Die zehn unerschöpflichen Schätze: Unterschied zwischen den Versionen
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Söhne Buddhas, was ist mit dem „[[Buddhistische_Ethik|Schatz der moralischen Gebote]]“ des [[Bodhisattva]] Mahā Sattva gemeint? | |||
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Das Gebot des universellen Nutzens; | |||
Das Gebot, keine [falschen] Verbote anzunehmen; | |||
Das Gebot des Nicht-Verweilens; | |||
Das Gebot, keine Reue zu empfinden; | |||
Das Gebot der Streitlosigkeit; | |||
Das Gebot, niemandem zu schaden; | |||
Das Gebot der Reinheit; | |||
Das Gebot der Nicht-Begierde; | |||
Das Gebot der Fehlerlosigkeit; und | |||
Das Gebot der Nicht-Übertretung. | |||
Was ist mit dem Gebot des universellen Nutzens gemeint? Das Annehmen und Befolgen reiner Gebote durch diesen Bodhisattva geschieht ursprünglich zum Wohle aller Wesen. | |||
Was ist mit dem Gebot gemeint, keine [falschen] Verbote anzunehmen? Dieser Bodhisattva praktiziert keine der | |||
Verbote nicht-buddhistischer Traditionen. Vielmehr hält er sich von Natur aus mit ganzer Kraft an dieselben reinen Gebote wie alle Buddhas, die Tatha Gatas, der drei Zeitebenen. | |||
Was bedeutet das Gebot des Nicht-Verweilens? Wenn dieser Bodhisattva die Gebote befolgt, verweilt sein Geist nicht im Reich der Begierde, nicht im Reich der Form und nicht im formlosen Reich. Warum? Nicht um dort wiedergeboren zu werden, befolgt er die Gebote. | |||
Was bedeutet das Gebot, keine Reue zu haben? Diesem Bodhisattva gelingt es stets, friedvoll zu verweilen, frei von Reue. Und wie ist das möglich? Dies liegt daran, dass er keine schweren karmischen Vergehen begeht, sich nicht der Schmeichelei und Täuschung hingibt und die reinen moralischen Gebote nicht bricht. | |||
Was bedeutet das moralische Gebot der Streitlosigkeit? Dieser Bodhisattva betrachtet bereits bestehende Regeln nicht als falsch und erlässt keine neuen. Sein Geist stimmt stets mit den moralischen Geboten überein, die zum [[Nirvana]] führen, erfüllt sie vollständig und bleibt frei von jeglichen Verstößen. | |||
Er missbraucht sein Einhalten der moralischen Gebote nicht, um andere Wesen zu quälen und ihnen dadurch Leid zuzufügen. | |||
Vielmehr hält er die moralischen Gebote einzig und allein in dem Wunsch ein, dass alle stets glücklich seien. | |||
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Version vom 21. Januar 2026, 09:06 Uhr
Die zehn unerschöpflichen Schätze ist das Kapitel 22 des Avatamsaka Sutra.
Übersetzung
Zu jener Zeit wandte sich der Bodhisattva des Waldes der verdienstvollen Eigenschaften erneut an die Bodhisattvas und sprach:
Söhne des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva besitzt zehn Arten von Schätzen, von denen alle Buddhas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart gesprochen haben, sprechen werden und sprechen. Was sind also diese zehn?
Sie sind:
Der Schatz des Glaubens;
Der Schatz der moralischen Gebote;
Der Schatz des Schamgefühls;
Der Schatz der Furcht vor Tadel;
Der Schatz des Wissens;
Der Schatz des Gebens;
Der Schatz der Weisheit;
Der Schatz der Erinnerung;
Der Schatz des Behaltens; und
Der Schatz der Beredsamkeit.
Dies sind die zehn. Söhne Buddhas, was ist mit dem „Schatz des Glaubens“ des Bodhisattva-Mahā Sattva gemeint? Dieser Bodhisattva besitzt folgende Glaubensarten:
Glaube, dass alle Dharmas leer sind;
Glaube, dass alle Dharmas zeichenlos sind;
Glaube, dass alle Dharmas wunschlos sind;
Glaube, dass alle Dharmas ungeschaffen sind;
Glaube, dass alle Dharmas keine Grundlage für Unterscheidungen haben;
Glaube, dass alle Dharmas grundlos sind;
Glaube, dass alle Dharmas unermesslich sind;
Glaube, dass alle Dharmas unüberwindlich sind;
Glaube, dass alle Dharmas schwer zu transzendieren sind; und
Glaube, dass alle Dharmas unentstanden sind.
Wenn der Bodhisattva in der Lage ist, auf diese Weise mit allen Dharmas in Einklang zu kommen,
dann, nachdem er reinen Glauben entwickelt hat:
Wenn er von der Unbegreiflichkeit des Dharma des Buddha hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
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Wenn er von der Unvorstellbarkeit aller Buddhas hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Wenn er von der Unvorstellbarkeit der Daseinsbereiche hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Wenn er von der Unvorstellbarkeit des Dharma-Bereichs hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Wenn er von der Unvorstellbarkeit des Bereichs des leeren Raums hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Wenn er von der Unvorstellbarkeit des Nirvanas hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Wenn er von der Unvorstellbarkeit der Vergangenheit hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Wenn er von der Unvorstellbarkeit der Zukunft hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert;
Immer wenn er von der Unvorstellbarkeit der Gegenwart hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert; und
immer wenn er von der Unvorstellbarkeit des Eintritts in alle Kal-Pas hört, wird sein Geist nicht eingeschüchtert.
