Gandavyuha-Sutra Dege: Unterschied zwischen den Versionen
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 18. Ratnacūḍa === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 18. Ratnacūḍa === | ||
<div class="mw-collapsible-content">18. Ratnacūḍa | <div class="mw-collapsible-content">18. Ratnacūḍa auf Marktplatz | ||
Sudhana findet Ratnacūḍa auf dem Markt der Stadt. Ratnacūḍa führt ihn in sein zehnstöckiges Haus aus Gold. In den ersten vier Stockwerken wird er Zeuge der Großzügigkeit von Bodhisattvas, und ab dem fünften Stockwerk sieht er Bodhisattvas, die über den Dharma diskutieren. Im zehnten Stockwerk befinden sich alle Bodhisattvas in ihrem letzten Leben. Ratnacūḍa erzählt Sudhana, wie er einst einem Buddha ein Weihrauchopfer darbrachte, dessen Duft eine Woche lang die ganze Welt erfüllte. Dies führte dazu, dass er die Bodhisattva-Befreiung erlangte, die als die ungehinderte Offenbarung des Gebetsfeldes bezeichnet wird, durch die er alle Buddhas und Bodhisattvas sehen kann. Da sein Wissen jedoch auf diese Bodhisattva-Befreiung beschränkt ist, weist er Sudhana an, einen Parfümhändler namens Samantanetra in der Stadt Samantamukha aufzusuchen. | Sudhana findet Ratnacūḍa auf dem Markt der Stadt. Ratnacūḍa führt ihn in sein zehnstöckiges Haus aus Gold. In den ersten vier Stockwerken wird er Zeuge der Großzügigkeit von Bodhisattvas, und ab dem fünften Stockwerk sieht er Bodhisattvas, die über den Dharma diskutieren. Im zehnten Stockwerk befinden sich alle Bodhisattvas in ihrem letzten Leben. Ratnacūḍa erzählt Sudhana, wie er einst einem Buddha ein Weihrauchopfer darbrachte, dessen Duft eine Woche lang die ganze Welt erfüllte. Dies führte dazu, dass er die Bodhisattva-Befreiung erlangte, die als die ungehinderte Offenbarung des Gebetsfeldes bezeichnet wird, durch die er alle Buddhas und Bodhisattvas sehen kann. Da sein Wissen jedoch auf diese Bodhisattva-Befreiung beschränkt ist, weist er Sudhana an, einen Parfümhändler namens Samantanetra in der Stadt Samantamukha aufzusuchen. | ||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 19. === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 19. Samantanetra === | ||
<div class="mw-collapsible-content">19. : | <div class="mw-collapsible-content">19. Samantanetra in einem Parfümladen : | ||
- | Sudhana findet Samantanetra in einem Parfümladen mitten in der Stadt. Samantanetra beschreibt, wie er alle Krankheiten heilen, Wesen trösten und sie auf den Pfad der Erleuchtung führen kann. | ||
Er ist auch in der Lage, allen Buddha-Reichen Parfümopfer darzubringen. Sein Wissen beschränkt sich jedoch auf jenes Tor, die sogenannten Parfümformen, die alle Wesen zufriedenstellen und durch die man die Buddhas auf jede Weise sieht, ihnen Opfergaben darbringt und sie ehrt. | |||
Daher habe ich ihn angewiesen, zu König Anala in die Stadt Tāladhvaja zu gehen. | |||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 20. === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 20. Anala === | ||
<div class="mw-collapsible-content">20. : | <div class="mw-collapsible-content">20. König Anala : | ||
- | Sudhana findet König Anala auf dem Thron sitzend vor, wie er über Hunderttausende von Verbrechern richtet, während eine Horde furchterregender Henker sie auf verschiedene Weise bestraft und dabei einen See aus Blut und einen Berg aus Leichenteilen entstehen lässt. | ||
Sudhana hegt Zweifel, ob König Anala ein Bodhisattva ist, doch Götter erscheinen am Himmel und raten ihm, nicht zu zweifeln. | |||
