Friedrich Otto Schrader: Unterschied zwischen den Versionen

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Friedrich Otto Schrader wurde am 19. Marz 1876 als  Sohn des Landgerichtsdirektors Dr. Theodor Schrader und seiner Frau Julie in Hamburg geboren. Nach dem Besuch einer Privat-schule (1882—87) und der Gelehrtenschule des Johanneums versuchte er zunächst auf Wunsch des Vaters eine kaufmännische Lehre. Er bereitete sich ein Jahr privat auf das Abiturientenexamen vor. Nach dem Besuch der Oberprima des Matthias-Claudius-Gymnasiums zu Wandsbek bestand  
Friedrich Otto Schrader wurde am 19. Marz 1876 als  Sohn des Landgerichtsdirektors Dr. Theodor Schrader und seiner Frau Julie in Hamburg geboren. Nach dem Besuch einer Privatschule (1882—87) und der Gelehrtenschule des Johanneums versuchte er zunächst auf Wunsch des Vaters eine kaufmännische Lehre. Er bereitete sich ein Jahr privat auf das Abiturientenexamen vor. Nach dem Besuch der Oberprima des Matthias-Claudius-Gymnasiums zu Wandsbek bestand  
er 1897 dort die Reifeprüfung.  
er 1897 dort die Reifeprüfung.  
Schrader studierte dann ab 1897  in Göttingen Philologie, Orientalistik und Kunstgeschichte.  
Schrader studierte dann ab 1897  in Göttingen Philologie, Orientalistik und Kunstgeschichte. Er wechselte für einen Winter (1898—089) nach StraBburg.  
Er wechselte für einen Winter (1898—089) nach StraBburg. Nach zwei Semestern in Kiel (1899—1900)  kehrte er für fünf weitere zurück (Sommer 1900 bis Sommer 1902). 1902 wurde er mit seiner Dissertation Uber den Stand der indischen Philosophie zur Zeit Mahaviras und Buddhas in Straßburg von Ernst LEUMANN magna cum laude promoviert.
Nach zwei Semestern in Kiel (1899—1900)  kehrte er für fünf weitere zurück (Sommer 1900 bis Sommer 1902). 1902 wurde er mit seiner Dissertation Uber den Stand der indischen Philosophie zur Zeit Mahaviras und Buddhas in Straßburg von Ernst LEUMANN magna cum laude promoviert.


Schrader  war evangelisch lutherisch und hatte zwei Kinder.
Schrader  war evangelisch lutherisch und hatte zwei Kinder.
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*  Introduction to the Pāncarātra and the Ahirbudhnya Samhita. Madras 1916, Nachdruck Madras 1995
*  Introduction to the Pāncarātra and the Ahirbudhnya Samhita. Madras 1916, Nachdruck Madras 1995
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== Literatur ==
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*  Deutsche biographische Enzyklopädie & Deutscher biographischer Index. CD-ROM, München 2001, s.v., ISBN 3-598-40360-7
*  Deutsche biographische Enzyklopädie & Deutscher biographischer Index. CD-ROM, München 2001, s.v., ISBN 3-598-40360-7
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== Weblinks ==
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* Gelehrtenverzeichnis : [https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/person/a756f9a0-568c-0767-dcfb-4e8d7179feaf?lang=de Friedrich Otto Schrader]
* Gelehrtenverzeichnis : [https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/person/a756f9a0-568c-0767-dcfb-4e8d7179feaf?lang=de Friedrich Otto Schrader]
*  Literatur von und über Friedrich Otto Schrader im OPAC - [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=117024201 Katalog der Deutschen Nationalbibliothek]] - und bei [[https://archive.org/search?query=Friedrich+Otto+Schrader Archive]]
*  Literatur von und über Friedrich Otto Schrader im OPAC - [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=117024201 Katalog der Deutschen Nationalbibliothek] - und bei [https://archive.org/search?query=Friedrich+Otto+Schrader Archive]


[[Kategorie:Personen]]
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Aktuelle Version vom 15. März 2026, 13:07 Uhr

Friedrich Otto Schrader (* 19. März 1876 in Hamburg; † 2. November 1961 in Kiel) war ein deutscher Indologe, der sich vorwiegend mit indischer Philosophie und buddhistischer Literatur beschäftigte. Otto Schrader ist nicht mit dem Indogermanisten Otto Schrader(1865 - 1922)[1] verwandt.

Biografie

Friedrich Otto Schrader wurde am 19. Marz 1876 als Sohn des Landgerichtsdirektors Dr. Theodor Schrader und seiner Frau Julie in Hamburg geboren. Nach dem Besuch einer Privatschule (1882—87) und der Gelehrtenschule des Johanneums versuchte er zunächst auf Wunsch des Vaters eine kaufmännische Lehre. Er bereitete sich ein Jahr privat auf das Abiturientenexamen vor. Nach dem Besuch der Oberprima des Matthias-Claudius-Gymnasiums zu Wandsbek bestand
er 1897 dort die Reifeprüfung.
Schrader studierte dann ab 1897 in Göttingen Philologie, Orientalistik und Kunstgeschichte. Er wechselte für einen Winter (1898—089) nach StraBburg.
Nach zwei Semestern in Kiel (1899—1900) kehrte er für fünf weitere zurück (Sommer 1900 bis Sommer 1902). 1902 wurde er mit seiner Dissertation Uber den Stand der indischen Philosophie zur Zeit Mahaviras und Buddhas in Straßburg von Ernst LEUMANN magna cum laude promoviert.

Schrader war evangelisch lutherisch und hatte zwei Kinder.
Von 1905 bis 1916 leitete er die Bibliothek der Theosophischen Gesellschaft Adyar.
Ab 1921 lehrte er als Professor der Indologie in Kiel.
1897 wurde er Mitglied der Burschenschaft Alemannia Göttingen.

Im April 1933 entfernten Mitglieder des Kampfausschusses wider den undeutschen Geist auch Schraders Werke aus den Bibliotheken Kiels. Schrader ereeichte als Einziger in Kiel durch die Versicherung „rein-arischer Abstammung“ die Freigabe seiner Schriften.

  • Kleine Schriften. Wiesbaden 1983, mit Bibliographie
  • Der Hinduismus. (Religionsgeschichtliches Lesebuch 14) Tübingen 1930
  • The Kashmir recension of the Bhagavadgītā. Stuttgart 1930
  • Introduction to the Pāncarātra and the Ahirbudhnya Samhita. Madras 1916, Nachdruck Madras 1995

Literatur

  • Deutsche biographische Enzyklopädie & Deutscher biographischer Index. CD-ROM, München 2001, s.v., ISBN 3-598-40360-7
  • Valentina Stache-Rosen: German Indologists. Biographies of scholars in Indian studies writing in German. 2. Aufl. New Delhi 1990, S. 186f., ISBN 81-85054-97-5
  • Journal article : Friedrich Otto Schrader zum Gedächtnis, Joachim Friedrich Sprockhoff, Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Vol. 113, No. 1 (1963), pp. 1-11 (12 pages) - Published By: Harrassowitz Verlag

Referenzen

  • Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 445.
  • Carsten Mish, Christoph Cornelißen: Kiel. In: Julius H. Schoeps, Werner Treß (Hg.): Orte der Bücherverbrennungen in Deutschland 1933. Olms, Hildesheim 2008, S. 527–543, der Abschnitt über Kiel online (PDF, 93 kB) ohne Paginierung

Weblinks