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== Literatur ==
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* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2012_excerpt.pdf  Eoremost worthy]
* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2012_excerpt.pdf  Eoremost worthy]
* Cttbusa [https://www.cttbusa.org/avatamsaka/avatamsaka11.asp.html Pure conduct]


[[Kategorie:Mahayana]]
[[Kategorie:Mahayana]]

Version vom 13. Januar 2026, 10:40 Uhr

"Verhaltensregeln" ist das Kapitel 11 des Avatamsaka Sutra.

Übersetzung

Zu der zeit, als Mañjuśrī Bodhisattva seine Ausführungen über die großen Verdienste reinen, ungetrübten und klaren Verhaltens beendet hatte, wollte er, um die Verdienste des Entschlusses, Bodhi zu erlangen, zu enthüllen, einen Vers an den Ersten Würdigen Bodhisattva richten: Zum Wohle der Bodhisattvas habe ich nun bereits über Buddhas frühere Übung reinen Verhaltens gesprochen. Inmitten dieser Versammlung möge der Würdige nun auch die höchsten Verdienste der Übung erläutern. Der Erste Würdige Bodhisattva antwortete daraufhin in Versen: Das ist wahrlich gut. Mögen die Würdigen aufmerksam zuhören. Diese Verdienste sind unermesslich. Meinen Kräften entsprechend werde ich nun nur einen kleinen Teil beschreiben, vergleichbar mit einem einzigen Tropfen Wasser aus einem Ozean. Wenn ein Bodhisattva zum ersten Mal den Entschluss fasst, das Bodhi eines Buddhas zu suchen und zu verwirklichen, sind die verdienstvollen Eigenschaften, die er erlangt, grenzenlos, unermesslich und unvergleichlich. Wie viel mehr gilt dies, wenn er über unzählige und grenzenlose Kalpas hinweg die Qualitäten der Grundlagen und die Vollkommenheiten vollständig entwickelt. Selbst wenn alle Tatha Gatas der zehn Richtungen dies gemeinsam preisen würden, könnten sie niemals sein Ende erreichen. Ich werde nun nur einen kleinen Teil dieser unermesslich großen verdienstvollen Eigenschaften beschreiben, die nur mit den Spuren eines Vogels am Himmel oder einem einzigen Staubkorn im Vergleich zur Erde vergleichbar sind. Wenn der Bodhisattva den Willen erweckt, nach Bodhi zu streben, geschieht dies nicht ohne Ursachen und Bedingungen.

Durch die Entwicklung reinen Glaubens an Buddha, Dharma und Sangha – darauf beruht sein unerschütterlicher Entschluss. Er strebt nicht nach den fünf Begierden, nach der Stellung eines Königs, nach Reichtum, persönlichem Vergnügen oder großem Ruhm. Diesen Entschluss fasst er einzig und allein, um das Leiden aller Wesen für immer zu beenden und allen auf der Welt zu helfen.

332

Er strebt stets danach, allen Wesen Gutes zu tun und sie glücklich zu machen, das Land zu verschönern, den Buddhas Opfergaben darzubringen,
den rechten Dharma anzunehmen und zu bewahren und Weisheit zu erlangen.
Um Bodhi zu verwirklichen, fasst er diesen Entschluss.
Mit tiefen Absichten, unerschütterlichem Glauben und beständiger Reinheit ehrt und achtet er ehrfürchtig alle Buddhas sowie den Dharma und den Sangha.
Mit größter Aufrichtigkeit bringt er Opfergaben dar und fasst diesen Entschluss.
Er hat tiefen Glauben an den Buddha und den Dharma des Buddha, glaubt auch an den Pfad der Söhne des Buddha, und er glaubt auch an den unübertroffenen großen Bodhi.
Deshalb fasst der Bodhisattva diesen ersten Entschluss.
Glaube ist die Quelle des Pfades und die Mutter aller verdienstvollen Eigenschaften.
Es bewirkt das Wachstum und die Stärkung aller guten Lehren, zerreißt das Netz der Zweifel, ermöglicht die Flucht aus dem Strom der Begierden und offenbart den unübertroffenen Pfad zum Nirvana.
Wenn der Glaube frei von Verunreinigungen und Trübungen ist, wird der Geist rein.
Er löscht die Arroganz aus und bildet die Wurzel der Ehrfurcht.
Er ist auch der größte Reichtum im Schatz des Dharma und die reinen Hände, mit denen man die vielen Übungen vollzieht.
Durch den Glauben gibt man gütig und frei von Geiz.
Durch den Glauben kann man freudig in den Dharma Buddhas eintreten.
Durch den Glauben kann man Weisheit und verdienstvolle Eigenschaften mehren.
Durch den Glauben kann man gewiss den Grund des Tathagata erreichen.
Der Glaube lässt die Fähigkeiten rein, klar und scharf werden.
Die feste Kraft des Glaubens ist unzerstörbar.
Glaube ermöglicht es, die Wurzeln des Leidens für immer zu zerstören.
Glaube ermöglicht es, insbesondere in Richtung der Buddha-Qualitäten voranzuschreiten.
Durch Glauben bleibt man frei von der Anhaftung an die Sinneswelten, lässt die Schwierigkeiten weit hinter sich und wird von ihnen befreit.
Glaube ermöglicht es, die Pfade der vielen Māras zu überwinden und offenbart den Weg zur unübertroffenen Befreiung.
Glaube ist der unzerstörbare Same verdienstvoller Eigenschaften.
Glaube ermöglicht das Wachstum des Bodhi-Baumes. Glaube ermöglicht das Wachstum höchster Weisheit. Glaube vermag alle Buddhas zu offenbaren.
Daher ist, um von der Reihenfolge der Übungen zu sprechen, treues Streben das höchste und äußerst seltene.
Es ist vergleichbar damit, in allen Welten einen wunderbaren, wunscherfüllenden Edelstein zu besitzen.

333

Wer im Dienst an den Buddhas stets Glauben hat, ist imstande, die Gebote zu befolgen und die Grundlagen der Übung zu entwickeln.
Wer die Gebote stets befolgt und die Grundlagen der Übung entwickelt, ist imstande, alle verdienstvollen Eigenschaften vollständig zu erlangen.
Die Gebote vermögen die Wurzeln des Bodhi zu entwickeln. Die Übung ist die Grundlage für die fleißige Entwicklung verdienstvoller Eigenschaften.
Wer stets sowohl die Gebote als auch die Übung befolgt, wird von allen Tatha Gatas gepriesen.
Wer im Dienst an den Buddhas stets Glauben hat, ist imstande, große Opfergaben zu sammeln.
Wer große Opfergaben sammeln kann, wird der Glaube eines solchen Menschen an den Buddha unvorstellbar groß.
Wer im Dienst am ehrwürdigen Dharma stets Glauben hat, wird im Hören auf den Dharma des Buddha unersättlich.
Wer unersättlich dem Dharma Buddhas lauscht, wird sein Glaube an den Dharma unvorstellbar groß.
Wer stets an die reine Sangha glaubt, erlangt unumkehrbaren Glauben.
Wer unumkehrbaren Glauben erlangt, wird seine Glaubenskraft unerschütterlich.
Wer unerschütterliche Glaubenskraft erlangt, erlangt Reinheit, Strahlkraft und Schärfe aller Sinne.
Wer Reinheit, Strahlkraft und Schärfe aller Sinne erlangt, ist in der Lage, schlechte spirituelle Führer zu meiden.
Wer schlechte spirituelle Führer meiden kann, kann sich guten spirituellen Führern annähern.
Wer sich guten spirituellen Führern annähern kann, kann große Güte entwickeln und anhäufen.
Wer große Güte entwickeln und anhäufen kann, wird fähig, große Wirkungsmacht zu vollenden.
Wer fähig ist, große Wirkungsmacht zu vollenden, erlangt ein besonders hohes und entscheidendes Verständnis.
Wer ein besonders hohes und entscheidendes Verständnis erlangt, wird von den Buddhas beschützt und in Erinnerung behalten.
Wer von den Buddhas beschützt und in Erinnerung behalten wird, wird fähig, den Entschluss zu fassen, Bodhi zu erlangen.
Wer fähig ist, den Entschluss zu fassen, Bodhi zu erlangen, wird fähig, die Eigenschaften des Buddha fleißig zu entwickeln.
Wer fähig ist, die Eigenschaften des Buddha fleißig zu entwickeln, wird es ihm gelingen, in den Clan der Tatha Gatas wiedergeboren zu werden.

334

Wenn es einem gelingt, in den Clan der Tatha Gatas hineingeboren zu werden, dann kultiviert man geschickte und wirksame Mittel.
Wenn man geschickte und wirksame Mittel kultiviert, dann erlangt man reines, aufrichtiges Streben.
Wenn man reines, aufrichtiges Streben erlangt, dann ist man imstande, einen immer höheren Entschluss zu entwickeln.
Wenn man imstande ist, einen immer höheren Entschluss zu entwickeln, dann kultiviert man unaufhörlich die PāRamitās.
Wenn man unaufhörlich die Pā Ramitās kultiviert, dann ist man imstande, die Mahā Yana-Praxis vollständig zu erfüllen.
Wenn man imstande ist, die Mahā Yana-Praxis vollständig zu erfüllen, dann ist man imstande, dem Buddha gemäß dem Dharma Opfergaben darzubringen.
Wer dem Buddha gemäß dem Dharma Opfergaben darbringen kann, kann sich mit unerschütterlichem Geist dem Buddha widmen.
Wer sich mit unerschütterlichem Geist dem Buddha widmen kann, wird stets unzählige Buddhas sehen.
Wer stets unzählige Buddhas sieht, wird erkennen, dass das Wesen des Tathagata ewig währt.
Wer erkennt, dass das Wesen des Tathagata ewig währt, wird erkennen, dass der Dharma niemals zerstört wird.
Wer erkennt, dass der Dharma niemals zerstört wird, erlangt ungehinderte Beredsamkeit.
Wer ungehinderte Beredsamkeit erlangt, wird unendlich viele Dharmas darlegen können.
Wer unendlich viele Dharmas erläutern kann, kann Wesen mit Güte und Mitgefühl befreien.
Wer Wesen mit Güte und Mitgefühl befreien kann, erlangt einen festen Geist voller Mitgefühl.
Wer einen festen Geist voller Mitgefühl erlangt, kann den tiefgründigsten Dharma lieben.
Wer den tiefgründigsten Dharma lieben kann, kann die Fehler des bedingten Daseins ablegen.
Wer die Fehler des bedingten Daseins ablegen kann, lässt Hochmut und Gleichgültigkeit hinter sich.
Wer Hochmut und Gleichgültigkeit hinter sich lässt, kann auch allen anderen Gutes tun.
Wer auch allen anderen Gutes tun kann, verweilt im Samsara, ohne dessen müde zu werden.
Wer in saṃsāra verweilt, ohne dessen überdrüssig zu werden, dann ist er imstande, ein unbesiegbar tapferer Krieger zu werden.

