Brahma Verhalten: Unterschied zwischen den Versionen

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"Brahma Verhalten"  ist das Kapitel 16 des [[Avatamsaka Sutra]]. Es erörtert spezifische Lehren, die die Vergänglichkeit des Körpers und die Notwendigkeit der spirituellen Disziplin betonen, um sich von weltlichen Bindungen zu lösen, oft unter dem Aspekt, dass der Körper dem Willen des Geistes widerspricht.
"Brahma Verhalten"  ist das Kapitel 16 des [[Avatamsaka Sutra]]. Es erörtert spezifische Lehren, die die Vergänglichkeit des Körpers und die Notwendigkeit der spirituellen Disziplin betonen, um sich von weltlichen Bindungen zu lösen, oft unter dem Aspekt, dass der Körper dem Willen des Geistes widerspricht.
Das [[Brahma Purana]] sagt ähnlich in Kapitel 113 : 7. Opfergaben, Almosen und Askese fördern nicht den Wohlstand dessen, der gegen die Regeln guten Benehmens verstößt. 8. Wer sich tugendhaft verhält, erlangt die Langlebigkeit Brahmās. Tugend und gutes Benehmen sollten stets bewahrt werden. Tugend ist das Symbol guten Benehmens. <ref> [https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/brahma-purana-english/d/doc216270.html Brahma Purana Chapter 11]]  -  Conduct of the Good</ref>


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Das uneingeschränkte Wissen um frühere Leben; und
Das uneingeschränkte Wissen um frühere Leben; und das Wissen um die vollständige Auflösung gewohnheitsmäßiger karmischer Neigungen.
das Wissen um die vollständige Auflösung gewohnheitsmäßiger karmischer Neigungen.
Wenn man über jede dieser zehn Kräfte des [[Tathagata]] nachsinnt, erkennt man, dass jede dieser Kräfte unzählige Bedeutungen in sich birgt, die man alle erforschen sollte. Nachdem man von ihnen gehört hat, sollte man einen Geist großer Güte und Mitgefühl entwickeln, um Wesen eingehend zu betrachten und sie niemals aufzugeben.
Wenn man über jede dieser zehn Kräfte des [[Tathagata]] nachsinnt, erkennt man, dass jede dieser Kräfte unzählige Bedeutungen in sich birgt, die man alle erforschen sollte. Nachdem man von ihnen gehört hat, sollte man einen Geist großer Güte und Mitgefühl entwickeln, um Wesen eingehend zu betrachten und sie niemals aufzugeben.
Man sollte unaufhörlich über alle Dharmas nachdenken, sich in unübertroffenen karmischen Taten engagieren, aber keine karmische Belohnung anstreben, und vollkommen erkennen, dass die objektive Welt wie eine Beschwörung, wie ein Traum, wie Spiegelbilder, wie Echos und auch wie spirituelle Transformationen ist.
Man sollte unaufhörlich über alle Dharmas nachdenken, sich in unübertroffenen karmischen Taten engagieren, aber keine karmische Belohnung anstreben, und vollkommen erkennen, dass die objektive Welt wie eine Beschwörung, wie ein Traum, wie Spiegelbilder, wie Echos und auch wie spirituelle Transformationen ist.
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* Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)
* Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)
 
== Referenzen ==
<references />
== Literatur ==
== Literatur ==
* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2016_excerpt.pdf  The Brahman Conduct]
* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2016_excerpt.pdf  The Brahman Conduct]

Aktuelle Version vom 16. Januar 2026, 11:47 Uhr

"Brahma Verhalten" ist das Kapitel 16 des Avatamsaka Sutra. Es erörtert spezifische Lehren, die die Vergänglichkeit des Körpers und die Notwendigkeit der spirituellen Disziplin betonen, um sich von weltlichen Bindungen zu lösen, oft unter dem Aspekt, dass der Körper dem Willen des Geistes widerspricht.

