Die zehn Widmungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Auch ist es nicht das Licht, das von ihren eigenen Körpern ausgeht, das die Wesen erkennen lässt, ob es Tag oder Nacht ist und sie dann umherreisen, Dinge beobachten und allerlei Handlungen ausführen. Vielmehr ist es allein dem Aufgang der Sonne zu verdanken, dass sie diese Bestrebungen vollbringen. Insofern ist die Sonne nur eine, nicht zwei.
So verhält es sich auch mit dem Bodhisattva-Mahā Sattva. Wenn er Wurzeln der Güte kultiviert und anhäuft und sie dann widmet, sinniert er folgendermaßen: „Diese Wesen können sich nicht selbst retten.
Wie könnten sie dann andere retten? Es gibt nur mich, diese eine Person.“ Er beschließt dann, Wurzeln der Güte allein, ohne die Hilfe von Gefährten, zu kultivieren und anzuhäufen und widmet sich dann insbesondere solchen Widmungen:
Weil er alle Wesen umfassend befreien möchte;
Weil er alle Wesen überall erleuchten möchte;
Weil er alle Wesen unterweisen und führen möchte;
Weil er alle Wesen erwecken möchte;
weil er sich um alle Wesen kümmern möchte;
weil er alle Wesen vereinen möchte;
weil er alle Wesen entwickeln möchte;
weil er alle Wesen erfreuen möchte;
weil er alle Wesen zufrieden und glücklich machen möchte; und
weil er allen Wesen ermöglichen möchte, ihre Zweifel zu überwinden.
Söhne des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva reflektiert auch so:
Ich sollte wie die Sonne sein, die überall alles erleuchtet und dabei keine Gegenleistung für ihre Güte erwartet.
Selbst wenn es Wesen gibt, die Böses getan haben, muss ich sie dennoch einschließen und meine Gelübde niemals deswegen brechen.
Ich darf niemals alle Wesen wegen des Bösen eines einzigen Wesens im Stich lassen.
Vielmehr sollte ich fleißig die Wurzeln der Güte pflegen und so überall allen Wesen ermöglichen, Glück zu erlangen.
Auch wenn diese Wurzeln der Güte nur wenige sein mögen, sollte ich bei ihrer Bildung alle Wesen überall einschließen und mit freudigem Herzen große Widmungen aussprechen.
Hätte man Wurzeln der Güte, wollte man aber nicht allen Wesen damit Gutes tun, so wäre dies keine wahre Widmung.
Nur wenn man jede einzelne seiner Wurzeln der Güte allen Wesen überall widmet, so ist dies eine wahre Widmung.
[Daher praktiziert er Widmungen wie diese:]
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Widmungen, die darauf abzielen, Wesen in der Natur der [[Dharma]]s zu etablieren, frei von jeglichen Anhaftungen;
Widmungen, in denen man erkennt, dass das Wesen der Wesen unbeweglich und unveränderlich ist;
Widmungen, in denen die Widmung nichts hat, wovon sie abhängt, und nichts, woran sie sich festklammert;
Widmungen, in denen man sich nicht an die Eigenschaften der eigenen Wurzeln der Güte klammert;
Widmungen, in denen man keine Unterscheidungen hinsichtlich der karmischen Belohnungen trifft;
Widmungen, in denen man sich nicht an die Eigenschaften der fünf Daseinsgruppen klammert;
Widmungen, in denen man die Eigenschaften der fünf Daseinsgruppen nicht beschädigt;
Widmungen, in denen man sich nicht an karmische Taten klammert;
Widmungen, in denen man keine karmischen Belohnungen anstrebt;
Widmungen, in denen man keine verunreinigende Anhaftung an Ursachen und Bedingungen hat.
Widmungen, in denen man keine Unterscheidungen trifft hinsichtlich dessen, was aus Ursachen und Bedingungen entsteht;
Widmungen, in denen man nicht an Namen und Ruhm hängt;
Widmungen, in denen man nicht an einem bestimmten Ort hängt;
Widmungen, in denen man nicht an falschen Dharmas hängt;
Widmungen, in denen man nicht an den Merkmalen der Existenz eines Wesens, den Merkmalen der Existenz der Welt oder den Merkmalen der Existenz des Geistes hängt;
Widmungen, in denen man keine verkehrten Gedanken, verkehrten Vorstellungen oder verkehrten Ansichten hervorbringt;
Widmungen, in denen man nicht am Pfad der Worte und der Rede hängt;
Widmungen, in denen man die wahre Natur aller Dharmas betrachtet;
Widmungen, in denen man die Zeichen betrachtet, die für alle Wesen gleich sind;
Widmungen, in denen man alle Wurzeln der Güte mit dem Siegel des Dharma-Reiches prägt. und
Widmungen, in denen man alle Dharmas unvoreingenommen betrachtet.
Er versteht, dass, wie alle Dharmas nicht existieren, und daß dies auch für das Pflanzen von Wurzeln der Güte gilt. Er betrachtet, dass, wie alle Dharmas nicht-dual, unentstanden und unzerstörbar sind, und daß dies auch für Widmungen gilt.
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Durch die Verwendung solcher Widmungen von Wurzeln der Güte kultiviert er reine, gegenläufige Dharmas. Alle seine Wurzeln der Güte stimmen mit weltüberschreitenden Dharmas überein. Er erschafft keine dualistischen Konzepte. Nicht durch Identifikation mit karmischen Handlungen erlangt er Allwissen, noch sind seine Widmungen, die auf Allwissen gerichtet sind, unabhängig von karmischen Handlungen.
Allwissen ist nicht identisch mit karmischen Handlungen. Man erlangt Allwissen jedoch nicht unabhängig von karmischen Handlungen.
Da karmische Taten wie Licht in ihrer Reinheit sind, sind auch karmische Ergebnisse wie Licht in ihrer Reinheit.
Da karmische Ergebnisse wie Licht in ihrer Reinheit sind, ist auch die Weisheit des Allwissens wie Licht in ihrer Reinheit.
Nachdem er die Konzepte des Selbst und des Besitzes eines Selbst sowie alle durch Denken und darauf basierende Unterscheidungen hervorgerufenen Störungen aufgegeben hat, versteht er auf diese Weise vollkommen und wendet geschickte Mittel an, um all seine Wurzeln der Güte zu widmen. Wenn der Bodhisattva auf diese Weise Hingabe übt, befreit er stets und unaufhörlich Wesen, ohne jedoch in den Spuren der Dharmas zu verweilen.
Obwohl er weiß, dass alle Dharmas keine Handlungen und keine Vergeltung haben, ist er dennoch in der Lage, jede Art von karmischen Folgen hervorzurufen, ohne dabei in Widersprüche zu verfallen. Durch den Einsatz solcher zweckmäßiger Mittel kultiviert er geschickt Hingabe.
Wenn der [[Bodhisattva]] Mahā Sattva auf diese Weise Hingabe kultiviert, bleibt er frei von allen Fehlern und wird von den [[Buddha]]s gepriesen.
''Söhne Buddhas'', dies ist es, was die erste Art der Hingabe des Bodhisattva – Mahā Sattva – ausmacht, die Hingabe, die alle Wesen erlöst, selbst ohne jegliche Vorstellung von einem Sein.
Zu jener Zeit überblickte der Bodhisattva Vajra Banner die Versammlungen der zehn Himmelsrichtungen im gesamten Dharma-Reich, ergründete die
Bedeutung dieser tiefgründigen Aussagen und, mit einem unermesslichen Geist, der die höchsten Praktiken pflegte, dessen großes Mitgefühl
alle Wesen überall umfasste und der die Trennung der Linie aller Tatha-Gatas der drei Zeitabschnitte verhinderte, trat er in den Dharma-Schatz der verdienstvollen Eigenschaften aller Buddhas ein, erweckte den Dharma-Körper aller Buddhas und war imstande, den Geist aller Wesen zu beurteilen und die Reife der Wurzeln des Guten zu erkennen, die sie gepflanzt hatten.
Daraufhin sprach er, im [[Dharmakaya|Dharma-Körper]] wohnend und dennoch für sie reine Formkörper manifestierend, mit Hilfe der spirituellen Kräfte des Buddha, diese Verse:
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Version vom 26. Januar 2026, 12:33 Uhr