335

Wer unbesiegbar tapfer und standhaft wird, erlangt dadurch tiefgreifendes spirituelles Wissen.
Wer tiefgreifendes spirituelles Wissen erlangt, erkennt das Wirken aller Wesen.
Wer das Wirken aller Wesen kennt, kann die vollständige Entwicklung aller Wesen ermöglichen.
Wer die vollständige Entwicklung aller Wesen ermöglichen kann, erlangt die Weisheit, Wesen geschickt anzuziehen.
Wer die Weisheit erlangt, Wesen geschickt anzuziehen, vervollkommnet die vier Mittel der Anziehung.
Wer die vier Mittel der Anziehung vervollkommnet, kann Wesen unermesslichen Nutzen bringen.
Wer Wesen unermesslichen Nutzen bringen kann, vervollkommnet die höchste Weisheit.
Wer die höchste Weisheit beherrscht, verweilt auf dem mutigen und unübertroffenen Pfad.
Wer auf dem mutigen und unübertroffenen Pfad verweilt, dann vermag er die Macht aller Māras zu brechen.
Wer die Macht aller Māras brechen kann, dann vermag er die Bereiche der vier Māras zu überwinden.
Wer die Bereiche der vier Māras überwindet, dann erreicht er den Zustand der Unumkehrbarkeit.
Wer den Zustand der Unumkehrbarkeit erreicht, dann erlangt er die tiefe Geduld der unerfüllten Dharmas.
Wer die tiefe Geduld der unerfüllten Dharmas erlangt, dann empfängt er die von allen Buddhas übermittelte Weissagung.
Wer die von allen Buddhas übermittelte Weissagung empfängt, dann erscheinen ihm alle Buddhas unmittelbar.
Wenn alle Buddhas unmittelbar vor einem erscheinen, dann versteht man die tief verborgenen Anwendungsmöglichkeiten der spirituellen Kräfte vollständig.
Wenn man die tief verborgenen Anwendungsmöglichkeiten der spirituellen Kräfte vollständig versteht, dann wird man von allen Buddhas in Erinnerung behalten.
Wenn man von allen Buddhas in Erinnerung behalten wird, dann wird man mit den Eigenschaften des Buddha geschmückt.
Wenn man mit den Eigenschaften des Buddha geschmückt wird, dann erlangt man den majestätischen Körper voller wunderbarer Verdienste.
Wenn man den majestätischen Körper voller wunderbarer Verdienste erlangt, dann erstrahlt der Körper in blendendem Licht wie ein Berg aus Gold.
Wenn der Körper in blendendem Licht wie ein Berg aus Gold erstrahlt, dann erlangt man die Verzierung der zweiunddreißig Zeichen.

336

Wer die 32 Zeichen erlangt, erhält die feinen Nebenzeichen als Schmuck.
Wer die feinen Nebenzeichen erlangt, ist das Licht seines Körpers grenzenlos.
Wer grenzenlos ist, wird mit unvorstellbarem Glanz geschmückt.
Wer mit unvorstellbarem Glanz geschmückt ist, erstrahlt sein Licht in Form von Lotusblüten.
Wer Lotusblüten erstrahlt, erscheinen unzählige Buddhas, die auf den Blüten sitzen, und sich ausnahmslos in alle zehn Himmelsrichtungen manifestieren, und alle von ihnen fähig sind, alle Wesen zu unterweisen.
Wer alle Wesen auf diese Weise unterweisen kann, erlangt die Kraft unermesslichen spirituellen Wissens.
Wer die Kraft unermesslichen spirituellen Wissens offenbart, weilt in unvorstellbar vielen Ländern,
und verkündet den unbegreiflichen Dharma, und schenkt unvorstellbar vielen Wesen Freude.
Wer den unbegreiflichen Dharma verkündet, und unvorstellbar vielen Wesen Freude schenkt, nutzt die Kraft der Weisheit und der Beredsamkeit,
um sich dem Geist der Wesen anzupassen und sie so zu lehren und zu führen.
Wer die Kraft der Weisheit und der Beredsamkeit nutzt, um sich dem Geist der Wesen anzupassen und sie so zu lehren und zu führen,
nimmt die Weisheit zum Wegweiser, und ist für immer frei von Irrtum in Taten von Körper, Mund und Geist.
Wer sich von Weisheit leiten lässt, und in seinen Taten – sei es mit Leib, Seele oder Geist – stets frei von Irrtümern ist, dann erlangt man die volle Beherrschung der Gelübde und passt sich überall den verschiedenen Schicksalen und Erscheinungsformen an.
Wer die volle Beherrschung der Gelübde erlangt, und sich überall den verschiedenen Schicksalen und Erscheinungsformen anpasst, dann ist man imstande, beim Verkünden des Dharma vor der Menge unvorstellbar geschickt darin zu sein, seine Sprache jedem Wesen anzupassen.
Wer im Verkünden des Dharma vor der Menge unvorstellbar geschickt darin ist, seine Sprache jedem Wesen anzupassen, dann ist man imstande, in einem einzigen Augenblick die Gedanken aller Wesen ohne Ausnahme vollständig zu erkennen.
Wenn man in einem einzigen Augenblick des Geistes die Gedanken aller Wesen ohne Ausnahme vollständig erfassen kann, dann erkennt man, dass die Leiden keinen Ursprung haben, aus dem sie entstehen, und versinkt und ertrinkt somit nie wieder im Samsara.

337

Wenn man erkennt, dass die Leiden keinen Ursprung haben, und somit nie wieder in Samsara versinkt und ertrinkt, dann erlangt man den Dharma-Naturkörper mit den entsprechenden Eigenschaften.
Und manifestiert sich in der Welt durch die Ehrfurcht gebietende Kraft des Dharma.
Wenn man den Dharma-Naturkörper mit den entsprechenden Eigenschaften erlangt und sich in der Welt durch die Ehrfurcht gebietende Kraft des Dharma manifestiert, dann erlangt man die zehn Grundlagen und zehn Arten der souveränen Meisterschaft und kultiviert die Vollkommenheiten und die höchsten Befreiungen.
Wenn man die zehn Grundlagen und zehn Arten der souveränen Meisterschaft erlangt und die Vollkommenheiten und die höchsten Befreiungen kultiviert,
dann erlangt man die Salbung der Krone und große überragende Erkenntnisse und verweilt im höchsten Samadhi.
Wer die Salbung der Krone und höchstes Wissen erlangt und im höchsten Samādhi verweilt, dann empfängt er in Gegenwart aller Buddhas der zehn Himmelsrichtungen die Salbung der Krone und steigt zu dieser Position auf.
Wer in Gegenwart aller Buddhas der zehn Himmelsrichtungen die Salbung der Krone empfängt und zu dieser Position aufsteigt, dann erfährt er, wie die Hände aller Buddhas der zehn Himmelsrichtungen seinen Scheitel mit dem Elixier der Unsterblichkeit salben.
Wer erfährt, wie die Hände aller Buddhas der zehn Himmelsrichtungen seinen Scheitel mit dem Elixier der Unsterblichkeit salben, dann durchdringt sein Körper alle Orte wie der leere Raum, und er verweilt friedvoll und unbeweglich in den zehn Himmelsrichtungen.
Wenn sein Körper alle Orte wie der leere Raum durchdringt, und er friedvoll und unbeweglich in den zehn Himmelsrichtungen weilt,
dann ist sein Wirkungsbereich unvergleichlich und für keinen Gott und keinen Menschen der Welt ergründbar.
Der Bodhisattva übt sich fleißig in tiefem Mitgefühl und gelobt, alle Wesen zu befreien, damit niemand die Früchte dieser Erfahrung nicht erlangt.
Wer sieht, hört, zuhört, annimmt oder ein Opfer darbringt, wird dadurch jedem Glückseligkeit zuteil.
Die Ehrfurcht gebietenden spirituellen Kräfte und die Dharma-Augen dieser großen Wesen sind stets vollkommen, makellos und unvergänglich.
Die zehn guten Taten, die erhabenen Praktiken und andere Aspekte des Pfades – sie lassen all diese unübertroffenen Juwelen erscheinen.
Darin sind sie vergleichbar mit der gewaltigen Masse des Vajra im Ozean, die aufgrund ihrer gewaltigen Kraft die vielen Edelsteine ​​hervorbringt, ohne sich zu verringern, zuzunehmen oder jemals zu enden.
Die Anhäufung verdienstvoller Eigenschaften durch den Bodhisattva ist auch so.

338

Wo Kṣetras ohne Buddhas sind, verwirklichen sie dort die wahre Erleuchtung.
Wo es Länder gibt, in denen Wesen den Dharma nicht kennen, verkünden sie ihnen den Schatz des wunderbaren Dharma.
Sie sind frei von Unterscheidungen und frei von jeglicher Anstrengung, so wie sie in einem einzigen Augenblick die zehn Himmelsrichtungen durchdringen, wie das Mondlicht jeden Ort vollständig erreicht.
Ebenso nutzen sie unzählige geschickte Mittel, um die vielen Wesen zu lehren.
In all diesen Welten der zehn Himmelsrichtungen erscheinen sie in jedem Augenblick, erlangen Buddhaschaft, drehen das Rad des rechten Dharma, gehen ins Nirvana ein und so weiter, und verbreiten schließlich ihre Śarīra in großer Zahl.
Sie können sich auf den Pfaden der Śrāvaka-Schüler oder Pratyekabuddhas manifestieren, oder als Buddhas mit allumfassenden Insignien erscheinen, und so die Lehre der Drei Fahrzeuge offenbaren und erklären, während sie unzählige Wesen über Kalpas hinweg befreien.
Manchmal erscheinen sie in Gestalt keuscher Jünglinge oder Jungfrauen, oder als Devas, Drachen, Asuras, und so weiter, einschließlich Mahoragas und dergleichen, und passen sich ihren Vorlieben an, sodass alle sie sehen können.
Die Formen und Erscheinungen der Wesen sind jeweils verschieden.
Ihre karmischen Handlungen und ihre Sprachen sind ebenfalls unzählig.
Sie können auf eine Weise erscheinen, die allen Wesen dieser Art entspricht, mit der Ehrfurcht gebietenden spirituellen Kraft des ozeanischen Abdrucks Samādhi.
Sie reinigen unvorstellbar viele Kṣetras, und bringen allen Tathāgatas Opfergaben dar.
Sie strahlen unermessliche und grenzenlose Strahlkraft aus, und die Wesen, die sie befreien, sind unzählig.
Mit unvorstellbarer Weisheit und souveräner Meisterschaft sind sie in der Verkündigung des Dharma ungehindert.
Im Geben, in Tugend, Geduld, Kraft, Meditation, Weisheit, geschickten Mitteln, spirituellem Wissen und dergleichen besitzen sie souveräne Meisterschaft in all diesen Praktiken durch die Kraft des Buddha-Blumenverzierung Samādhi.
Sie erreichen Samādhi in nur einem einzigen Atom und vollkommene meditative Versenkung in allen Atomen,
und doch vergrößern sich diese Atome nicht, selbst wenn in jedem von ihnen unvorstellbar viele Kṣetras erscheinen.

