PRANAYAMA: Unterschied zwischen den Versionen

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== Quellen ==
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Im Yoga werden als Pranayama die in der [[Hathapradipika]] erwähnten 8 [[Mahakumbhaka]]s('Große Atemverhaltung') praktiziert.
Patanjali sagt in [[Yogasutras|Yoga-Sutra]], Vers II.50 ' ''Vāhyābhyantarastambhavṛttirdeśakālasaṅkhyābhiḥ paridṛṣṭo dīrghasūkṣmaḥ||50||
( Prāṇāyāma) hat (drei) Wirkung(en) (vṛttiḥ): (1) äußerlich (vāhya), (2) innerlich (ābhyantara) und (3) Unterdrückung (stambha). (Und wenn Prāṇāyāma) gemäß Raum (deśa), Zeit (kāla) und Zahl --saṅkhyā-- (saṅkhyābhiḥ) beobachtet (paridṛṣṭaḥ), wird es lang (dīrgha) und subtil (sūkṣmaḥ)||50||)
 
Die [[Bhagavad Gita]] erwähnt das Pranyama in 4.29 (''apâne juhvati prânam prâne 'pânam tathâpare prânâpânagatî ruddhvâ prânâyâmaparâyanâh'').
 
Im Yoga werden als Pranayama auch die in der [[Hathapradipika]] erwähnten 8 [[Mahakumbhaka]]s('Große Atemverhaltung') praktiziert.


Dier grundlegenden Übungen sind Nadi Shodhana Pranayama, Kapalabhati Pranayama, Bhramari Pranayama, Ujjayi Pranayama, and Bhastrika Pranayama.
Dier grundlegenden Übungen sind Nadi Shodhana Pranayama, Kapalabhati Pranayama, Bhramari Pranayama, Ujjayi Pranayama, and Bhastrika Pranayama.
    
    
Das Symbol des (ausgereiften) Pranayama ist nach P. Deussen die Schildkröte, die auch beim [[Kurma]] - Avatar eine wichtige Rolle spielt. Im [[Matsya_Purana|Matsya - Purana]] sind es eher die heilige Silbe ''OM'' und der Fisch.
Das Symbol des (ausgereiften) Pranayama ist nach P. Deussen die Schildkröte, die auch beim [[Kurma]] - Avatar eine wichtige Rolle spielt.  
 
Im [[Matsya_Purana|Matsya - Purana]] sind es eher die heilige Silbe ''OM'' und der Fisch.


Im  [[Markandeya Purana]] beschreibt [[Dattatreya]] das Pranayama in  Kapitel 39<ref>http://www.pushpak.de/markandeya/markandeya039.html Kapitel 39</ref> als aus Laghu, Madhyama und Uttama (schnell, mittel und langsam) zusammengesetzt.
Im  [[Markandeya Purana]] beschreibt [[Dattatreya]] das Pranayama in  Kapitel 39<ref>http://www.pushpak.de/markandeya/markandeya039.html Kapitel 39</ref> als aus Laghu, Madhyama und Uttama (schnell, mittel und langsam) zusammengesetzt.
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Pranayama ist auch eines von drei tantrischen Tapas : Satvik Tapas, das Geist und Körper reingt für die Selbstverwirklichung, Pranayama, das im Tantra [[Tummo|Hitze im Körper]] erzeugen soll, und tamasisches Tapas, das mit Körperkräften wirkt.
Pranayama ist auch eines von drei tantrischen Tapas : Satvik Tapas, das Geist und Körper reingt für die Selbstverwirklichung, Pranayama, das im Tantra [[Tummo|Hitze im Körper]] erzeugen soll, und tamasisches Tapas, das mit Körperkräften wirkt.


Prana ist auch die Lebenskraft [[Chi]], die in den [[Nadis]] bzw. im chinesischen Meridiansystem fließt. Sie ist  teils mit dem [[Astralwelt|Astralkörper]] und auch mit dem materiellen Körper verbunden. Nach der chinesischen Medizin sind etwa 50 Varianten des Chi bekannt.  Beim [[Atemmeditation| Qigong-Atem]] wird u.a. die reinigende Silbe 'Ching' verwendet.
Prana ist auch die Lebenskraft [[Chi]], die in den [[Nadis]] bzw. im chinesischen Meridiansystem fließt. Es ist in ihrer dunklen Form teils mit dem [[Astralwelt|Astralkörper]] und auch mit dem materiellen Körper verbunden. Nach der chinesischen Medizin sind etwa 50 Varianten des Chi bekannt.  Beim [[Atemmeditation| Qigong-Atem]] wird u.a. die reinigende Silbe 'Ching' verwendet.


== Praktiken ==
== Praktiken ==

Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 10:40 Uhr

Puraka Pranayama

Pranayama (tib. assrog dang rtsol ba) bedetet wörtlich "Beherrschung des Prana". Es ist u.a. eines der acht Glieder des Ashtanga Yoga.