Die zehn Widmungen ist das Kapitel 25 des Avatamsaka Sutra.

Übersetzung

Zu jener Zeit, unterstützt von den spirituellen Kräften Buddhas, trat der Bodhisattva Vajra Banner in den Zustand der Weisheitslicht-Samādhi ein.
Nachdem er diesen Zustand erreicht hatte, erschienen aus jeder der zehn Himmelsrichtungen, jenseits von Welten, so zahlreich wie die Atome in zehn Myriaden von Buddha-Kṣetras, Buddhas, so zahlreich wie die Atome in zehn Myriaden von Buddha-Kṣetras, die alle den gleichen Namen „Vajra Banner“ trugen, direkt vor ihm.
Daraufhin priesen sie ihn alle und sprachen: „Es ist wahrlich gut, wahrlich gut, Sohn der Guten Familie, dass du in diesen Zustand der Weisheitslicht-Samādhi eintreten konntest.“ Sohn der Guten Familie, es ist der gemeinsamen Unterstützung zu verdanken, die dir
durch die spirituellen Kräfte der Buddhas aus jeder der zehn Himmelsrichtungen zuteil wurde, so zahlreich wie die Atome in den zehn Buddha-Kṣetras, auch den ehrfurchtgebietenden spirituellen Kräften, die aus der Kraft von Vairocana Tathāgatas früheren Gelübden entspringen, auch der Reinheit deiner Weisheit, und auch den besonders hervorragenden Wurzeln der Güte der Bodhisattvas, dass du in dieses Samādhi eintreten konntest, und den Dharma auslegen kannst, um alle Bodhisattvas zu befähigen:
- Reine Furchtlosigkeit zu erlangen;
- Ungehinderte Beredsamkeit zu besitzen;
- Den Grund ungehinderter Weisheit zu betreten;
- Im großen Geist des Allwissens zu verweilen;
- Unerschöpfliche Wurzeln der Güte vollständig zu entwickeln;
- Die Dharmas ungehinderter Reinheit vollständig zu erfüllen;
- Um in die Dharma-Welt der universellen Tore einzutreten;
- um die spirituellen Kräfte aller Buddhas zu manifestieren;
- um die Kontinuität vergangener Achtsamkeit und Weisheit zu gewährleisten;
- um den Schutz aller Buddhas für all ihre Fähigkeiten zu erlangen;
- um unzählige Tore zu nutzen, um die vielen Dharmas umfassend zu erklären;
- um alle gehörten Lehren vollständig zu verstehen, zu verinnerlichen, zu bewahren und niemals zu vergessen;
- um alle Wurzeln der Güte der Bodhisattvas anzusammeln;
- um in den weltüberschreitenden Bestimmungen für den Pfad vollkommen verwirklicht zu werden;
- um die Trennung der Weisheit des Allwissens zu verhindern;

