Shri Guhya Sarvacchinnata Tantraraja: Unterschied zwischen den Versionen

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''Shri Guhya Sarvacchinnata Tantraraja'' (Der glorreiche König des Tantras, der alle Geheimnisse abschneidet.) ist ein tibetischer Text des Dêgê Kanjur 79 (dpal gsang ba thams cad gcod pa'i rgyud kyi rgyal po).
''Shri Guhya Sarvacchinnata Tantraraja'' (Der glorreiche König des Tantras, der alle Geheimnisse abschneidet.) ist ein tibetischer Text des [[Kangyur|Dêgê Kanjur]] 79 (dpal gsang ba thams cad gcod pa'i rgyud kyi rgyal po).


== Inhalt <ref>bdrc.io [[https://library.bdrc.io/show/bdr:IE4CZ5369?scope=bdr:UT4CZ5369_I1KG9205_MW4CZ5369_0384&openEtext=bdr:VE4CZ5369_I1KG9205&startChar=552446#open-viewer Tibetischer Text] als Vorlage</ref>==
== Inhalt <ref>bdrc.io [[https://library.bdrc.io/show/bdr:IE4CZ5369?scope=bdr:UT4CZ5369_I1KG9205_MW4CZ5369_0384&openEtext=bdr:VE4CZ5369_I1KG9205&startChar=552446#open-viewer Tibetischer Text] als Vorlage</ref>==
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'''1.''' Die vier abschließenden Punkte
'''1.''' Die vier abschließenden Punkte
„Ebenso soll man die vier abschließenden Punkte
„Ebenso soll man die vier abschließenden Punkte als eine mündliche Überlieferung verstehen.“
als eine mündliche Überlieferung verstehen.“


'''2.''' Die Vision im inneren Kristallpalast
'''2.''' Die Vision im inneren Kristallpalast
„Dann, im inneren Kristallpalast,
„Dann, im inneren Kristallpalast, entsteht aus der Silbe BHRŪṂ ein Rad mit acht Speichen.
entsteht aus der Silbe BHRŪṂ ein Rad mit acht Speichen.
Die acht Speichen sind die acht Bewusstseine.
Die acht Speichen sind die acht Bewusstseine.
Wenn sie vollständig erscheinen, entsteht der Erscheinungskörper.
Wenn sie vollständig erscheinen, entsteht der Erscheinungskörper.
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Die acht Balken bedeuten die acht Befreiungen.
Die acht Balken bedeuten die acht Befreiungen.
Die vier Säulen bedeuten die vier Weisheiten.
Die vier Säulen bedeuten die vier Weisheiten.
Alle Tathāgatas wie Tathāgata Tārāṇa
Alle Tathāgatas wie Tathāgata Tārāṇa stehen für Kraft usw.“
stehen für Kraft usw.“


'''4.''' Die Meditationssitze (gdan)
'''4.''' Die Meditationssitze (gdan)
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verunreinigt sind, erscheinen sie als Lotus‑Sitze.
verunreinigt sind, erscheinen sie als Lotus‑Sitze.


Darüber sind Sonne und Mond,
Darüber sind Sonne und Mond, die Symbole von Methode und Weisheit.
die Symbole von Methode und Weisheit.


Der erste Sitz ist der ‚Ich‑bin‑Sitz‘,
Der erste Sitz ist der ‚Ich‑bin‑Sitz‘, der gelehrt wird, um Gedanken zu überwinden.
der gelehrt wird, um Gedanken zu überwinden.


Der Hauptsitz hat vier Zweige.
Der Hauptsitz hat vier Zweige.
Um das Mandala zu vervollständigen,
Um das Mandala zu vervollständigen, werden die Sitze ringsum verteilt,
werden die Sitze ringsum verteilt,
weil sie die Hauptzweige darstellen.
weil sie die Hauptzweige darstellen.


Durch die Bedeutung der Absicht
Durch die Bedeutung der Absicht wird das Mandala der Stütze vollendet.“
wird das Mandala der Stütze vollendet.“
 


'''5.''' Die vier Arten der Geburt der Gottheiten
'''5.''' Die vier Arten der Geburt der Gottheiten
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Sie entspricht den vier Arten der Geburt.
Sie entspricht den vier Arten der Geburt.


Spontane Geburt in einem Augenblick   
Spontane Geburt in einem Augenblick  – wie ein Fisch, der aus der Tiefe auftaucht.
– wie ein Fisch, der aus der Tiefe auftaucht.


Geburt aus Bedingungen  – wie Hitze, die aus Reibung entsteht.
Geburt aus Bedingungen  – wie Hitze, die aus Reibung entsteht.
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'''1.''' Die besondere Verwirklichung
'''1.''' Die besondere Verwirklichung
„Diese Verwirklichung ist besonders erhaben.
„Diese Verwirklichung ist besonders erhaben.
Dann wurde gelehrt, dass Rezitation oder Meditation
Dann wurde gelehrt, dass Rezitation oder [[Meditation]] den höheren, mittleren und unteren Fähigkeiten entsprechen.
den höheren, mittleren und unteren Fähigkeiten entsprechen.


Für die Höchsten soll Meditation oder Rezitation
Für die Höchsten soll Meditation oder Rezitation vollständig ausgeführt werden.
vollständig ausgeführt werden.
Für die Mittleren ist das Hauptthema die Vereinigung von Vater und Mutter.
Für die Mittleren ist das Hauptthema die Vereinigung von Vater und Mutter.
Für die Niedrigsten ist der Zugang über den Blick der Madhyamaka.“
Für die Niedrigsten ist der Zugang über den Blick der Madhyamaka.“


'''2.''' Die Meditation der 37 Elemente
'''2.''' Die Meditation der 37 Elemente
„Wenn man im Blick der Madhyamaka fest geworden ist,
„Wenn man im Blick der Madhyamaka fest geworden ist, soll man die siebenunddreißig Elemente vollständig meditieren.
soll man die siebenunddreißig Elemente vollständig meditieren.


Auch für die Mittleren gilt dies:
Auch für die Mittleren gilt dies:
Ort (Körper), Kanäle, bewegte Winde,
Ort (Körper), Kanäle, bewegte Winde, die Anordnung des Geistes, die groben Formen,
die Anordnung des Geistes, die groben Formen,
die tiefen [[Mantra]]s, die Tropfen, und schließlich die sieben Glieder der Erleuchtung.
die tiefen Mantras, die Tropfen,
und schließlich die sieben Glieder der Erleuchtung.


Dies alles ist sehr tiefgründig.
Dies alles ist sehr tiefgründig.
Alles, was zuvor gelehrt wurde,
Alles, was zuvor gelehrt wurde, soll in vier Arten verstanden werden.
soll in vier Arten verstanden werden.
Jedes einzelne hat wiederum vier Aspekte.
Jedes einzelne hat wiederum vier Aspekte.
Die vielen Formen sind äußerst tief.“
Die vielen Formen sind äußerst tief.“
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Vom Äußeren aus erkennt man das Innere.
Vom Äußeren aus erkennt man das Innere.
Dies ist die Bedeutung des geheimen Geheimnisses.
Dies ist die Bedeutung des geheimen Geheimnisses.
Die Bedeutung, die zur Handlung passt,
Die Bedeutung, die zur Handlung passt, ist die endgültige Bedeutung.
ist die endgültige Bedeutung.
Das äußere Mandala der Formen und das innere Mandala
Das äußere Mandala der Formen
und das innere Mandala
werden auf die Aggregate, Sinnesfelder und Elemente bezogen.
werden auf die Aggregate, Sinnesfelder und Elemente bezogen.
Man weiht sie jeweils als Gottheiten.“
Man weiht sie jeweils als Gottheiten.“
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=== 380 ===
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Aus einer Blume im Raum entsteht kein Duft.
Aus einer Blume im Raum entsteht kein Duft.
Eine Ursache ohne Bedingungen ist keine Ursache.
Eine Ursache ohne Bedingungen ist keine Ursache.
Wie ein Feuer im Wald ohne Wind nicht brennt,
Wie ein Feuer im Wald ohne Wind nicht brennt, so ist es auch hier.“
so ist es auch hier.“


'''2.''' Die erste Handlung: Gedanken aufgeben
'''2.''' Die erste Handlung: Gedanken aufgeben
„Durch die erste Handlung der vier Glieder
„Durch die erste Handlung der vier Glieder soll man die Gedanken aufgeben.
soll man die Gedanken aufgeben.
Wenn man im göttlichen Yoga verweilt, wird dies ‚Erzeugung‘ genannt.“
Wenn man im göttlichen Yoga verweilt,
wird dies ‚Erzeugung‘ genannt.“


'''3.''' Äußere und innere Aspekte
'''3.''' Äußere und innere Aspekte
„Die äußeren und inneren vielfältigen Aspekte
„Die äußeren und inneren vielfältigen Aspekte werden in ihrer Reihenfolge erklärt.
werden in ihrer Reihenfolge erklärt.
Auch die Einzelheiten des äußeren Mandalas der Stütze werden in drei Arten gelehrt:
Auch die Einzelheiten des äußeren Mandalas der Stütze
ohne Dach und ohne Wände, mit Dach und Wänden, und in drei Formen.
werden in drei Arten gelehrt:
ohne Dach und ohne Wände, mit Dach und Wänden,
und in drei Formen.
Dies wird gemäß der Kraft des Vertrauens gelehrt.“
Dies wird gemäß der Kraft des Vertrauens gelehrt.“


'''4.''' Die vier Einteilungen des Rades
'''4.''' Die vier Einteilungen des Rades
„Durch die vier Einteilungen des Rades
„Durch die vier Einteilungen des Rades und die vier Einteilungen des Tages
und die vier Einteilungen des Tages
wird Tag und Nacht in vier Abschnitte geteilt.
wird Tag und Nacht in vier Abschnitte geteilt.
Auch die Übergänge sollen als vier erkannt werden.
Auch die Übergänge sollen als vier erkannt werden.


Durch das Einführen des Stabes in das Wasser
Durch das Einführen des Stabes in das Wasser und durch die Meditation der acht Sitzungen
und durch die Meditation der acht Sitzungen
werden Übergang und Sitzung als gleich gelehrt.“
werden Übergang und Sitzung als gleich gelehrt.“


'''5.''' Praxis für mittlere und niedere Fähigkeiten
'''5.''' Praxis für mittlere und niedere Fähigkeiten
„Während der Übergangszeit
„Während der Übergangszeit sollen Praktizierende mittlerer und niedriger Fähigkeiten
sollen Praktizierende mittlerer und niedriger Fähigkeiten
die Gottheiten vollständig hervorbringen.
die Gottheiten vollständig hervorbringen.
Aus einer einzigen Flamme entstehen zwei,
Aus einer einzigen Flamme entstehen zwei, und so soll man auch die Opfer usw. ausführen.“
und so soll man auch die Opfer usw. ausführen.“


'''6.''' Sicht und Handlung
'''6.''' Sicht und Handlung
„Die Sicht ist das Gleichgewicht.
„Die Sicht ist das Gleichgewicht.  
Die Handlung ist das, was später erlangt wird.
Die Handlung ist das, was später erlangt wird.


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entsteht die Praxis des Tragens der sechs Ornamente.
entsteht die Praxis des Tragens der sechs Ornamente.


In Verbindung mit der geheimen Ermächtigung
In Verbindung mit der geheimen Ermächtigung entsteht die Praxis der Ornamente und des Nektars.“
entsteht die Praxis der Ornamente und des Nektars.“


'''7.''' Die fünf Familien
'''7.''' Die fünf Familien
„Die Vajra‑Familie, die Juwelen‑Familie,
„Die Vajra‑Familie, die Juwelen‑Familie, die Lotus‑Familie und die Karma‑Familie  
die Lotus‑Familie und die Karma‑Familie —
— diese Praktiken habe ich gelehrt.
diese Praktiken habe ich gelehrt.


In Verbindung mit Weisheit und Erkenntnis
In Verbindung mit Weisheit und Erkenntnis sind dies die allgemeinen Lehren.
sind dies die allgemeinen Lehren.
Besonders aber ist die Praxis des Mudrā.“
Besonders aber ist die Praxis des Mudrā.“


'''8.''' Fehlerhafte Sicht und fehlerhafte Handlung
'''8.''' Fehlerhafte Sicht und fehlerhafte Handlung
„Fehlerhafte Sicht und fehlerhafte Handlung,
„Fehlerhafte Sicht und fehlerhafte Handlung, und fehlerhafte Handlung und fehlerhafte Sicht —
und fehlerhafte Handlung und fehlerhafte Sicht —
dies ist das Verderben des geheimen Mantras.
dies ist das Verderben des geheimen Mantras.


Wer dies tut, wird ohne Zweifel
Wer dies tut, wird ohne Zweifel als leidendes Wesen in der Hölle geboren.
als leidendes Wesen in der Hölle geboren.


Darum soll man falsche Sicht und falsche Handlung aufgeben.
Darum soll man falsche Sicht und falsche Handlung aufgeben.
Die Handlung eines zornigen Dämons
Die Handlung eines zornigen Dämons ist falsche Handlung.
ist falsche Handlung.


