Die 10 Leitlinien: Unterschied zwischen den Versionen

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Möge es auch so sein, dass ich, solange es auch nur ein einziges Wesen gibt, dessen Geist nicht zufrieden ist, weiterhin darauf verzichten werde,
die endgültige Verwirklichung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen.
Auf diese Weise nützt der Bodhisattva den Wesen und hat doch keine Wahrnehmung eines Selbst, eines Seins, einer Existenz, eines Lebens, eines zusammengesetzten Wesens,<sup>315</sup> eines Pudgala, einer „Person“, eines Manavaka,<sup>316</sup> eines subjektiven Akteurs von Handlungen oder irgendjemandes, der Erfahrungen macht.
Er betrachtet die unzähligen Dharmas des Dharma-Bereichs und des Bereichs der Wesen als leere Dharmas, als Dharmas, in denen nichts existiert, als zeichenlose Dharmas, als Dharmas ohne Substanz, als Dharmas ohne festen Ort, als Dharmas, von denen nichts abhängt, und als Dharmas ohne Funktion.
Während er sich dieser Betrachtung widmet, nimmt er weder die Existenz seiner eigenen Person noch die Existenz von Gaben wahr, noch die Existenz des Empfängers, noch die Existenz eines Verdienstfeldes, noch die Existenz karmischer Handlungen, noch die Existenz karmischer Folgen, noch die Existenz karmischer Früchte, weder die Existenz großer noch kleiner karmischer Früchte. Zu diesem Zeitpunkt betrachtet der Bodhisattva die Körper, die alle Wesen der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart empfangen, und sieht, wie sie einem raschen Verfall und der Zerstörung unterliegen.
Dabei kommt ihm folgender Gedanke: Wie seltsam sind doch diese Wesen! Sie sind so verblendet und unwissend.
Im Laufe des [[Samsara]] empfangen sie unzählige Körper, die alle so zerbrechlich sind und alle unaufhörlich und schnell dem Verfall und der Zerstörung unterliegen. Ob sie nun bereits verfallen und zerstört sind, gerade verfallen und zerstört werden oder in Zukunft verfallen und zerstört werden sollen, sie sind unfähig, diese vergänglichen Körper für ihr Streben nach einem beständigen Körper zu nutzen.
Ich sollte mich eingehend in dem üben, was die Buddhas geübt haben, um allwissend zu werden und alle Dharmas zu erkennen. Dann kann ich ihnen, zum Wohle aller Wesen, die Identität der drei Zeitperioden, im Einklang mit der Ruhe und die Unzerstörbarkeit der Dharmas lehren und ihnen so ermöglichen, für immer Sicherheit und Glück zu erlangen.
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Version vom 20. Januar 2026, 11:41 Uhr

Die 10 Leitlinien ist das Kapitel 21 des Avatamsaka Sutra.

Übersetzung

Zu jener Zeit, unterstützt von der gewaltigen Kraft des Buddha, trat der Bodhisattva Wald der Verdienstvollen Eigenschaften in den „Samādhi der geschickten Reflexion des Bodhisattva“ ein. Nachdem er diesen Samādhi erreicht hatte, erschienen ihm aus einer Vielzahl von Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in einer Myriade von Buddha-Kṣetras, Buddhas, ebenso zahlreich wie die Atome in einer Myriade von Buddha-Kṣetras, alle mit dem gleichen Namen Wald der Verdienstvollen Eigenschaften, und sprachen zu ihm: „Es ist wahrlich gut, Sohn der Guten Familie, dass du in diesen Samādhi der geschickten Reflexion eintreten konntest.“ Sohn der Guten Familie, dass du dies tun konntest, liegt daran, dass diese gleichnamigen Buddhas aus jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in unzähligen Buddha-Kṣetras, dich alle unterstützt haben.
Es ist auch der Kraft der Gelübde Vairocana Tathagatas und seiner gewaltigen spirituellen Kräfte sowie der Kraft der Wurzeln der Güte aller Bodhisattvas zu verdanken, dass du in diesen Samadhi eintreten und den Dharma verkünden konntest:
Um das Verständnis der Weisheit Buddhas zu vertiefen;
Um einen tiefen Eintritt in die Welt des Dharma zu ermöglichen;
Um ein umfassendes Verständnis der Daseinsbereiche zu erlangen;
Um sicherzustellen, dass jeder Eintritt ungehindert erfolgt;
Um sicherzustellen, dass jede Praxis frei von Hindernissen ist;
Um die Erlangung unzähliger geschickter Mittel zu fördern;
Um die Natur des Allwissens zu erfassen;
Um alle Dharmas zu erwecken;
um alle Fähigkeiten zu erkennen; und
um die Bewahrung und Erklärung aller Dharmas zu ermöglichen.
Das heißt, es ermöglicht die Ausübung der zehn Praktiken aller
Bodhisattvas. Sohn der Guten Familie, nimm die Hilfe der
ehrfurchtgebietenden spirituellen Kräfte der Buddhas an und erkläre diese
Dharmas.
Zu diesem Zeitpunkt verliehen die Buddhas dem Bodhisattva des Waldes der
Verdienstvollen Eigenschaften ungehinderte Weisheit, ungebundene Weisheit, ununterbrochene Weisheit, lehrerlose Weisheit, ungetrübte Weisheit, unveränderliche Weisheit, unfehlbare Weisheit, unermessliche Weisheit, unüberwindliche Weisheit, unerbittliche Weisheit und unbezwingbare Weisheit.

