Samapatti: Unterschied zwischen den Versionen

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Samāpatti (Sanskrit; Pali; trad. Chinese: 三摩跋提;  pinyin: sānmóbátí) ist ein im Buddhism und im indischen Yoga gebräuchliches Wort, das auch als Synonym für den [[Samadhi|Samādhi]] verwendet wird.
Samāpatti (Sanskrit; Pali; trad. Chinese: 三摩跋提;  pinyin: sānmóbátí) ist ein im [[Buddhismus]] und im indischen [[Yoga]] gebräuchliches Wort, das auch als Synonym für den [[Samadhi|Samādhi]] verwendet wird.
 
 


== Hinduismus ==
In den [[Yogasutras]] des [[Patanjali]] wird ''samāpatti''(vollständige Absorption) als universelle Form des Samprajñāta-Samadhi oder Savikalpa Samadhi gesehen, der vom asamprajñāta-samadhi oder Nirvikalpa Samadhi abgelöst wird. <br>
Voraussetzung ist die Vernichtung aller (nicht-sattvischen) Modifikationen (vṛtti) des Bewusstseins ([[Chitta|citta]]).


=== Shivaismus ===
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Samāpatti (समापत्ति) bezieht sich laut Īśvarapratyabhijñāvimarśinī (KSTS Bd. 65, 331) auf die „Verwirklichung“. Einsicht ist einfach die  Erweiterung der Verwirklichung (samāpatti-paryanta) des Zustands (daśā), der [[Turiya|Turya]] genannt wird.
Dieser Zustand von Turyātīta wurde dort als ein Zustand des Bewusstseins gelehrt, in dem die Leere usw. verbleibt, aber von ihnen getrennt ist.
Dieser Zustand wird in den Saiddhāntika-Schriften als „das reine Selbst“, „das Formlose“ und „reines Bewusstsein“ bezeichnet.
Er wird in Bezug auf diejenigen gelehrt, die die Gottheit ausschließlich als allumfassend kennen, so weist [Utpaladeva] [in seinem Vivṛti] darauf hin“.<ref> Quelle: Brill: Śaivismus und die tantrischen Traditionen</ref>
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== Buddhismus ==
== Buddhismus ==
Im [[Buddhismus]] bezieht sich der Ausdruck ''samapatti'' auf die 8 [[Jhana]]s.
Im [[Buddhismus]] bedeutet Samapatti (wörtlich : 'zusammengesetzt', 'ausgeglichen') das Gleichgewicht des [[Bewusstsein]]s, in dem weder Wachheit noch Apathie stattfindet,  in dem der Geist zuerst ruhig auf den betrachteten Gedanken konzentriert ist.<br>
Das [[Abhidharma-kosa|Abhidharmakosha]] lehrt, dass jede Ebene von [[Meditation|Dhyana]] zweifach ist, d.h. sowohl ein Zustand der Existenz als auch eine geistige Absorption. Samapatti ist Dhyana als geistige Absorption. Ein Samadhi oder Samapatti ist es, wenn er von einer gewöhnlichen Person praktiziert wird,  die noch nicht den Weg des Sehens erreicht hat.<br>
Der Ausdruck ''samapatti'' bezieht sich auch auf die [[Jhana]]s.
Samapatti ist auch eine Bezeichnung der Vertiefungen der feinkörperlichen Sphäre (rūpa-jjhāna) und der 4 Vertiefungen der Unkörperlichen Sphäre (arūpa-jjhāna), denen manchmal noch als 9. Erreichung der 'Erlöschungszustand' (nirodha-samāpatti) zugezählt wird.
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Manchmal werden bei den höheren Jhanas auch  vier Stufen unterschieden
# Bewusstsein des unendlichen Raums
# Diskriminierung des Weltraums -  Bewusstsein unendlicher Wahrnehmung
# Nichts - Diskriminierung des Bewusstseins - Unwirklichkeit der Dinge
# Höhepunkt der zyklischen Existenz - Diskriminierung des Nichts.