Auch falsche Sicht ohne Handlung soll man aufgeben.
Auch falsche Sicht ohne Handlung soll man aufgeben.
Der Asket, der falsch übt,
Der Asket, der falsch übt, zerstört seinen Körper und die Aggregate …“
zerstört seinen Körper und die Aggregate …“


(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)
(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)
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'''1.''' Fehlerhafte Meditation
„Wer auf Erscheinungen wie Rnam Snang (Vairochana) usw.
mit Anstrengung und trockenen Gedanken meditiert, dessen Praxis wird dürr und unfruchtbar.
Darum soll man Sicht und Handlung vereinen.
Ob man wie ein großer Elefant steht oder sitzt — man soll in Gleichmut stehen oder sitzen.“
'''2.''' [[Vajrasattva]]s Frage
„Vajrasattva fragte erneut:
›Was ist der Nektar (amṛta)?
Wie wird er praktiziert?
Wie entstehen seine Qualitäten?
Bitte erkläre mir die Bedeutung von Schmuck usw. als Hauptpunkt.‹“
'''3.''' Antwort des Buddha: Die drei Arten von Nektar
„Der Erhabene sprach:
›Der Nektar wird in drei Arten gelehrt.


Der äußere Nektar 
– man stützt sich auf fünf Nektare und fünf Fleischarten.
– die fünf Eisenhaken dienen zur Zubereitung.
– acht, vierzehn und weitere Mengen werden gemischt.
– man nimmt das unerschütterliche Fleisch von Śiva, das trockene Fleisch usw.
– zwölf und sechzehn Arten werden zuerst gemischt.
– Heruka, Rnam Snang und das trockene Herzfleisch sollen genommen werden.
Der obere und der untere Nektar 
– acht, vierzehn und fünf Mischungen werden zur günstigen Zeit bereitet.
Der Löwenkörper ist weiß und rein.
Körper und Rede sind geläutert und fehlerlos.
Dies ist die Grundlage der Fleisch‑Praxis.“
4. Die Fleischarten
„›Das Fleisch des Elefanten ist das große Elefantenfleisch.
Aus der Natur des Ketaka‑Baumes entsteht das Fleisch, das Galle usw. heilt.
Das Fleisch des Ochsen ist das Fleisch des mächtigen Ochsen.
Das Pferd ist der König der Pferde.
Seine Farbe ist weder weiß noch rot;
Form und Farbe verändern sich nicht.
Das Menschenfleisch ist das Fleisch der sieben Geburten.
Ein Kundiger von Körper, Rede und Geist soll dies beurteilen.
Das Gefäß für das Essen ist ein einziges kleines Gefäß.
Damit soll man die Krankheiten behandeln.‹“
'''5.''' Die Zeichen der mittleren und unteren Praktizierenden
„›Die Zeichen der mittleren und unteren Praktizierenden sind Hitze, Rauch und Funken.
Diese werden als äußere Zeichen erklärt.
Für andere Wesen beseitigt dies große Altersschwäche.
Wenn die Silbe nicht korrekt ausgesprochen wird, gibt es keine Verwirklichung.
Wenn sie korrekt ausgesprochen wird, wird man rein.
Der innere Nektar entsteht von selbst.
Wenn der Tropfen aus den neun Öffnungen nicht mehr fließt, füllt er sich wie Sesamöl.
Wenn man den Atem von A‑BA‑DHŪ‑TĪRA einsaugt, entsteht die Ursache der sechs oberen Erscheinungen.
Śiva verweilt in der Mitte des Ga‑Bura.“
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'''1.''' Der untere Nektar
„Der untere Nektar ist die Ursache.
Dies ist der geheime Nektar.
Man soll graue Haare, Krankheit und Tod ablegen.
Die Praxis besteht aus zwei Arten des Yogas:
für Praktizierende höchster Fähigkeit und für jene der ersten Stufe.
Wenn man in der Erzeugungsstufe gut verweilt
und das Festhalten an Kategorien aufgibt, soll man den äußeren sechsteiligen Nektar darbringen.“
'''2.''' Äußere und innere Nektare
„Für die erste Handlung gibt es äußeren und inneren Nektar.
Doch ihre Kraft ist unterschiedlich.
Wenn man keine grauen Haare hat
und die Gedanken überwunden sind, und wenn man fest im vierfachen Mandala verweilt
und die fünf Arten geübt hat, dann soll man den sechsten erfassen.“
'''3.''' Die sechs oberen Punkte
„Vom Scheitelpunkt der konventionellen Spitze bis zu den vier Fingern darunter
und bis zur Mitte, und wenn der Atem im Nabel verweilt,
dann ist dies der sechste obere Punkt.
Doch auch hier ist die Kraft unterschiedlich:
Es gibt kein Brennen und kein Leiden.“
'''4.''' Der König der Vögel
„Wie der König der Vögel, der in den Himmel aufsteigt und nicht fällt,
so ist der mittlere Punkt, der höchste und der abgeschnittene Punkt
der untere sechste Punkt.
ies wurde für Praktizierende höchster Fähigkeit gelehrt.“
'''5.''' Die Kraft des Nektars
„Doch auch hier ist die Kraft unterschiedlich.
Er stoppt den Tropfen aus den neun Öffnungen.
Der erste Schmuck ist das Überwinden von Zorn.
Im großen Leichenfeld Śīla‑Ling ist die Stufe der Zähmung der [[Rudra]]‑Kräfte.
Der Nektar überwindet Gedanken usw.“
'''6.''' Die vier Aktivitäten
„Die vier Aktivitäten sind allgemein:
Erweitern, Reinigen, Zähmen und Zornvolle Handlung.
Vajrasattva fragte erneut:
›Was ist der sechste Punkt?
Wie ist er für Praktizierende höchster Fähigkeit?
Wie wird Begierde vollständig gereinigt?
O Held, erkläre mir dies.‹“
'''7.''' Antwort des Buddha
„Der Erhabene sprach:
›Aus den vier Richtungen — rechts, links, oben, unten —
entsteht der fünfte, der aus dem Raum hervorgeht.
Der fünfte ist ohne eigene Natur.
Dies wird der sechste genannt.‹“
'''8.''' Die höchste Freude
„›Die höchste Freude, die gemeinsame Freude,
und die Freude der Trennung —
aus diesen entsteht die große Glückseligkeit des fünften.
Die große Glückseligkeit ist ohne eigene Natur.
Dies ist der sechste Punkt des unteren Tores.
Darum, wer den sechsten Punkt wünscht,
soll den vierten …‹“
(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)


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=== 383 ===
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<poem>
<poem>
'''1.''' Vollendung des fünften Punktes
„Wer den vorherigen Weg gegangen ist, soll den fünften Punkt vollständig meditieren.
Wie Kupfer durch die Kraft des Elixiers zu Gold wird,
so wird das Kupferhafte zum Goldenen.
Ohne Kupfer gibt es kein Gold.
Doch etwas anderes als der fünfte Punkt
als ‚sechster Punkt‘ zu bezeichnen, wurde vom Buddha nicht gelehrt.“
'''2.''' Zeitliche Einteilung der Praxis
„Jahr, Monat, halber Monat, Tag, sechs Zeitabschnitte, zwei Zeitabschnitte —
in jedem Augenblick entstehen sechs.
Dies ist nicht das Objekt der ersten Handlung.
Wie ein Tropfen Nektar in einem Gefäß Wasser wird der Nektar erfahren.
Doch ein einzelner Tropfen wird nicht vollständig erfahren.
Durch das Wasser selbst wird der Nektar erfahren.“
'''3.''' Vom fünften zum sechsten Punkt
„Ebenso entsteht aus dem fünften Punkt, der noch mit Ausdehnung verbunden ist,
der sechste Punkt, der frei von Ausdehnung ist.
In anderen Tantras habe ich gelehrt:
Wenn die fünf Zeichen oder acht Geschmäcker die acht Erden überwinden, entsteht übernatürliches Wissen.“
'''4.''' Übergang zu Mahāmudrā
„Wenn man das Hand‑Mudrā der Handlung vollständig aufgibt und im Weisheits‑Mudrā verweilt
und in das große Mudrā eintritt, dann ist dies der Praktizierende höchster Fähigkeit.
Dies ist die vollständige Erklärung des sechsten Punktes.
‚Begierde‘ bedeutet Samsara, und ihre Reinigung bedeutet Nirvana.“
'''5.''' Das zweite Geheimnis
„Dann folgt das zweite Geheimnis, verbunden mit der geheimen Ermächtigung:
die tiefe Bedeutung von Ursache und Bedingung.
Zuerst soll man den Stolz der Gottheit erzeugen.
Man soll die Ḍākinī an der Wurzel erkennen und den Helden als Bodhisattva erkennen.“
'''6.''' Das Rad und seine Orte
„Man soll den Ort des Rades und das Rad selbst erkennen.
Dann soll man wissen, was zu verwirklichen ist.
Vom Rad der großen Glückseligkeit bis zum reinen Mittelkanal gibt es vierzehn Maßeinheiten.
Jedes der drei Fingerbreiten ist ein Rad.
Dies ist die Natur von Körper, Rede und Geist.“
'''7.''' Die Orte der Ermächtigung
„Die Orte der Ermächtigung und die Orte des Rades soll man aus dem Mund des Lama erfahren.
Im reinen Mittelkanal — Feuer, Wind und Klang —
soll ein Kundiger die drei Fingerbreiten und vier Fingerbreiten prüfen.
Diese drei Orte sind die geheimen Orte.
Ebenso sind die drei Orte das Gewahrsein.
Die vier Fingerbreiten sind der Pferdekopf (Hayagrīva) …“
(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)
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=== 384 ===
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<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
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<poem>
'''1.''' Die acht Orte des Geheimen Glücks
„Die acht Orte sind die Orte des geheimen Glücks.
Aus den Einzelheiten des Körpers von männlichen und weiblichen Yogis
entstehen die achtzehn Fingerbreiten.
Von diesen achtzehn sind acht die Orte des geheimen Rades.
Die vierzig sind andere Räder.
Dies soll man aus dem Mund des Lama erfahren.“
'''2.''' Äußere und innere Analyse
„Alles ist wie die Gelenke eines Bambusrohrs.
Ein Kundiger soll es innerlich und äußerlich prüfen.
Auch das Rad hat zwei Arten:
Zuerst das Rad, dann die Kanäle.
Ursache, Geheimnis, Natur und Ermächtigung
werden in vier Arten gelehrt.“
'''3.''' Die vier Geheimnisse und die sechzehn Naturen
„Die Ursachen sind zwei, die Geheimnisse vier, die Naturen sechzehn, die Ermächtigungen zwei.
Die Canda‑li (tummo) hat vierundzwanzig Maßeinheiten
und ist in vier Räder verborgen.
Wenn man die Versammlung des Lama innerlich sieht, wendet man sich nach hinten, verbreitet andere Anweisungen
und freut sich über die Öffnung.“
'''4.''' Die verborgenen Stufen
„Um die Begierde zu praktizieren, nimmt man die verborgenen Stufen an.
Für die Bedeutung des Innersten wendet man sich nach hinten.
Wer das geheime Mantra durchschneidet und anderen Yoga lehrt, wird ohne Zweifel
in der großen Hölle der ununterbrochenen Qual geboren.“
'''5.''' Warum der Buddha nichts verborgen hat
„Wenn hunderttausend Buddhas erscheinen, ist die Zeit ihrer Vollendung dieselbe.
Von all dem, was hier verborgen scheint, habe ich nichts verborgen.
Darum wird es in anderen Tantras verborgen, doch in diesem Tantra erkläre ich es ausführlich.“
'''6.''' Die verborgenen Maßeinheiten
„Die zweiunddreißig Fingerbreiten rechts und links sind in vierundsechzig verborgen.
Von den zweiunddreißig sind sechzehn verborgen.
Die zweiunddreißig in Richtungen und Übergängen sind in acht verborgen.
Das allgemeine Scheitelrad ist im Allgemeinen verborgen.
Das geheime Glücksrad ist im Nabel verborgen.
Von den sechzehn entsteht die Vereinigung.
Sie sind in acht verborgen.“
'''7.''' Weitere verborgene Maße
„Von den sechzehn sind rechts und links
zweiunddreißig verborgen.
Von den sechzehn werden vier.
Die vierundsechzig sind verborgen.
Das Kehlrad ist das Rad der Freude.
Die sechs Geschmäcker sind durch Freude verborgen.
Das männliche und weibliche Geschmacksrad
ist im Geschmacksrad verborgen.
Das [[Hayagriva|Hayagrīva]]‑Rad ist im Hals verborgen.“
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</div></div>
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=== 385 ===
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'''1.''' Verborgene Maßeinheiten der acht Punkte
„Von den acht Punkten sind rechts und links zwei Teile, die in sechzehn Maßeinheiten verborgen sind.
Von den acht Punkten sind rechts, links, oben und unten vier Teile, die in zweiunddreißig Maßeinheiten verborgen sind.
Von den acht Punkten sind rechts, links, oben und unten und die vier Übergänge acht Teile,
die in vierundsechzig Maßeinheiten verborgen sind.“
'''2.''' Die verborgenen Feuer und Räder
„Das Feuer des reinen Mittelkanals ist im Feuer verborgen.
Das Herz ist das Dharma‑Rad.
Durch das allwissende Gewahrsein wird das Gewahrsein verborgen.
Von den vierundsechzig Maßeinheiten sind zweiunddreißig verborgen.
Von den vierundsechzig sind vier verborgen.
Von den sechzehn sind acht verborgen.“
'''3.''' Die verborgenen Winde und Tummo
„Der Wind des Ga‑Kha‑Kanals ist im Wind verborgen.
Das geheime Tummo ist im Tummo verborgen.
Jedes Rad hat vier Räder.
Äußerlich zieht es die Lebensenergie an.“
'''4.''' Die Wasser‑Elemente und die große Glückseligkeit
„Wasser, Wassertröpfchen und Wasserströme fallen in vielfältiger Weise,
doch im großen Ozean werden sie zu einem Geschmack.
Im Nabel ist das Spiel der großen Glückseligkeit,
der Befreiung, der Leerheit und der Gleichheit mit Symbolen und Beispielen.“
'''5.''' Das Herz als Dharma‑Körper
„Das Herz ist der Dharma‑Körper.
Befreiung usw. sind ebenso.
Der Hals ist das Rad der Freude.
Die große Glückseligkeit ist ebenso.
Die Zeichen oben sind leer, unten sind sie voll.
Die erste große Glückseligkeit ist die Vereinigung des Mundes.“
'''6.''' Die zweite Glückseligkeit
„Oben ist Befreiung, unten das Symbol.
Die zweite große Glückseligkeit ist die Vereinigung des Mundes.
Dies soll man aus dem Mund des Lama erfahren.
Die zehn Kräfte sind rein, die zehn Vereinigungskräfte ebenso.
Der Wind ist die Natur von [[Tara|Tārā]].
Die sechs Kanäle sind die Natur des Atems.“
'''7.''' Die Natur der Elemente im Körper
„Das Feuer ist von weißer Natur.
Die drei Seitenkanäle sind durch Hitze gefüllt.
Durch ihre eigene Natur verweilen sie an ihrem Ort.
Die acht und fünf Zeichen haben ihre eigenen Bedeutungen.
Die acht sind die ersten acht Töne.
Die fünf sind die ersten fünf von Kāli.“
'''8.''' Die fünf Paläste des Gewahrseins
„Die fünf Paläste des Gewahrseins haben Grenzen.
Hayagrīva links und rechts, die beiden A‑Silben oben —
das sind die neun Flügel.
Das geheime Glücksrad hat vier Ma‑Silben und zwei A‑Silben in der Mitte.
Dies sind die siebenunddreißig Elemente der Erleuchtung.“
'''9.''' Übergang zur nächsten Seite
„Dann werden auch die Zeichen der Kanäle erklärt …“
(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)
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</poem>
</div></div>
</div></div>