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Warum? Weil das Dharma der Kraft dieses Samādhi genau dieser Art ist.
In diesem Moment streckte jeder der Buddhas seine rechte Hand aus und berührte den Scheitel des Bodhisattva „Wald der verdienstvollen Eigenschaften“.
Der Bodhisattva „Wald der verdienstvollen Eigenschaften“ erhob sich daraufhin aus seiner meditativen Versenkung und sprach zu den Bodhisattvas:
Die Praktiken des Bodhisattva sind unvorstellbar, vergleichbar mit dem Bereich des Dharma und dem Bereich des leeren Raums.
Warum? Weil der Bodhisattva-Mahā-Sattva durch Übung im Einklang mit den Praktiken aller Buddhas der drei Zeitepochen kultiviert.
Ihr Söhne Buddhas, was sind denn nun die Praktiken des Bodhisattva-Mahā-Sattva? Söhne Buddhas, der Bodhisattva Maha Sattva kennt zehn Arten von Praktiken, die von allen Buddhas der drei Zeitalter verkündet wurden. Welche sind das? Sie lauten wie folgt:
Erstens: Freudenpraxis;
Zweitens: Nutzenpraxis;
Drittens: Praxis der Nicht-Widersprüche;
Viertens: Unbezwingbare Praxis;
Fünftens: Praxis der Klarheit;
Sechstens: Praxis der wohlmanifestierten Wahrheit;
Siebtens: Praxis der Losgelöstheit;
Achtens: Praxis der schwer zu erlangenden Lehre;
Neuntens: Praxis der guten Lehren; und
Zehntens: Wahre Praxis.
Das sind die zehn. Söhne Buddhas, was genau bedeutet die „Freudepraxis“ des Bodhisattva Maha Sattva? Söhne Buddhas,
dieser Bodhisattva ist ein großer Wohltäter. Er ist imstande, alles, was er besitzt, gütig zu geben, und zwar mit einem unparteiischen Herzen, frei von Reue und Geiz, ohne nach Belohnung zu gieren, ohne Ruhm zu streben und ohne Nutzen oder Unterstützung zu erlangen.
Er tut dies nur, um alle Wesen zu retten und zu beschützen, alle Wesen anzuziehen und zu erhalten und allen Wesen zum Wohle zu dienen; um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu üben; um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken im Gedächtnis zu behalten; um sich an den ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu erfreuen; um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu reinigen.

481

Um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu mehren;
um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu bewahren;
um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu offenbaren;
um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu erläutern; und
um den Wesen zu ermöglichen, sich vom Leiden zu lösen und Glückseligkeit zu erlangen.
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva-Mahā Sattva diese Praktiken ausübt, bewirkt er, dass alle Wesen Freude und Wonne empfinden.
Wo immer es Regionen und Länder gibt, die von Armut und Entbehrung geplagt sind, geht er durch die Kraft seiner Gelübde dorthin und wird dort wiedergeboren als ein Wesen von edler Geburt und unermesslichem Reichtum, der unzählige Wertgegenstände und Juwelen besitzt und der, selbst wenn in jedem Augenblick seines Bewusstseins unzählige Wesen zu ihm kämen, und jedes ihn anspräche mit den Worten: „O Würdiger, wir sind verarmt, ohne jegliche Lebensgrundlage, hungrig, abgemagert, erleiden schwerstes Leid und leben am Rande des Unhaltbaren. Ich wünschte nur, du hättest gütiges Mitleid und gibst mir dein Fleisch, damit ich es essen und dieses Leben fortsetzen kann“, dann wäre der Bodhisattva sofort bereit, es ihm zu geben, um ihn zu erfreuen und zu sättigen.
Selbst wenn weiterhin unzählige Hunderttausende Wesen kämen und ihn auf diese Weise um Almosen baten, würde der Bodhisattva niemals aus Furcht zurückweichen. Vielmehr würde er nur mit noch größerer Güte und noch größerem Mitgefühl antworten. Da all diese Wesen kamen und ihn um Almosen baten, würde der Bodhisattva, wenn er dies sähe, doppeltes Glück empfinden und denken: „Ich habe hier einen so großen Segen erfahren, denn diese Wesen sind meine Felder, um Verdienste zu sammeln. Dies sind meine guten Freunde, die, selbst ohne dass ich sie aufgesucht oder eingeladen habe, gekommen sind, um mich im Dharma des Buddha zu unterweisen. Ich sollte nun entsprechend üben und mich darin üben und mich davor hüten, dem Willen dieser Wesen zu widerstehen.“
Er dachte auch:
Mögen alle Wurzeln der Güte, die aus meinem vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Handeln entspringen, mir ermöglichen, in Zukunft in allen Welten und unter allen Wesen gewaltige Körper zu empfangen, deren Fleisch alle hungernden Wesen sättigen kann, sodass ich selbst nicht sterbe, solange es auch nur ein einziges kleines Wesen gibt, das noch nicht satt ist, sodass Fleisch unaufhörlich von meinen Körpern abgeschnitten werden kann. Mögen diese Wurzeln der Güte mich zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi und zur Verwirklichung des großen Nirvana führen.
Mögen auch all jene Wesen, die mein Fleisch essen, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ erlangen, unparteiische Weisheit erlangen, mit allen Dharmas des Buddha ausgestattet werden, sich intensiv mit den Werken des Buddha auseinandersetzen und so weiter, bis sie ohne Reste ins Nirvana eingehen.