Das Brahma Purana sagt ähnlich in Kapitel 113 : 7. Opfergaben, Almosen und Askese fördern nicht den Wohlstand dessen, der gegen die Regeln guten Benehmens verstößt. 8. Wer sich tugendhaft verhält, erlangt die Langlebigkeit Brahmās. Tugend und gutes Benehmen sollten stets bewahrt werden. Tugend ist das Symbol guten Benehmens. [1]

Übersetzung

Zu jener Zeit wandte sich der Devaputra der Rechten Achtsamkeit an den Bodhisattva der Dharma-Weisheit: „In allen Welten legen jene in der Gemeinschaft der Bodhisattvas, die sich auf die Lehren des Tathagata stützen, das gefärbte Gewand an und verlassen das häusliche Leben. Wie können sie Reinheit im Brahman-Verhalten erlangen und vom Stand eines Bodhisattva zum Pfad des unübertroffenen Bodhi gelangen?“ Der Bodhisattva der Dharma-Weisheit antwortete: „Sohn des Buddha, wenn der Bodhisattva-Mahā-Sattva das Brahman-Verhalten praktiziert, sollte er zehn Dharmas als Gegenstand seiner Aufmerksamkeit in der meditativen Kontemplation wählen. Diese sind: der Körper, körperliche Handlungen, Rede, verbale Handlungen, der Geist, geistige Handlungen, der Buddha, das Dharma, der Sangha und die moralischen Gebote.“ Er sollte sie auf diese Weise betrachten und fragen: „Ist der Körper selbst das brahmanische Verhalten?“ und so weiter bis zu: „Sind es die moralischen Gebote, die das brahmanische Verhalten sind?“
Wenn der Körper selbst das brahmanische Verhalten wäre, sollte man erkennen, dass das brahmanische Verhalten dann etwas wäre, das nicht gut ist. Es wäre nicht-Dharma. Es wäre trüb. Es wäre übelriechend und abstoßend. Es wäre unrein. Es wäre widerwärtig. Es wäre unbändig. Es wäre befleckt. Es wäre ein Leichnam. Und es wäre ein Wurmhaufen.
Wenn körperliche Handlungen das brahmanische Verhalten wären, dann wäre das brahmanische Verhalten Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen, Blicken nach links und rechts, Anziehen und Ausstrecken, Blicken
nach unten und Blicken nach oben.
Wenn Sprache das brahmanische Verhalten wäre, dann wäre das brahmanische Verhalten Klang, der Atem, Brustkorb, Zunge, Kehle und Lippen, Aus- und Einatmen, Anhalten und Loslassen, hohe und tiefe Tonlage sowie Klarheit und Rauheit.
Wenn verbale Handlungen das brahmanische Verhalten wären, dann wäre das brahmanische Verhalten Begrüßungen und Grüße, Kurz- oder Langrede, metaphorische oder direkte Rede, lobende oder tadelnde Rede, konventionell etablierte Rede,254 an den Alltag angepasste Rede oder erklärende Rede.