König Anala führt Sudhana in seinen Palast und erklärt ihm, dass das Gesehene eine Illusion sei, die der König erschafft, um die Wesen dazu zu bewegen, schlechte Taten zu vermeiden. | |||
Er erklärt, sein Wissen beschränke sich auf die Bodhisattva-Befreiung, die er die Erlangung der Illusionen nennt, und weist Sudhana daher an, zu König Mahāprabha in die Stadt Suprabha zu gehen. | |||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 21. === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 21. Mahāprabha === | ||
<div class="mw-collapsible-content">21. : | <div class="mw-collapsible-content">21.Stadt Suprabha : | ||
- | Nach langer Suche findet Sudhana die Stadt Suprabha, die wie durch ein Wunder aus kostbaren Materialien besteht. Er findet König Mahāprabha auf einem Thron in der Stadt sitzend, umgeben von unzähligen Gütern, Tieren und Frauen, die als Geschenke bereitgestellt wurden. König Mahāprabha erklärt Sudhana, dass er von unzähligen Buddhas die Bodhisattva-Tradition der großen Liebe erlangt habe. Er gewährt jedem in seinem Königreich jeden Wunsch. Er erklärt, dass manche Wesen die Stadt als gewöhnlich wahrnehmen, während andere sie als aus kostbaren Materialien bestehend erkennen – dies entspreche ihrer jeweiligen Erkenntnis. Der König demonstriert, wie er in einen tiefen Zustand der Versenkung (Samādhi) eintaucht, der das ganze Land erbeben lässt. Wesen, Götter und selbst Berge und Pflanzen verneigen sich vor ihm. Auf dieselbe Weise bringt er Glück und Frieden in unzählige Welten. König Mahāprabha erklärt, sein Wissen beschränke sich auf das Banner der großen Liebe und weist ihn an, den Upāsikā Acalā in der Stadt Sthirā aufzusuchen. | ||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 22. === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 22. Acalā === | ||
<div class="mw-collapsible-content">22. : | <div class="mw-collapsible-content">22. Upāsikā Acalā in Sthirā : | ||
- | Sudhana erreicht die Stadt Sthirā und findet die Upāsikā Acalā bei ihren Eltern in einem Haus vor, das in goldenem Licht erstrahlt und Sudhana in tiefe Versenkung (Samādhi) versetzt. Sie ist von außergewöhnlicher Schönheit und strahlt vor Licht. Acalā erzählt von ihrem früheren Leben als Prinzessin zur Zeit des Buddha Pralambabāhu. Eines Nachts sah sie ihn am Himmel leuchten und folgte seitdem seinen Anweisungen über viele Kalpas hinweg. Sie demonstriert ihre wundersame Gabe, ihm eine Vision unzähliger Buddha-Welten aus Beryll zu offenbaren. Sie erklärt, dass ihre Erleuchtung auf ein bestimmtes Verhalten, Samādhi, und die schwer zu erlangende Befreiung – die Essenz der Weisheit – beschränkt ist. Sie weist Sudhana an, den Parivrājaka Sarvagamin aufzusuchen. | ||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 23. === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 23. Sarvagamin === | ||
<div class="mw-collapsible-content">23. : | <div class="mw-collapsible-content">23. Sarvagamin in Tosala : | ||
Nach einer langen Reise erreicht Sudhana die Stadt Tosala im Land Amitatosala. Nachdem er die Stadt durchsucht hat, begibt er sich zu einem leuchtenden Hügel nördlich der Stadt, genannt Sulabha. Auf dessen Gipfel findet er Sarvagamin, der von zehntausend Brahmanen verehrt wird. Sarvagamin beschreibt, wie er durch das Samādhi, das Licht der Praxis aller Tore genannt wird, Wesen in vielen Welten auf vielfältige Weise helfen kann. Er weist Sudhana an, zum Parfümhändler Utpalabhūti zu gehen. | |||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 24. === | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 24. Utpalabhūti === | ||