=== 386 ===
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<poem>
'''1.''' Äußere und innere Maßeinheiten
„Die äußeren zweiundsiebzig Fingerbreiten erzeugen aus dem Fleisch die Sehnen.
Die inneren hundert und zwanzig Fingerbreiten erzeugen aus den Sehnen die Knochen.
Die zweiunddreißig geheimen Fingerbreiten erzeugen aus den Knochen das Mark.
Die drei grundlegenden Kanäle erzeugen im Geheimen die Glückseligkeit.“
'''2.''' Die 72 Körperhöhlen
„Die zweiundsiebzig Körperhöhlen haben jeweils tausend Nebenhöhlen.
In diesen Höhlen wohnen die Arten der Würmer.
Die zweiundsiebzig Fingerbreiten ergeben insgesamt zehntausend.
Auch in den inneren und geheimen Kanälen gibt es Würmer, wie gelehrt wurde.“
'''3.''' Die neun Arten der Begierde-Würmer
„Aus den drei grundlegenden Kanälen entstehen die neun Würmer der Begierde.
Tag, Nacht und Übergang — drei Zeiten — diese neun soll ein Kundiger erkennen.“
'''4.''' Der Ga-Bur-Kanal und der Nektar
„Auch der Ga‑Bur‑Kanal, der dort verweilt, entsteht aus der Verbindung des Nektars.
Der Nektar und anderes wurde oben erklärt.
Aus YAṂ entsteht das Wind‑Mandala, aus RAṂ das Feuer‑Mandala,
darüber aus A das Ka‑Pāla‑Mandala, aus PAṂ das Lotus‑Mandala mit acht Blättern.“
'''5.''' Das Mond-Mandala und die Opferung
„Innerlich soll man das Mond‑Mandala meditieren.
Dort soll man Fleisch usw. opfern.
Auf der Hauptfläche soll man vier Fingerbreiten
oder eine kleine Erhebung meditieren.
Man soll die Silben umkehren.“
'''6.''' Die Silben und das Vajra
„Blau, rot und weiß — man soll das Vajra aus HŪṂ meditieren.
Darüber soll man die Silbe MAṂ meditieren und darüber das Sonnen‑Mandala.
Dies ist die Vereinigung des Nektars.“
'''7.''' Die fünf Fleischarten und die fünf Nektare
„Aus den fünf Fleischarten entsteht der Sitz.
Aus den fünf Eisenhaken entstehen die fünf Nektare.
Durch den Wind der Handlung wird das Feuer entzündet.
Man soll die Haupt‑Mond‑Phase usw. erbitten.
Dies ist der gewöhnliche Nektar.“
'''8.''' Der göttliche Nektar
„Die drei Silben und die Sonne erbitten den göttlichen Nektar.
Durch die Strahlen des Lichts wird der Weisheits‑Nektar gezogen.
Dies wurde von mir selbst gelehrt.“
'''9.''' Die dreifache Umkreisung
„Die dreifache Umkreisung von Körper, Rede und Geist ist die geweihte Yoga‑Praxis.
Dann folgt das Kosten des Nektars und das Opfer.
Dies wird der Yoga des Opferns genannt.
Dann folgt der Yoga des Spiels …“
(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)
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</poem>
</div></div>
</div></div>