=== 584 ===

Um die Entstehung der großen Gelübde anzuregen;
um die wahre Bedeutung zu erklären;
um die Dharma-Welt vollständig zu erkennen;
um alle Bodhisattvas zu erfreuen;
um die allen Buddhas gemeinsamen Wurzeln der Güte zu pflegen;
und um die Linie aller Tatha Gatas zu schützen und zu bewahren.
Das heißt, [sie haben dich auf diese Weise befähigt], damit du die zehn Weihegaben aller Bodhisattvas darlegen wirst.
Sohn des Buddha, unterstützt von den ehrfurchtgebietenden spirituellen Kräften des Buddha, solltest du diese Dharmas darlegen, indem du Folgendes tust:
Um die schützende Achtsamkeit des Buddha zu erlangen;
Um in der Familie der Buddhas zu weilen;
Um weltüberschreitende verdienstvolle Eigenschaften zu mehren;
Um das Licht der Dhā Raṇīs zu erlangen;
Um in den ungehinderten Dharma des Buddha einzutreten; Um überall das Reich des Dharma mit strahlendem Licht zu erleuchten;
um die reinen, fehlerlosen Dharmas anzuhäufen;
um im Reich unermesslicher Weisheit zu verweilen; und
um das ungetrübte Licht des Dharma zu erlangen.
Daraufhin verliehen die Buddhas dem Vajra Banner Bodhisattva:
Unermessliche Weisheit;
ungetrübte Beredsamkeit;
geschickte Mittel, um Aussagen und Bedeutungen zu unterscheiden;
ungetrübtes Dharma-Licht;
einen Körper, der dem des Tathagata gleicht;
eine reine Stimme mit unzähligen verschiedenen Tönen;
die unvorstellbare Samadhi der meisterhaften Kontemplation der Bodhisattvas;
die Weisheit, die alle unzerstörbaren Wurzeln der Güte weiht;
die Vollkommenheit geschickter Mittel in der Kontemplation aller Dharmas; und
ununterbrochene Beredsamkeit in der Erklärung aller Dharmas an allen Orten. Warum geschah dies? Dies lag an der Kraft der Wurzeln des Guten, die aus dem Eintritt in diesen Samādhi erwuchsen.
Dann berührten alle Buddhas mit ihren rechten Händen den Scheitel des Bodhisattva Vajra Banner.
Nachdem der Bodhisattva Vajra Banner ihre Berührung seines Scheitels gespürt hatte, erhob er sich sogleich
aus dieser meditativen Versenkung und sprach zu den Bodhisattvas:
Söhne des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva hat unvorstellbar große Gelübde abgelegt, durch die er die Dharma-Welt erfüllt und überall
in der Lage ist, alle Wesen zu retten und zu beschützen.
Das heißt, er kultiviert und übt sich in den Hingaben aller Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart.

=== 585 ===

Söhne Buddhas, wie viele Arten von Hingaben besitzt der Bodhisattva Mahā Sattva?
Söhne Buddhas, der Bodhisattva Mahā Sattva besitzt zehn Arten von Hingaben, die von allen Buddhas der drei Zeitalter erläutert wurden. Welche sind das? Sie sind:
Erstens die Hingabe, die alle Wesen erlöst, ohne dass es eine Vorstellung von einem Sein gibt;
Zweitens die unzerstörbare Hingabe;
Drittens die Hingabe, die mit der aller Buddhas übereinstimmt;
Viertens die Hingabe, die alles erreicht;
Fünftens die Hingabe eines unerschöpflichen Schatzes an verdienstvollen Eigenschaften;
Sechstens die Hingabe der Wurzeln der Güte, die die Gleichheit aller durchdringt;
Siebtens die Hingabe, die mit allen Wesen gleichermaßen übereinstimmt;
Achtens die Hingabe, die den Charakter wahrer Soheit besitzt;
Neuntens, die Hingabe der ungebundenen und unanhaftenden Befreiung; und
Zehntens, die Hingabe, die die Unermesslichkeit des Dharma-Bereichs durchdringt.
Söhne des Buddha, dies sind die zehn Arten der Hingabe des Bodhisattva-Mahā-Sattva, die alle Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart verkündet haben, verkünden werden und jetzt verkünden.
Söhne des Buddha, was ist dann mit der Hingabe des Bodhisattva-Mahā-Sattva gemeint, in der er alle Wesen in der Abwesenheit jeglicher Vorstellung von einem Sein erlöst? Söhne des Buddha, wenn dieser Bodhisattva-Mahā Sattva dā na pā ramitā praktiziert, śīla
pā ramitā reinigt, kṣā nti pā ramitā kultiviert, vīrya pā ramitā erweckt, dhyā na pā ramitā erreicht und in prajñā pā ramitā verweilt, große Güte, großes Mitgefühl, große Freude und große Gleichmut, während er unzählige Wurzeln der Güte wie diese kultiviert, denkt er dabei:
Mögen diese Wurzeln der Güte überall allen Wesen zum Nutzen gereichen und ihnen ermöglichen, Reinheit zu erlangen, das Höchste zu erreichen und für immer von den unermesslichen Leiden und Qualen der Höllen befreit zu sein. die hungrigen Geister, die Tiere, König Yama, und andere derartige Umstände.
Wenn der Bodhisattva-Mahā Sattva Wurzeln der Güte pflanzt, weiht er seine eigenen Wurzeln der Güte auf folgende Weise:
Möge ich allen Wesen Zuflucht bieten, damit sie allen Arten von Leid entgehen können;