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Möge es auch so sein, dass ich, solange es auch nur ein einziges Wesen gibt, dessen Geist nicht zufrieden ist, weiterhin darauf verzichten werde,
die endgültige Verwirklichung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen.
Auf diese Weise nützt der Bodhisattva den Wesen und hat doch keine Wahrnehmung eines Selbst, eines Seins, einer Existenz, eines Lebens, eines zusammengesetzten Wesens,315 eines Pudgala, einer „Person“, eines Manavaka,316 eines subjektiven Akteurs von Handlungen oder irgendjemandes, der Erfahrungen macht.
Er betrachtet die unzähligen Dharmas des Dharma-Bereichs und des Bereichs der Wesen als leere Dharmas, als Dharmas, in denen nichts existiert, als zeichenlose Dharmas, als Dharmas ohne Substanz, als Dharmas ohne festen Ort, als Dharmas, von denen nichts abhängt, und als Dharmas ohne Funktion.
Während er sich dieser Betrachtung widmet, nimmt er weder die Existenz seiner eigenen Person noch die Existenz von Gaben wahr, noch die Existenz des Empfängers, noch die Existenz eines Verdienstfeldes, noch die Existenz karmischer Handlungen, noch die Existenz karmischer Folgen, noch die Existenz karmischer Früchte, weder die Existenz großer noch kleiner karmischer Früchte. Zu diesem Zeitpunkt betrachtet der Bodhisattva die Körper, die alle Wesen der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart empfangen, und sieht, wie sie einem raschen Verfall und der Zerstörung unterliegen.
Dabei kommt ihm folgender Gedanke: Wie seltsam sind doch diese Wesen! Sie sind so verblendet und unwissend.
Im Laufe des Samsara empfangen sie unzählige Körper, die alle so zerbrechlich sind und alle unaufhörlich und schnell dem Verfall und der Zerstörung unterliegen. Ob sie nun bereits verfallen und zerstört sind, gerade verfallen und zerstört werden oder in Zukunft verfallen und zerstört werden sollen, sie sind unfähig, diese vergänglichen Körper für ihr Streben nach einem beständigen Körper zu nutzen.
Ich sollte mich eingehend in dem üben, was die Buddhas geübt haben, um allwissend zu werden und alle Dharmas zu erkennen. Dann kann ich ihnen, zum Wohle aller Wesen, die Identität der drei Zeitperioden, im Einklang mit der Ruhe und die Unzerstörbarkeit der Dharmas lehren und ihnen so ermöglichen, für immer Sicherheit und Glück zu erlangen.

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Um den Wesen die Transzendenz der Welt zu ermöglichen, kultiviert er alle wunderbaren Praktiken.
Diese Praxis ist so grenzenlos, wie könnte irgendjemand ihr Ausmaß erfassen?
Selbst wenn man eine unermessliche Anzahl von Teilungskörpern erschaffen würde, die dem gesamten leeren Raum im Dharma-Reich entsprächen,
und alle gemeinsam seine verdienstvollen Eigenschaften preisen würden, könnte niemand auch nach hunderttausend Myriaden von Kalpas vollendet werden.
Die verdienstvollen Eigenschaften des Bodhisattva sind so grenzenlos, und seine gesamte Praxis so vollkommen, dass selbst unzählige Buddhas, die unzählige Kalpas lang versuchten, sie zu beschreiben, niemals vollenden könnten.
Wie viel weniger könnten dann die Devas oder Menschen der Welt, die Śrāvaka-Schüler oder die Pratyekabuddhas jemals in der Lage sein, ihr Lob vollständig zu verkünden, selbst wenn sie dies über unzählige Kalpas hinweg täten.

Ende von Kapitel 21

Literatur