Quellen

Patanjali sagt in Yoga-Sutra, Vers II.50 ' Vāhyābhyantarastambhavṛttirdeśakālasaṅkhyābhiḥ paridṛṣṭo dīrghasūkṣmaḥ||50|| ( Prāṇāyāma) hat (drei) Wirkung(en) (vṛttiḥ): (1) äußerlich (vāhya), (2) innerlich (ābhyantara) und (3) Unterdrückung (stambha). (Und wenn Prāṇāyāma) gemäß Raum (deśa), Zeit (kāla) und Zahl --saṅkhyā-- (saṅkhyābhiḥ) beobachtet (paridṛṣṭaḥ), wird es lang (dīrgha) und subtil (sūkṣmaḥ)||50||)

Die Bhagavad Gita erwähnt das Pranyama in 4.29 (apâne juhvati prânam prâne 'pânam tathâpare prânâpânagatî ruddhvâ prânâyâmaparâyanâh).

Im Yoga werden als Pranayama auch die in der Hathapradipika erwähnten 8 Mahakumbhakas('Große Atemverhaltung') praktiziert.

Dier grundlegenden Übungen sind Nadi Shodhana Pranayama, Kapalabhati Pranayama, Bhramari Pranayama, Ujjayi Pranayama, and Bhastrika Pranayama.

Das Symbol des (ausgereiften) Pranayama ist nach P. Deussen die Schildkröte, die auch beim Kurma - Avatar eine wichtige Rolle spielt.

Im Matsya - Purana sind es eher die heilige Silbe OM und der Fisch.

Im Markandeya Purana beschreibt Dattatreya das Pranayama in Kapitel 39[1] als aus Laghu, Madhyama und Uttama (schnell, mittel und langsam) zusammengesetzt.

Pranayama ist auch eines von drei tantrischen Tapas : Satvik Tapas, das Geist und Körper reingt für die Selbstverwirklichung, Pranayama, das im Tantra Hitze im Körper erzeugen soll, und tamasisches Tapas, das mit Körperkräften wirkt.

Prana ist auch die Lebenskraft Chi, die in den Nadis bzw. im chinesischen Meridiansystem fließt. Es ist in ihrer dunklen Form teils mit dem Astralkörper und auch mit dem materiellen Körper verbunden. Nach der chinesischen Medizin sind etwa 50 Varianten des Chi bekannt. Beim Qigong-Atem wird u.a. die reinigende Silbe 'Ching' verwendet.

Praktiken

Zur Beherrschung des Prana werden traditionell verschiedene Methoden verwendet und kombiniert :

  • Kumbhaka - Anhalten des Atems beim Üben von Pranayama(3 Arten : Bahya Kumbhaka – dh. nach vollständiger Ausatmung, Antara Kumbhaka – dh. nach vollständiger Einatmung, Kevala Kumbhaka - Rhytmische aber sehr flache Atmungsmethode)
  • Nirmanu Pranayama - Wechselatmung ohne Bija - Mantras
  • Anuloma – Wechselatmung mit Mantra, auch als Nadi Shodhana bekannt
  • Bhastrika – Blasebalg-Atmung des Kundalini-Yoga (Agni Prasana)
  • Kapalabhati – leuchtender Schädel, eine Shatkriya - Reinigungstechnik
  • Shitkari- abkühlende Atmung – durch den Mund ausgeführte Technik ohne Zusammenrollen der Zunge
  • Askese
  • Ernährung
  • Disziplierung des Vitalen durch Willen
  • Atemübungen und Atemmeditation
  • Qigong - Zirkulationsübungen - auch mit Silben wie Ching et..
  • Spezielle Mantras (angefangen beim 'OM') bzw. quabbalistische Formeln
  • Magische Energiestauübungen und Qigong - zur Reinigung der Sushumna soll z.B Om kleem kleem kreem kreem namaha geignet sein[2].

In der Gheranda Samhita werden weitere 10 Methoden des Pranayama erwähnt.

Die Verwendung der Pranava-Silbe OM wird in vielen Schriften empfohlen. Eine Vielzahl von Mantras hat eine Wirkung in Richtung des Pranayama. In der rosenkreuzerischen Fama wird stattdessen versteckt die quabbalistische Formel P.A.L. angedeutet.

Das SRIMAT SARVAJNANOTTARA AGAMA YOGA PADA empfiehlt dazu das Mantra Om ha’m haum siva’ya namah' oder einfach Om ham[3].

Ein kleiner Hinweis : Pranayama hat eine gesundheitliche Wirkung, und daher sollte der Anfänger die Übungszeiten nur über längere Zeiträume vergrößern. Wer das ungereinigte dunkle Prana kreisen lässt, kann üble Nebenwirkungen erfahren. Daher sind begleitende Mantras sinnvoll. Ausserdem sollte er Lebensstil und Umgebung anpassen.

Taoismus

Im Taoismus sind Qigong und Atem-Meditationen ein Teil der Praxis.

Buddhismus

Im Buddhismus werden verschiedene Atem-Meditationen praktiziert.

Aus einer Sadhana des roten Garuda

9fache Reinigungsatmung

A

  • OM E HO SHUDDHE SHUDDHE
  • YAM HO SHUDDHE SHUDDHE
  • BAM HO SHUDDHE SHUDDHE
  • RAM HO SHUDDHE SHUDDHE
  • LAM HO SHUDDHE SHUDDHEE
  • YAM BAM RAM LAM
  • SHUDDHE SHODHANAYA SVAHA

A ...
AH .....
Khrom.....

Literatur

Referenzen

Siehe auch

Weblinks