=== 586 ===

Möge ich zum Beschützer aller Wesen werden, damit sie alle von allem Leid befreit werden;
Möge ich eine Zuflucht für alle Wesen werden, damit sie alle ihre Ängste hinter sich lassen können;
Möge ich ein Weg für alle Wesen werden, damit sie alles Wissen erlangen können;
Möge ich eine Quelle des Friedens für alle Wesen werden, damit sie einen Ort des vollkommenen Friedens und der Geborgenheit finden können;
Möge ich ein Licht für alle Wesen werden, damit sie das Licht der Weisheit erlangen und die Dunkelheit der Täuschung vertreiben können;
Möge ich eine Fackel für alle Wesen werden, um die Dunkelheit ihrer Unwissenheit zu vertreiben;
Möge ich eine Lampe für alle Wesen werden, damit sie im Zustand höchster Reinheit verweilen können;
Möge ich ein Führer für alle Wesen werden, um sie zum wahren Dharma zu führen; und
Möge ich ein großer Führer für alle Wesen werden, um ihnen unermessliche Weisheit zu schenken.
Söhne des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva widmet all seine Wurzeln der Güte auf diese Weise und kommt dadurch allen Wesen gleichermaßen zugute, wodurch sie letztendlich alle das Allwissen erlangen.
Söhne des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva hütet und vollzieht Weihezeremonien für diejenigen, die nicht seine Verwandten oder Freunde sind, auf dieselbe Weise, wie er es für seine Verwandten und Freunde tut.
Warum ist das so? Weil der Bodhisattva-Mahā Sattva die gleiche Natur aller Dharmas durchdrungen hat, durch die er nicht einmal einen Gedanken hegt, der irgendein Wesen als nicht verwandt oder nicht befreundet betrachtet.
Selbst wenn ein Wesen feindselige oder schädliche Absichten gegenüber dem Bodhisattva hegt, blickt der Bodhisattva ihm dennoch mit dem Auge der Güte entgegen und bleibt für immer frei von Zorn. Er dient überall den Wesen als guter spiritueller Freund, der ihnen den rechten Dharma erklärt und sie befähigt, ihn zu praktizieren.
Wie der große Ozean durch keines der vielen Gifte zerstört werden kann, so ist es auch mit dem Bodhisattva, denn selbst die vielen Arten von Qualen, die ihm von bösen Wesen zugefügt werden, wie etwa von solchen, die töricht, unweise, undankbar, voller tiefsitzenden, giftigen Hasses, arrogant und selbstherrlich, geistig verblendet und unfähig sind, den guten Dharma zu erkennen – nichts davon vermag ihn zu erschüttern.
So wie die Sonne sich nicht verbirgt, wenn sie aufgeht, und nicht ausbleibt, nur weil Blinde da sind, die sie nicht sehen können, wegen der [Fata Morgana]-Stadt der Gandharvas, wegen der Hand eines Asura, wegen der Bäume, die auf Jambudvīpa wachsen, wegen hoch aufragender Klippen oder tiefer Schluchten, oder wegen Staub, Nebel, Rauch, Wolken oder anderen Hindernissen.

=== 587 ===

Es verbirgt sich nicht einfach und bleibt deshalb unerscheinbar, noch verbirgt es sich und bleibt deshalb unerscheinbar wegen der Jahreszeiten. So ist es auch mit dem Bodhisattva Mahā Sattva.
Er besitzt großes Verdienst. Sein Geist ist tief und weit. In seiner Betrachtung mit rechter Achtsamkeit weicht er nicht zurück und duckt sich nicht. Vielmehr erzeugt sein Geist aufgrund seines Eifers, die höchsten verdienstvollen Eigenschaften und Weisheit zu erlangen, das entschlossene Bestreben, die höchsten Dharmas zu erlangen, und sein Dharma-Licht erleuchtet alles, sodass er den Sinn von allem erkennt und Weisheit und souveräne Meisterschaft in allen Toren zum Dharma besitzt. Er pflegt stets gute Dharmas zum Wohle aller Wesen und begeht niemals den Fehler, Wesen im Stich zu lassen. Er lässt sich nicht von ihrer verdorbenen und bösen Natur, ihren falschen Ansichten und ihrem hasserfüllten Geist oder der Schwierigkeit, sie zu erziehen, dazu verleiten, sie überstürzt abzulehnen
und die Hingabe aufzugeben. Vielmehr legt er einfach die Rüstung der großen Gelübde des Bodhisattva als Schmuck an und rettet und beschützt dann die Wesen, ohne jemals davon abzuweichen.
Er wendet sich nicht von den Bodhisattva-Praktiken ab und verlässt nicht den Bodhisattva-Pfad, weil die Wesen undankbar sind. Er gibt nicht seine wahrheitsgemäßen Wurzeln der Güte auf, nur weil er am selben Ort mit gewöhnlichen Menschen lebt. Und er empfindet keinen Ekel vor den Wesen, weil es ihm schwerfällt zu ertragen, dass sie immer wieder Böses tun.
Und warum ist das so? So wie die Sonne nicht nur zu einem einzigen Zweck aufgeht und in der Welt erscheint, so verhält es sich auch mit dem Bodhisattva Mahā Sattva. Denn er kultiviert die Wurzeln der Güte nicht nur für ein einzelnes Wesen und weiht sie dann dem Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi. Vielmehr kultiviert er die Wurzeln der Güte und weiht sie dem Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi, um alle Wesen überall zu retten und zu beschützen.
Ebenso verfährt er nicht allein mit dem Ziel der Reinigung, sondern mit dem eines einzigen Buddha-Kṣetra, nicht allein mit dem Glauben an einen einzigen Buddha, nicht allein mit dem Ziel, einen einzigen Buddha zu sehen, und nicht allein mit dem Ziel des vollständigen Verständnisses, sondern mit dem eines einzigen Dharma, indem er das Gelübde ablegt, große Weisheit zu erlangen und sie der Verwirklichung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu widmen.