339

In den vielen Kṣetras, die in jedem dieser Atome vorhanden sind, enthalten einige Buddhas, andere nicht.
Einige sind unrein, andere rein, und einige sind gewaltig und groß, andere schmal und klein.
Einige werden erschaffen, andere vergehen.
Einige stehen aufrecht, andere liegen seitlich.
Einige gleichen Fata Morganas in der Hitze der Wüste, andere gleichen Indras Netz im Himmel.
Was sich in einem einzelnen Atom manifestiert, erscheint in gleicher Weise in allen anderen Atomen.
Dies geschieht als Folge der Kräfte dieser hochverehrten Āryas, die ihnen Samādhis, Befreiungen und spirituelles Überwissen verliehen.
Wenn sie allen Buddhas Opfergaben darbringen wollen, versetzen sie sich in Samādhi und bewirken spirituelle Wandlungen, wodurch eine Hand den gesamten Trichiliokosmos durchdringt, und überall allen Tatāgatas Opfergaben darbringt.
Alle überaus wundervollen Blumen aus allen zehn Himmelsrichtungen, duftende Salben, pulverisierter Weihrauch und unschätzbare Juwelen –
allerlei Gaben dieser Art entströmen ihren Händen als Opfergaben an die Höchsten Wesen unter ihren Bodhi-Bäumen.
Gewänder, geschmückt mit unschätzbaren Edelsteinen, verschiedene Arten von feinem Weihrauch, juwelenbesetzte Banner, Wimpel und Baldachine, allesamt prächtig verziert, Blumen aus echtem Gold und Vorhänge aus Juwelen – nichts davon entströmt ihren Handflächen und regnet herab.
Alle wunderbaren Dinge aus den zehn Himmelsrichtungen, die geeignet sind, den unübertroffenen Bhagavats dargebracht zu werden –
sie alle regnen in Fülle aus ihren Händen herab, und werden dann den Buddhas vor ihren Bodhi-Bäumen als Opfergaben dargebracht.
Alle Arten von Musikdarbietungen aus den zehn Himmelsrichtungen, darunter Glocken, Trommeln, Zithern und Zithern, keine von nur einer Art,
werden in erlesenen Harmonien zusammen mit wundervollen Stimmen gespielt.
Nichts davon entspringt ihren Händen.
Alle Lobgesänge aus den zehn Himmelsrichtungen, die die wahren verdienstvollen Eigenschaften der Tatha Gatas preisen – alle Arten von wunderbaren Formulierungen dieser Art, werden aus ihren Händen intoniert.
Die rechten Hände dieser Bodhisattvas strahlen reines Licht aus.
Aus diesem Licht regnet es duftendes Wasser vom Himmel, das überall die Länder der Buddhas in den zehn Himmelsrichtungen benetzt, als Opfergabe an all jene Lampen, die die Welten erleuchten.

340

Sie strahlen auch ein wunderbar geschmücktes Licht aus, das unzählige juwelenbesetzte Lotusblüten hervorbringt.
In ihrer Farbe und ihrem Aussehen sind die Blüten allesamt besonders wunderbar.
Mit ihnen bringen sie den Buddhas Opfergaben dar.
Sie strahlen auch ein mit Blüten geschmücktes Licht aus, aus dem sich alle Arten von wunderbaren Blüten zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch ein mit Weihrauch geschmücktes Licht aus, aus dem sich alle Arten von wunderbarem Weihrauch zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch Licht aus, das mit verschiedenen Arten von Weihrauchpulver geschmückt ist, aus dem sich alle Arten von Weihrauchpulver zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch Licht aus, das mit Gewändern geschmückt ist, aus dem sich alle Arten von feinen Gewändern zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch Licht aus, das mit Juwelen geschmückt ist, aus dem sich alle Arten von wundervollen Juwelen zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch Licht aus, das mit Lotusblüten geschmückt ist, aus denen sich alle Arten von Lotusblüten zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch Licht aus, das mit Juwelengirlanden geschmückt ist, aus denen sich alle Arten von wundervollen Girlanden zu Vorhängen vereinen, die sich überall in die Länder der zehn Himmelsrichtungen ausbreiten, als Opfergaben an alle hochtugendhaften Wesen, die Bhagavats.
Sie strahlen auch Licht aus, das mit Bannern geschmückt ist.
Diese Banner sind wunderschön, strahlend, farbenprächtig, und von unzähligen verschiedenen Arten, die alle besonders fein sind.
Sie verwenden diese als Schmuck in allen Ländern der Buddhas.
Viele verschiedene Juwelen bilden schmückende Baldachine, von denen prächtige seidene Wimpel herabhängen, und Mani-Juwelenglocken erklingen, die die Klänge der Buddhas verkünden.
All dies wird den Tatha-Gatas als Opfergabe dargebracht.

341

Ihre Hände senden unvorstellbare Opfergaben aus.
So wie sie auf diese Weise einem einzigen Meisterführer Opfergaben darbringen, tun sie dies auch überall dort, wo sich Buddhas aufhalten,
durch die Samādhis und die spirituellen Kräfte dieser großen Erhabenheiten.
Während die Bodhisattvas in Samā Dhi verweilen, nutzen sie vielfältige Formen souveräner Meisterschaft, um Wesen anzuziehen, in allen Fällen durch die Anwendung der Dharmas verdienstvoller Eigenschaften, und unzähliger geschickter Mittel, um sie zu führen und zu sammeln.
Sie mögen das Tor der Opfergaben an die Tatha Gatas nutzen, oder das Tor unvorstellbarer Gaben, oder das Tor der Dhuta-Askese und moralischen Gebote, oder das Tor unerschütterlicher Geduld, oder das Tor der Kraft in der Ausübung von Askese, oder das Tor der stillen Dhyāna-Versenkung,oder das Tor des tiefen Verständnisses von Weisheit, oder das Tor der von ihnen praktizierten Mittel, oder das Tor des Brahma Vihā Ras218 und der spirituellen Kräfte, oder das Tor der vier Mittel der Anziehung, oder das Tor der Zierde durch Verdienst und Weisheit, oder das Tor der Befreiung durch Ursachen und Bedingungen, oder das Tor der Wurzeln, der Kräfte und des rechten Pfades,219
oder das Tor der Befreiungen des Śrāvaka-Schülers, oder das Tor der Reinigung des Pratyekabuddha, oder das Tor der souveränen Meisterschaften des Großen Fahrzeugs, oder das Tor der vielen Leiden der Vergänglichkeit, oder das Tor der Nichtexistenz des Selbst oder eines Wesens mit Lebensspanne, oder das Tor der Überwindung des Begehrens durch Unliebenswürdigkeit, oder das Tor des vollkommenen Aufhörens.
Entsprechend den verschiedenen Krankheiten der Wesen, nutzen sie in allen Fällen die Medizin des Dharma, um ihnen entgegenzuwirken.
Entsprechend den Geisteszuständen der Wesen, nutzen sie in allen Fällen geschickte Mittel und befriedigen sie so vollständig. Entsprechend den Unterschieden im Verhalten der Wesen nutzen sie in allen Fällen geschickte Mittel, um deren Entwicklung zu ermöglichen.
Solche Aspekte des Samādhi und spirituellen Überwissens sind so beschaffen, dass kein Deva und kein Mensch sie je ergründen könnte.
Es gibt ein wunderbares Samādhi, bekannt als „an die Vorlieben angepasst“.
Bodhisattvas, die darin verweilen, praktizieren eine universelle Kontemplation, durch die sie, dem Angemessenen entsprechend, manifestieren, um Wesen zu befreien, und ihnen so ermöglichen, den Dharma-Lehren freudig zu folgen.

342

Im Laufe des Kalpas, in Zeiten der Hungersnot und des Unglücks, versorgen sie die Wesen der Welt stets mit allem, was ihnen gefällt, passen sich ihren Wünschen an und sorgen für ihre Zufriedenheit, und schaffen so Wohl für alle.
Manchmal bieten sie Speisen und Getränke von erlesenstem Geschmack, juwelenbesetzte Gewänder, Schmuck, allerlei Wunderbares, und so weiter, und verzichten sogar auf ihre Königswürde, um jene, die sich über diese Gaben freuen, dazu zu bewegen, den Lehren zu folgen.
Manchmal nehmen sie einen Körper an, der mit Zeichen und Markierungen geschmückt ist, der in überaus prächtige Gewänder und Juwelengirlanden gehüllt ist.
Mit diesem Körper, geschmückt mit Blumenkränzen, gesalbt mit Parfums, und in vollendeter Ehrfurcht gebietender Haltung, befreien sie die Wesen.
Mit einem Aussehen, einem Antlitz und Gewändern, die jeder auf der Welt bewundern und schätzen wird, passend angepasst, überall präsent und die Gemüter erfreuend, ermöglichen sie all jenen, die Wert auf äußere Erscheinung legen, dem Pfad zu folgen.
Mit den wunderbaren Klängen des Kalaviṅka-Vogels, und den wundervollen Gesängen des Kokila-Vogels und anderer Vögel, die alle reich an reinen Klängen sind, passen sie sich den Geisteshaltungen der Wesen an und verkünden ihnen den Dharma.
Es gibt 84.000 Dharma-Tore.
Alle Buddhas nutzen diese, um Wesen zu befreien.
Sie verwenden auch verschiedene Dharmas, die ihnen entsprechen, und passen sich dem an, was der Welt dient, während sie lehren und Wesen befreien.
Im Leid und in der Freude, im Gewinn und im Verlust der Wesen und so weiter, und in allen Dharmas, denen alle Wesen der Welt nachgehen,
können sie reagieren und erscheinen, indem sie sich ihnen in ihren Bestrebungen anschließen, und so überall Wesen auf diese Weise befreien.
Das viele Leid und die vielen Nöte der Wesen in allen Welten sind so tief und grenzenlos wie der große Ozean.
Sie schließen sich ihnen in ihren Bestrebungen an und sind stets geduldig, und ermöglichen es ihnen so, Nutzen zu ziehen und dadurch Glück zu erlangen.
Wo es jene gibt, die die Dharmas der Befreiung nicht kennen, und nicht nach Befreiung und Trennung von chaotischer Verwirrung streben, erscheinen ihnen Bodhisattvas, die Thron und Reichtum aufgeben, und stets den Wunsch hegen, das häusliche Leben zu verlassen und geistige Ruhe zu erlangen.
Das Haus ist der Ort, an dem man von Begierden gefesselt ist.
In dem Bestreben, allen Wesen zu ermöglichen, dies gänzlich zu vermeiden, zeigen sie daher, wie man das häusliche Leben verlässt und Befreiung erlangt, indem man keinerlei der Arten von Begierden hegt, die sie sich erlauben anzunehmen.