=== 387 ===
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<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 387 ===    </div>
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<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<poem>
<poem>
'''1.''' Die Vereinigung der rechten und linken Bedeutung
„Wenn man die rechte und linke Bedeutung erkennt, dann folgt der Yoga des Fragens:
der gleichmäßige Wind und das Feuer des Tummo werden zur Essenz der vier Weisheiten.“
'''2.''' Die drei Arten der Ḍākinīs
„Die eine, die sich nicht bewegt, ist Rnam Snang (Vairochana):
die Fleisch‑essende Ḍākinī ist die Gleichheit.
Die eine, die handeln soll, ist die strenge:
die aus den Würmern entstehende Ḍākinī ist das Opfer.
Die eine, die Wind und Galle ist:
durch Galle entstehen Schleim usw.
Dies soll man aus dem Mund des Lama erfahren.“
'''3.''' Die Kanäle als Weisheits‑Ḍākinīs
„Die Kanäle sind Weisheits‑Ḍākinīs.
Jede einzelne Vorstellung wird zur Weisheits‑Opfergabe.
Die eine, die keine eigene Natur hat, ist wie ein Spiegel:
durch diese Weisheit wird die Vajra‑Ḍākinī verehrt.“
'''4.''' Wind‑Ḍākinī, Kanal‑Ḍākinī, Fleisch‑Ḍākinī
„Der Wind ist die Vajra‑Ḍākinī.
Die Kanäle sind die Weisheits‑Ḍākinī.
Ga‑Bur ist die Fleisch‑essende Ḍākinī.
Die Würmer sind die aus den Würmern entstehende Ḍākinī.
Auch in den Kanälen usw.
gibt es viele Arten von Ḍākinīs.
Dies soll man der Reihenfolge nach erkennen.“
'''5.''' Körper, Rede und Geist als Ḍākinīs
„Der Körper ist die Handlungs‑Ḍākinī.
Die Rede ist die Fleisch‑essende Ḍākinī.
Der Geist ist die Weisheits‑Ḍākinī.
Die große Glückseligkeit ist die Vajra‑Ḍākinī.“
'''6.''' Die Ḍākinīs im Rad
„Auch im Rad selbst soll man die Arten der Ḍākinīs erkennen.
Die Freude ist die Handlungs‑Ḍākinī.
Die höchste Freude ist die Fleisch‑essende Ḍākinī.
Die natürliche Freude ist die Weisheits‑Ḍākinī.
Die große Glückseligkeit ist die Vajra‑Ḍākinī.“
'''7.''' Der Held und das Mond‑Mandala
„Der Held ist das Mond‑Mandala.
Die Ḍākinī ist die Sonne.
Canda‑li hat vierundzwanzig Maßeinheiten und ist in vier Rädern verborgen.
Sie wird im Rad der großen Glückseligkeit gesammelt und im Rad der Freude des Dharma gesammelt.“
'''8.''' Die Vereinigung im Tropfen
„Auch die Stufen der Sammlung werden im Tropfen vereint.
Wie im einzigen Sonnen‑Mandala die Strahlen in zehn Richtungen erscheinen,
so werden viele Strahlen in einem einzigen Mandala gesammelt.“
'''9.''' Das Beispiel des Rades und des Schattens
„Wie der Schirm des Königs, der das Rad dreht, oder wie die Illusion eines Holzrades, so ist es.
Auch wenn man es im Dharma‑Rad des Herzens sammelt, ist es wie Sonne und Mond …“
</poem>
</div></div>
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<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 388 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
'''1.''' Das Mandala und der Tropfen
„Im Zentrum des Mandalas ist die Maßeinheit von tsa‑na‑ka.
In seiner Mitte befindet sich der weiße Tropfen.
Durch die Mantra‑Kette, die so fein ist wie Spinnenseide,
dreht er sich links herum, rechts herum, klar wie der Klang einer Schlange.
Dies ist der Yoga des Tropfens.
Wenn der Geist darin fest wird, soll man den subtilen Yoga meditieren.“
'''2.''' Der subtile Yoga
„Der Mond, A‑li, Kā‑li — wenn A‑li im Sonnen‑Mandala verschmilzt,
und die Sonne im Fuß‑Mandala verschmilzt,
und die Fuß‑Mandala‑Stufen nacheinander verschmelzen,
dann werden die fünf Glieder zu den fünf Weisheiten.
Dies ist der subtile Yoga.“
'''3.''' Meditation über die subtile Natur
„Dann soll man im subtilen nā‑da meditieren.
Der Geist wird stufenweise meditiert.
Dann wird das eigene Gewahrsein zur Weisheit:
alle Dharmas werden als eine einzige Leerheit erkannt.“
'''4.''' Die zwei Räder: Dharma und Illusion
„Es gibt das Dharma‑Rad und das Illusions‑Rad.
Die Art des Brennens und des Schmelzens
soll man aus dem Mund des Lama erfahren.“
'''5.''' Die zwei Arten von Gedanken
„Äußere Gedanken sind Anstrengung.
Innere Gedanken sind der Lebenswind.
Wenn beide — Lebenswind und Anstrengung —
aufgehoben sind, entsteht Madhyamaka.
Vom Scheitelpunkt der konventionellen Spitze bis zu den vier Fingern darunter
vereinigen sich die drei Kanäle zu einem.
Dies ist der Ort, an dem der Atem gestoppt wird.
Zuerst soll man dort verweilen.“
'''6.''' Das Illusions‑Rad
„Dann soll man im Illusions‑Ort verweilen.
Oder man soll die Maßeinheiten zählen.
Dann folgt das dritte Geheimnis:
die Bedeutung der Freude, verbunden mit Weisheit und Erkenntnis.“
'''7.''' Die ungreifbare Freude
„Der Ga‑Kha‑Wind, der sich ausbreitet wie Wolle, ist die ungreifbare Freude.
Die zwölf Arten sind von Natur aus so.
Der [[Bodhisattva]]‑Geist ist ohne Gedanken.
Die höchste Freude ist ungreifbar und hat fünfundzwanzig Arten.“
'''8.''' Das geheime Juwel
„Das geheime Juwel ist vollständig gefüllt.
Die gemeinsam entstehende Freude ist ungreifbar.
Dies ist der Dharma‑Körper.
Die Freude, die niemals unterbrochen wird, ist die ungreifbare Form‑Freude.“
'''9.''' Die vorbereitenden Stufen
„Für jene, die vorher gehen, gibt es die vorbereitenden Stufen
von Gliedern, Methoden und Vereinigung, zusammen mit der Absicht.
Wie die Versammlung der Sterne sich rot ausbreitet …“
</poem>
</div></div>
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<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 389 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
'''1.''' Die Vereinigung von Sonne und Mond
„Wenn man wie Sonne und Mond vereint eintritt, und auch wenn man wie Sonne und Mond vereint verweilt,
gibt es keine Zweiheit — wie beim Klanglosen.“
[[Vajrasattva]] fragte erneut:
„Wie ist die Versammlung der Sterne?
Wie ist die Vereinigung?
Wie ist die Nicht‑Zweiheit?“
'''2.''' Antwort des Buddha: Die 37 Erleuchtungselemente
„Der Erhabene sprach:
Die siebenunddreißig Erleuchtungselemente sind die besondere Ausdehnung der Ursachen.
Die drei Körper und die fünf Weisheiten sind die besondere Ausdehnung der Frucht.“
'''3.''' Vereinigung von Ursache und Frucht
„Die Ursachen werden in sieben gesammelt, die Früchte in drei.
Die Ursachen gehen in die Frucht ein.
Die Frucht soll in zwei Arten meditiert werden.“
'''4.''' Die Natur des Geistes
„Alle Dharmas sind die Natur des Geistes.
Der Geist ist von Natur aus leer.
Alles ist leer in einer einzigen Weise.
Dies ist die Sphäre ohne Annehmen und Ablehnen.“
'''5.''' Reinigung der Begierde
„Um die Begierde vollständig zu reinigen,
gibt es die fünf Mudrās des Begierde‑Körpers:
- das große Mudrā
- das Weisheits‑Mudrā
- das Samaya‑Mudrā
- das Dharma‑Mudrā
- das Karma‑Mudrā
Diese Praxis ist äußerst tief.“
'''6.''' Die große Glückseligkeit
„Dies ist die große Glückseligkeit:
die reine Natur von Erzeugung und Vollendung.
Das Rad der großen Glückseligkeit hat drei Arten.
Es verweilt im geheimen Ort E.
Das Illusions‑Rad ist das leere Rad.
Das Gewahrseins‑Rad ist ebenso.“
'''7.''' Die Natur der Glückseligkeit
„Im geheimen Glücksort verweilt das Rad der natürlichen großen Glückseligkeit.
Die große Glückseligkeit erfüllt den Geschmack, wie Sesam und Sesamöl.
Wie aus gespaltenem Holz Milch austritt, so entsteht aus der großen Glückseligkeit
die Spitze der Haare — hunderttausend, zehntausend, tausend Arten.“
8. Die vier Zeichen der Transformation
„Das erste ist wie eine Wolke.
- Das zweite ist wie Rauch.
- Das dritte ist wie ein Blitz.
- Das vierte ist wie eine Lampe.“
9. Die Reihenfolge der Zeichen
„Diese Reihenfolge gilt für Illusion usw.
Das Wolken‑Zeichen ist die Geburt — aber nicht die gewöhnliche Geburt.
Das Lampen‑Zeichen ist der Tod — es wird das Zeichen von HAṂ genannt.
Das fünfte ist wie der Raum — es ist die Nicht‑Zweiheit des Zwischenzustands.
Man soll erkennen, dass dieses Zeichen leer ist.“
</poem>
</div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 390 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
'''1.''' Die vier Freuden
„Die Ausdehnung usw. soll man aus dem Mund des Lama erkennen.
Dann folgt das dritte Geheimnis:
die Verbindung von Weisheit und Erkenntnis.
Auch die vier Freuden haben ihre Merkmale:
- die Freude des Ausdehnens, wie Wolle, die sich ausbreitet
- die Freude des Körpers, die sich ausdehnt
- die höchste Freude, die wie ein unzerstörbarer Vajra‑Lotus ist
- die gemeinsam entstehende Freude, die von Natur aus ist
- die ununterbrochene Freude
- die Freude der Trennung
Diese Merkmale soll man im Kontext des Bodhisattva‑Geistes verstehen.“
'''2.''' Die vier Erscheinungen der Freude
„Die Freude der Erscheinung ist die höchste Erscheinungsfreude.
Die vollkommene Erscheinungsfreude wird erlangt.
Die gemeinsam entstehende Freude ist das klare Licht.
'''3.''' Die vier Weisheiten und die vier Dämonen
„Die vier Weisheiten sind die Heilmittel, die die vier Dämonen überwinden.
Die vier groben Dämonen werden im Geheimen überwunden.
Die vier subtilen Dämonen werden durch ihre eigene Natur überwunden in den vier Rädern.
Auf die Räder gestützt erscheinen die vier Freuden als die vier Weisheiten.
Darum werden die vier Dämonen überwunden.“
'''4.''' Die drei Gifte und die zwölf Arten der Begierde
„Die drei Gifte, gestützt auf Begierde, sind die Dämonen der Verblendung.
Die Begierde hat zwölf Arten.
Die geheime Glückseligkeit überwindet die Verblendungen.
'''5.''' Die Dämonen der Aggregate, Götter und des Todes
„Die Farben und Formen sind die Dämonen der Aggregate.
Das Hayagrīva‑Rad überwindet die Aggregate.
Die vier verborgenen sind die Dämonen der Götter.
Das Gewahrseins‑Rad überwindet die Götter‑Dämonen.
Geburt und Tod sind die Dämonen des Todes.
Das geheime, ungeborene Rad überwindet den Todes‑Dämon.
Die subtilen Dämonen werden ebenso überwunden.“
'''6.''' Die vier Momente, vier Gruppen, vier Güten, vier Wahrheiten
„Die vier Augenblicke,
die vier Gruppen,
die vier Güten,
die vier Wahrheiten,
die vier Elemente,
die vier Mütter,
die vier reinen Orte usw. —
all dies entsteht aus den vier Weisheiten.
Darüber hinaus gibt es keine weitere Besonderheit.
Alles andere ist nur gedankliche Konstruktion …“
</poem>
</div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 392 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
'''1.''' Verschiedene Arten der Unterscheidung
„Es gibt verschiedene Arten der Unterscheidung, und auch verschiedene Arten der Hingabe,
und viele Arten der Darstellung gemäß den Dharma‑Methoden.“
'''2.''' Der Yogi, der die drei Ermächtigungen durchschreitet
„Der Yogi, der die drei Ermächtigungen durchschreitet, wurde als großer Mönch bezeichnet.
Er soll all dies praktizieren.“
3. [[Vajrasattva]]s Frage
„Vajrasattva fragte erneut:
›Wie ist der Mönch der drei Ermächtigungen?
Wie ist seine Praxis?‹“
'''4.''' Antwort des [[Buddha]]: Die drei Arten von Mönchen
„Der Erhabene sprach:
Es gibt drei Arten von Mönchen:
- Der Mönch der individuellen Befreiung (so sor thar pa)
- Der Bodhisattva‑Mönch (byang chub sems dpa')
- Der tantrische Mönch, der [[Rigpa]] verwirklicht hat (rig ’dzin nyid kyi dge slong)“
'''5.''' Die vier, zehn und zweihundertfünfzig Gelübde
„Mit den vier, zehn und zweihundertfünfzig Gelübden
werden die Novizen, die Laienpraktizierenden, die Ordinierten und die vollordinierten Mönche bestimmt.“
'''6.''' Die vier Arten des Gebens
„Das Geben, das große Geben, das äußerst große Geben und das vollständige Geben
— diese vier bestimmen Novizen, Laien, Ordensleute und Bodhisattvas.“
'''7.''' Der Eintritt ins Mandala
„Wer in das [[Mandala]] eintritt, ist ein tugendhafter Praktizierender.
Wer darin verweilt, ist ein Novize.
Wer die sieben Eigenschaften besitzt, ist groß.“
'''8.''' Die Vase‑Ermächtigung
„Die Vase‑Ermächtigung ist tugendhaft.
Wer sie empfängt, ist ein Laienpraktizierender.
Darum ist der Sieben‑Besitzende groß.“
'''9.''' Die geheime Ermächtigung
„Die geheime Ermächtigung ist tugendhaft.
Wer sie besitzt, ist ein Ordenspraktizierender.
Darum ist der Sieben‑Besitzende groß.“
'''10.''' Die Weisheitsermächtigung
„Die Weisheitsermächtigung ist tugendhaft.
Wer sie empfängt, ist ein vollwertiger tantrischer Mönch.
Darum ist der Sieben‑Besitzende groß.“
'''11.''' Die drei Unumkehrbaren
„Diese drei großen Arten
sind die drei Unumkehrbaren:
Unumkehrbar in der Reifung
Unumkehrbar im Samsara
Unumkehrbar im niederen Pfad
Diese drei sollen der Reihenfolge nach aufgegeben werden.“
'''12.''' Die drei Fahrzeuge
„Durch die drei Fahrzeuge entsteht Entsagung.
Der Vidyādhara‑Weg verweilt in der Frucht.
Diese Frucht ist der Yogi‑Zustand.“
'''13.''' Die Praxis für Haushalter und Vajra‑Halter
„Ob Haushalter oder Vajra‑Halter —
wenn man gemäß der Lehre verweilt, soll man Ermächtigung, Weihe usw. ausführen.
Gemäß der Lehre der drei Fahrzeuge
soll man das Geheimnis praktizieren …“
</poem>
</div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 392 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
„Dies wurde nicht gelehrt.
Zum Beispiel: Aus Stein entsteht Kupfer, aus Kupfer erscheint Gold.
Wenn Kupfer entsteht, gibt es keinen Stein mehr;
wenn Gold entsteht, erscheint kein Stein.“
„Ebenso wurde einem tantrischen Mönch (rigdzin‑Mönch)
nicht gelehrt, dass individuelle Befreiung und Bodhisattva‑Geist gleichzeitig bestehen könnten.“
„Dann wurden die vier Geheimnisse erklärt, die mit der vierten Ermächtigung verbunden sind.
Dieser ständig schwankende Geist soll durch das Zurückziehen der Formen usw.
in die Meditation gebracht werden.
Die vereinten Zustände sollen zur Ermächtigung gemacht und dann meditiert werden.“
„Alle Objekte des Greifens und Festhaltens sollen vollständig aufgegeben werden.
Wenn der Geist selbst ohne Denken verweilt, soll man überhaupt nichts denken.“
„Man soll den Geist in die Leerheit bringen und die Leerheit tief in den Geist bringen.
Wenn man alle Gedanken wie ‚leer‘ oder ‚nicht leer‘ überwindet, wird man wie der Raum.“
„Es gibt kein Stützen und kein Nicht‑Stützen.
Es gibt keinen Ort ohne Beispiel.
Dies ist der vollkommene Zustand selbst: das nicht‑duale, angeborene Gewahrsein.“
„Dann wurde die Praxis gelehrt:
Zornvolle Gestalten, Tänze und Mudrās soll man als bloße Illusion erkennen.
Im Mahāmudrā soll korrekt meditiert werden.“
„Wer im Leichenfeld als grausamer König ohne Mitgefühl Fleisch und Blut verzehrt,
wird an diesem Ort wiedergeboren.“
„Wer in äußeren, inneren, geheimen und letztendlichen Mandalas verweilt
und die Ermächtigung empfängt, braucht keine Meditation, keine Rezitation usw.
Durch geheime Mantras wird alles durchschnitten.“
„Man soll sich allen Yogis anvertrauen.
Man soll den [[Vajra]]‑Gefährten respektvoll dienen.
Wer die Wurzel‑ und Zweig‑Gelübde verletzt, wer den Lama verunglimpft,
wird durch reife karmische Wirkung als leidendes Wesen in der Hölle geboren.“
„Die tiefen Zusammenhänge von Ursache und Bedingung
und die Kanäle …“
</poem>
</poem>
</div></div>
</div></div>


=== 393 ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 393 ===    </div>
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === 393 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<poem>
<poem>
„Wer die Bedeutung des Wissens‑Rades nicht versteht, dessen sechzehnfältiges Eisenmesser
habe ich als scharf beschrieben.“
„Wer das verborgene Innere nicht versteht, wer das Verborgene nicht erkennt, wer die drei Arten des Nicht‑Erkennens besitzt, wird sicher in der Hölle wiedergeboren.“
„Wie das Rad eines Wagenrades sich dreht, so dreht sich das Rad des Karmas durch die reifenden Wirkungen.“
„Das Gewahrsein erkennt sein eigenes Gewahrsein, das Gewahrsein erkennt die gewünschte Glückseligkeit, das Gewahrsein erkennt die gewünschte Illusion, das Gewahrsein erkennt die Klarheit wie Kristall.
Dies erklärt die Bedeutung der Sicht von Raum, Weisheit und so weiter.“
'''
„Die Bedeutung des Tantra hat drei Arten''':
Das Tantra der Ursache: das Rad der großen Glückseligkeit
Das [[Tantra]] der Methode: das geheime Zentrum
Das Tantra der Frucht: das geheime Glücks‑Tantra“**
„Es wurde gelehrt:
Das Vase‑Tantra ist das Tantra der Ursache
Das geheime Tantra ist das Tantra der Methode
Das Weisheits‑Tantra ist das Tantra der Frucht
Das Geburts‑Tantra ist das Tantra der Ursache
Das Todes‑Tantra ist das Tantra der Methode
Das Zwischenzustands‑Tantra ist das Tantra der Frucht“
„[[Tantra]] bedeutet Kontinuität.
Der König des Geheimen lehrte vier Arten des Geheimen.“
„Das erste Geheimnis ist das der Vase.
Das zweite ist das Geheimnis der Zeit der Vase.
Das dritte ist das Geheimnis der Weisheit.
Das vierte ist das Geheimnis des eigenen Gewahrseins.
Dies sind die vier geheimen Räder.“
9. Die letzte Szene: Die Versammlung verschwindet
„Dann umkreisten Bodhisattva Vajrasattva und die Versammlung der Ḍākinīs
den Erhabenen dreimal, streuten himmlischen Staub — und verschwanden.“
„Der glorreiche ‚König der Tantras, der alle Geheimnisse durchschneidet‘ ist vollendet.
Übersetzt von dem Paṇḍita Gayadhara und dem Übersetzer‑Mönch Śākya Yeshe.“


</poem>
</poem>
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== Literatur ==
== Literatur ==
* The glorious Tantra King who cut off all secrets - Shri Guhya Sarvacchinnata Tantraraja - Translation with commentary, Hahn, Annegret
* The glorious Tantra King who cut off all secrets - Shri Guhya Sarvacchinnata Tantraraja - Translation with commentary, Hahn, Annegret
* 84000 : [https://84000.co/translation/toh384.pdf The Glorious King of Tantras That Resolves All Secrets ] - Śrīguhyasarvacchindatantrarāja Toh384
== Weblinks ==
* [https://edharmalib.com/lib/enlibrary/enkangyur/enkannutaral Annutara-yoga-tantra Library] - Kangyur
[[Kategorie:Vajrayana]]

Aktuelle Version vom 22. Februar 2026, 14:13 Uhr

Shri Guhya Sarvacchinnata Tantraraja (Der glorreiche König des Tantras, der alle Geheimnisse abschneidet.) ist ein tibetischer Text des Dêgê Kanjur 79 (dpal gsang ba thams cad gcod pa'i rgyud kyi rgyal po).