=== 588 ===

Vielmehr dient es dazu, überall alle Buddha-Kṣetras zu reinigen, überall den Glauben an alle Buddhas zu entwickeln, überall allen Buddhas zu dienen und ihnen Opfergaben darzubringen und überall alle Dharmas des Buddha zu verstehen, weshalb er das große Gelübde ablegt, alle Wurzeln der Güte kultiviert und sie dem Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi widmet.
Als Söhne des Buddha nimmt der Bodhisattva-Mahā Sattva alle Dharmas des Buddha zum Ziel, indem er den gewaltigen und den unumkehrbaren Entschluss erweckt, über unzählige Kalpas hinweg die seltenen und schwer zu erlangenden Juwelen des Geistes zu kultivieren und anzusammeln, die denen aller Buddhas gleichkommen.
Auf diese Weise betrachtet der Bodhisattva alle Wurzeln des Guten, entwickelt den Geist des reinen Glaubens und festigt sein großes Mitgefühl, indem er echte Widmungen vollzieht, die nicht bloß Worte sind, und dies zum Wohle aller Wesen tut, mit einem überaus tiefgründigen, freudvollen, reinen, erhabenen, flexiblen, gütigen und mitfühlenden, wohlwollenden und glücklichen Geist.
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva Mahā Sattva all seine Wurzeln der Güte widmet, sinniert er auf folgende Weise:
Möge es sein, dass aufgrund meiner Wurzeln der Güte alle Wesen in allen Wiedergeburten geläutert werden, vollkommen erfüllte verdienstvolle Eigenschaften erlangen, die nicht beeinträchtigt, zerstört oder erschöpft werden können, stets verehrt werden, rechte Achtsamkeit entwickeln, die niemals vergisst, entschlossene und unerschütterliche Weisheit erlangen, unermessliche Weisheit besitzen und in ihrer Zierde mit allen verdienstvollen Eigenschaften des Körper-, Mund- und Geisteskarmas vollkommen erfüllt werden.
Er sinniert auch auf folgende Weise:
Mögen diese Wurzeln der Güte alle Wesen befähigen, allen Buddhas zu dienen und ihnen Opfergaben darzubringen, ohne dass dies jemals vergeblich geschieht. Mögen sie ihnen ermöglichen, einen reinen und unzerstörbaren Glauben an die Buddhas zu entwickeln, dem rechten Dharma zuzuhören, alle Zweifel auszumerzen, sich an den Dharma zu erinnern, ihn niemals zu vergessen und ihn gemäß seiner Lehre zu praktizieren. Mögen sie ihnen ermöglichen, Gedanken ehrfürchtigen Respekts gegenüber dem Tathagata zu hegen, sich reinen körperlichen Handlungen hinzugeben, in unzähligen tiefen Wurzeln der Güte zu verwurzeln, sich für immer von der Armut zu befreien und in den sieben Arten des Reichtums vollkommene Erfüllung zu finden.
Mögen sie ihnen ermöglichen, den Buddhas in ihrer Praxis und Übung stets zu folgen, unzählige wunderbare Wurzeln der Güte zu vervollkommnen, gleiches Erwachen und gleiches Verständnis zu erlangen, im Allwissen zu verweilen und mit ungetrübtem Blick alle Wesen mit gleicher Achtung zu betrachten.

=== 589 ===

Mögen sie ihnen ermöglichen, ihre Körper mit den vielen Zeichen zu schmücken, alle frei von Fehlern und Mängeln, die reine und wunderbare Stimme zu erlangen, in den verdienstvollen Eigenschaften vollkommen zu werden, all ihre Fähigkeiten zu schulen, die zehn Kräfte zu vervollkommnen, im Geist der Güte vollkommen zu werden und von nichts abhängig zu sein.
Und mögen sie es ermöglichen, das ganze Glück des Buddha zu erlangen, die unzähligen Stufen zu erreichen und auf der Stufe zu verweilen, auf der der Buddha weilt.
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva-Mahā Sattva sieht, wie alle Wesen schlechtes Karma anhäufen, alle Arten von schwerem Leid erleiden und aufgrund dieser Hindernisse nicht mehr in der Lage sind, den Buddha zu sehen, den Dharma zu hören und die Sangha zu erkennen, denkt er: „Ich möchte stellvertretend für alle Wesen die vielen verschiedenen Arten des Leidens in ihren elenden Schicksalen ertragen und ihnen so die Befreiung ermöglichen.“
Wenn der Bodhisattva auf diese Weise qualvolles Leid erfährt, verdoppelt er seinen energischen Fleiß und gibt es nicht auf, weicht ihm nicht aus, fürchtet sich nicht davor, lässt sich nicht von ihm einschüchtern, weicht ihm nicht aus und wird nicht müde.
Und warum ist das so? Denn gemäß seinen Gelübden strebt er entschlossen danach, die Lasten aller Wesen auf sich zu nehmen und ihnen zur Befreiung zu verhelfen.
In diesem Moment sinniert der Bodhisattva folgendermaßen:
Gemäß ihrem eigenen Karma irren alle Wesen durch die Stadien des Leidens und der Schwierigkeiten in den Bereichen von Geburt, Alter, Krankheit und Tod. Aufgrund falscher Ansichten und mangelnder Weisheit verleugnen sie alle guten Wege. Ich sollte sie erlösen und ihnen zur Befreiung verhelfen.
Darüber hinaus sind alle Wesen im Netz der Begierde verstrickt, von einer Decke der Täuschung umhüllt und von unreinen Anhaftungen befallen, die sie in allen Existenzbereichen verfolgen und niemals loslassen. Sie geraten in den Käfig des Leidens, verstricken sich in die karmischen Handlungen der Māras, verbrauchen all ihr Verdienst und ihre Weisheit, hegen ständig Zweifel und Illusionen, finden keinen Ort des Friedens und der Geborgenheit, bleiben blind für den Pfad der Befreiung, verharren im unaufhörlich sich drehenden Rad des Samsāra und ertrinken unaufhörlich im Morast des Leidens.
Nachdem der Bodhisattva dies erkannt hat und den Geist tiefen Mitgefühls und großen altruistischen Nutzens erweckt hat, wünscht er, allen Wesen die Befreiung zu ermöglichen.
Mit der Hingabe aller Wurzeln der Güte, mit der Hingabe des unerschütterlichen Entschlusses, mit den Hingaben der Bodhisattvas der drei Zeitalter
der Zeit und mit den Hingaben, von denen im Sutra der Großen Hingaben die Rede ist, wünscht er, dass alle Wesen überall Reinheit erlangen und
das Wissen um alle Erscheinungsweisen vollenden.