<div class="mw-collapsible-content">24. : | <div class="mw-collapsible-content">24. Parfümhändler Utpalabhūti, : | ||
Sudhana erreicht das Land Pṛthurāṣṭra und trifft dort den Parfümhändler Utpalabhūti, der Sudhana von seiner Meisterschaft in der Herstellung von Parfüms erzählt, die magische und spirituelle Wirkungen besitzen. | |||
Er rät Sudhana, einen Seemann namens Vaira aufzusuchen. | |||
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<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 25. | <div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed"> === 25. Vaira === | ||
<div class="mw-collapsible-content">25. | <div class="mw-collapsible-content">25. Seemann Vaira : | ||
-- | Sudhana begibt sich in die Stadt Kūṭāgāra und findet den Seemann Vaira am Stadttor am Meeresufer. Dort erzählt er hunderttausend Händlern und vielen Hunderttausend anderen Menschen Geschichten vom Meer und beschreibt die Eigenschaften Buddhas. Er berichtet Sudhana, dass er die Bodhisattva-Tradition des großen Mitgefühls praktiziert, Wesen auf vielfältige Weise hilft, die Standorte von Inseln und Schätzen kennt und die Wege der Seefahrt beherrscht. Durch seine Lehre führt er Wesen zur Erleuchtung. Sein eigener Weg beschränkt sich jedoch auf die Bodhisattva-Befreiung, die darin besteht, sich an das fruchtbare Hören und Sehen des großen Mitgefühls zu erinnern. Deshalb weist er Sudhana an, den Oberhändler Jayottama aufzusuchen. | ||
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Version vom 26. Dezember 2025, 13:44 Uhr
Das Gaṇḍavyūha bildet das fünfundvierzigste und letzte Kapitel des Buddhāvataṃsaka (Eine Vielzahl von Buddhas) Sūtra, wo es als Kapitel bezeichnet wird. Laut dem Kolophon von Degé bilden die vorhergehenden vierundvierzig Kapitel sechs Abschnitte oder Sūtras des Avataṃsaka, wobei das Gaṇḍavyūha das siebte Sūtra ist.
In seiner Untersuchung der wichtigsten Sūtras aus dem 16. Jahrhundert teilt Pekar Zangpo (pad dkar bzang po) die erste Gruppe von Kapiteln in zwei Teile, sodass das Gaṇḍavyūha der achte Abschnitt des Buddhāvataṃsaka ist. Das Gaṇḍavyūha ist einer der vier Abschnitte, die aus einem einzigen Sūtra bestehen, aber es ist mit Abstand das längste Sūtra oder Kapitel und umfasst etwa ein Drittel des Avataṃsaka Sūtra.
Im Buddhāvataṃsaka - Sūtra spricht nicht der Buddha Śākyamuni, sondern alle Lehren in den 45 Kapiteln des Avataṃsaka werden von anderen gegeben. In den ersten 44 Kapiteln oder Sūtras geschieht dies in der Gegenwart des Buddha.
Übersetzung
Mönch, Berg Sugriva(Sansk. 'schöner Nacken'; 'auf einen weiteren Höhepunkt') : Sudhana reiste nach Ramavaranta, erklomm den Berg Sugriva und sah Meghashri nach 7 Tagen auf einer anderen Bergspitze. Dieser beglückwünscht ihn, dass er als einer von wenigen zu ihm gefunden habe und erinnerte ihn daran, wie schwierig die Suche nach der Ausführung der Praxis der Bodhisattvas ist. Er sagte :
"Sohn, ich sehe alle Buddhas in allen Ländern der 10 Richtungen. Ich sehe einen Buddha, 100 Buddhas, 1000 Buddhas, 1 Million Buddhas , eine Milliarde Buddhas, eine Trillion Buddhas . Ich sehe unberechenbare , unmessbare , unzählbare, unvorstellbaren Zahlen von Buddhas. Ich sehe Buddhas mit verschiedenen Erscheinungen, ich sehe Buddhas mit verschiedenen Formen, ich sehe Buddhas mit verschiedenen Übungen der Macht, ich sehe Buddhas mit verschiedenen Zuständen der Reinheit in ihren Buddha-Ländern.
