
Sie alle sind befähigt, zum großen Bodhi fortzuschreiten.
Sie betrachten die gesamte Dharma-Welt und begeben sich in alle Länder der zehn Himmelsrichtungen.
Ihre Körper darin, die Taten, die diese Körper vollbringen, ihre spirituellen Kräfte und ihre Wandlungen sind unergründlich.
Ihr Wissen über die drei Zeiten, die Buddha-Welten und die Sphären des Geistes ist so umfassend, dass nicht einmal ein Dharma-Prinz es vollständig erfassen könnte.
Das Wissen der Allsehenden um die drei Zeiten, ihr vollkommenes Wissen um den Dharma aller Buddhas, ihr uneingeschränktes und grenzenloses Wissen um die Welt des Dharma, und ihr Wissen um die Mittel, alle Welten zu erfüllen – ihr Wissen um die universelle Erleuchtung und den Erhalt der Welten, ihr Wissen um das vollständige Wissen über alle Wesen und alle Dharmas, und ihr Wissen um die unzähligen wahrhaft Erleuchteten –
Die Tatha gata erklärt ihnen dies, sodass es vollständig verstanden wird.
Auf diese Weise werden die Bodhisattvas dieser zehn Wohnstätten alle transformativ aus dem Dharma der Tatha gata geboren.
Welche verdienstvollen Eigenschaften oder Praktiken sie auch besitzen, sie sind alle so beschaffen, dass kein Deva und kein Mensch sie jemals ergründen kann.
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Diejenigen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die sich entschlossen haben, nach Buddhaschaft zu streben, sind so unzählig, dass sie alle Länder in den zehn Himmelsrichtungen bevölkern würden.
Keiner von ihnen wird es versäumen, allumfassendes Wissen zu erlangen.
Die Gesamtheit aller Länder ist grenzenlos.
Ebenso grenzenlos sind die Welten, Wesen und Dharmas.
Täuschungen, Karma und Geisteshaltungen sind jeweils unterschiedlich.
Wegen ihnen haben sie sich entschlossen, Bodhi zu erlangen.
Ihre ersten Gedanken, den Weg des Buddha zu beschreiten, sind so tiefgründig, dass die Wesen der Welt und die Anhänger der Zwei Fahrzeuge
selbst dies nicht einmal erahnen können. Wie viel weniger können sie dann erst all ihre übrigen verdienstvollen Eigenschaften und Praktiken begreifen?
Wenn man mit einem einzigen Haar alle Welten in den zehn Himmelsrichtungen emporheben könnte, dann wäre man fähig, die Praktiken jener Buddha-Söhne zu verstehen, die auf dem Weg zur Weisheit des Tathagata sind.
Wenn man alle großen Ozeane der zehn Himmelsrichtungen leeren könnte, indem man mit der Spitze eines einzigen Haares alle Wassertropfen heraushebt, dann wäre man fähig, die verdienstvollen Praktiken zu erkennen, die diese Buddha-Söhne in nur einem Augenblick der Geisteskraft vollbringen.
Wenn alle Welten zu Staubkörnern zermahlen wären, und man ihre Anzahl erkennen könnte, dann wäre man fähig, den Pfad zu erfassen, den diese Bodhisattvas beschreiten.
Alle Buddhas, Pratyekabuddhas und Śrāvaka-Schüler der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart in den zehn Himmelsrichtungen könnten all ihre vielfältigen, wunderbaren Ausdrucksfähigkeiten nutzen, um die Entstehung des Bodhi-Entschlusses zu erklären.
Da der Nutzen dieser Entschlossenheit jedoch so unermesslich groß ist, dass er die Bereiche aller Wesen erfüllt, könnten selbst sie, selbst wenn sie ihn gemeinsam mit all ihrer Weisheit beschrieben, niemals sein Ende erreichen.
Wie viel geringer ist dann erst der Nutzen all der übrigen wundersamen Praktiken?
Ende von Kapitel 15
- Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org.
Literatur
- kalavinka.org The Ten Abodes
- cttbusa : The 10 dwellings