=== 590 ===

Er sinniert auch so:
Was immer ich auch kultiviere, möge es allen Wesen ermöglichen, Könige unübertroffener Weisheit zu werden.
Nicht für mich selbst suche ich Befreiung.
Vielmehr nur, um alle Wesen zu retten und ihnen die Entschlossenheit zu verleihen, allumfassendes Wissen zu erlangen, den Fluss des Samsara zu überqueren und von den vielfältigen Leiden befreit zu werden.
Er sinniert auch so:
Im Namen aller Wesen sollte ich überall ihre vielfältigen Leiden vollständig auf mich nehmen und ihnen so ermöglichen, den unzähligen Geburten und Toden und dem großen Abgrund vielfältigen Leidens zu entkommen.
Bis zum Ende der Kalpas der Zukunft sollte ich überall alle Leiden für alle Wesen in all ihren elenden Schicksalen in allen Welten auf mich nehmen und dabei stets fleißig die Wurzeln der Güte für die Wesen pflegen.
Warum? Ich würde lieber all diese vielen Leiden selbst auf mich nehmen, als zuzulassen, dass Wesen in die Höllen fallen. Stattdessen würde ich mich als Lösegeld in ihre gefährlichen und schwierigen Behausungen der Höllenreiche, Tierreiche, Reiche von König Yama usw. stellen und so ihre Freiheit erkaufen und die Befreiung aller Wesen aus ihren elenden Schicksalen ermöglichen. Er sinniert auch so: Möge ich alle Wesen beschützen, sie niemals verlassen und meinen Worten treu bleiben, frei von jeglicher Falschheit darin. Warum? Um alle Wesen zu retten und zu befreien, fasste ich den Entschluss, Bodhi zu erlangen.
Nicht für mich selbst strebe ich nach der unübertroffenen Erleuchtung. Auch pflege ich die Bodhi-Praktiken nicht, um die Erfahrungssphären der fünf Begierden zu erlangen oder die verschiedenen Freuden in den drei Daseinsbereichen zu erlangen.
Warum ist das so? Von allen Freuden der Welt ist keine nicht Leiden, sondern ein Bereich der vielen Māras, begehrt von törichten Menschen und von allen Buddhas verpönt. Alle verhängnisvollen Zustände des Leidens entstehen durch sie. Aller Hass, Zorn, Streit, Zank, gegenseitige Verletzungen und Beleidigungen, die für die Höllen, hungrige Geister, Tiere und Reiche von König Yama charakteristisch sind – all diese Übel werden durch die gierige Anhaftung an die fünf Begierden verursacht.
Es ist diese nachgiebige Anhaftung an die fünf Begierden, die die Wesen von den Buddhas entfernt und sie von der Wiedergeburt im Himmel abhält; wie viel mehr sind sie dadurch daran gehindert, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu erlangen.

=== 591 ===

Auf diese Weise betrachtet der Bodhisattva, wie die Gier der Weltmenschen nach einem kleinen Hauch von Begierden sie unermessliches Leid ertragen lässt. Niemals strebt er um der Freuden der fünf Begierden willen nach dem unübertroffenen Bodhi und kultiviert die Bodhisattva-Praktiken. Vielmehr ist es allein um des Glücks aller Wesen willen, dass er sich entschließt, die großen Gelübde zu kultivieren und vollständig zu erfüllen und die Fesseln zu lösen, die die Wesen an all ihr Leid binden, damit sie Befreiung erlangen können.
Söhne des Buddha, der Bodhisattva Mahā Sattva reflektiert auch so:
Ich sollte Wurzeln der Güte auf diese Weise widmen, um allen Wesen zu ermöglichen, die höchste Glückseligkeit zu erlangen, die Glückseligkeit des Nutzens, die Glückseligkeit, nicht leiden zu müssen, die Glückseligkeit der Ruhe, die Glückseligkeit der Unabhängigkeit, die Glückseligkeit der Bewegungslosigkeit, unermessliche Glückseligkeit, die Glückseligkeit, weder aufzugeben noch zurückzuweichen, unvergängliche Glückseligkeit und
die Glückseligkeit des Allwissens.
Er reflektiert auch so:
Ich sollte allen Wesen dienen, indem ich ein Lehrmeister werde, der sie unterweist, ein Minister, der ihr Heer führt, einer, der die Fackel der Weisheit hochhält, einer, der den Weg zu Frieden und Sicherheit weist, einer, der sie befähigt, gefährlichen Schwierigkeiten zu entkommen, und
einer, der ausgezeichnete und geschickte Mittel einsetzt, um ihnen zu ermöglichen, die Wahrheit zu verstehen.
Ich sollte ihnen auch als geschickter Schiffskapitän des Allwissens auf dem Ozean des Samsara dienen, der die Wesen hinüberführt und ihnen ermöglicht, das ferne Ufer zu erreichen.
Söhne des Buddha, der Bodhisattva Mahā Sattva widmet all seine Wurzeln der Güte diesen Wegen, nämlich indem er gemäß dem, was angemessen ist, alle Wesen rettet und beschützt und ihnen dadurch ermöglicht, dem Samsara zu entkommen, allen Buddhas zu dienen und ihnen Opfergaben darzubringen, die ungehinderte Weisheit des Allwissens zu erlangen, die vielen Māras aufzugeben, sich von schlechten Freunden zu distanzieren, sich allen guten Bodhisattva-Freunden zu nähern, alle Übertretungen auszulöschen, reines Karma zu vollenden und das umfassende Verhalten, die Gelübde und die unermesslichen Wurzeln der Güte des Bodhisattva vollständig zu erfüllen.
Söhne des Buddha, nachdem der Bodhisattva-Mahā Sattva all seine Wurzeln der Güte rechtmäßig dargestellt hat, reflektiert er folgendermaßen:
Es ist nicht so, dass, weil es viele Wesen auf den vier Kontinenten gibt, viele Sonnen aufgehen. Es geht nur eine einzige Sonne auf, die alle Wesen überall erleuchten kann.