Inhalt [1]

=== 376 ===

1. Abschluss des vorherigen Kapitels
„Dies ist das vierte Kapitel,
das die wahre Natur des Gefäßes erklärt.

Der ‚König des Vajra‑Geheimtantras‘ ist hiermit vollendet.
Übersetzt und festgelegt vom Paṇḍita Ratnavajra
und dem Übersetzer, dem Mönch Śākya Yeshé.“

2. Titel des neuen Tantras
„In der Sprache Indiens:
Śrī Guhya‑Sarva‑Cchinda Tantra‑Rāja.
In tibetischer Sprache:
Der glorreiche König des Tantras, der alle Geheimnisse abschneidet.

Verehrung dem erhabenen Vajrasattva

3. Die Szene
„Zu der Zeit, als ich diese Worte hörte,
weilte der Erhabene, der Tathāgata aller Buddhas,
mit seinem Körper, seiner Rede und seinem Geist
in vollkommener Vereinigung
mit der Vajra‑Herrin Bhagā.“

4. Die Bitte um Belehrung
„Dann umkreisten Vajrasattva und die Bodhisattvas,
zusammen mit ihrer Gefolgschaft,
den Erhabenen dreimal von links,
brachten äußere, innere und geheime Opfergaben dar
und baten so:

O Erhabener, Vajra‑Halter!
Was ist das, was „Geheimnis“ genannt wird?
Wie wird es abgeschnitten?
Was ist die Bedeutung des Tantras?
Und wie ist der König dieses Tantras zu verstehen?‹“

5. Die Antwort des Buddha: Die vier Geheimnisse
„Der Erhabene sprach:

›Das, was „Geheimnis“ genannt wird,
besteht aus vier Arten.

Das erste ist das Geheimnis, as mit der Gefäß‑Ermächtigung verbunden ist:
die tantrische Erzeugungs‑Meditation.

Die Meditation über Stütze und Gestütztes wird gelehrt, um die Vorstellungen von Gefäß, Inhalt, Greifen und Festhalten aufzugeben.‹“

6. Die Besonderheit des ersten Geheimnisses
„Die besondere Bedeutung davon ist: Zuerst die Leerheit usw. zu erkennen.

In anderen Tantras habe ich gelehrt, dass die Unterscheidung von Stütze und Gestütztem zunächst im Geist verstanden werden soll.

Aus der Silbe HŪṂ im Herzen entstehen die beiden Flammen, die aus schwarzem Licht hervortreten.

Man soll über die drei Gefäße meditieren, weit und tief wie der Ozean.
Die drei Gefäße sind Körper, Rede und Geist.

Die Bedeutung ist das Überwinden der drei Gifte.“

7. Die drei Befreiungen
„Die Umkehrung davon sind die drei Befreiungen: die Befreiung des Körpers, der Rede und des Geistes von den zehn unheilsamen Handlungen.

Der Dharmakāya ist makellos.
Dies ist das vierte Kapitel, das die wahre Natur des eigenen Wesens erklärt.“

=== 377 ===

Fehlt - nur Bild

=== 378 ===

1. Die vier abschließenden Punkte
„Ebenso soll man die vier abschließenden Punkte als eine mündliche Überlieferung verstehen.“

2. Die Vision im inneren Kristallpalast
„Dann, im inneren Kristallpalast, entsteht aus der Silbe BHRŪṂ ein Rad mit acht Speichen.
Die acht Speichen sind die acht Bewusstseine.
Wenn sie vollständig erscheinen, entsteht der Erscheinungskörper.
Von außen betrachtet erscheint das Innere klar;
vom Inneren aus erscheint das Äußere.
Die Bedeutung ist, dass alles als Einheit erscheint.“

3. Die fünf Farben, fünf Körper, fünf Familien
„Die fünf großen Farben bedeuten die fünf Körper.
Die fünf Farbtöne bedeuten die fünf Buddha‑Familien.

Die vier Seiten sind die vier reinen Bereiche.
Die vier umgekehrten Aspekte sind die vier Tore, die als vier Arten der Achtsamkeit dienen.

Die acht Balken bedeuten die acht Befreiungen.
Die vier Säulen bedeuten die vier Weisheiten.
Alle Tathāgatas wie Tathāgata Tārāṇa stehen für Kraft usw.“

4. Die Meditationssitze (gdan)
„Dann entstehen im Inneren die Meditationssitze:
Sie entstehen aus dem Klang des Lotus‑Samens.

Wenn sie durch Gier und andere Verblendungen
verunreinigt sind, erscheinen sie als Lotus‑Sitze.

Darüber sind Sonne und Mond, die Symbole von Methode und Weisheit.

Der erste Sitz ist der ‚Ich‑bin‑Sitz‘, der gelehrt wird, um Gedanken zu überwinden.

Der Hauptsitz hat vier Zweige.
Um das Mandala zu vervollständigen, werden die Sitze ringsum verteilt,
weil sie die Hauptzweige darstellen.

Durch die Bedeutung der Absicht wird das Mandala der Stütze vollendet.“

5. Die vier Arten der Geburt der Gottheiten
„Dann wird die Erzeugung der Gottheiten erklärt:
Sie entspricht den vier Arten der Geburt.

Spontane Geburt in einem Augenblick – wie ein Fisch, der aus der Tiefe auftaucht.

Geburt aus Bedingungen – wie Hitze, die aus Reibung entsteht.

Geburt aus Strahlen – wie ein Lotus, der durch die Sonne erblüht.

Geburt aus Transformation – wie Kupfer, das aus Stein entsteht.

Die Geburt aus Vereinigung ist die Geburt im Mutterschoß.
Sie wird durch Erhitzen und Pflegen vollendet.

Wie aus Tierhaut eine Form entsteht, so wird der Palast vollständig sichtbar.“

6. Die Vollendung
„Die nachfolgende Erzeugung ist Heruka.
Die Ermächtigung ist der unerschütterliche Erhabene.
Das Lob ist das kostbare, reich hervorgebrachte.
Das Opfer ist das sinnvolle, vollständig vollendete.

Der Nektar, der gekostet wird, ist unermessliches Licht.
Er entsteht aus den sechs Gliedern.“

=== 379 ===

1. Die besondere Verwirklichung
„Diese Verwirklichung ist besonders erhaben.
Dann wurde gelehrt, dass Rezitation oder Meditation den höheren, mittleren und unteren Fähigkeiten entsprechen.

Für die Höchsten soll Meditation oder Rezitation vollständig ausgeführt werden.
Für die Mittleren ist das Hauptthema die Vereinigung von Vater und Mutter.
Für die Niedrigsten ist der Zugang über den Blick der Madhyamaka.“

2. Die Meditation der 37 Elemente
„Wenn man im Blick der Madhyamaka fest geworden ist, soll man die siebenunddreißig Elemente vollständig meditieren.

Auch für die Mittleren gilt dies:
Ort (Körper), Kanäle, bewegte Winde, die Anordnung des Geistes, die groben Formen,
die tiefen Mantras, die Tropfen, und schließlich die sieben Glieder der Erleuchtung.

Dies alles ist sehr tiefgründig.
Alles, was zuvor gelehrt wurde, soll in vier Arten verstanden werden.
Jedes einzelne hat wiederum vier Aspekte.
Die vielen Formen sind äußerst tief.“

3. Äußeres und Inneres Mandala
„Äußeres und Inneres sind die Bedeutung des Mantras.
Das äußere Mandala der Formen ist die äußere Bedeutung.
Vom Äußeren aus erkennt man das Innere.
Dies ist die Bedeutung des geheimen Geheimnisses.
Die Bedeutung, die zur Handlung passt, ist die endgültige Bedeutung.
Das äußere Mandala der Formen und das innere Mandala
werden auf die Aggregate, Sinnesfelder und Elemente bezogen.
Man weiht sie jeweils als Gottheiten.“

4. Anzahl der Gottheiten und Tore
„Es können fünf, sechs oder siebenunddreißig sein.
Rechts, links, oben, unten, die Tore usw.
soll man aus dem Mund des Lama verstehen.“

5. Vajrasattvas Bitte
„Dann bat Vajrasattva erneut:
›Wie ist die vollständige Bedeutung
der sogenannten siebenunddreißig Elemente?
Wie ist die Erzeugung?
Wie ist ihre Reihenfolge?
Wie ist das äußere Mandala der Stütze?
Wie sind die Abschnitte und Zwischenabschnitte?
Wie verbindet man Sicht und Handlung?
O Held, erkläre mir dies.“

6. Antwort des Buddha
„Der Erhabene sprach:
›Die siebenunddreißig Elemente sind die wahre Ursache.
Die Frucht ist die nicht‑duale Weisheit.
Darum ist die Ursache das Wichtigste
für die Vorbereitung der Frucht.
Auch wenn es nur einen Heruka gibt,
sind die Ursachen vollständig.
Die Orte sind vierundzwanzig usw.
Dies soll man aus dem Mund des Lama verstehen.
Die Ursache ist nicht materiell.
Sie ist kein Keim aus Handlungen.“

=== 380 ===

1. Ursachen und Bedingungen
„Es ist nicht so, dass etwas Unvollständiges entsteht.
Aus verdorbenem Korn entsteht kein Keim.
Ohne Ursache entsteht nichts.
Aus einer Blume im Raum entsteht kein Duft.
Eine Ursache ohne Bedingungen ist keine Ursache.
Wie ein Feuer im Wald ohne Wind nicht brennt, so ist es auch hier.“

2. Die erste Handlung: Gedanken aufgeben
„Durch die erste Handlung der vier Glieder soll man die Gedanken aufgeben.
Wenn man im göttlichen Yoga verweilt, wird dies ‚Erzeugung‘ genannt.“

3. Äußere und innere Aspekte
„Die äußeren und inneren vielfältigen Aspekte werden in ihrer Reihenfolge erklärt.
Auch die Einzelheiten des äußeren Mandalas der Stütze werden in drei Arten gelehrt:
ohne Dach und ohne Wände, mit Dach und Wänden, und in drei Formen.
Dies wird gemäß der Kraft des Vertrauens gelehrt.“

4. Die vier Einteilungen des Rades
„Durch die vier Einteilungen des Rades und die vier Einteilungen des Tages
wird Tag und Nacht in vier Abschnitte geteilt.
Auch die Übergänge sollen als vier erkannt werden.

Durch das Einführen des Stabes in das Wasser und durch die Meditation der acht Sitzungen
werden Übergang und Sitzung als gleich gelehrt.“

5. Praxis für mittlere und niedere Fähigkeiten
„Während der Übergangszeit sollen Praktizierende mittlerer und niedriger Fähigkeiten
die Gottheiten vollständig hervorbringen.
Aus einer einzigen Flamme entstehen zwei, und so soll man auch die Opfer usw. ausführen.“

6. Sicht und Handlung
„Die Sicht ist das Gleichgewicht.
Die Handlung ist das, was später erlangt wird.

Aus der Meditation der Erzeugungsstufe
entsteht die Praxis des Tragens der sechs Ornamente.

In Verbindung mit der geheimen Ermächtigung entsteht die Praxis der Ornamente und des Nektars.“

7. Die fünf Familien
„Die Vajra‑Familie, die Juwelen‑Familie, die Lotus‑Familie und die Karma‑Familie
— diese Praktiken habe ich gelehrt.