343

Die Bodhisattvas zeigen ihnen, wie man zehn Arten von Handlungen ausführt, und auch, wie man alle Dharmas großer Männer praktiziert, sowie ausnahmslos alle Praktiken von Rishis und anderen, und tun dies, weil sie allen Wesen zum Wohle gedenken wollen.
Wo immer es Wesen mit unermesslicher Lebensspanne gibt, in denen Leiden nur subtil sind und die vollkommene Glückseligkeit genießen,
enthüllen die Bodhisattvas, die höchste Meisterschaft über sie erlangt haben, die vielen verhängnisvollen Aspekte von Alter, Krankheit und Tod.
Wo es jene gibt, die von Gier, Hass und Verblendung geplagt sind, die stets von den Flammen der Leiden verzehrt werden, enthüllen die Bodhisattvas ihnen Alter, Krankheit und Tod, und ermöglichen es so all diesen Wesen, die Übung aufzunehmen.
Die zehn Kräfte der Tatha Gatas, ihre Furchtlosigkeit, achtzehn exklusive Dharmas und all ihre unzähligen verdienstvollen Eigenschaften
werden alle manifestiert, um die Befreiung der Wesen herbeizuführen.
Vorhersagen, Ermahnungen sowie Reisen durch spirituelle Kraft all dies wird von den Tatha Gatas frei genutzt.
Alle diese großen Erhabenen offenbaren sie alle, wodurch sie alle Wesen dazu bewegen können, die Übung anzunehmen.
Die Bodhisattvas nutzen alle Arten verschiedener geeigneter Wege, die den Dharmas der Welt angepasst sind, um Wesen zu befreien.
So wie die Lotusblume nicht an das Wasser gebunden ist, so wohnen auch sie in der Welt und inspirieren tiefen Glauben.
Mit dem feinsinnigen Denken und den tiefen Talenten der Gelehrtenkönige, mit Gesang, Tanz und Gesprächen, die vielen Freude bereiten, und mit den vielfältigen Künsten und Fertigkeiten der Welt, sind sie wie Meisterzauberer, denen nichts unmöglich ist.
Sie können zu Ältesten werden, die als Anführer in Dörfern dienen, zu Führern, die Händler und Geschäftsleute leiten, zu Königen von Ländern oder hohen Beamten, oder zu angesehenen Ärzten oder Gelehrten vieler Lehren.
Sie können als große Bäume inmitten einer weiten Ebene erscheinen, zu wirksamen Heilmitteln oder einem Schatz voller Juwelen werden, zu kostbaren, wunscherfüllenden Edelsteinen werden, oder den Wesen den rechten Weg weisen.
Wenn sie eine Welt beobachten, die gerade erst entstanden ist, in der die Wesen noch keine lebensnotwendigen Werkzeuge besitzen, werden die Bodhisattvas in dieser Zeit zu geschickten Handwerkern, um ihnen alle möglichen Berufe zu ermöglichen.

344

Sie erfinden keine Dinge, die Wesen quälen könnten, sondern sprechen nur von Bestrebungen, die der Welt zum Nutzen gereichen.
Was die vielen Lehren über Mantratechniken, Heilmittel und dergleichen betrifft, sind sie in der Lage, in allen derartigen Angelegenheiten Unterweisung zu geben.
Die außergewöhnlichen Praktiken aller Rishis, die bei allen Menschen, Devas und anderen Wesen Glauben und Bewunderung hervorrufen –
sofern angemessen, können diese Bodhisattvas frei alle schwer zu praktizierenden Dharmas im Zusammenhang mit Askese ausführen.
Sie können sich von anderen Traditionen abwenden, sich in den Bergen und Wäldern in einsame Askese zurückziehen, oder nackte Asketen werden,
und so in diesen Gruppen als Lehrer und Älteste dienen.
Sie können scheinbar verschiedenen Praktiken des ungesetzlichen Lebens nachgehen, und in der Ausübung dessen, was nicht Dharma ist, höchste Autorität erlangen.
Sie können alle Arten von Ehrfurcht gebietenden Verhaltensweisen der Brahmacārins zeigen, und so zu den höchsten Führern dieser Gemeinschaften werden.
Sie können die fünffache Hitze ertragen225 oder sich stets der Sonne zuwenden, können Verbote befolgen, durch die sie Kühe, Hunde oder Hirsche nachahmen, oder können zerrissene Gewänder tragen und Feueranbetung praktizieren, um so zu führenden Lehrern zu werden, die Menschen wie diese unterweisen.
Sie können sich in Erscheinung treten, indem sie in Tempeln von Gottheiten ihre Ehrerbietung erweisen, oder indem sie in das Wasser des Ganges steigen, indem sie Wurzeln und Früchte und dergleichen essen und all diese Praktiken ausüben, während sie stets über ihr eigenes höchstes Dharma nachdenken.
Sie können erscheinen, indem sie hockend oder auf einem Bein stehend Ackerbau betreiben, können erscheinen, indem sie auf Dornen- oder Glutbetten liegen, oder können erscheinen, indem sie auf Stachelbetten liegen und nach Befreiung streben, und so zu den führenden Lehrern dieser Gruppen werden.
Bei all diesen nicht-buddhistischen Traditionen prüfen sie ihr Verständnis, schließen sich ihnen in ihren Bestrebungen an und zeigen dann Askese, die niemand auf der Welt ertragen könnte,
wodurch sich alle nach diesem Anblick ihrer Schulung unterwerfen.
Verwirrt und verblendet nehmen die Wesen irrtümliche Lehren an, verharren in schlechten Ansichten und erleiden vielfältiges Leid.
Sie erfinden Mittel und Wege, um ihnen den wunderbaren Dharma zu lehren, damit sie alle die wahren Wahrheiten begreifen können.
Sie mögen Worte aus Zaubersprüchen ferner Länder verwenden, um die vier Wahrheiten zu lehren, mögen geschickt esoterische Sprache verwenden, um die vier Wahrheiten zu lehren, mögen die vier Wahrheiten in direkter menschlicher Sprache lehren, oder mögen die esoterischen Sprachen der Devas verwenden, um die vier Wahrheiten zu lehren.

345

Sie können Wörter von Texten analysieren, um die vier Wahrheiten zu lehren, entscheidend Prinzipien festlegen, um die vier Wahrheiten zu lehren, geschickt die Behauptungen anderer widerlegen, die vier Wahrheiten zu lehren,
oder Ideen verwenden, die Außenstehende nicht erschüttern können, um die vier Wahrheiten zu lehren.
Sie können die Sprache von acht Arten von Wesen< verwenden, um die vier Wahrheiten zu lehren, alle möglichen Sprachen verwenden, um die vier Wahrheiten zu lehren, oder sich den Klängen der Sprache anpassen, die die Wesen verstehen, um ihnen die vier Wahrheiten zu lehren und ihnen so die Befreiung zu ermöglichen.
Alle Dharmas aller Buddhas werden auf diese Weise verkündet, keine davon vollständig.
Ihr Sprachverständnis ist unvorstellbar.
Dies veranschaulicht die Kraft des Dharma-lehrenden Samādhi.
Es gibt einen höchsten Zustand, bekannt als „Glückseligkeit“, der überall die vielen Arten von Wesen erlösen und befreien kann, in dem ein großer und unvorstellbarer Glanz ausstrahlt, der alle, die ihn sehen, zur Übung befähigt.
Das von ihm ausgestrahlte Licht ist bekannt als „wohl anzusehen“.
Wenn ein Wesen diesem Licht begegnet, wird es gewiss Nutzen daraus ziehen und ihm nicht vergeblich begegnen.
Dadurch wird es unübertroffene Weisheit erlangen.
Dieses Licht zeigt die Buddhas, zeigt den Dharma, zeigt den Sangha, zeigt den rechten Weg, und auch die Stupas und Bilder der Buddhas.
Aus diesem Grund wird dieses Licht erzeugt.
Es strahlt auch ein Licht aus, bekannt als „blendende Erleuchtung“, das sogar das Licht aller Devas überstrahlt.
Alle Arten von Dunkelheit, die uns verdunkeln, werden von diesem Licht vertrieben, denn sein allgegenwärtiges Leuchten bringt allen Wesen unermesslichen Nutzen.
Dieses Licht erweckt alle Wesen und veranlasst sie, den Buddhas Lampenopfer darzubringen.
Dadurch, dass sie den Buddhas Lampenopfer darbringen, werden sie selbst zu unübertroffenen Leuchten für die Welt.
Durch das Anzünden von Öllampen und Gheelampen aller Art, durch das Entzünden von Fackeln aller Art und auch durch das Darbringen vieler Düfte, wundersamer Kräuter und kostbarer Kerzen – durch diese Opfergaben an die Buddhas erlangt man dieses Licht.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Erlösung“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und sie dazu zu bewegen, das große universelle Gelübde abzulegen, alle Wesen aus dem Ozean der Begierden zu befreien.