=== 592 ===

Auch ist es nicht das Licht, das von ihren eigenen Körpern ausgeht, das die Wesen erkennen lässt, ob es Tag oder Nacht ist und sie dann umherreisen, Dinge beobachten und allerlei Handlungen ausführen. Vielmehr ist es allein dem Aufgang der Sonne zu verdanken, dass sie diese Bestrebungen vollbringen. Insofern ist die Sonne nur eine, nicht zwei.
So verhält es sich auch mit dem Bodhisattva-Mahā Sattva. Wenn er Wurzeln der Güte kultiviert und anhäuft und sie dann widmet, sinniert er folgendermaßen: „Diese Wesen können sich nicht selbst retten.
Wie könnten sie dann andere retten? Es gibt nur mich, diese eine Person.“ Er beschließt dann, Wurzeln der Güte allein, ohne die Hilfe von Gefährten, zu kultivieren und anzuhäufen und widmet sich dann insbesondere solchen Widmungen:
Weil er alle Wesen umfassend befreien möchte;
Weil er alle Wesen überall erleuchten möchte;
Weil er alle Wesen unterweisen und führen möchte;
Weil er alle Wesen erwecken möchte;
weil er sich um alle Wesen kümmern möchte;
weil er alle Wesen vereinen möchte;
weil er alle Wesen entwickeln möchte;
weil er alle Wesen erfreuen möchte;
weil er alle Wesen zufrieden und glücklich machen möchte; und
weil er allen Wesen ermöglichen möchte, ihre Zweifel zu überwinden.
Söhne des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva reflektiert auch so:
Ich sollte wie die Sonne sein, die überall alles erleuchtet und dabei keine Gegenleistung für ihre Güte erwartet.
Selbst wenn es Wesen gibt, die Böses getan haben, muss ich sie dennoch einschließen und meine Gelübde niemals deswegen brechen.
Ich darf niemals alle Wesen wegen des Bösen eines einzigen Wesens im Stich lassen.
Vielmehr sollte ich fleißig die Wurzeln der Güte pflegen und so überall allen Wesen ermöglichen, Glück zu erlangen.
Auch wenn diese Wurzeln der Güte nur wenige sein mögen, sollte ich bei ihrer Bildung alle Wesen überall einschließen und mit freudigem Herzen große Widmungen aussprechen.
Hätte man Wurzeln der Güte, wollte man aber nicht allen Wesen damit Gutes tun, so wäre dies keine wahre Widmung.
Nur wenn man jede einzelne seiner Wurzeln der Güte allen Wesen überall widmet, so ist dies eine wahre Widmung.
[Daher praktiziert er Widmungen wie diese:]

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Widmungen, die darauf abzielen, Wesen in der Natur der Dharmas zu etablieren, frei von jeglichen Anhaftungen;
Widmungen, in denen man erkennt, dass das Wesen der Wesen unbeweglich und unveränderlich ist;
Widmungen, in denen die Widmung nichts hat, wovon sie abhängt, und nichts, woran sie sich festklammert;
Widmungen, in denen man sich nicht an die Eigenschaften der eigenen Wurzeln der Güte klammert;
Widmungen, in denen man keine Unterscheidungen hinsichtlich der karmischen Belohnungen trifft;
Widmungen, in denen man sich nicht an die Eigenschaften der fünf Daseinsgruppen klammert;
Widmungen, in denen man die Eigenschaften der fünf Daseinsgruppen nicht beschädigt;
Widmungen, in denen man sich nicht an karmische Taten klammert;
Widmungen, in denen man keine karmischen Belohnungen anstrebt;
Widmungen, in denen man keine verunreinigende Anhaftung an Ursachen und Bedingungen hat.
Widmungen, in denen man keine Unterscheidungen trifft hinsichtlich dessen, was aus Ursachen und Bedingungen entsteht;
Widmungen, in denen man nicht an Namen und Ruhm hängt;
Widmungen, in denen man nicht an einem bestimmten Ort hängt;
Widmungen, in denen man nicht an falschen Dharmas hängt;
Widmungen, in denen man nicht an den Merkmalen der Existenz eines Wesens, den Merkmalen der Existenz der Welt oder den Merkmalen der Existenz des Geistes hängt;
Widmungen, in denen man keine verkehrten Gedanken, verkehrten Vorstellungen oder verkehrten Ansichten hervorbringt;
Widmungen, in denen man nicht am Pfad der Worte und der Rede hängt;
Widmungen, in denen man die wahre Natur aller Dharmas betrachtet;
Widmungen, in denen man die Zeichen betrachtet, die für alle Wesen gleich sind;
Widmungen, in denen man alle Wurzeln der Güte mit dem Siegel des Dharma-Reiches prägt. und
Widmungen, in denen man alle Dharmas unvoreingenommen betrachtet.
Er versteht, dass, wie alle Dharmas nicht existieren, und daß dies auch für das Pflanzen von Wurzeln der Güte gilt. Er betrachtet, dass, wie alle Dharmas nicht-dual, unentstanden und unzerstörbar sind, und daß dies auch für Widmungen gilt.