In Verbindung mit Weisheit und Erkenntnis sind dies die allgemeinen Lehren.
Besonders aber ist die Praxis des Mudrā.“

8. Fehlerhafte Sicht und fehlerhafte Handlung
„Fehlerhafte Sicht und fehlerhafte Handlung, und fehlerhafte Handlung und fehlerhafte Sicht —
dies ist das Verderben des geheimen Mantras.

Wer dies tut, wird ohne Zweifel als leidendes Wesen in der Hölle geboren.

Darum soll man falsche Sicht und falsche Handlung aufgeben.
Die Handlung eines zornigen Dämons ist falsche Handlung.

Auch falsche Sicht ohne Handlung soll man aufgeben.
Der Asket, der falsch übt, zerstört seinen Körper und die Aggregate …“

(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)

=== 381 ===

1. Fehlerhafte Meditation
„Wer auf Erscheinungen wie Rnam Snang (Vairochana) usw.
mit Anstrengung und trockenen Gedanken meditiert, dessen Praxis wird dürr und unfruchtbar.

Darum soll man Sicht und Handlung vereinen.
Ob man wie ein großer Elefant steht oder sitzt — man soll in Gleichmut stehen oder sitzen.“

2. Vajrasattvas Frage
„Vajrasattva fragte erneut:

›Was ist der Nektar (amṛta)?
Wie wird er praktiziert?
Wie entstehen seine Qualitäten?
Bitte erkläre mir die Bedeutung von Schmuck usw. als Hauptpunkt.‹“

3. Antwort des Buddha: Die drei Arten von Nektar
„Der Erhabene sprach:
›Der Nektar wird in drei Arten gelehrt.

Der äußere Nektar
– man stützt sich auf fünf Nektare und fünf Fleischarten.
– die fünf Eisenhaken dienen zur Zubereitung.
– acht, vierzehn und weitere Mengen werden gemischt.
– man nimmt das unerschütterliche Fleisch von Śiva, das trockene Fleisch usw.
– zwölf und sechzehn Arten werden zuerst gemischt.
– Heruka, Rnam Snang und das trockene Herzfleisch sollen genommen werden.

Der obere und der untere Nektar
– acht, vierzehn und fünf Mischungen werden zur günstigen Zeit bereitet.

Der Löwenkörper ist weiß und rein.
Körper und Rede sind geläutert und fehlerlos.
Dies ist die Grundlage der Fleisch‑Praxis.“

4. Die Fleischarten
„›Das Fleisch des Elefanten ist das große Elefantenfleisch.
Aus der Natur des Ketaka‑Baumes entsteht das Fleisch, das Galle usw. heilt.

Das Fleisch des Ochsen ist das Fleisch des mächtigen Ochsen.
Das Pferd ist der König der Pferde.
Seine Farbe ist weder weiß noch rot;
Form und Farbe verändern sich nicht.

Das Menschenfleisch ist das Fleisch der sieben Geburten.
Ein Kundiger von Körper, Rede und Geist soll dies beurteilen.

Das Gefäß für das Essen ist ein einziges kleines Gefäß.
Damit soll man die Krankheiten behandeln.‹“

5. Die Zeichen der mittleren und unteren Praktizierenden
„›Die Zeichen der mittleren und unteren Praktizierenden sind Hitze, Rauch und Funken.
Diese werden als äußere Zeichen erklärt.

Für andere Wesen beseitigt dies große Altersschwäche.
Wenn die Silbe nicht korrekt ausgesprochen wird, gibt es keine Verwirklichung.
Wenn sie korrekt ausgesprochen wird, wird man rein.

Der innere Nektar entsteht von selbst.
Wenn der Tropfen aus den neun Öffnungen nicht mehr fließt, füllt er sich wie Sesamöl.

Wenn man den Atem von A‑BA‑DHŪ‑TĪRA einsaugt, entsteht die Ursache der sechs oberen Erscheinungen.

Śiva verweilt in der Mitte des Ga‑Bura.“

=== 382 ===


1. Der untere Nektar
„Der untere Nektar ist die Ursache.
Dies ist der geheime Nektar.
Man soll graue Haare, Krankheit und Tod ablegen.

Die Praxis besteht aus zwei Arten des Yogas:
für Praktizierende höchster Fähigkeit und für jene der ersten Stufe.

Wenn man in der Erzeugungsstufe gut verweilt
und das Festhalten an Kategorien aufgibt, soll man den äußeren sechsteiligen Nektar darbringen.“

2. Äußere und innere Nektare
„Für die erste Handlung gibt es äußeren und inneren Nektar.
Doch ihre Kraft ist unterschiedlich.

Wenn man keine grauen Haare hat
und die Gedanken überwunden sind, und wenn man fest im vierfachen Mandala verweilt
und die fünf Arten geübt hat, dann soll man den sechsten erfassen.“

3. Die sechs oberen Punkte
„Vom Scheitelpunkt der konventionellen Spitze bis zu den vier Fingern darunter
und bis zur Mitte, und wenn der Atem im Nabel verweilt,
dann ist dies der sechste obere Punkt.

Doch auch hier ist die Kraft unterschiedlich:
Es gibt kein Brennen und kein Leiden.“

4. Der König der Vögel
„Wie der König der Vögel, der in den Himmel aufsteigt und nicht fällt,
so ist der mittlere Punkt, der höchste und der abgeschnittene Punkt
der untere sechste Punkt.

ies wurde für Praktizierende höchster Fähigkeit gelehrt.“

5. Die Kraft des Nektars
„Doch auch hier ist die Kraft unterschiedlich.
Er stoppt den Tropfen aus den neun Öffnungen.

Der erste Schmuck ist das Überwinden von Zorn.
Im großen Leichenfeld Śīla‑Ling ist die Stufe der Zähmung der Rudra‑Kräfte.

Der Nektar überwindet Gedanken usw.“

6. Die vier Aktivitäten
„Die vier Aktivitäten sind allgemein:
Erweitern, Reinigen, Zähmen und Zornvolle Handlung.

Vajrasattva fragte erneut:

›Was ist der sechste Punkt?
Wie ist er für Praktizierende höchster Fähigkeit?
Wie wird Begierde vollständig gereinigt?
O Held, erkläre mir dies.‹“

7. Antwort des Buddha
„Der Erhabene sprach:
›Aus den vier Richtungen — rechts, links, oben, unten —
entsteht der fünfte, der aus dem Raum hervorgeht.
Der fünfte ist ohne eigene Natur.
Dies wird der sechste genannt.‹“

8. Die höchste Freude
„›Die höchste Freude, die gemeinsame Freude,
und die Freude der Trennung —
aus diesen entsteht die große Glückseligkeit des fünften.

Die große Glückseligkeit ist ohne eigene Natur.
Dies ist der sechste Punkt des unteren Tores.

Darum, wer den sechsten Punkt wünscht,
soll den vierten …‹“

(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)

=== 383 ===

1. Vollendung des fünften Punktes
„Wer den vorherigen Weg gegangen ist, soll den fünften Punkt vollständig meditieren.

Wie Kupfer durch die Kraft des Elixiers zu Gold wird,
so wird das Kupferhafte zum Goldenen.
Ohne Kupfer gibt es kein Gold.

Doch etwas anderes als der fünfte Punkt
als ‚sechster Punkt‘ zu bezeichnen, wurde vom Buddha nicht gelehrt.“

2. Zeitliche Einteilung der Praxis
„Jahr, Monat, halber Monat, Tag, sechs Zeitabschnitte, zwei Zeitabschnitte —
in jedem Augenblick entstehen sechs.

Dies ist nicht das Objekt der ersten Handlung.

Wie ein Tropfen Nektar in einem Gefäß Wasser wird der Nektar erfahren.
Doch ein einzelner Tropfen wird nicht vollständig erfahren.

Durch das Wasser selbst wird der Nektar erfahren.“

3. Vom fünften zum sechsten Punkt
„Ebenso entsteht aus dem fünften Punkt, der noch mit Ausdehnung verbunden ist,
der sechste Punkt, der frei von Ausdehnung ist.

In anderen Tantras habe ich gelehrt:
Wenn die fünf Zeichen oder acht Geschmäcker die acht Erden überwinden, entsteht übernatürliches Wissen.“

4. Übergang zu Mahāmudrā
„Wenn man das Hand‑Mudrā der Handlung vollständig aufgibt und im Weisheits‑Mudrā verweilt
und in das große Mudrā eintritt, dann ist dies der Praktizierende höchster Fähigkeit.

Dies ist die vollständige Erklärung des sechsten Punktes.

‚Begierde‘ bedeutet Samsara, und ihre Reinigung bedeutet Nirvana.“

5. Das zweite Geheimnis
„Dann folgt das zweite Geheimnis, verbunden mit der geheimen Ermächtigung:
die tiefe Bedeutung von Ursache und Bedingung.

Zuerst soll man den Stolz der Gottheit erzeugen.
Man soll die Ḍākinī an der Wurzel erkennen und den Helden als Bodhisattva erkennen.“

6. Das Rad und seine Orte
„Man soll den Ort des Rades und das Rad selbst erkennen.
Dann soll man wissen, was zu verwirklichen ist.

Vom Rad der großen Glückseligkeit bis zum reinen Mittelkanal gibt es vierzehn Maßeinheiten.

Jedes der drei Fingerbreiten ist ein Rad.
Dies ist die Natur von Körper, Rede und Geist.“

7. Die Orte der Ermächtigung
„Die Orte der Ermächtigung und die Orte des Rades soll man aus dem Mund des Lama erfahren.

Im reinen Mittelkanal — Feuer, Wind und Klang —
soll ein Kundiger die drei Fingerbreiten und vier Fingerbreiten prüfen.

Diese drei Orte sind die geheimen Orte.
Ebenso sind die drei Orte das Gewahrsein.

Die vier Fingerbreiten sind der Pferdekopf (Hayagrīva) …“

(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)

=== 384 ===

1. Die acht Orte des Geheimen Glücks
„Die acht Orte sind die Orte des geheimen Glücks.
Aus den Einzelheiten des Körpers von männlichen und weiblichen Yogis
entstehen die achtzehn Fingerbreiten.

Von diesen achtzehn sind acht die Orte des geheimen Rades.
Die vierzig sind andere Räder.
Dies soll man aus dem Mund des Lama erfahren.“

2. Äußere und innere Analyse
„Alles ist wie die Gelenke eines Bambusrohrs.
Ein Kundiger soll es innerlich und äußerlich prüfen.

Auch das Rad hat zwei Arten:
Zuerst das Rad, dann die Kanäle.
Ursache, Geheimnis, Natur und Ermächtigung
werden in vier Arten gelehrt.“

3. Die vier Geheimnisse und die sechzehn Naturen
„Die Ursachen sind zwei, die Geheimnisse vier, die Naturen sechzehn, die Ermächtigungen zwei.

Die Canda‑li (tummo) hat vierundzwanzig Maßeinheiten
und ist in vier Räder verborgen.

Wenn man die Versammlung des Lama innerlich sieht, wendet man sich nach hinten, verbreitet andere Anweisungen
und freut sich über die Öffnung.“

4. Die verborgenen Stufen
„Um die Begierde zu praktizieren, nimmt man die verborgenen Stufen an.
Für die Bedeutung des Innersten wendet man sich nach hinten.

Wer das geheime Mantra durchschneidet und anderen Yoga lehrt, wird ohne Zweifel
in der großen Hölle der ununterbrochenen Qual geboren.“

5. Warum der Buddha nichts verborgen hat
„Wenn hunderttausend Buddhas erscheinen, ist die Zeit ihrer Vollendung dieselbe.

Von all dem, was hier verborgen scheint, habe ich nichts verborgen.
Darum wird es in anderen Tantras verborgen, doch in diesem Tantra erkläre ich es ausführlich.“

6. Die verborgenen Maßeinheiten
„Die zweiunddreißig Fingerbreiten rechts und links sind in vierundsechzig verborgen.

Von den zweiunddreißig sind sechzehn verborgen.

Die zweiunddreißig in Richtungen und Übergängen sind in acht verborgen.

Das allgemeine Scheitelrad ist im Allgemeinen verborgen.
Das geheime Glücksrad ist im Nabel verborgen.

Von den sechzehn entsteht die Vereinigung.
Sie sind in acht verborgen.“

7. Weitere verborgene Maße
„Von den sechzehn sind rechts und links
zweiunddreißig verborgen.

Von den sechzehn werden vier.
Die vierundsechzig sind verborgen.

Das Kehlrad ist das Rad der Freude.
Die sechs Geschmäcker sind durch Freude verborgen.

Das männliche und weibliche Geschmacksrad
ist im Geschmacksrad verborgen.

Das Hayagrīva‑Rad ist im Hals verborgen.“

=== 385 ===

1. Verborgene Maßeinheiten der acht Punkte
„Von den acht Punkten sind rechts und links zwei Teile, die in sechzehn Maßeinheiten verborgen sind.

