Huayan zong: Unterschied zwischen den Versionen

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* Thomas Cleary, Entry Into the Inconceivable: An Introduction to Hua-Yen Buddhism, University of Hawaii Press, Reprint edition 1995. ISBN 0824816978
* Thomas Cleary, Entry Into the Inconceivable: An Introduction to Hua-Yen Buddhism, University of Hawaii Press, Reprint edition 1995. ISBN 0824816978
* [//hdl.handle.net/11375/6929 A Study of Chinese Hua - Yen Buddhism] - With Special Reference to the Dharmadhãtu (Fa-Chieh) Doctrine; Authors: Oh, Nam Kang
* [//hdl.handle.net/11375/6929 A Study of Chinese Hua - Yen Buddhism] - With Special Reference to the Dharmadhãtu (Fa-Chieh) Doctrine; Authors: Oh, Nam Kang
* huayen-sydney : [https://huayen.sydney/wp-content/uploads/2023/08/UE-II-2020-Latest-Edition.pdf Universal Enlightenment]
* [https://philpapers.org/rec/OHTTI The Taoist Influence on Hua-yen Buddhism]: A Case of the Sinicization of Buddhism in China
* [https://philpapers.org/rec/OHTTI The Taoist Influence on Hua-yen Buddhism]: A Case of the Sinicization of Buddhism in China
* Hamar, Imre : [http://imrehamar.elte.hu/downloads/ReflectingMirrors_00_001-011_Introduction.pdf Huayan - Reflecting mirros]: [https://www.harrassowitz-verlag.de/dzo/artikel/201/4_201.pdf?t=1195205770 Perspectives on Huayan Buddhism] (ASIATISCHE FORSCHUNGEN), 2007, (S. 189)
* Hamar, Imre : [http://imrehamar.elte.hu/downloads/ReflectingMirrors_00_001-011_Introduction.pdf Huayan - Reflecting mirros]: [https://www.harrassowitz-verlag.de/dzo/artikel/201/4_201.pdf?t=1195205770 Perspectives on Huayan Buddhism] (ASIATISCHE FORSCHUNGEN), 2007, (S. 189)

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 12:36 Uhr

Die 3 Ehrenwerten

Die Huayan zong (chin. 華嚴宗 Huāyán zōng; W.-G. Hua-yen tsung; Sans.: Avatamsaka), auch als Hua Yen - Schule oder Blumengirlande-Schule bekannt, war eine im 7. Jahrhundert gegründete Schule des chinesischen Buddhismus.

Patriarchen

Die Schule hatte die 5 Patriarchen Tu-shun (Dushun, 557-640), Chih-yen (Zhiyan, 602-668), Fa-tsang (Fazang, 643-712), Chengguan (Ch’eng-kuan, 738-839) und Tsung-mi (Zongmi, 780-841).
Dem ersten Patriarchen Tu-shun bzw. Fa-shun (557–640) wird die Metapher von Indra’s Juwelen-Netz zugeschrieben.
Der bedeutenste Patriarch war Fazang(643-712) [1], der die Natur der Mehrdeutigkeit durch das Attribut der kompletten Aufnahme von Hauptdharmas und sekundären Dharmas zu klären versuchte.

Die Schule ging aber im Kaiserreich des 10. Jahrhunderts unter und gelangte unter der Bezeichnung Hwaeom jong nach Korea und dann weiter nach Japan, wo sie die Bezeichnung Kegon-shū annahm, aber heute keine Bedeutung mehr hat. Der letzte Tempel ist der große Tōdai-ji.

Zweige

Kojima Taizan, ein japanischer Gelehrter des Huayanzong-Buddhismus, vermutete zwei Zentren oder Zweige des Huayanzong-Buddhismus in China: die Wutaishan-Enzyklopädie und die Zhongnanshan-Region.

Spuren des Huayanzong-Buddhismus finden sich auch in Dunhuang. Einige der Höhlenmalereien zeigen Themen der Huayan-Kultur mit Vairocana, und die Höhlenbibliothek enthält Übersetzungen des Avataṃsaka-Sūtra und Kommentare von Huayan-Patriarchen dazu sowie Abhandlungen zur Huayan-Philosophie. Die Dunhuang-Höhlenbibliothek bewahrte auch chinesische Kommentare zum Huayan Jing, die nicht in die chinesische buddhistische Tradition überliefert wurden. Die Manuskripte des Huayan Jing enthalten in Kolophonen einiger Manuskripte sogar die Namen der Stifter.

Lehre

Huayanzong ist ein Beispiel für einen voll entwickelten chinesischen Buddhismus, dem die Überlieferung des grundlegenden Textes des Huayanzong, und dessen sorgfältige Interpretation durch chinesische Mönche vorausgingen.

Die Grundlage des Huayan zong bildete das Avatamsaka Sutra oder Buddhavatamsaka-Sutra (Mahāvaipulya Buddhāvataṃsaka-sūtra, Dafang-guang fo huayan jing; kurz Huayan jing) und dessen Interpretation (Huayan lun), das Yuanjue jing sowie die Philosophie der Madhyamika und des Vijnanavada.

Die Huayanzong-Philosophie enthält etwa die vier Dharma-Dhātus und die bedingte Entstehung der Dharma-Dhātus, die zehn mystischen Tore, die sechs Schriftzeichen, die Klassifizierung der Lehren usw.

Dharmadhatu

Das Huayan lehrt die 4 Dharmadhatu (fa-chieh; fajie yuanqi shuo; dharmadhātu-pratītyasamutpāda : universelles abhängiges Mitentstehen)[2], die vier Möglichkeiten, die Wirklichkeit zu sehen:

  • Alle Dharmas sind als besondere getrennte Ereignisse gesehen
  • Alle Ereignisse sind ein Ausdruck des absoluten Geistes
  • Ereignisse und Wesen(Essenz) durchdringen sich gegenseitig
  • Alle Ereignisse durchdringen sich

Die zentrale These war, daß alles mit allem im Universum in Verbindung stehe, daß das Universum ein großes Netzwerk kausaler Interdependenzen sei, was Fazanng als das Netz Indras bezeichnete, an dessen Knotenpunkten sich jeweils eine Perle befindet, die die anderen Perlen reflektiert. Desweiteren wurde zwischen einem allgemeinen Prinzip (li) und der konkreten Erscheinungsform (shi) unterschieden, die zueinander in einem Verhältnis wechselsetiger Durchdringung und Identität stehen.

Dharmadhatu ist der gereinigte höchste Geist, frei von Schleiern der Maya. Es ist die Essenz-Qualität oder Natur des Geistes, der Urgrund des Bewusstseins der Trikaya.

Wenn die Buddha-Natur verwirklicht worden ist, wird Dharmadhatu auch als dharmakaya, der Körper der Dharma-Wahrheit bezeichnet.

Es ist eine der fünf Weisheiten, und es ist auch mit Buddha Vairocana verbunden:

  • obige Dharmadhatu Weisheit
  • spiegelgleiche Weisheit
  • Gleichheitsweisheit
  • unterscheidende Weisheit
  • allerfüllende Weisheit

Literatur

Referenzen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Fazang
  2. tibetanbuddhistencyclopedia.com/en/index.php?title=Dharmadh%C4%81tu

Siehe auch

Weblinks