Der Bodhisattva Samantabhadra rezitiert Verse für die Bodhisattvas,
in denen er die unvorstellbare Allgegenwart der Buddhas in allen Phänomenen beschreibt. Darüber hinaus lässt der Buddha, noch immer in Samādhi, einen Lichtstrahl aus seinen Augenbrauen aufleuchten,
sodass die Bodhisattvas diese unzähligen Buddha-Reiche sehen können. In einem Zustand großer Freude manifestieren die Bodhisattvas unzählige Erscheinungen. Als Mañjuśrī dies sieht, rezitiert sie Verse, die dieses Ereignis beschreiben.
Durch den Segen des Buddha kann Śāriputra Mañjuśrī sehen, die nach Südindien aufbricht. Begleitet von seinen sechzig Schülern folgt er ihr. Er lobt Mañjuśrī vor seinem Schüler Sāgarabuddhi. Alle gehen zu Mañjuśrī und huldigen ihm, und Mañjuśrī lehrt sie zehn Motivationen. Dann begibt sich Mañjuśrī in den Vicitrasāladhvajavyūha-Wald nahe der Stadt Dhanyākara. Die Laien der Stadt hören, dass Mañjuśrī im Wald ist, und gehen zu ihm. Unter ihnen ist Sudhana, der Sohn eines angesehenen Upāsaka. Mañjuśrī beschreibt die Wunder, die bei Sudhanas Geburt geschahen, lobt Sudhana und lehrt ihn und die anderen über das Wesen der Buddhas. Mañjuśrī geht. Sudhana folgt ihm und lobt ihn in Versen und bittet um Unterweisung. Mañjuśrī weist ihn an, ein Bodhisattva-Verhalten zu entwickeln, indem er sich auf die Kalyāṇamitras stützt. Er rät ihm, zum Bhikṣu Meghaśrī zu gehen, der sich auf dem Berg Sugrīva im südlichen Land Rāmāvarānta befindet.
Sudhana erreicht Rāmāvarānta und findet den Bhikṣu Meghaśrī auf einem Plateau auf einem Berggipfel. Meghaśrī beschreibt, wie er alle Tathagatas in alle Richtungen sehen kann. Er erklärt jedoch, dass sein Wissen begrenzt sei und er die verschiedenen Fähigkeiten, die es anderen Bodhisattvas ermöglichen, alle Tathagatas zu sehen, nicht beschreiben könne. Daher weist er Sudhana an, zum Bhikṣu Sāgaramegha in Sāgaramukha zu gehen, um Unterweisung im Weg des Bodhisattva zu erhalten.
Sudhana begegnet Sāgaramegha, der ihm beschreibt, wie er sich zwölf Jahre lang auf den Ozean und seine Eigenschaften konzentrierte und dabei einen Buddha auf einem riesigen kostbaren Lotus sitzen sah, der aus dem Ozean emporstieg. Unzählige Gottheiten verschiedenster Art huldigten diesem Buddha, der ihm die Lehre der Allsehenden Augen gab. Diese Lehre war so umfassend, dass selbst ein einziges Kapitel nicht vollständig niedergeschrieben werden konnte. Sāgaramegha gab diese Lehre dann den nichtmenschlichen Wesen weiter, die aus allen Himmelsrichtungen kamen. Er erklärt jedoch, dass sein Wissen auf diese Lehre beschränkt sei und weist Sudhana an, sich in Sāgaratīra von dem Bhikṣu Supratiṣṭhita in den Weg des Bodhisattva unterweisen zu lassen.
Sudhana sucht nach Supratiṣṭhita und sieht ihn schließlich im Himmel wandeln, begleitet von einer großen Schar verschiedener Gottheiten, die ihm huldigen. Supratiṣṭhita erklärt, er habe eine Weisheit erlangt, die er den ungehinderten Gipfel nenne, sodass er vergangene Leben, alle vergangenen Buddhas, alle Sprachen kenne, wisse, wann er Wesen führen solle und so weiter, und alle Arten von Wundern vollbringen könne. Er betont jedoch, dass sein Wissen auf diese Befreiung beschränkt sei, und Sudhana weist ihn an, sich in der Stadt Vajrapura im Land Dravida von einem Draviden namens Megha auf dem Weg des Bodhisattva unterweisen zu lassen.