Von den acht Punkten sind rechts, links, oben und unten vier Teile, die in zweiunddreißig Maßeinheiten verborgen sind.

Von den acht Punkten sind rechts, links, oben und unten und die vier Übergänge acht Teile,
die in vierundsechzig Maßeinheiten verborgen sind.“

2. Die verborgenen Feuer und Räder
„Das Feuer des reinen Mittelkanals ist im Feuer verborgen.

Das Herz ist das Dharma‑Rad.
Durch das allwissende Gewahrsein wird das Gewahrsein verborgen.

Von den vierundsechzig Maßeinheiten sind zweiunddreißig verborgen.

Von den vierundsechzig sind vier verborgen.
Von den sechzehn sind acht verborgen.“

3. Die verborgenen Winde und Tummo
„Der Wind des Ga‑Kha‑Kanals ist im Wind verborgen.
Das geheime Tummo ist im Tummo verborgen.

Jedes Rad hat vier Räder.
Äußerlich zieht es die Lebensenergie an.“

4. Die Wasser‑Elemente und die große Glückseligkeit
„Wasser, Wassertröpfchen und Wasserströme fallen in vielfältiger Weise,
doch im großen Ozean werden sie zu einem Geschmack.

Im Nabel ist das Spiel der großen Glückseligkeit,
der Befreiung, der Leerheit und der Gleichheit mit Symbolen und Beispielen.“

5. Das Herz als Dharma‑Körper
„Das Herz ist der Dharma‑Körper.
Befreiung usw. sind ebenso.

Der Hals ist das Rad der Freude.
Die große Glückseligkeit ist ebenso.

Die Zeichen oben sind leer, unten sind sie voll.
Die erste große Glückseligkeit ist die Vereinigung des Mundes.“

6. Die zweite Glückseligkeit
„Oben ist Befreiung, unten das Symbol.
Die zweite große Glückseligkeit ist die Vereinigung des Mundes.

Dies soll man aus dem Mund des Lama erfahren.

Die zehn Kräfte sind rein, die zehn Vereinigungskräfte ebenso.

Der Wind ist die Natur von Tārā.
Die sechs Kanäle sind die Natur des Atems.“

7. Die Natur der Elemente im Körper
„Das Feuer ist von weißer Natur.
Die drei Seitenkanäle sind durch Hitze gefüllt.

Durch ihre eigene Natur verweilen sie an ihrem Ort.

Die acht und fünf Zeichen haben ihre eigenen Bedeutungen.

Die acht sind die ersten acht Töne.
Die fünf sind die ersten fünf von Kāli.“

8. Die fünf Paläste des Gewahrseins
„Die fünf Paläste des Gewahrseins haben Grenzen.

Hayagrīva links und rechts, die beiden A‑Silben oben —
das sind die neun Flügel.

Das geheime Glücksrad hat vier Ma‑Silben und zwei A‑Silben in der Mitte.

Dies sind die siebenunddreißig Elemente der Erleuchtung.“

9. Übergang zur nächsten Seite
„Dann werden auch die Zeichen der Kanäle erklärt …“

(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)

=== 386 ===

1. Äußere und innere Maßeinheiten
„Die äußeren zweiundsiebzig Fingerbreiten erzeugen aus dem Fleisch die Sehnen.

Die inneren hundert und zwanzig Fingerbreiten erzeugen aus den Sehnen die Knochen.

Die zweiunddreißig geheimen Fingerbreiten erzeugen aus den Knochen das Mark.

Die drei grundlegenden Kanäle erzeugen im Geheimen die Glückseligkeit.“

2. Die 72 Körperhöhlen
„Die zweiundsiebzig Körperhöhlen haben jeweils tausend Nebenhöhlen.

In diesen Höhlen wohnen die Arten der Würmer.
Die zweiundsiebzig Fingerbreiten ergeben insgesamt zehntausend.

Auch in den inneren und geheimen Kanälen gibt es Würmer, wie gelehrt wurde.“

3. Die neun Arten der Begierde-Würmer
„Aus den drei grundlegenden Kanälen entstehen die neun Würmer der Begierde.

Tag, Nacht und Übergang — drei Zeiten — diese neun soll ein Kundiger erkennen.“

4. Der Ga-Bur-Kanal und der Nektar
„Auch der Ga‑Bur‑Kanal, der dort verweilt, entsteht aus der Verbindung des Nektars.

Der Nektar und anderes wurde oben erklärt.

Aus YAṂ entsteht das Wind‑Mandala, aus RAṂ das Feuer‑Mandala,
darüber aus A das Ka‑Pāla‑Mandala, aus PAṂ das Lotus‑Mandala mit acht Blättern.“

5. Das Mond-Mandala und die Opferung
„Innerlich soll man das Mond‑Mandala meditieren.
Dort soll man Fleisch usw. opfern.

Auf der Hauptfläche soll man vier Fingerbreiten
oder eine kleine Erhebung meditieren.
Man soll die Silben umkehren.“

6. Die Silben und das Vajra
„Blau, rot und weiß — man soll das Vajra aus HŪṂ meditieren.

Darüber soll man die Silbe MAṂ meditieren und darüber das Sonnen‑Mandala.

Dies ist die Vereinigung des Nektars.“

7. Die fünf Fleischarten und die fünf Nektare
„Aus den fünf Fleischarten entsteht der Sitz.
Aus den fünf Eisenhaken entstehen die fünf Nektare.

Durch den Wind der Handlung wird das Feuer entzündet.
Man soll die Haupt‑Mond‑Phase usw. erbitten.

Dies ist der gewöhnliche Nektar.“

8. Der göttliche Nektar
„Die drei Silben und die Sonne erbitten den göttlichen Nektar.

Durch die Strahlen des Lichts wird der Weisheits‑Nektar gezogen.

Dies wurde von mir selbst gelehrt.“

9. Die dreifache Umkreisung
„Die dreifache Umkreisung von Körper, Rede und Geist ist die geweihte Yoga‑Praxis.

Dann folgt das Kosten des Nektars und das Opfer.
Dies wird der Yoga des Opferns genannt.

Dann folgt der Yoga des Spiels …“

(Der Satz bricht hier ab, weil die Seite endet.)

=== 387 ===

1. Die Vereinigung der rechten und linken Bedeutung
„Wenn man die rechte und linke Bedeutung erkennt, dann folgt der Yoga des Fragens:
der gleichmäßige Wind und das Feuer des Tummo werden zur Essenz der vier Weisheiten.“

2. Die drei Arten der Ḍākinīs
„Die eine, die sich nicht bewegt, ist Rnam Snang (Vairochana):
die Fleisch‑essende Ḍākinī ist die Gleichheit.

Die eine, die handeln soll, ist die strenge:
die aus den Würmern entstehende Ḍākinī ist das Opfer.

Die eine, die Wind und Galle ist:
durch Galle entstehen Schleim usw.
Dies soll man aus dem Mund des Lama erfahren.“

3. Die Kanäle als Weisheits‑Ḍākinīs
„Die Kanäle sind Weisheits‑Ḍākinīs.
Jede einzelne Vorstellung wird zur Weisheits‑Opfergabe.

Die eine, die keine eigene Natur hat, ist wie ein Spiegel:
durch diese Weisheit wird die Vajra‑Ḍākinī verehrt.“

4. Wind‑Ḍākinī, Kanal‑Ḍākinī, Fleisch‑Ḍākinī
„Der Wind ist die Vajra‑Ḍākinī.
Die Kanäle sind die Weisheits‑Ḍākinī.

Ga‑Bur ist die Fleisch‑essende Ḍākinī.
Die Würmer sind die aus den Würmern entstehende Ḍākinī.

Auch in den Kanälen usw.
gibt es viele Arten von Ḍākinīs.
Dies soll man der Reihenfolge nach erkennen.“

5. Körper, Rede und Geist als Ḍākinīs
„Der Körper ist die Handlungs‑Ḍākinī.
Die Rede ist die Fleisch‑essende Ḍākinī.
Der Geist ist die Weisheits‑Ḍākinī.
Die große Glückseligkeit ist die Vajra‑Ḍākinī.“

6. Die Ḍākinīs im Rad
„Auch im Rad selbst soll man die Arten der Ḍākinīs erkennen.

Die Freude ist die Handlungs‑Ḍākinī.
Die höchste Freude ist die Fleisch‑essende Ḍākinī.
Die natürliche Freude ist die Weisheits‑Ḍākinī.
Die große Glückseligkeit ist die Vajra‑Ḍākinī.“

7. Der Held und das Mond‑Mandala
„Der Held ist das Mond‑Mandala.
Die Ḍākinī ist die Sonne.

Canda‑li hat vierundzwanzig Maßeinheiten und ist in vier Rädern verborgen.

Sie wird im Rad der großen Glückseligkeit gesammelt und im Rad der Freude des Dharma gesammelt.“

8. Die Vereinigung im Tropfen
„Auch die Stufen der Sammlung werden im Tropfen vereint.

Wie im einzigen Sonnen‑Mandala die Strahlen in zehn Richtungen erscheinen,
so werden viele Strahlen in einem einzigen Mandala gesammelt.“

9. Das Beispiel des Rades und des Schattens
„Wie der Schirm des Königs, der das Rad dreht, oder wie die Illusion eines Holzrades, so ist es.

Auch wenn man es im Dharma‑Rad des Herzens sammelt, ist es wie Sonne und Mond …“

=== 388 ===

1. Das Mandala und der Tropfen
„Im Zentrum des Mandalas ist die Maßeinheit von tsa‑na‑ka.
In seiner Mitte befindet sich der weiße Tropfen.

Durch die Mantra‑Kette, die so fein ist wie Spinnenseide,
dreht er sich links herum, rechts herum, klar wie der Klang einer Schlange.

Dies ist der Yoga des Tropfens.
Wenn der Geist darin fest wird, soll man den subtilen Yoga meditieren.“

2. Der subtile Yoga
„Der Mond, A‑li, Kā‑li — wenn A‑li im Sonnen‑Mandala verschmilzt,
und die Sonne im Fuß‑Mandala verschmilzt,
und die Fuß‑Mandala‑Stufen nacheinander verschmelzen,

dann werden die fünf Glieder zu den fünf Weisheiten.
Dies ist der subtile Yoga.“

3. Meditation über die subtile Natur
„Dann soll man im subtilen nā‑da meditieren.
Der Geist wird stufenweise meditiert.

Dann wird das eigene Gewahrsein zur Weisheit:
alle Dharmas werden als eine einzige Leerheit erkannt.“

4. Die zwei Räder: Dharma und Illusion
„Es gibt das Dharma‑Rad und das Illusions‑Rad.

Die Art des Brennens und des Schmelzens
soll man aus dem Mund des Lama erfahren.“

5. Die zwei Arten von Gedanken
„Äußere Gedanken sind Anstrengung.
Innere Gedanken sind der Lebenswind.

Wenn beide — Lebenswind und Anstrengung —
aufgehoben sind, entsteht Madhyamaka.

Vom Scheitelpunkt der konventionellen Spitze bis zu den vier Fingern darunter
vereinigen sich die drei Kanäle zu einem.

Dies ist der Ort, an dem der Atem gestoppt wird.
Zuerst soll man dort verweilen.“

6. Das Illusions‑Rad
„Dann soll man im Illusions‑Ort verweilen.
Oder man soll die Maßeinheiten zählen.

Dann folgt das dritte Geheimnis:
die Bedeutung der Freude, verbunden mit Weisheit und Erkenntnis.“

7. Die ungreifbare Freude
„Der Ga‑Kha‑Wind, der sich ausbreitet wie Wolle, ist die ungreifbare Freude.

Die zwölf Arten sind von Natur aus so.
Der Bodhisattva‑Geist ist ohne Gedanken.

Die höchste Freude ist ungreifbar und hat fünfundzwanzig Arten.“

8. Das geheime Juwel
„Das geheime Juwel ist vollständig gefüllt.
Die gemeinsam entstehende Freude ist ungreifbar.

Dies ist der Dharma‑Körper.
Die Freude, die niemals unterbrochen wird, ist die ungreifbare Form‑Freude.“

9. Die vorbereitenden Stufen
„Für jene, die vorher gehen, gibt es die vorbereitenden Stufen
von Gliedern, Methoden und Vereinigung, zusammen mit der Absicht.

Wie die Versammlung der Sterne sich rot ausbreitet …“

=== 389 ===

1. Die Vereinigung von Sonne und Mond
„Wenn man wie Sonne und Mond vereint eintritt, und auch wenn man wie Sonne und Mond vereint verweilt,
gibt es keine Zweiheit — wie beim Klanglosen.“

Vajrasattva fragte erneut:
„Wie ist die Versammlung der Sterne?
Wie ist die Vereinigung?
Wie ist die Nicht‑Zweiheit?“

2. Antwort des Buddha: Die 37 Erleuchtungselemente
„Der Erhabene sprach:
Die siebenunddreißig Erleuchtungselemente sind die besondere Ausdehnung der Ursachen.