== Referenzen ==
<references />
== Literatur ==
== Literatur ==
* [http://www.glensvensson.org/uploads/7/5/6/1/7561348/levels_of_samadhi.pdf Levels of Samadhi]
* [http://www.glensvensson.org/uploads/7/5/6/1/7561348/levels_of_samadhi.pdf Levels of Samadhi]
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== Weblinks ==
== Weblinks ==
* Wiki zum [https://en.wikipedia.org/wiki/Sam%C4%81patti Samapatti]
* Wiki zum [https://en.wikipedia.org/wiki/Sam%C4%81patti Samapatti]
*
* Palikanon : [http://www.palikanon.com/wtb/nirodha_sam.html Nirodha Samapatti]
* Encyclopediaofbuddhism [https://encyclopediaofbuddhism.org/wiki/Buddhist_meditation_practices Buddhist meditation practices]
* Wisdomlib [https://www.wisdomlib.org/definition/samapatti about Samapatti]
 
[[Kategorie:Hinduismus]]
[[Kategorie:Buddhismus]]

Aktuelle Version vom 13. März 2026, 14:33 Uhr

Samāpatti (Sanskrit; Pali; trad. Chinese: 三摩跋提; pinyin: sānmóbátí) ist ein im Buddhismus und im indischen Yoga gebräuchliches Wort, das auch als Synonym für den Samādhi verwendet wird.

Hinduismus

In den Yogasutras des Patanjali wird samāpatti(vollständige Absorption) als universelle Form des Samprajñāta-Samadhi oder Savikalpa Samadhi gesehen, der vom asamprajñāta-samadhi oder Nirvikalpa Samadhi abgelöst wird.
Voraussetzung ist die Vernichtung aller (nicht-sattvischen) Modifikationen (vṛtti) des Bewusstseins (citta).

Shivaismus

Samāpatti (समापत्ति) bezieht sich laut Īśvarapratyabhijñāvimarśinī (KSTS Bd. 65, 331) auf die „Verwirklichung“. Einsicht ist einfach die Erweiterung der Verwirklichung (samāpatti-paryanta) des Zustands (daśā), der Turya genannt wird.
Dieser Zustand von Turyātīta wurde dort als ein Zustand des Bewusstseins gelehrt, in dem die Leere usw. verbleibt, aber von ihnen getrennt ist.
Dieser Zustand wird in den Saiddhāntika-Schriften als „das reine Selbst“, „das Formlose“ und „reines Bewusstsein“ bezeichnet.
Er wird in Bezug auf diejenigen gelehrt, die die Gottheit ausschließlich als allumfassend kennen, so weist [Utpaladeva] [in seinem Vivṛti] darauf hin“.[1]

Buddhismus

Im Buddhismus bedeutet Samapatti (wörtlich : 'zusammengesetzt', 'ausgeglichen') das Gleichgewicht des Bewusstseins, in dem weder Wachheit noch Apathie stattfindet, in dem der Geist zuerst ruhig auf den betrachteten Gedanken konzentriert ist.
Das Abhidharmakosha lehrt, dass jede Ebene von Dhyana zweifach ist, d.h. sowohl ein Zustand der Existenz als auch eine geistige Absorption. Samapatti ist Dhyana als geistige Absorption. Ein Samadhi oder Samapatti ist es, wenn er von einer gewöhnlichen Person praktiziert wird, die noch nicht den Weg des Sehens erreicht hat.
Der Ausdruck samapatti bezieht sich auch auf die Jhanas. Samapatti ist auch eine Bezeichnung der Vertiefungen der feinkörperlichen Sphäre (rūpa-jjhāna) und der 4 Vertiefungen der Unkörperlichen Sphäre (arūpa-jjhāna), denen manchmal noch als 9. Erreichung der 'Erlöschungszustand' (nirodha-samāpatti) zugezählt wird.
Manchmal werden bei den höheren Jhanas auch vier Stufen unterschieden

  1. Bewusstsein des unendlichen Raums
  2. Diskriminierung des Weltraums - Bewusstsein unendlicher Wahrnehmung
  3. Nichts - Diskriminierung des Bewusstseins - Unwirklichkeit der Dinge
  4. Höhepunkt der zyklischen Existenz - Diskriminierung des Nichts.

Referenzen

  1. Quelle: Brill: Śaivismus und die tantrischen Traditionen

Literatur

Weblinks