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Wer das große, universelle Gelübde ablegen kann, alle Wesen aus dem Ozean der Begierden zu befreien, dann vermag er die vier Fluten zu überwinden und den Wesen den Weg zur leidlosen Stadt der Befreiung zu weisen.
Es ist das Errichten von Brücken, Fähren und Flößen an allen Orten, wo Straßen auf große Flüsse treffen, und das Kritisieren der bedingten Existenz bei gleichzeitigem Lob der Ruhe, wodurch dieses Licht erzeugt werden kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Begierde auslöschen“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und sie dazu zu bringen, die fünf Arten von Begierden aufzugeben und ausschließlich über die erhabene Essenz der Befreiung durch den Dharma nachzudenken.
Wer die fünf Arten von Begierden aufgibt, und sich ausschließlich auf die erhabene Essenz der Befreiung durch den Dharma konzentriert,
dann kann er den Regen des Unsterblichkeitselixiers Buddhas nutzen, um überall die Begierden der Menschen zu vertreiben.
Es ist die Folge davon, dass man Teiche, Brunnen und Quellen stiftet, sich ausschließlich dem Streben nach dem Pfad des unübertroffenen Bodhi widmet, die fünf Begierden kritisiert und die Dhyana-Versenkung preist, dass man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „freudige Wonne“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und in ihnen tiefe Bewunderung für den Bodhi des Buddha zu wecken, und sie zu dem Entschluss zu befähigen, den Weg ohne Lehrer zu beschreiten.
Indem man Bilder des mitfühlenden Tathagata anfertigt, geschmückt mit den vielen Zeichen und auf einem Lotusthron sitzend, und indem man die verdienstvollen Eigenschaften des Höchsten stets preist, kann man dieses Licht erzeugen. Es strahlt auch ein Licht aus, das als „liebevolle Freude“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und ihren Geist mit Freude an den Buddhas, am Dharma und am Sangha zu erfüllen.
Wenn der Geist stets Freude an den Buddhas, am Dharma und am Sangha empfindet, dann, inmitten der versammelten Tatha gata,
kann man die unübertroffene Geduld des tiefen Dharma erkennen.
Es liegt daran, dass man unzählige Wesen überall erweckt, inspiriert, Achtsamkeit für Buddha, Dharma und die Juwelen des Sangha zu empfinden, und anderen zeigt, wie man den Entschluss fasst und verdienstvolle Praktiken ausübt, dass man dieses Licht erzeugen kann.

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Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Anhäufung von Verdiensten“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und sie zu unermesslichem Geben in all seinen Formen zu bewegen, woraufhin sie aufgrund dieses Strebens den unübertroffenen Pfad suchen.
Es ist möglich, dieses Licht zu erzeugen, indem man große Versammlungen organisiert, die dem grenzenlosen Geben gewidmet sind, in denen alle Hilfesuchenden vollkommen zufrieden sind und keinen Mangel verspüren dürfen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „vollkommene Weisheit“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und sie in einem einzigen Augenblick des Geistes in nur einem Dharma zu befähigen, alle unzähligen Tore zum Dharma vollständig zu verstehen.
Es ist möglich, dieses Licht zu erzeugen, indem man die verschiedenen Aspekte des Dharma für die Wesen unterscheidet, und dann die wahre, endgültige Bedeutung nutzt, um die Bedeutung des Dharma gekonnt und vollständig zu lehren. Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Lampe der Weisheit“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken und sie die leere und ruhende Natur des Seins erkennen zu lassen und zu erkennen, dass alle Dharmas frei von jeglicher inhärenten Existenz sind.
Indem man die Dharmas als leer, frei von jeglichem Wirken, erklärt, wie eine Beschwörung, wie eine Fata Morgana, wie der im Wasser gespiegelte Mond und so weiter, bis hin zu ihren Erscheinungen wie in einem Traum, kann man dieses Licht erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „souveräne Meisterschaft des Dharma“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken und sie zu befähigen, Dharmas von unerschöpflicher Kapazität zu erlangen, durch die sie alle Dharmas des Buddha bewahren können.
Es ist dem respektvollen Darbringen von Gaben an jene zu verdanken, die den Dharma hochhalten, dass man Würdige und Aryas versorgt, ihnen dient und sie beschützt, und dass man allen Wesen den Dharma auf vielfältige Weise vermittelt, dass man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Fähigkeit zum Loslassen“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt geizige Wesen, dass sie erkennen, dass Reichtum und Juwelen vergänglich sind, und dass sie sich stets daran erfreuen, mit einem ungebundenen Herzen gütig zu geben.
Indem man geizige Gedanken, die schwer zu bezwingen sind, unterdrücken kann, dass man versteht, dass Reichtum wie ein Traum und wie vergängliche Wolken ist,
und indem man den reinen Geist, der zum gütigen Geben neigt, entwickelt, dass man dieses Licht erzeugen kann.

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Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Hitze vertreibend“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag jene zu erwecken, die die Verbote brechen, und befähigt sie alle, die reinen Gebote anzunehmen und zu befolgen, und sich dann zu entscheiden, den Weg ohne Lehrer zu beschreiten.
Indem man Wesen ermahnt und anleitet, die Gebote anzunehmen und zu befolgen, und die zehn Pfade guten karmischen Handelns rein zu praktizieren, und sie gleichzeitig befähigt, sich dem Bodhi zuzuwenden, kann man dieses Licht erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Schmuck der Geduld“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt jene, die zum Hass neigen, und befähigt sie, sich vom Hass zu befreien, Arroganz abzulegen, und sich stets an den Dharmas der Geduld und Sanftmut zu erfreuen.
Wenn man mit der unerträglichen Gewalt und dem Bösen der Wesen konfrontiert wird, verhindert man um des Bodhi willen, dass sich der Geist überhaupt bewegt, und man möchte stets die verdienstvollen Eigenschaften der Geduld preisen.
Deshalb ist man in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Mut“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt die Trägen und befähigt sie, unermüdlich den Drei Juwelen ehrfürchtig Opfergaben darzubringen.
Wer unermüdlich den Drei Juwelen ehrfürchtig Opfergaben darbringt, kann die Sphären der vier Māras überwinden und schnell den unübertroffenen Bodhi des Buddha verwirklichen.
Indem man Wesen dazu anspornt und lehrt, sich von Tatendrang leiten zu lassen, indem man unermüdlich den Drei Juwelen Opfergaben darbringt,
und indem man sich dem Schutz des Dharma in seiner Endzeit widmet, ist man in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Ruhe“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag jene mit einem unruhigen Geist zu erwecken, und sie zu befähigen, Gier, Hass und Dummheit abzulegen, und einen unerschütterlichen Geist zu bewahren, der dann die rechte Konzentration erlangt.
Es ist daher möglich, dieses Licht zu erzeugen, indem man alle schlechten spirituellen Führer, sinnlose Gespräche und unreine Handlungen aufgibt, während man gleichzeitig die Versenkung (Dhyāna) preist und in einem Aranya verweilt.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Weisheitsschmuck“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt jene, die verblendet und verwirrt sind, und lässt sie die Wahrheiten erkennen, das bedingte Entstehen verstehen, und in all ihren Fähigkeiten tiefgründige Weisheit entwickeln.

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Wer die Wahrheiten erkennt, das bedingte Entstehen versteht, und in all seinen Fähigkeiten tiefgründige Weisheit entwickelt, erlangt das Dharma der Sonnenlampe Samādhi, das Weisheitslicht, und erlangt die Frucht der Buddhaschaft.
Es liegt daran, dass man bereit ist, Thron, Reichtum und Leben zu opfern, um das rechte Dharma zu suchen, dies um des Bodhi willen, und es dann, nachdem man es erlernt hat, eifrig an viele weiterzugeben, dass man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Weisheit des Buddha“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt alle fühlenden Wesen, und ermöglicht es ihnen, unzählige Buddhas zu sehen, von denen jeder auf einer juwelenbesetzten Lotusblume sitzt.
Es liegt daran, dass man Buddhas erhabene Tugend und Befreiung preist, dass man Buddhas unermessliche, souveräne Meisterschaft verkündet,
und das dass man Buddhas Kräfte und spirituelles Wissen offenbart, dass man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Furchtlosigkeit“ bekannt ist.
Wenn dieses Licht auf jene fällt, die verängstigt sind, werden selbst die Mittel giftiger Verletzungen, die von Nicht-Menschen ausgehen,
schnell und vollständig beseitigt.
Es liegt daran, dass man Wesen Furchtlosigkeit verleihen kann, dass man jene, die Qualen und Verletzungen zufügen, dazu drängt, damit aufzuhören, und dass man jene in Not, Waisen und Arme rettet, dass man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „friedliche Geborgenheit“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag Kranke zu erleuchten, sie von allem Leid und Schmerz zu befreien
und ihnen die Glückseligkeit des Samādhi, der rechten Konzentration, zu erlangen.
Indem man Wesen mit edlen Arzneien von ihren vielen Krankheiten heilt, wunderbare Juwelen zur Lebensverlängerung einsetzt, duftende Salben,
Ghee, Milch und Honig spendet und ihre Bedürfnisse nach Nahrung und Getränken stillt, kann man dieses Licht erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Buddhas Schau“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt Sterbende und ermöglicht es ihnen, die jeweilige Tathagata zu sehen, die sie in ihrem Bewusstsein tragen, und nach ihrem Tod in seinem Reinen Land wiedergeboren zu werden.
Es liegt daran, dass man Sterbende zur Achtsamkeit auf den Buddha anregt, während man ihnen das Bild des Bhagavat zeigt und so ein respektvolles Betrachten ermöglicht, und dadurch in ihnen eine tiefe Sehnsucht nach dem Buddha weckt, dass man dieses Licht erzeugen kann.

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Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Freude am Dharma“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und sie zu befähigen, stets Freude am rechten Dharma zu empfinden, seiner Lehre zu lauschen, sie anderen zu erklären und sie aufzuschreiben.
Dadurch, dass man den Dharma im Zeitalter des Dharma-Endes erklären kann, dadurch, dass man den Geist derer, die den Dharma suchen, zufriedenstellt,
und da man Freude daran hat, den Dharma fleißig zu praktizieren, ist man in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „erhabener Klang“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt Bodhisattvas, und es vermag, dass alle Klänge in den drei Daseinsbereichen, als die Stimme der Tatha gata hörbar werden.
Es ist die Verwendung einer erhabenen Stimme zum Lobpreis Buddhas und die Darbietung von Musik aller Art, von Glocken bis zu Klangspielen,
um die Klänge Buddhas in der ganzen Welt zu vernehmen, die es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Geber des Unsterblichkeitselixiers“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt alle Wesen und befähigt sie, jegliches nachlässiges Verhalten aufzugeben und jede Art von verdienstvoller Eigenschaft vollständig zu entwickeln.
Es ist die Warnung, dass bedingte Lehren weder friedvoll noch sicher sind und allgegenwärtig von unermesslichem Leid und Qual geplagt werden, während man sich ewig an der Glückseligkeit der Ruhe erfreut, die es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „höchst erhaben“ bekannt ist.
Dieses Licht erweckt alle Wesen und befähigt sie, überall von den Buddhas die höchsten Lehren der Tugend, der Konzentration und der Weisheit zu hören.
Es liegt in der ständigen Freude am Lobpreis der höchsten Gebote, des höchsten Samā Dhi und insbesondere der höchsten Weisheit aller Buddhas, im Streben nach dem unübertroffenen Pfad, dass man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Juwelenschmuck“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken und ihnen einen unerschöpflichen Schatz an Juwelen zu verleihen, mit denen sie den Tatha Gatas Opfergaben darbringen können.
Es liegt in der Verwendung aller Arten von überaus wundervollen Juwelen, die dem Buddha und seinen Stupas als Gaben dargebracht werden,
während man gleichzeitig den Armen und Bedürftigen gütig gibt, dass man dieses Licht erzeugen kann.