Sudhana findet Megha auf einem Thron in einem Hof in der Stadt Vajrapura, wo er lehrt. Megha steigt von seinem Thron herab und bringt Sudhana zahlreiche Opfergaben dar. Er preist die Bodhisattvas anhand verschiedener Gleichnisse, und Lichtstrahlen gehen von seinem Mund aus und verbreiten sich im ganzen Universum. Viele Gottheiten verschiedenster Art kommen, um zuzuhören. Dann setzt sich Megha wieder auf seinen Thron und erklärt, er habe Sarasvatīs Fähigkeit der Erinnerung erlangt, sodass er die Sprachen aller verschiedenen Gottheiten und Wesen aller Welten kenne. Er betont jedoch, dass sein Wissen auf diese Sarasvatī-Fähigkeit der Erinnerung beschränkt sei, und weist Sudhana an, sich von einem Kaufmann namens Muktaka im Land Vanavāsī unterweisen zu lassen.
Nach zwölf Jahren erreicht Sudhana Vanavāsī und findet Muktaka. Muktaka verfällt durch die Kraft der Erinnerung, genannt die Versammlung aller Buddha-Reiche, in einen meditativen Zustand. Unzählige Buddhas, ihre Taten, ihre Reiche und ihre Schüler werden in seinem Körper sichtbar. Er erwacht aus seiner Meditation und erklärt, dass er durch die Befreiung, genannt die ungehinderte Offenbarung, jeden Buddha in jedem Reich und zu jeder Zeit sehen kann, die er wünscht. Er ist sich bewusst, dass die Wahrnehmungen seines Geistes Illusionen des Geistes selbst sind und dass alles Erreichen eine Errungenschaft des Geistes ist. Er erklärt jedoch, dass sein Wissen auf diese Befreiung, die ungehinderte Offenbarung, beschränkt ist, und weist Sudhana an, von einem Bhikṣu namens Sāgaradhvaja im Land Milaspharaṇa an der Südspitze Indiens Unterweisung auf dem Weg des Bodhisattva zu erhalten.
Sudhana erreicht Milaspharaṇa und findet den Bhikṣu Sāgaradhvaja am Ende eines Meditationsweges in Meditation sitzend vor. Aus verschiedenen Teilen seines Körpers emaniert er verschiedene Wesenheiten, Bodhisattvas und Buddhas, und diese Emanationen breiten sich in allen Buddha-Bereichen aus und vollbringen vielfältige Wirkungen. Sechs Monate und sechs Tage lang sitzt Sudhana vor ihm, bis Sāgaradhvaja aus seinem Samādhi erwacht. Ich habe Sudhana die Natur des Samādhi beschrieben, den er erreicht hat, doch er erklärt, sein Wissen sei darauf beschränkt, und weist ihn an, sich an die Upāsikā Āśā in einem Park außerhalb der Stadt Mahāprabhasa zu wenden, um dort Unterweisung zu erhalten.
Sudhana erreicht den Samantavyūha-Park, der von wundersamer Schönheit ist und aus kostbaren Materialien besteht. Die Upāsikā Āśā sitzt auf einem Thron in einem prächtigen Palast, wo unzählige Wesen verschiedenster Art ihr huldigen. Sie teilt Sudhana mit, dass sie die Bodhisattva-Befreiung erlangt hat, die als Banner der Glückseligkeit ohne Leid bezeichnet wird, und erzählt von ihrer Vergangenheit als Schülerin unzähliger Buddhas. Sie betont, wie sehr sich Bodhisattvas dem Wohl aller Wesen widmen. Da ihr Wissen jedoch auf ihre eigene Bodhisattva-Befreiung beschränkt ist, weist sie ihn an, zu ṛṣi Bhīṣmottaranirghoṣa im Land Nālayu zu gehen.