=== 594 ===

Durch die Verwendung solcher Widmungen von Wurzeln der Güte kultiviert er reine, gegenläufige Dharmas. Alle seine Wurzeln der Güte stimmen mit weltüberschreitenden Dharmas überein. Er erschafft keine dualistischen Konzepte. Nicht durch Identifikation mit karmischen Handlungen erlangt er Allwissen, noch sind seine Widmungen, die auf Allwissen gerichtet sind, unabhängig von karmischen Handlungen.
Allwissen ist nicht identisch mit karmischen Handlungen. Man erlangt Allwissen jedoch nicht unabhängig von karmischen Handlungen.
Da karmische Taten wie Licht in ihrer Reinheit sind, sind auch karmische Ergebnisse wie Licht in ihrer Reinheit.
Da karmische Ergebnisse wie Licht in ihrer Reinheit sind, ist auch die Weisheit des Allwissens wie Licht in ihrer Reinheit.
Nachdem er die Konzepte des Selbst und des Besitzes eines Selbst sowie alle durch Denken und darauf basierende Unterscheidungen hervorgerufenen Störungen aufgegeben hat, versteht er auf diese Weise vollkommen und wendet geschickte Mittel an, um all seine Wurzeln der Güte zu widmen. Wenn der Bodhisattva auf diese Weise Hingabe übt, befreit er stets und unaufhörlich Wesen, ohne jedoch in den Spuren der Dharmas zu verweilen.
Obwohl er weiß, dass alle Dharmas keine Handlungen und keine Vergeltung haben, ist er dennoch in der Lage, jede Art von karmischen Folgen hervorzurufen, ohne dabei in Widersprüche zu verfallen. Durch den Einsatz solcher zweckmäßiger Mittel kultiviert er geschickt Hingabe.
Wenn der Bodhisattva Mahā Sattva auf diese Weise Hingabe kultiviert, bleibt er frei von allen Fehlern und wird von den Buddhas gepriesen.
Söhne Buddhas, dies ist es, was die erste Art der Hingabe des Bodhisattva – Mahā Sattva – ausmacht, die Hingabe, die alle Wesen erlöst, selbst ohne jegliche Vorstellung von einem Sein.
Zu jener Zeit überblickte der Bodhisattva Vajra Banner die Versammlungen der zehn Himmelsrichtungen im gesamten Dharma-Reich, ergründete die
Bedeutung dieser tiefgründigen Aussagen und, mit einem unermesslichen Geist, der die höchsten Praktiken pflegte, dessen großes Mitgefühl
alle Wesen überall umfasste und der die Trennung der Linie aller Tatha-Gatas der drei Zeitabschnitte verhinderte, trat er in den Dharma-Schatz der verdienstvollen Eigenschaften aller Buddhas ein, erweckte den Dharma-Körper aller Buddhas und war imstande, den Geist aller Wesen zu beurteilen und die Reife der Wurzeln des Guten zu erkennen, die sie gepflanzt hatten.
Daraufhin sprach er, im Dharma-Körper wohnend und dennoch für sie reine Formkörper manifestierend, mit Hilfe der spirituellen Kräfte des Buddha, diese Verse:

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Wie die Dharma-Welt selbst ist er frei von Unterscheidungen, und beendet für immer alle sinnlosen Theorien und unreinen Anhaftungen.
Und wie Nirvana ist auch er ungehindert.
Sein Geist ist für immer so, frei von jeglichem Anhaften.
Alle Hingaben der Weisen, die bereits von allen Buddhas, den Tathagatas, offenbart wurden.
Er widmet all seine vielfältigen Wurzeln der Güte.
Daher kann er den Pfad des Bodhisattva beschreiten.
Dieser Sohn des Buddha übt sich gründlich in diesen Hingaben, und erfüllt alle unzähligen Praktiken und Gelübde.
Er vereint alles in der Dharma-Welt ohne Ausnahme, und kann daher die Kräfte des Wohlverschwundenen vollenden.
Wer das, was der Buddha als die umfassenden und besonders erhabenen Praktiken des Bodhisattva verkündet hat, vollenden möchte, sollte es sich geziemt haben, diesen Hingaben geschickt zu folgen.
Alle diese Söhne des Buddha sollen „Universell Würdige“ genannt werden.
Obwohl man die Zahl aller Wesen berechnen könnte, oder die Anzahl der Gedanken in den drei Zeiten kennen könnte, könnte doch niemand jemals die Grenzen der verdienstvollen Eigenschaften von „Universell Würdigen“ Söhnen des Buddha wie diesen ergründen.
Obwohl man ein Haar verwenden könnte, um den Raum zu messen und seine Grenzen zu bestimmen, oder die vielen Kṣetras auf Atome reduzieren und dann ihre Anzahl berechnen könnte, kann das Verhalten und die Gelübde solch großer Rishis, wie dieser Söhne des Buddha, von niemandem gemessen werden.

Ende von Kapitel 25

Literatur