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Es strahlt auch ein Licht aus, das als „duftender Schmuck“ bekannt ist.
Dieses Licht vermag alle Wesen zu erwecken, und jene, die es riechen, zu erfreuen und innerlich zu erfüllen, und sie werden mit Sicherheit die verdienstvollen Eigenschaften eines Buddhas entwickeln.
Indem man die Erde mit feinen Düften von Menschen und Devas besprengt, als Opfergabe an alle höchsten Herren, und Stupas und Buddha-Bilder errichtet, kann man dieses Licht erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „vielfältiger Schmuck“ bekannt ist, der unzählige Juwelenbanner, Wimpel, Baldachine, brennende Räucherstäbchen, verstreute Blumen und vielfältige Musik umfasst, die jeden Ort innerhalb und außerhalb der Stadtmauern erfüllen.
Indem man zuvor erhabene Gesänge und Tänze, Düfte, edle Blumen, Banner, Baldachine und Ähnliches sowie allerlei Schmuck als Opfergaben an Buddha verwendet hat,
ist man in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „majestätische Reinheit“ bekannt ist, welches den Boden so eben wie eine Handfläche werden lässt.
Dadurch, dass man Buddha-Stupas und ihre Umgebung geschmückt hat, ist man in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „große Wolke“ bekannt ist, welches duftende Wolken erzeugen kann, die parfümiertes Wasser regnen lassen.
Dadurch, dass man die Böden von Stupas und Höfen besprengt hat, ist man in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „Schmuck“ bekannt ist, welches es Nackten ermöglicht, feine Kleidung zu erhalten.
Es ist die Gabe wunderbarer körperlicher Verzierungen, die es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „höchste Aromen“ bekannt ist, welches es den Hungrigen ermöglicht, feine Speisen zu erhalten.
Es ist die Gabe aller Arten exquisiter Speisen, welches es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „großer Reichtum“ bekannt ist, welches es den Armen und Bedürftigen ermöglicht, Juwelenschätze zu erlangen.
Es ist die Gabe unzähliger Gaben an die Drei Juwelen, welches es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Sicht“ bekannt ist, welches es den Blinden ermöglicht, die vielen Formen zu sehen.
Es ist die Gabe von Lampen an Buddhas oder Buddha-Stupas, welches es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.

352

Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigtes Gehör“ bekannt ist, das es allen Gehörlosen ermöglicht, gut zu hören.
Es entsteht durch das Spielen von Trommelmusik für Buddhas oder Buddha-Stupas, wodurch man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigter Geruchssinn“ bekannt ist, das es einem ermöglicht, Düfte wahrzunehmen, die man zuvor noch nie gerochen hat.
Es entsteht durch das Darbringen von Weihrauch für Buddhas oder Buddha-Stupas, wodurch man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Zunge“ bekannt ist, durch das man es einem ermöglicht, mit schöner Stimme den Buddha zu preisen.
Es entsteht durch das dauerhafte Verbannen von grober, unanständiger und unheilsamer Rede, wodurch man dieses Licht erzeugen kann.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigter Körper“ bekannt ist, das es denjenigen mit beeinträchtigten Fähigkeiten ermöglicht, diese vollständig wiederherzustellen.
Es ist die Verehrung von Buddhas oder Buddha-Stupas mit dem eigenen Körper, die es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigter Geist“ bekannt ist, welches es jenen ermöglicht, die ihren Geist verloren haben, die rechte Achtsamkeit zu erlangen.
Es ist die Entwicklung höchster Meisterschaft in der Kultivierung aller Samādhis, welches es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Formen“ bekannt ist, welches es ermöglicht, eine unvorstellbare Anzahl von Buddha-Formen zu sehen.
Es ist die Verwendung vieler wunderbarer Formen zur Verzierung von Stupas, welches es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Klänge“ bekannt ist, welches es ermöglicht, zu erkennen, dass die Natur des Klangs ursprünglich ruhig ist.
Es ist die Betrachtung des Ursprungs des Klangs als Echo in einem Tal, welches es ermöglicht, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Düfte“ bekannt ist, welcher selbst übler Schmutz einen reinen Duft annimmt.
Dieses Licht kann man erzeugen, indem man Stupas und Bodhi-Bäume mit duftendem Wasser wäscht.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Aromen“ bekannt ist, welcher alle Giftstoffe aus allem, was man isst, entfernt.
Dieses Licht kann man erzeugen, indem man Buddha, der Sangha und den Eltern beständig Opfergaben darbringt.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Materie“ bekannt ist, welcher alle unangenehmen Dinge weich macht, sodass Speere, Stacheln, Schwerter und Lanzen, die vom Himmel fallen, sich in wundervolle Blumenkränze verwandeln.

353

Weil man in der Vergangenheit beim Empfang und der Begleitung von TathaGatas duftendes Wasser versprengte, Blumen streute und Gewänder
auf den Wegen ausbreitete, damit sie diese betreten konnten, ist man daher in der Lage, dieses Licht zu erzeugen.
Es strahlt auch ein Licht aus, das als „gereinigte Dharmas“ bekannt ist, welches alle Poren dazu vermag, das unvorstellbar erhabene Dharma233 zu verkünden, und alle Wesen, die es hören, erfreut und erweckt.
„Alles, was aus Ursachen und Bedingungen entsteht, ist unerzeugt.“
„Der Dharma-Körper der Buddhas ist kein Körper.“
„Das Wesen der Dharmas verweilt ewig, wie der leere Raum.“
Indem man solche Ideen gelehrt hat, erzeugt man Licht wie dieses.
Vergleichbare Tore von Lichtstrahlen wie diese sind so zahlreich wie der Sand des Ganges.
Sie alle strömen aus den Poren des Großen Rishi.
Die Werke, die jeder von ihnen vollbringt, sind verschieden.
So wie die Lichter, die von jeder einzelnen Pore ausgehen, unzählig und unermesslich sind wie der Sand des Ganges, so verhält es sich auch mit allen diesen Poren.
Dies alles ist der Samādhi-Kraft des Großen Rishi zu verdanken.
Die wahrgenommenen Lichter stimmen mit dem ursprünglichen Verhalten überein und entsprechen den Affinitäten und Partnern in der Praxis ihrer vergangenen Leben.
Aus diesen Gründen sind die nun ausstrahlenden Lichter von dieser Art.
Dies alles ist der Weisheit und souveränen Meisterschaft des Großen Rishi zu verdanken.
Aufgrund der gemeinsamen Kultivierung verdienstvollen Karmas in der Vergangenheit, aufgrund der innigen Bewunderung und der Fähigkeit, sich daran zu freuen, oder, auf dieselbe Weise, einfach aufgrund der Erkenntnis dessen, was getan wurde – sind sie alle in der Lage, diese Lichter zu sehen.
Wo man viele verdienstvolle Taten aus eigener Kraft vollbrachte, unzähligen Buddhas Opfergaben darbrachte oder stets danach strebte, die verdienstvollen Eigenschaften Buddhas zu erlangen – diese Menschen werden von diesen Lichtern erweckt.
So wie Blinde die Sonne nicht sehen können, liegt dies nicht daran, dass es keine Sonne gäbe, die aufgeht, denn jeder, der Augen hat, kann sie deutlich sehen, und jeder geht seiner Arbeit nach.
So verhält es sich auch mit den Lichtern, die von den großen Erhabenen ausgehen.
Die Weisen können sie alle sehen, während gewöhnliche Menschen mit irrtümlichem Glauben oder minderwertigem Verständnis diese Lichter niemals wahrnehmen können.

354

So wie Paläste und Kutschen aus Mani-Juwelen, geschmückt mit wundervollen Edelsteinen, magischen Düften und glänzenden Oberflächen, von Natur aus und in Hülle und Fülle denen gehören, die Verdienste besitzen, und doch Orte sind, an denen jene ohne Verdienste nicht leben könnten, so verhält es sich auch mit dem Licht, das von diesen großen Erhabenheiten ausgeht.
Diejenigen mit tiefer Weisheit werden alle von ihrer Erleuchtung berührt.
Unter den törichten, einfachen Leuten mit falschem Glauben und geringer Einsicht, gibt es niemanden, der dieses Licht auch nur sehen könnte.
Wo aber jene sind, die, nachdem sie von diesen verschiedenen Lichtern erfahren haben, einen reinen und tiefen, unerschütterlichen Glauben entwickeln können, werden sie für immer das gesamte Netz der Zweifel zerschneiden und rasch das Banner unübertroffener Verdienstlichkeit vollenden.
Es gibt ein höchstes SamāDhi namens fähig zu manifestieren. Gefolge und Schmuck, allesamt frei.
Es ist unter den Versammlungen der Söhne Buddhas unvergleichlich, nirgendwo in den zehn Himmelsrichtungen.
Es besitzt eine wundervolle, strahlende Lotus-Blume, von der Größe eines gewaltigen Trichiliokosmos, auf der sein Körper aufrecht ruht und ihn vollständig ausfüllt.
Dies ist der Kraft des spirituellen Überwissens dieses Samādhi zu verdanken.
Darüber hinaus umgeben ihn, so zahlreich wie die Atome in zehn Kṣetras, wunderbar feine Lotusblumen, auf denen jeweils Mitglieder der Versammlung der Söhne Buddhas sitzen, und in der Ehrfurcht gebietenden spirituellen Kraft dieses Samādhi verweilen.
In früheren Leben vervollkommneten sie gute Taten und Bedingungen und kultivierten die verdienstvollen Eigenschaften eines Buddhas vollständig.
Wesen wie diese umgeben den Bodhisattva, alle vereint im unermüdlichen Blick zu ihm aufgewandt, die Hände gefaltet.
Wie ein heller Mond inmitten der Sterne leuchtet, so weilt auch der Bodhisattva in dieser Gemeinschaft.
Die von den großen Erhabenen praktizierten Dharmas sind von dieser Art, wenn sie in die Ehrfurcht gebietende spirituelle Kraft dieses Samādhi eintreten.
So wie sie diese Erscheinung in einer der Himmelsrichtungen manifestieren, umgeben von einer Gemeinschaft von Buddhas Söhnen, so ist es auch in allen anderen Himmelsrichtungen, während sie in der Ehrfurcht gebietenden spirituellen Kraft dieses Samādhi verweilen.
Es gibt ein höchstes Samādhi, bekannt als „Netzwerk der Himmelsrichtungen“.
Der darin weilende Bodhisattva lehrt in großem Ausmaß, und manifestiert die Erscheinung seines Körpers überall in alle Richtungen, manchmal in tiefer Konzentration versunken, manchmal aber auch wie aus dem Nichts aufgetaucht.