Die drei Körper und die fünf Weisheiten sind die besondere Ausdehnung der Frucht.“

3. Vereinigung von Ursache und Frucht
„Die Ursachen werden in sieben gesammelt, die Früchte in drei.

Die Ursachen gehen in die Frucht ein.
Die Frucht soll in zwei Arten meditiert werden.“

4. Die Natur des Geistes
„Alle Dharmas sind die Natur des Geistes.
Der Geist ist von Natur aus leer.
Alles ist leer in einer einzigen Weise.

Dies ist die Sphäre ohne Annehmen und Ablehnen.“

5. Reinigung der Begierde
„Um die Begierde vollständig zu reinigen,
gibt es die fünf Mudrās des Begierde‑Körpers:
- das große Mudrā
- das Weisheits‑Mudrā
- das Samaya‑Mudrā
- das Dharma‑Mudrā
- das Karma‑Mudrā

Diese Praxis ist äußerst tief.“

6. Die große Glückseligkeit
„Dies ist die große Glückseligkeit:
die reine Natur von Erzeugung und Vollendung.

Das Rad der großen Glückseligkeit hat drei Arten.
Es verweilt im geheimen Ort E.

Das Illusions‑Rad ist das leere Rad.
Das Gewahrseins‑Rad ist ebenso.“

7. Die Natur der Glückseligkeit
„Im geheimen Glücksort verweilt das Rad der natürlichen großen Glückseligkeit.

Die große Glückseligkeit erfüllt den Geschmack, wie Sesam und Sesamöl.

Wie aus gespaltenem Holz Milch austritt, so entsteht aus der großen Glückseligkeit
die Spitze der Haare — hunderttausend, zehntausend, tausend Arten.“

8. Die vier Zeichen der Transformation
„Das erste ist wie eine Wolke.
- Das zweite ist wie Rauch.
- Das dritte ist wie ein Blitz.
- Das vierte ist wie eine Lampe.“

9. Die Reihenfolge der Zeichen
„Diese Reihenfolge gilt für Illusion usw.

Das Wolken‑Zeichen ist die Geburt — aber nicht die gewöhnliche Geburt.

Das Lampen‑Zeichen ist der Tod — es wird das Zeichen von HAṂ genannt.

Das fünfte ist wie der Raum — es ist die Nicht‑Zweiheit des Zwischenzustands.

Man soll erkennen, dass dieses Zeichen leer ist.“

=== 390 ===

1. Die vier Freuden
„Die Ausdehnung usw. soll man aus dem Mund des Lama erkennen.

Dann folgt das dritte Geheimnis:
die Verbindung von Weisheit und Erkenntnis.
Auch die vier Freuden haben ihre Merkmale:
- die Freude des Ausdehnens, wie Wolle, die sich ausbreitet
- die Freude des Körpers, die sich ausdehnt
- die höchste Freude, die wie ein unzerstörbarer Vajra‑Lotus ist
- die gemeinsam entstehende Freude, die von Natur aus ist
- die ununterbrochene Freude
- die Freude der Trennung

Diese Merkmale soll man im Kontext des Bodhisattva‑Geistes verstehen.“

2. Die vier Erscheinungen der Freude
„Die Freude der Erscheinung ist die höchste Erscheinungsfreude.
Die vollkommene Erscheinungsfreude wird erlangt.
Die gemeinsam entstehende Freude ist das klare Licht.

3. Die vier Weisheiten und die vier Dämonen
„Die vier Weisheiten sind die Heilmittel, die die vier Dämonen überwinden.

Die vier groben Dämonen werden im Geheimen überwunden.
Die vier subtilen Dämonen werden durch ihre eigene Natur überwunden in den vier Rädern.
Auf die Räder gestützt erscheinen die vier Freuden als die vier Weisheiten.

Darum werden die vier Dämonen überwunden.“

4. Die drei Gifte und die zwölf Arten der Begierde
„Die drei Gifte, gestützt auf Begierde, sind die Dämonen der Verblendung.

Die Begierde hat zwölf Arten.
Die geheime Glückseligkeit überwindet die Verblendungen.

5. Die Dämonen der Aggregate, Götter und des Todes
„Die Farben und Formen sind die Dämonen der Aggregate.
Das Hayagrīva‑Rad überwindet die Aggregate.

Die vier verborgenen sind die Dämonen der Götter.
Das Gewahrseins‑Rad überwindet die Götter‑Dämonen.

Geburt und Tod sind die Dämonen des Todes.
Das geheime, ungeborene Rad überwindet den Todes‑Dämon.
Die subtilen Dämonen werden ebenso überwunden.“

6. Die vier Momente, vier Gruppen, vier Güten, vier Wahrheiten
„Die vier Augenblicke,
die vier Gruppen,
die vier Güten,
die vier Wahrheiten,
die vier Elemente,
die vier Mütter,
die vier reinen Orte usw. —
all dies entsteht aus den vier Weisheiten.

Darüber hinaus gibt es keine weitere Besonderheit.

Alles andere ist nur gedankliche Konstruktion …“

=== 392 ===

1. Verschiedene Arten der Unterscheidung
„Es gibt verschiedene Arten der Unterscheidung, und auch verschiedene Arten der Hingabe,
und viele Arten der Darstellung gemäß den Dharma‑Methoden.“

2. Der Yogi, der die drei Ermächtigungen durchschreitet
„Der Yogi, der die drei Ermächtigungen durchschreitet, wurde als großer Mönch bezeichnet.
Er soll all dies praktizieren.“

3. Vajrasattvas Frage
„Vajrasattva fragte erneut:
›Wie ist der Mönch der drei Ermächtigungen?
Wie ist seine Praxis?‹“

4. Antwort des Buddha: Die drei Arten von Mönchen
„Der Erhabene sprach:
Es gibt drei Arten von Mönchen:
- Der Mönch der individuellen Befreiung (so sor thar pa)
- Der Bodhisattva‑Mönch (byang chub sems dpa')
- Der tantrische Mönch, der Rigpa verwirklicht hat (rig ’dzin nyid kyi dge slong)“

5. Die vier, zehn und zweihundertfünfzig Gelübde
„Mit den vier, zehn und zweihundertfünfzig Gelübden
werden die Novizen, die Laienpraktizierenden, die Ordinierten und die vollordinierten Mönche bestimmt.“

6. Die vier Arten des Gebens
„Das Geben, das große Geben, das äußerst große Geben und das vollständige Geben
— diese vier bestimmen Novizen, Laien, Ordensleute und Bodhisattvas.“

7. Der Eintritt ins Mandala
„Wer in das Mandala eintritt, ist ein tugendhafter Praktizierender.
Wer darin verweilt, ist ein Novize.
Wer die sieben Eigenschaften besitzt, ist groß.“

8. Die Vase‑Ermächtigung
„Die Vase‑Ermächtigung ist tugendhaft.
Wer sie empfängt, ist ein Laienpraktizierender.
Darum ist der Sieben‑Besitzende groß.“

9. Die geheime Ermächtigung
„Die geheime Ermächtigung ist tugendhaft.
Wer sie besitzt, ist ein Ordenspraktizierender.
Darum ist der Sieben‑Besitzende groß.“

10. Die Weisheitsermächtigung
„Die Weisheitsermächtigung ist tugendhaft.
Wer sie empfängt, ist ein vollwertiger tantrischer Mönch.
Darum ist der Sieben‑Besitzende groß.“

11. Die drei Unumkehrbaren
„Diese drei großen Arten
sind die drei Unumkehrbaren:
Unumkehrbar in der Reifung
Unumkehrbar im Samsara
Unumkehrbar im niederen Pfad
Diese drei sollen der Reihenfolge nach aufgegeben werden.“

12. Die drei Fahrzeuge
„Durch die drei Fahrzeuge entsteht Entsagung.
Der Vidyādhara‑Weg verweilt in der Frucht.
Diese Frucht ist der Yogi‑Zustand.“

13. Die Praxis für Haushalter und Vajra‑Halter
„Ob Haushalter oder Vajra‑Halter —
wenn man gemäß der Lehre verweilt, soll man Ermächtigung, Weihe usw. ausführen.

Gemäß der Lehre der drei Fahrzeuge
soll man das Geheimnis praktizieren …“

=== 392 ===

„Dies wurde nicht gelehrt.
Zum Beispiel: Aus Stein entsteht Kupfer, aus Kupfer erscheint Gold.
Wenn Kupfer entsteht, gibt es keinen Stein mehr;
wenn Gold entsteht, erscheint kein Stein.“

„Ebenso wurde einem tantrischen Mönch (rigdzin‑Mönch)
nicht gelehrt, dass individuelle Befreiung und Bodhisattva‑Geist gleichzeitig bestehen könnten.“

„Dann wurden die vier Geheimnisse erklärt, die mit der vierten Ermächtigung verbunden sind.
Dieser ständig schwankende Geist soll durch das Zurückziehen der Formen usw.
in die Meditation gebracht werden.
Die vereinten Zustände sollen zur Ermächtigung gemacht und dann meditiert werden.“

„Alle Objekte des Greifens und Festhaltens sollen vollständig aufgegeben werden.
Wenn der Geist selbst ohne Denken verweilt, soll man überhaupt nichts denken.“

„Man soll den Geist in die Leerheit bringen und die Leerheit tief in den Geist bringen.
Wenn man alle Gedanken wie ‚leer‘ oder ‚nicht leer‘ überwindet, wird man wie der Raum.“

„Es gibt kein Stützen und kein Nicht‑Stützen.
Es gibt keinen Ort ohne Beispiel.
Dies ist der vollkommene Zustand selbst: das nicht‑duale, angeborene Gewahrsein.“

„Dann wurde die Praxis gelehrt:
Zornvolle Gestalten, Tänze und Mudrās soll man als bloße Illusion erkennen.
Im Mahāmudrā soll korrekt meditiert werden.“

„Wer im Leichenfeld als grausamer König ohne Mitgefühl Fleisch und Blut verzehrt,
wird an diesem Ort wiedergeboren.“

„Wer in äußeren, inneren, geheimen und letztendlichen Mandalas verweilt
und die Ermächtigung empfängt, braucht keine Meditation, keine Rezitation usw.
Durch geheime Mantras wird alles durchschnitten.“

„Man soll sich allen Yogis anvertrauen.
Man soll den Vajra‑Gefährten respektvoll dienen.
Wer die Wurzel‑ und Zweig‑Gelübde verletzt, wer den Lama verunglimpft,
wird durch reife karmische Wirkung als leidendes Wesen in der Hölle geboren.“

„Die tiefen Zusammenhänge von Ursache und Bedingung
und die Kanäle …“

=== 393 ===

„Wer die Bedeutung des Wissens‑Rades nicht versteht, dessen sechzehnfältiges Eisenmesser
habe ich als scharf beschrieben.“

„Wer das verborgene Innere nicht versteht, wer das Verborgene nicht erkennt, wer die drei Arten des Nicht‑Erkennens besitzt, wird sicher in der Hölle wiedergeboren.“

„Wie das Rad eines Wagenrades sich dreht, so dreht sich das Rad des Karmas durch die reifenden Wirkungen.“

„Das Gewahrsein erkennt sein eigenes Gewahrsein, das Gewahrsein erkennt die gewünschte Glückseligkeit, das Gewahrsein erkennt die gewünschte Illusion, das Gewahrsein erkennt die Klarheit wie Kristall.
Dies erklärt die Bedeutung der Sicht von Raum, Weisheit und so weiter.“

„Die Bedeutung des Tantra hat drei Arten:

Das Tantra der Ursache: das Rad der großen Glückseligkeit

Das Tantra der Methode: das geheime Zentrum

Das Tantra der Frucht: das geheime Glücks‑Tantra“**

„Es wurde gelehrt:

Das Vase‑Tantra ist das Tantra der Ursache

Das geheime Tantra ist das Tantra der Methode

Das Weisheits‑Tantra ist das Tantra der Frucht

Das Geburts‑Tantra ist das Tantra der Ursache

Das Todes‑Tantra ist das Tantra der Methode

Das Zwischenzustands‑Tantra ist das Tantra der Frucht“

Tantra bedeutet Kontinuität.
Der König des Geheimen lehrte vier Arten des Geheimen.“

„Das erste Geheimnis ist das der Vase.
Das zweite ist das Geheimnis der Zeit der Vase.
Das dritte ist das Geheimnis der Weisheit.
Das vierte ist das Geheimnis des eigenen Gewahrseins.
Dies sind die vier geheimen Räder.“

9. Die letzte Szene: Die Versammlung verschwindet

„Dann umkreisten Bodhisattva Vajrasattva und die Versammlung der Ḍākinīs
den Erhabenen dreimal, streuten himmlischen Staub — und verschwanden.“

„Der glorreiche ‚König der Tantras, der alle Geheimnisse durchschneidet‘ ist vollendet.

Übersetzt von dem Paṇḍita Gayadhara und dem Übersetzer‑Mönch Śākya Yeshe.“

Referenzen

  1. bdrc.io [Tibetischer Text als Vorlage

Literatur

Weblinks