Und warum ist das so? Dieser Bodhisattva bewahrt stets festen Glauben an die Buddhas, wissend, dass die Weisheit des Buddha grenzenlos und endlos ist, wissend, dass es in jeder der unzähligen Welten in den zehn Richtungen unzählige Buddhas gibt, die den Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi verwirklicht haben, jetzt verwirklicht haben und verwirklichen werden, die bereits in der Welt erschienen sind, jetzt in der Welt erscheinen und in der Welt erscheinen werden und die das Nirvana erreicht haben, jetzt in das Nirvana eintreten und in das Nirvana eintreten werden. So weiß er auch, dass die Weisheit der Buddhas weder zunimmt noch abnimmt, weder entsteht noch vergeht, weder fortschreitet noch zurückgeht, weder nah noch fern ist und weder erkannt noch aufgegeben werden kann.
Dieser Bodhisattva erlangt die Weisheit des Buddha und entwickelt grenzenlosen und unerschöpflichen Glauben. Nachdem er diesen Glauben erlangt hat, wird sein Entschluss unumkehrbar. Sein Geist wird nicht verwirrt oder ungeordnet, kann nicht verletzt werden, ist frei von befleckender Anhaftung, hat immer ein Fundament, stimmt mit den Aryas überein, weilt im Haus der Tathagatas, bewahrt und schützt die Linie aller Buddhas, stärkt den unerschütterlichen Glauben aller Bodhisattvas, stimmt mit den Wurzeln der Güte aller Tathagatas überein und bringt die geschickten Mittel aller Buddhas hervor. Dies ist gemeint mit dem Glaubensschatz des Bodhisattva-Mahā Sattva.
Wenn der Bodhisattva in diesem Glaubensschatz verweilt, ist er fähig, alle Lehren des Buddha zu hören und zu behalten, sie den Wesen zu lehren und ihnen allen das Erwachen zu ermöglichen.
523
Söhne Buddhas, was ist mit dem „Schatz der moralischen Gebote“ des Bodhisattva Mahā Sattva gemeint?
Dieser Bodhisattva vollendet:
Das Gebot des universellen Nutzens;
Das Gebot, keine [falschen] Verbote anzunehmen;
Das Gebot des Nicht-Verweilens;
Das Gebot, keine Reue zu empfinden;
Das Gebot der Streitlosigkeit;
Das Gebot, niemandem zu schaden;
Das Gebot der Reinheit;
Das Gebot der Nicht-Begierde;
Das Gebot der Fehlerlosigkeit; und
Das Gebot der Nicht-Übertretung.
Was ist mit dem Gebot des universellen Nutzens gemeint? Das Annehmen und Befolgen reiner Gebote durch diesen Bodhisattva geschieht ursprünglich zum Wohle aller Wesen.
Was ist mit dem Gebot gemeint, keine [falschen] Verbote anzunehmen? Dieser Bodhisattva praktiziert keine der
Verbote nicht-buddhistischer Traditionen. Vielmehr hält er sich von Natur aus mit ganzer Kraft an dieselben reinen Gebote wie alle Buddhas, die Tatha Gatas, der drei Zeitebenen.
Was bedeutet das Gebot des Nicht-Verweilens? Wenn dieser Bodhisattva die Gebote befolgt, verweilt sein Geist nicht im Reich der Begierde, nicht im Reich der Form und nicht im formlosen Reich. Warum? Nicht um dort wiedergeboren zu werden, befolgt er die Gebote.
Was bedeutet das Gebot, keine Reue zu haben? Diesem Bodhisattva gelingt es stets, friedvoll zu verweilen, frei von Reue. Und wie ist das möglich? Dies liegt daran, dass er keine schweren karmischen Vergehen begeht, sich nicht der Schmeichelei und Täuschung hingibt und die reinen moralischen Gebote nicht bricht.
Was bedeutet das moralische Gebot der Streitlosigkeit? Dieser Bodhisattva betrachtet bereits bestehende Regeln nicht als falsch und erlässt keine neuen. Sein Geist stimmt stets mit den moralischen Geboten überein, die zum Nirvana führen, erfüllt sie vollständig und bleibt frei von jeglichen Verstößen.
Er missbraucht sein Einhalten der moralischen Gebote nicht, um andere Wesen zu quälen und ihnen dadurch Leid zuzufügen.
Vielmehr hält er die moralischen Gebote einzig und allein in dem Wunsch ein, dass alle stets glücklich seien.
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Weil der Entschluss ihrer großen Gelübde unveränderlich bleibt;
weil sie geschickt alle Dharmas anhäufen;
weil sie von allen Buddhas mit schützender Achtsamkeit betrachtet werden; und
weil sie erkennen, dass alle Dharmas bloßen Beschwörungen gleichen.
Dies sind die zehn Arten unerschöpflicher Dharmas, durch die sie alles, was in der Welt geschieht, zu einem ultimativen und unerschöpflichen Schatz machen können.
Ende von Kapitel 22
Literatur
- [1] kalavinka.org The Ten Inexhaustible Treasuries
- cttbusa: The Ten Inexhaustible Treasuries