Sudhana erreicht Nālayu und findet den ṛṣi Bhīṣmottaranirghoṣa zusammen mit zehntausend jungen Brahmanenschülern in einem Ashram inmitten eines wunderschönen Waldes. Bhīṣmottaranirghoṣa erzählt seinen Schülern von Sudhanas Größe, und sie bringen ihm Opfergaben dar. Bhīṣmottaranirghoṣa sagt zu Sudhana, dass er die Bodhisattva-Befreiung erlangt hat, die als Banner der Unbesiegbarkeit gegenüber anderen bezeichnet wird. Er legt seine Hand auf Sudhanas Kopf, und Sudhana sieht unzählige Buddha-Welten und hört die Lehren dieser Buddhas über unzählige Kalpas hinweg. Als Bhīṣmottaranirghoṣa seine Hand wegnimmt, ist Sudhana zur selben Zeit wieder im Wald. Bhīṣmottaranirghoṣa sagt, sein Wissen beschränke sich auf diese Bodhisattva-Befreiung und weist ihn an, zu dem Brahmanen Jayoṣmāyatana im Land Īṣāṇa zu gehen.
Sudhana findet den Brahmanen Jayoṣmāyatana bei der asketischen Übung, unter einer Klippe zu sitzen, umgeben von vier Feuern und der Mittagssonne. Er sagt Sudhana, dass er, wenn er auf den Gipfel des Abgrunds über ihm klettert und in ein Feuer springt, reines Verhalten erlangen wird.
Als Sudhana dies hört, zweifelt er an Jayoṣmāyatana, doch erscheinen Gottheiten am Himmel und beschreiben, wie Jayoṣmāyatanas Askese ihnen auf dem Weg zur Buddhaschaft geholfen hat.
Sudhana befolgt daraufhin die Anweisungen des Brahmanen, springt in das Feuer, bleibt unverletzt und erlangt Samādhi.
Jayoṣmāyatana erklärt daraufhin Sudhana, dass sein eigenes Wissen auf diese Bodhisattva-Befreiung beschränkt sei, die als das unaufhörliche Reich bezeichnet werde, und dass er deshalb zu Prinzessin Maitrayaṇī in die Stadt Siṃhavijṛmbhita gehen solle.
Sudhana findet Prinzessin Maitrayaṇī mit einem Gefolge von fünfhundert Jungfrauen in einem wundersamen Palast.
Sie weist Sudhana an, sich im Palast umzusehen, und er sieht unzählige Buddhas in jedem Gegenstand.
Sie sagt Sudhana, dass sie das Tor zur Vollkommenheit der Weisheit, genannt die vollständige Entfaltung des Gedächtnisses, erreicht hat, aber da sein Wissen darauf beschränkt ist, solle er den Mönch Sudarśana im Land Trinayana aufsuchen.
Nach langer Suche findet Sudhana den Mönch Sudarśana, der in Begleitung von Devas in einem Wald Gehmeditation praktiziert.
Er erzählt Sudhana, dass er in seinem Leben über lange Zeiträume hinweg Schüler unzähliger Buddhas gewesen sei und während seiner Gehmeditation unzählige Buddhas wahrnehme.
Sein Wissen beschränkt sich jedoch auf diese Bodhisattva-Befreiung, die als die nie erlöschende Lampe der Weisheit bezeichnet wird. Daher weist er Sudhana an, zu einem Jungen namens Indriyeśvara in die Stadt Sumukha zu gehen.
Sudhana findet Indriyeśvara, der mit zehntausend anderen Kindern im Sand spielt.
Indriyeśvara erzählt Sudhana, dass er ein Schüler von Mañjuśrī gewesen sei und er alle Wissensgebiete gemeistert habe. Insbesondere habe er ihm ausführlich das Zählsystem erklärt, das Bodhisattvas verwenden.
Sein Wissen beschränke sich jedoch auf jenes Tor namens Weisheit, das die Hellsichtigkeit in allen Künsten besitze.
Deshalb weist er Sudhana an, zur Upāsikā Prabhūtā in der Stadt Samudrapratiṣṭhāna zu gehen.
Sudhana findet das junge Mädchen Prabhūtā in einem prächtigen Haus. Sie trägt ein einfaches weißes Gewand und keinen Schmuck. Vor ihr steht lediglich ein kleiner Topf, und es gibt keine weiteren Vorräte. Zehntausend schöne Jungfrauen dienen ihr.
Prabhūtā erzählt Sudhana, dass sie die Bodhisattva-Befreiung erlangt hat, die als unaufhörliche Offenbarung des Verdienstschatzes bezeichnet wird. Dadurch kann sie unzähligen Wesen in alle Himmelsrichtungen aus ihrem kleinen Topf geben, was immer sie sich wünschen.