408

Wenn der Geist das Brahma-Verhalten wäre, dann wäre das Brahma-Verhalten Vorstellungskraft und geistiges Denken, ein Beispiel für Unterscheidungsvermögen und alle Arten von Unterscheidungen, ein Beispiel für Erinnerung und alle Arten von Erinnerungen, ein Beispiel für Vernunft und alle Arten von Vernunft sowie Beschwörungen und Träume.
Wenn geistige Handlungen das Brahma-Verhalten wären, dann wäre das Brahma-Verhalten Denken oder die Wahrnehmung von Gefühlen wie heiß oder kalt, hungrig oder durstig, unglücklich oder glücklich, besorgt oder freudig.
Wenn der Buddha das Brahma-Verhalten wäre, ist dann die Form der Buddha?
Ist das Gefühl der Buddha?
Ist die Wahrnehmung der Buddha?
Sind die karmischen prägenden Faktoren der Buddha?
Ist das Bewusstsein der Buddha? Sind die Hauptmerkmale der Buddha?
Sind die Nebenmerkmale der Buddha? Sind die spirituellen Überkenntnisse der Buddha?
Sind seine karmischen Taten der Buddha?
Oder sind seine karmischen Belohnungen der Buddha?
Wenn der Geist das Brahman-Verhalten wäre, dann wäre das Brahman-Verhalten Vorstellungskraft und geistiges Denken, ein Beispiel für Unterscheidungsvermögen und alle Arten von Unterscheidungen, ein Beispiel für Erinnerung und alle Arten von Erinnerungen, ein Beispiel für Vernunft und alle Arten von Vernunft sowie Beschwörungen und Träume.
Wenn geistige Handlungen das Brahman-Verhalten wären, dann wäre das Brahman-Verhalten Denken oder die Wahrnehmung von Gefühlen wie heiß oder kalt, hungrig oder durstig, unglücklich oder glücklich, besorgt oder freudig.
Wenn der Buddha das Brahman-Verhalten wäre, ist dann die Form der Buddha?
Ist das Gefühl der Buddha?
Ist die Wahrnehmung der Buddha?
Sind die karmischen prägenden Faktoren der Buddha?
Ist das Bewusstsein der Buddha?
Sind die Hauptmerkmale der Buddha?
Sind die Nebenmerkmale der Buddha?
Sind die spirituellen Überkenntnisse der Buddha?
Sind seine karmischen Taten der Buddha?
Oder sind seine karmischen Belohnungen der Buddha?
Wenn das Dharma das Verhalten der Brahmanen wäre, ist dann Ruhe das Dharma?
Ist Nirvana das Dharma? Ist Nicht-Entstehung das Dharma?
Ist Nicht-Entstehen das Dharma? Ist Unaussprechlichkeit das Dharma? Ist die Freiheit von Unterscheidungen das Dharma?
Ist das Nicht-Tun das Dharma? Oder ist das Nicht-Sein einer zusammengesetzten Ansammlung das Dharma?

Wenn die Sangha das Verhalten der Brahmanen wäre, ist dann jemand, der sich im Stadium befindet, das dem Erreichen eines Stromgewinns vorausgeht, die Sangha?
Ist jemand, der die Frucht eines Stromgewinns besitzt, die Sangha?
Ist jemand, der sich im Stadium befindet, das dem Erreichen eines einmaligen Wiederkehrens vorausgeht, die Sangha?
Ist jemand, der die Frucht eines einmaligen Wiederkehrens besitzt, die Sangha?
Ist jemand, der sich im Stadium befindet, das dem Erreichen eines nie wiederkehrenden Zustands vorausgeht, die Sangha? Ist derjenige, der die Frucht eines Nichtwiederkehrers besitzt, die Sangha?
Ist derjenige, der sich im Vorstadium der Arhat-Werdung befindet, die Sangha?
Ist derjenige, der die Frucht eines Arhats besitzt, die Sangha?
Sind diejenigen mit den drei Klarheiten die Sangha?
Oder sind diejenigen mit den sechs spirituellen Überkenntnissen die Sangha?
Wenn die moralischen Gebote das Brahmanenverhalten wären, ist dann die Ordination die moralischen Gebote?
Ist die Befragung nach der eigenen Reinheit die moralischen Gebote?
Ist die Lehre vom ehrfurchtgebietenden Verhalten die moralischen Gebote?
Ist die dreifache Aussage des Karmadā na die moralischen Gebote?
Ist die Rolle des Upādhyāya die moralischen Gebote?
Ist die Rolle des Ācārya die moralischen Gebote?
Ist die Tonsur selbst die moralischen Gebote? Ist das Anlegen des Kāṣāya-Gewandes das moralische Gebot? Ist der Erhalt des Lebensunterhalts durch Almosen das moralische Gebot? Oder ist der rechtschaffene Lebenserwerb das moralische Gebot?
Sobald man solche Betrachtungen angestellt hat, wird man frei von jeglicher Bindung an den Körper, frei von jeglicher Anhaftung an die Kultivierung, frei von jeglichem Verweilen in den Dharmas,
erkennt die Vergangenheit als bereits vergangen, die Zukunft als noch nicht eingetreten und die Gegenwart als bloße leere Ruhe, erkennt, dass es keinen Urheber karmischer Handlungen und niemanden gibt, der karmische Vergeltung erleidet, sieht, dass dieser Zeitabschnitt sich überhaupt nicht bewegt, und sieht, dass die anderen Zeitabschnitte sich nicht verändern.