355

Manchmal versenkt er sich in die rechte Konzentration im Osten, und erstrahlt dann aus der rechten Konzentration im Westen.
Manchmal versenkt er sich in die rechte Konzentration im Westen, und erstrahlt dann aus der rechten Konzentration im Osten.
Manchmal versenkt er sich in die rechten Konzentrationen in den anderen Himmelsrichtungen, und erstrahlt dann aus der rechten Konzentration in noch anderen Himmelsrichtungen.
Dies ist die Kraft des Bodhisattva, des Samādhi.
In allen Ländern des Ostens, unter den unzähligen Tatha Gatas, erscheint er vor ihnen allen, ihnen überall nahe, während er noch immer im Samādhi verweilt, ruhend und unbeweglich.
Und dann, in allen Welten des Westens, wo alle Buddhas, die Tatha Gatas, weilen, erscheint er in allen Fällen, als sei er aus dem Samādhi hervorgegangen, vertieft in die unermessliche Praxis unzähliger Opfergaben.
In allen Ländern des Westens, unter den unzähligen Tatha Gatas, erscheint er vor ihnen allen, ihnen überall nahe, während er in SamaDhi verweilt, still und unbeweglich.
Und dann, in allen Welten des Ostens, wo alle Buddhas, die Tatha Gatas, weilen, erscheint er stets aus SamaDhi hervorgegangen, und widmet sich der unermesslichen Praxis, unzählige Opfergaben darzubringen.
So geht der Bodhisattva in alle Welten der zehn Himmelsrichtungen, ausnahmslos, manchmal erscheint er unbeweglich in der Stille des Sama Dhi, manchmal erscheint er, den Buddhas ehrfurchtsvoll Opfergaben darbringend.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf das Sehvermögen begeben, und dann aus der Konzentration auf das Formsinnesobjekt hervortreten,
und die Unbegreiflichkeit des Wesens der Form offenbaren [mit einer Fähigkeit], die kein Deva oder Mensch ergründen kann.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf das Formsinnesobjekt begeben, und dann aus der Konzentration auf das Auge hervortreten, mit ungetrübtem Geist und das Auge als unentstanden, als ohne Ursprung,
und als von Natur aus leer, ruhend und wirkungslos erklären.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf das Hörvermögen begeben, und dann aus der Konzentration auf das Sinnesobjekt der Klänge hervortreten, und die Klänge aller Sprache unterscheiden, die kein Deva oder Mensch ergründen kann.

356

Er kann sich in die rechte Konzentration auf den Sinnesgegenstand des Hörens begeben, und dann mit ungetrübtem Geist aus der Konzentration auf das Ohr zurückkehren, und das Ohr als unentstanden, ohne Ursprung, und von Natur aus leer, ruhend und wirkungslos erklären.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf den Geruchssinn begeben, und dann mit ungetrübtem Geist aus der Konzentration auf den Geruchssinn zurückkehren, und überall alle erhabensten Düfte erfassen, die kein Deva und kein Mensch ergründen kann.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf den Geruchssinn begeben, und dann mit ungetrübtem Geist aus der Konzentration auf die Nase zurückkehren, und die Nase als unentstanden, ohne Ursprung, und von Natur aus leer, ruhend und wirkungslos erklären.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf den Zungensinn begeben, und dann mit ungetrübtem Geist aus der Konzentration auf den Geschmackssinn zurückkehren, und überall alle erhabensten Aromen erfassen, die kein Deva und kein Mensch ergründen kann.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf den Sinnesgegenstand der Geschmackssinne begeben, und dann die Konzentration auf die Zunge mit ungetrübtem Geist wieder auflösen, und die Zunge als unentstanden, ohne Ursprung, und von Natur aus leer, ruhend und wirkungslos erklären.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf die Körpersinne begeben, und dann die Konzentration auf den Sinnesgegenstand der Berührungssinne wieder auflösen, und alle Berührungen geschickt unterscheiden können, mit einer Fähigkeit, die kein Deva oder Mensch ergründen kann.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf den Sinnesgegenstand der Berührungssinne begeben, und dann die Konzentration auf den Körper mit ungetrübtem Geist wieder auflösen, und den Körper als unentstanden, ohne Ursprung, und von Natur aus leer, ruhend und wirkungslos erklären.
Er kann sich in die rechte Konzentration auf die Geistessinne begeben, und dann die Konzentration auf den Sinnesgegenstand der Lehren wieder auflösen, und die Aspekte aller Lehren unterscheiden können, mit einer Fähigkeit, die kein Deva oder Mensch ergründen kann.
Er kann die rechte Konzentration auf das Sinnesobjekt des Dharma erlangen, dann die Konzentration auf den Geist mit ungetrübtem Geist wiedererlangen und den Geist als unentstanden, als ohne Ursprung, und als von Natur aus leer, ruhend und nicht wirkend, darlegen.
Er kann die rechte Konzentration im Körper eines keuschen Jünglings erlangen, dann die Konzentration in einem Körper in der Blüte seines Lebens wiedererlangen.
Er kann die rechte Konzentration in einem Körper in der Blüte seines Lebens erlangen, dann die Konzentration in einem Körper im hohen Alter wiedererlangen.

357

Er kann im Körper eines alten Menschen die rechte Konzentration erreichen, und dann in einem Körper einer tugendhaften Laiin aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann im Körper einer tugendhaften Laiin die rechte Konzentration erreichen, und dann in einem Körper eines tugendhaften Laien aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann im Körper eines tugendhaften Laien die rechte Konzentration erreichen, und dann in einem Körper einer Bhikṣuṇī aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann im Körper einer Bhikṣuṇī die rechte Konzentration erreichen, und dann in einem Körper eines Bhikṣu aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann im Körper eines Bhikṣu die rechte Konzentration erreichen, und in einem Körper eines Menschen, der sich in oder jenseits der Übung befindet, aus der Konzentration hervorgehen,235
kann im Körper eines Menschen, der sich in oder jenseits der Übung befindet, die rechte Konzentration erreichen, und dann in einem Körper eines Pratyekabuddha aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einem Pratyekabuddha-Körper in die rechte Konzentration eintreten, und dann als Tathagata-Körper aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einem Tathagata-Körper in die rechte Konzentration eintreten, und dann im Körper eines Deva aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einem Deva-Körper in die rechte Konzentration eintreten, und dann im Körper eines großen Drachen aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einem großen Drachenkörper in die rechte Konzentration eintreten, und dann im Körper eines Yaksha aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einem Yaksha-Körper in die rechte Konzentration eintreten, und dann als Geistkörper aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einem Geistkörper in die rechte Konzentration eintreten, und dann in einer einzigen Pore aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in einer einzigen Pore in die rechte Konzentration eintreten, und dann in allen Poren aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann in allen Poren in die rechte Konzentration eintreten, und dann auf der Spitze eines einzelnen Haares aus der Konzentration hervorgehen. Er kann die rechte Konzentration auf die Spitze eines einzelnen Haares richten, und dann in einem einzelnen Atom aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann die rechte Konzentration auf ein einzelnes Atom richten, und dann in allen Atomen aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann die rechte Konzentration in allen Atomen richten, und dann auf dem Vajra-Grund aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann die rechte Konzentration auf dem Vajra[-Grund richten,
und dann in einem Mani-Juwelenbaum aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann die rechte Konzentration in einem Mani-Juwelenbaum richten, und dann im Licht Buddhas aus der Konzentration hervorgehen.
Er kann im Licht Buddha die rechte Konzentration richten, und dann an einem Fluss oder Ozean aus der Konzentration hervorgehen.

358

Er kann sich auf einen Fluss oder ein Meer in rechte Konzentration begeben, und dann in der Konzentration im Feuerelement wieder auftauchen.
Er kann sich auf rechte Konzentration im Feuerelement begeben, und dann in der Konzentration im Wind wieder auftauchen, mit ungetrübtem Geist.
Er kann sich auf rechte Konzentration im Windelement begeben, und dann in der Konzentration im Erdelement wieder auftauchen.
Er kann sich auf rechte Konzentration im Erdelement begeben, und dann in einem himmlischen Palast wieder auftauchen.
Er kann sich in einem himmlischen Palast in rechte Konzentration begeben, und dann in der Konzentration im Raum wieder auftauchen, mit ungetrübtem Geist.
Dies ist gemeint mit der unvorstellbaren, souveränen Meisterschaft des Samā Dhi jener mit unzähligen verdienstvollen Eigenschaften.
Sie ist so gewaltig, dass selbst alle Tatā Gatas in den zehn Himmelsrichtungen sie selbst in unzähligen Kalpas nicht vollständig beschreiben konnten.
Alle Tatā Gatas stimmen darin überein, die unvorstellbaren karmischen Vergeltungsmaßnahmen der Wesen zu erläutern.
Die Verwandlungen der Drachen, die souveränen Kräfte des Buddha und die spirituellen Kräfte des Bodhisattva sind ebenfalls unvorstellbar.
Selbst wenn man Analogien verwenden wollte, um diese Dinge zu enthüllen, gäbe es letztlich keine Analogie, die dem Vergleich gerecht würde.
Dennoch können Weise mit durchdringender Intelligenz solche Bedeutungen mithilfe von Analogien erfassen.
Der Geist eines Śrāvaka-Schülers, der in den acht Befreiungen verweilt, besitzt die souveräne Meisterschaft in der Manifestation aller Verwandlungen.
Er kann mit einem einzigen Körper viele Körper manifestieren und dann wiederum einen einzigen Körper aus vielen Körpern erschaffen.
Er kann sich in die Feuerkonzentration im Himmel begeben, im Himmel stehen, sitzen oder liegen, Wasser aus seinem Oberkörper und Feuer aus seinem Unterkörper ausstoßen, Feuer aus seinem Oberkörper und Wasser aus seinem Unterkörper ausstoßen.
Auf diese Weise kann er in einem einzigen Augenblick des Geistes unzählige souveräne Kräfte verschiedenster Art manifestieren. Wenn selbst jene, denen es an großer Güte und Mitgefühl mangelt, und die nicht den Pfad der Buddhaschaft um der Wesen willen suchen,
diese unvorstellbaren Phänomene manifestieren können, wie viel größer sind dann erst die souveränen Kräfte der großen Wohltäter?
Sie gleichen Sonne und Mond, die durch den Raum wandern, deren Bilder sich überall in den zehn Himmelsrichtungen spiegeln.
Im Wasser von Quellen, Teichen, Stauseen, Sümpfen, Wassergefäßen, oder in Edelsteinen, Flüssen oder Ozeanen – es gibt keinen Ort, an dem sie nicht erscheinen.