Mit dem Essen aus ihrem Topf hilft sie Śrāvakas, Pratyeka-Buddhas und Bodhisattvas in unzähligen Welten, ihre Erleuchtung zu erlangen.
Sudhana sieht unzählige Wesen zu ihrem Haus kommen und sich aus dem Topf bedienen. Prabhūtā sagt daraufhin, dass, da ihr Wissen auf diese Bodhisattva-Befreiung beschränkt sei, er zu dem Hausvater Vidvān in der Stadt Mahāsaṃbhava gehen solle.
Sudhana findet Vidvān auf einem Thron auf einem Podest an der Wegkreuzung im Zentrum der Stadt. Vidvān erklärt Sudhana, dass er die Bodhisattva-Befreiung erlangt hat, die als Verdienst aus dem Schatz des Geistes bezeichnet wird. Daher kann er Wesen jeden Wunsch erfüllen und hat sein Gefolge von zehntausend Musikern auf den Pfad der Erleuchtung geführt. Sudhana sieht unzählige Wesen eintreffen. Als Vidvān zum Himmel aufblickt, fällt alles, was die Wesen sich wünschen, in seine Hände, und er gibt es ihnen. Vidvān erklärt jedoch, sein Wissen beschränke sich auf diese Bodhisattva-Befreiung und weist Sudhana an, den führenden Kaufmann und Dharma-Förderer Ratnacūḍa in der Stadt Siṃhapota aufzusuchen.
Sudhana findet Ratnacūḍa auf dem Markt der Stadt. Ratnacūḍa führt ihn in sein zehnstöckiges Haus aus Gold. In den ersten vier Stockwerken wird er Zeuge der Großzügigkeit von Bodhisattvas, und ab dem fünften Stockwerk sieht er Bodhisattvas, die über den Dharma diskutieren. Im zehnten Stockwerk befinden sich alle Bodhisattvas in ihrem letzten Leben. Ratnacūḍa erzählt Sudhana, wie er einst einem Buddha ein Weihrauchopfer darbrachte, dessen Duft eine Woche lang die ganze Welt erfüllte. Dies führte dazu, dass er die Bodhisattva-Befreiung erlangte, die als die ungehinderte Offenbarung des Gebetsfeldes bezeichnet wird, durch die er alle Buddhas und Bodhisattvas sehen kann. Da sein Wissen jedoch auf diese Bodhisattva-Befreiung beschränkt ist, weist er Sudhana an, einen Parfümhändler namens Samantanetra in der Stadt Samantamukha aufzusuchen.
Sudhana findet Samantanetra in einem Parfümladen mitten in der Stadt. Samantanetra beschreibt, wie er alle Krankheiten heilen, Wesen trösten und sie auf den Pfad der Erleuchtung führen kann.
Er ist auch in der Lage, allen Buddha-Reichen Parfümopfer darzubringen. Sein Wissen beschränkt sich jedoch auf jenes Tor, die sogenannten Parfümformen, die alle Wesen zufriedenstellen und durch die man die Buddhas auf jede Weise sieht, ihnen Opfergaben darbringt und sie ehrt.
Daher habe ich ihn angewiesen, zu König Anala in die Stadt Tāladhvaja zu gehen.
Sudhana findet König Anala auf dem Thron sitzend vor, wie er über Hunderttausende von Verbrechern richtet, während eine Horde furchterregender Henker sie auf verschiedene Weise bestraft und dabei einen See aus Blut und einen Berg aus Leichenteilen entstehen lässt.
Sudhana hegt Zweifel, ob König Anala ein Bodhisattva ist, doch Götter erscheinen am Himmel und raten ihm, nicht zu zweifeln.
König Anala führt Sudhana in seinen Palast und erklärt ihm, dass das Gesehene eine Illusion sei, die der König erschafft, um die Wesen dazu zu bewegen, schlechte Taten zu vermeiden.
Er erklärt, sein Wissen beschränke sich auf die Bodhisattva-Befreiung, die er die Erlangung der Illusionen nennt, und weist Sudhana daher an, zu König Mahāprabha in die Stadt Suprabha zu gehen.
