Iolaos: Unterschied zwischen den Versionen

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In Griechenland war die Xystis der Wagenlenker ein knöchellanger ärmelloser Chiton, der unter der Brust gegürtet ist. Zwei Bänder sind um die Schultern geführt und kreuzen sich im Rücken, um während des Wagenrennens ein Aufblähen des Stoffes zu vermeiden. [[Platon]] wählte im Phaidros ausgerechnet die Metapher eines Wagenlenkers, um zu veranschaulichen, wie der Mensch seine Vernunft gebrauchen soll, um das „widerspenstige Pferd der Leidenschaften“ und das „willige Pferd“ des Mutes miteinander in Einklang zu bringen und zu zügeln.
In Griechenland war die Xystis der Wagenlenker ein knöchellanger ärmelloser Chiton, der unter der Brust gegürtet ist. Zwei Bänder sind um die Schultern geführt und kreuzen sich im Rücken, um während des Wagenrennens ein Aufblähen des Stoffes zu vermeiden. [[Platon]] wählte im Phaidros ausgerechnet die Metapher eines Wagenlenkers, um zu veranschaulichen, wie der Mensch seine Vernunft gebrauchen soll, um das „widerspenstige Pferd der Leidenschaften“ und das „willige Pferd“ des Mutes miteinander in Einklang zu bringen und zu zügeln.


Im [[Mahabharata]] hat Arjuna ähnlich vor [[Krishna]] den Wagenlenker Vrihannala(auch Brihannala).
Im [[Mahabharata]] hat Arjuna ähnlich vor [[Krishna]] den Wagenlenker Vrihannala(auch Brihannala)<ref> [https://www.pushpak.de/mahabharata/buch4/mahabharata_b04k037.html Mahabharata Buch4], Kapitel 37 </ref>.


Iolaos nahm auch an der kalydonischen Jagd auf den wilden Eber teil.
Iolaos nahm auch an der kalydonischen Jagd auf den wilden Eber teil.
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* Maria Pipili:  Iolaos. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band V, Zürich/München 1990, S. 686–696.
* Maria Pipili:  Iolaos. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band V, Zürich/München 1990, S. 686–696.
* Wilhelm Heinrich Roscher: [[https://www.archive.org/details/ausfhrlichesle0201rosc/page/n156/mode/1up Iolaos 1]. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 285–289 (Digitalisat).
* Wilhelm Heinrich Roscher: [[https://www.archive.org/details/ausfhrlichesle0201rosc/page/n156/mode/1up Iolaos 1]. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 285–289 (Digitalisat).
== Referenzen ==
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== Weblinks ==
== Weblinks ==

Aktuelle Version vom 19. Januar 2026, 01:01 Uhr

Herakles und Iolaos

Iolaos ist ein Thebaner und der Sohn des Iphikles, eines Sohn von Alkmene und Amphitryon, und Automedusa, einer Königstochter aus Megara. Er gehört nicht zum ursprünglichen Herakles-Mythos.

Iolaos ist somit ein Neffe des Herakles, dessen Wagen er lenkte und dem er bei seinen Kämpfen wie z.B. bei der Überwindung der Hydra beistand. Für seine Unterstützung bei mehreren seiner Arbeiten, vermählte Herakles ihn mit seiner erste Gemahlin Megara.

Iolaos hält Herakles' Pfeile während dieser den nemeischen Löwen bekämpft - Hermes beobachtet die Szene

In Griechenland war die Xystis der Wagenlenker ein knöchellanger ärmelloser Chiton, der unter der Brust gegürtet ist. Zwei Bänder sind um die Schultern geführt und kreuzen sich im Rücken, um während des Wagenrennens ein Aufblähen des Stoffes zu vermeiden. Platon wählte im Phaidros ausgerechnet die Metapher eines Wagenlenkers, um zu veranschaulichen, wie der Mensch seine Vernunft gebrauchen soll, um das „widerspenstige Pferd der Leidenschaften“ und das „willige Pferd“ des Mutes miteinander in Einklang zu bringen und zu zügeln.

Im Mahabharata hat Arjuna ähnlich vor Krishna den Wagenlenker Vrihannala(auch Brihannala)[1].

Iolaos nahm auch an der kalydonischen Jagd auf den wilden Eber teil.

Daneben trug einer der Argonauten den gleichen Namen.

Nach Plutarchs Moralia gab Herakles seine 33jährige Frau Megara dem 16jährigen Iolaus. Nach Herakles Tod war er der Beschützer und Berater seiner Kinder und wurde bei ihrer Verteidigung gegen Eurystheus getötet.

Literatur

  • Fritz Graf: Iolaos 1. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 5, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01475-4, Sp. 1071–1072.
  • Wilhelm Kroll: Iolaos 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IX,2, Stuttgart 1916, Sp. 1843–1846.
  • Maria Pipili: Iolaos. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band V, Zürich/München 1990, S. 686–696.
  • Wilhelm Heinrich Roscher: [Iolaos 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 285–289 (Digitalisat).

Referenzen

  1. Mahabharata Buch4, Kapitel 37

Weblinks

Herakles, Iolaos und Eros