409

Welches Dharma unter all diesen stellt das Brahman-Verhalten dar?
Woher kommt das Brahma-Verhalten?
Wer ist es, der es besitzt? Was ist sein Wesen?
Wer führt es aus? Existiert es oder ist es nicht existent?
Ist es Form oder Formlosigkeit?
Ist es Gefühl oder Nicht-Gefühl? Ist es Wahrnehmung oder Nicht-Wahrnehmung?
Ist es ein karmischer Formungsfaktor oder kein karmischer Formungsfaktor?
Ist es Bewusstsein oder Nicht-Bewusstsein?
Man führt seine analytischen Betrachtungen folgendermaßen fort: Weil das Dharma des Brahman-Verhaltens unbegreiflich ist;
Weil die Dharmas der drei Zeitabschnitte alle leer und ruhend sind;
Weil der Geist an nichts anhaftet;
Weil der Geist keine Hindernisse hat;
Weil die eigene Praxis nicht-dual ist;
Weil man die souveräne Meisterschaft über geschickte Mittel erlangt;
Weil man das Dharma der Zeichenlosigkeit annimmt;
weil man über das Dharma der Zeichenlosigkeit meditiert;
weil man die Gleichheit aller Buddha-Dharmas erkennt; und
weil man alle Dharmas des Buddha erfüllt.
Faktoren wie diese bilden die Grundlage des reinen Brahman-Verhaltens.
Man sollte auch zehn Dharmas kultivieren.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
Das Wissen, das weiß, was sein kann und was nicht;
Das Wissen, das karmische Vergeltung in Bezug auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt;
Das Wissen, das die Dhyanas, die Befreiungen und die Samadhis kennt;
Das Wissen, das die relative Überlegenheit und Unterlegenheit aller Fähigkeiten kennt;
Das Wissen, das alle verschiedenen Verständnisfähigkeiten kennt;
Das Wissen, das alle verschiedenen Daseinsbereiche kennt;
Das Wissen, das die Endpunkte kennt, zu denen alle Wege führen;
Die Erkenntnis der ungehinderten Schau des himmlischen Auges;

410

Das uneingeschränkte Wissen um frühere Leben; und das Wissen um die vollständige Auflösung gewohnheitsmäßiger karmischer Neigungen.
Wenn man über jede dieser zehn Kräfte des Tathagata nachsinnt, erkennt man, dass jede dieser Kräfte unzählige Bedeutungen in sich birgt, die man alle erforschen sollte. Nachdem man von ihnen gehört hat, sollte man einen Geist großer Güte und Mitgefühl entwickeln, um Wesen eingehend zu betrachten und sie niemals aufzugeben.
Man sollte unaufhörlich über alle Dharmas nachdenken, sich in unübertroffenen karmischen Taten engagieren, aber keine karmische Belohnung anstreben, und vollkommen erkennen, dass die objektive Welt wie eine Beschwörung, wie ein Traum, wie Spiegelbilder, wie Echos und auch wie spirituelle Transformationen ist.
Wenn Bodhisattvas in der Lage sind, Betrachtungen durchzuführen, die mit solchen Betrachtungen übereinstimmen, werden sie kein dualistisches Verständnis irgendeines Dharmas entwickeln, und alle Dharmas des Buddha werden sich ihnen bald direkt offenbaren. Sobald sie dann ihren ersten Entschluss fassen, werden sie sofort den Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi erlangen. Sie werden erkennen, dass alle Dharmas mit dem Wesen des Geistes identisch sind, sie werden den Weisheitskörper vervollkommnen, und ihr eigenes Erwachen wird nicht in Abhängigkeit von anderen entstehen.

Ende von Kapitel 16

  • Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)

Referenzen

  1. Brahma Purana Chapter 11] - Conduct of the Good

Literatur