Nach langer Suche findet Sudhana die Stadt Suprabha, die wie durch ein Wunder aus kostbaren Materialien besteht. Er findet König Mahāprabha auf einem Thron in der Stadt sitzend, umgeben von unzähligen Gütern, Tieren und Frauen, die als Geschenke bereitgestellt wurden. König Mahāprabha erklärt Sudhana, dass er von unzähligen Buddhas die Bodhisattva-Tradition der großen Liebe erlangt habe. Er gewährt jedem in seinem Königreich jeden Wunsch. Er erklärt, dass manche Wesen die Stadt als gewöhnlich wahrnehmen, während andere sie als aus kostbaren Materialien bestehend erkennen – dies entspreche ihrer jeweiligen Erkenntnis. Der König demonstriert, wie er in einen tiefen Zustand der Versenkung (Samādhi) eintaucht, der das ganze Land erbeben lässt. Wesen, Götter und selbst Berge und Pflanzen verneigen sich vor ihm. Auf dieselbe Weise bringt er Glück und Frieden in unzählige Welten. König Mahāprabha erklärt, sein Wissen beschränke sich auf das Banner der großen Liebe und weist ihn an, den Upāsikā Acalā in der Stadt Sthirā aufzusuchen.
Sudhana erreicht die Stadt Sthirā und findet die Upāsikā Acalā bei ihren Eltern in einem Haus vor, das in goldenem Licht erstrahlt und Sudhana in tiefe Versenkung (Samādhi) versetzt. Sie ist von außergewöhnlicher Schönheit und strahlt vor Licht. Acalā erzählt von ihrem früheren Leben als Prinzessin zur Zeit des Buddha Pralambabāhu. Eines Nachts sah sie ihn am Himmel leuchten und folgte seitdem seinen Anweisungen über viele Kalpas hinweg. Sie demonstriert ihre wundersame Gabe, ihm eine Vision unzähliger Buddha-Welten aus Beryll zu offenbaren. Sie erklärt, dass ihre Erleuchtung auf ein bestimmtes Verhalten, Samādhi, und die schwer zu erlangende Befreiung – die Essenz der Weisheit – beschränkt ist. Sie weist Sudhana an, den Parivrājaka Sarvagamin aufzusuchen.
Nach einer langen Reise erreicht Sudhana die Stadt Tosala im Land Amitatosala. Nachdem er die Stadt durchsucht hat, begibt er sich zu einem leuchtenden Hügel nördlich der Stadt, genannt Sulabha. Auf dessen Gipfel findet er Sarvagamin, der von zehntausend Brahmanen verehrt wird. Sarvagamin beschreibt, wie er durch das Samādhi, das Licht der Praxis aller Tore genannt wird, Wesen in vielen Welten auf vielfältige Weise helfen kann. Er weist Sudhana an, zum Parfümhändler Utpalabhūti zu gehen.
Sudhana erreicht das Land Pṛthurāṣṭra und trifft dort den Parfümhändler Utpalabhūti, der Sudhana von seiner Meisterschaft in der Herstellung von Parfüms erzählt, die magische und spirituelle Wirkungen besitzen.
Er rät Sudhana, einen Seemann namens Vaira aufzusuchen.
Sudhana begibt sich in die Stadt Kūṭāgāra und findet den Seemann Vaira am Stadttor am Meeresufer. Dort erzählt er hunderttausend Händlern und vielen Hunderttausend anderen Menschen Geschichten vom Meer und beschreibt die Eigenschaften Buddhas. Er berichtet Sudhana, dass er die Bodhisattva-Tradition des großen Mitgefühls praktiziert, Wesen auf vielfältige Weise hilft, die Standorte von Inseln und Schätzen kennt und die Wege der Seefahrt beherrscht. Durch seine Lehre führt er Wesen zur Erleuchtung. Sein eigener Weg beschränkt sich jedoch auf die Bodhisattva-Befreiung, die darin besteht, sich an das fruchtbare Hören und Sehen des großen Mitgefühls zu erinnern. Deshalb weist er Sudhana an, den Oberhändler Jayottama aufzusuchen.
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