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Die Erscheinungen der Formen des Bodhisattva sind ebenso vollkommen, die sich auf unvorstellbare Weise in alle zehn Richtungen manifestieren.
Dies ist dem Dharma der souveränen Kräfte dieses Samādhi geschuldet.
Nur der Tatāgata vermag es zu erkennen und vollständig zu begreifen.
Es ist, als ob ein klarer See die Bilder eines vierfachen Heeres spiegeln könnte, in dem jedes einzelne Detail klar und deutlich erscheint,
einschließlich der vielen Arten von Schwertern, Lanzen, Bögen, Pfeilen, Schilden, Rüstungen, Streitwagen und Kutschen – allesamt von nur einem Typ.
Sie alle erscheinen in Übereinstimmung mit den Unterschieden in all ihren Merkmalen, sodass keines nicht vollständig auf dem Wasser sichtbar ist, während das Wasser selbst frei von solchen Unterscheidungen bleibt.
So verhält es sich auch mit dem Samādhi des Bodhisattva.
Es gibt einen Geist im Ozean, bekannt als Feiner Klang, dessen Stimme mit allen Wesen im Ozean in Resonanz steht, und der all ihre Sprachen vollkommen versteht, und sie alle glücklich macht.
Wenn selbst dieser Geist, der noch Gier, Hass und Verblendung in sich trägt, die Stimmen all dieser Wesen dennoch so gut verstehen kann,
wie viel weniger könnte dann jemand mit der souveränen Macht der DhāRaṇīs unfähig sein, die Vielzahl glücklich zu machen?
Es gibt eine Frau namens Beredsamkeit, geboren durch die Gebete ihrer Eltern an die Devas.
Wo immer es Menschen gibt, die das Böse meiden und sich an der Wahrheit erfreuen, kann sie ihnen wunderbare Beredsamkeit verleihen.237
Wenn selbst sie, die noch Gier, Hass und Verblendung in sich trägt, selbstverständlich Beredsamkeit verleihen kann, wie viel weniger könnte dann ein Bodhisattva, der Weisheit besitzt, unfähig sein, den Wesen Nutzen zu bringen? Betrachten wir beispielsweise einen Magier, der die Kunst der Beschwörung beherrscht,
der unzählige Phänomene aller Art hervorrufen kann, und so beschwört er im Nu den Lauf von Tagen, Monaten und Jahren herauf, in einer überaus reichen Stadt, die von Frieden und Glück erfüllt ist.
Wenn selbst dieser Beschwörer, der noch Gier, Hass und Verblendung in sich trägt, die Weltmenschen mit magischen Kräften erfreuen kann, wie viel weniger könnte dann jemand mit den befreienden Kräften des Dhyā na SamāDhi, in den Massen Freude und Begeisterung entfachen?
Wenn die Devas gegen die Asuras kämpfen, werden diese besiegt und fliehen, woraufhin ihre Waffen, Streitwagen und Heerscharen gleichzeitig verschwinden, sodass sie niemand mehr sehen kann.

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Wenn selbst jene, die noch von Gier, Hass und Verblendung erfüllt sind, unvorstellbare Wandlungen vollbringen können, wie viel mehr dann jene mit spirituellen Kräften und Furchtlosigkeit !
Wie könnten sie unfähig sein, souveräne Macht zu manifestieren ?
Śakra Devā nā m Indra besitzt einen Elefantenkönig, der weiß, wann der himmlische Herr reisen möchte, und dann spontan dreiunddreißig Köpfe formt, von denen jeder mit sechs Stoßzähnen ausgestattet ist.
Auf jedem dieser Stoßzähne befinden sich sieben Wasserbecken, die mit reinem, duftendem und stillem Wasser gefüllt sind.
In jedem dieser Becken mit reinem Wasser blühen sieben prächtig geschmückte Lotusblumen.
Auf jeder dieser prächtig geschmückten Lotusblumen sitzen sieben himmlische Jadenymphen.
Alle sind in den Künsten und im Spielen verschiedenster Musikrichtungen bewandert, und so vergnügen sie sich mit ihrem Herrn Indra.
Auch dieser Elefant gibt manchmal seine ursprüngliche Gestalt auf, und verwandelt seinen Körper in den der Devas, sodass sein Verhalten und seine Handlungen denen der Devas gleichen.
Er besitzt diese transformativen Kräfte spirituellen Überwissens.
Obwohl er noch immer Gier, Hass und Verblendung in sich trägt, ist er dennoch in der Lage, alle Arten von Überwissen zu manifestieren.
Wie viel weniger könnte jemand, der reich an praktischen Fähigkeiten und Weisheit ist, in tiefer Meditation souveräne Kräfte ausüben?
Nehmen wir zum Beispiel einen Asura, der seinen Körper verwandeln kann, sodass er die Ebene des Vajra betreten und mitten im Ozean stehen kann, wo das Wasser an seiner tiefsten Stelle nur bis zu seiner Taille reicht, während sein Kopf die gleiche Höhe wie der Gipfel des Berges Sumeru erreicht.
Obwohl er noch immer Gier, Hass und Verblendung in sich trägt, ist er dennoch fähig, solch gewaltige spirituelle Weisheit zu manifestieren.
Wie viel weniger sollte eine Weltenerleuchtende Lampe, die die Māras bezwingt, über ungeheure spirituelle Kräfte verfügen?
Als die Devas und die Asuras gegeneinander kämpften, waren Indras spirituelle Kräfte unvorstellbar.
Egal wie groß das Heer der Asuras auch war, er manifestierte ihnen in gleicher Zahl Körper.
Alle Asuras dachten damals:
„Nun, da Śakra Devānām Indra auf mich zukommt, wird er gewiss meine fünf Arten von Fesseln an sich reißen.“
Deshalb wurden ihre Horden von Trauer und Verzweiflung ergriffen.

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Śakra Devānām Indra manifestierte daraufhin einen Körper mit tausend Augen, der einen Vajra hielt und Flammen ausstrahlte, in Rüstung gehüllt, bewaffnet und von furchterregender Strenge erfüllt, woraufhin alle Asuras ihn anstarrten und flohen.
Obwohl er nur über geringe Verdienste verfügte, konnte er das große Heer des Gegners dennoch vernichtend schlagen.
Wie viel weniger könnte erst derjenige an verdienstvollen Eigenschaften vervollkommnen, der alle rettet und befreit, aber keine souveräne Macht ausübt?
Im Trā yastriṃ śa Himmel befindet sich eine himmlische Trommel, die aus den karmischen Belohnungen der Devas erschaffen wurde.
Sie erkennt, wenn das himmlische Heer zur Nachlässigkeit neigt, und sendet dann spontan ihren Klang aus dem Raum.
Es warnt: „Die fünf Begierden sind allesamt vergänglich, wie eine Masse Schaumblasen auf dem Wasser, von Natur aus leer und falsch.“
„Die gesamte Existenz ist wie ein Traum, wie eine Fata Morgana, wie dahintreibende Wolken und wie der Mond, der sich im Wasser spiegelt.“
„Nachlässigkeit ist ein Widersacher, der Leid und Elend erzeugt.“
„Sie ist nicht das Elixier der Unsterblichkeit, sondern der Pfad des Samsara.“
„Wer sich in allerlei nachlässigen Handlungen ergeht, wird in den Schlund des großen Leviathans der Sterblichkeit geraten.“
„Sie sind der Ursprung aller Arten von Leiden in den Welten, und das, was alle Aryas zu verabscheuen begonnen haben.“
„Das Wesen der fünf Begierden ist es, unsere verdienstvollen Eigenschaften zu zerstören.“
„Ihr solltet euch stattdessen alle am wahren Dharma erfreuen.“
Wenn die Devas des Trā yastriṃ śa Himmels diese Stimme hören, versammeln sie sich alle und steigen in die Halle der Guten Dharmas auf,
woraufhin ihnen Indra den erhabenen Dharma erklärt, wodurch sie alle in die Stille eintauchen und ihre Begierden ablegen können.
Diese Stimme ist gestaltlos und unsichtbar, und doch vermag sie den unzähligen Devas zu nützen.
Wie viel weniger könnte jemand, dessen Körper sich nach Belieben manifestieren können, es versäumen, die vielen Arten von Wesen zu retten und zu befreien?
Als die Devas und die Asuras miteinander kämpften, entfaltete das Verdienst der Devas seine außerordentliche Macht.
Die himmlische Trommel verkündete ihren Versammlungen: „Lasst euch nicht von Sorgen und Ängsten plagen.“
Als die Devas den Klang dieser Verkündigung vernahmen, legten sie alle Sorgen und Ängste ab und gewannen an Kraft.
In diesem Moment ergriff die Asuras ein Gefühl von Zittern und Schrecken. Und alle Heere, die sie in den Kampf geführt hatten, flohen auf dem Rückzug.

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Das wunderbare Elixier der Unsterblichkeit, gleich einer himmlischen Trommel, verströmt beständig einen sanften Klang, der die Māras besänftigt.
Mit tiefem Mitgefühl strebt es danach, alle zu erlösen und bewirkt überall, dass die Wesen ihre Leiden überwinden.
Wenn Śakra Devā nā m Indra seinen himmlischen Nymphen antwortet, die 92 Nayutas an der Zahl sind, bewirkt er, dass jede von ihnen denkt:
„Der himmlische Herr erfreut sich nur an mir.“
Wie er unter den himmlischen Nymphen allen persönlich antwortet, so ist es auch in der Halle der Guten Dharmas.
In einem einzigen Augenblick kann er spirituelles Überwissen manifestieren, das es ihm ermöglicht, vor jedem Deva zu erscheinen und für ihn Dharma zu verkünden.
Śakra Devānām Indra ist noch immer gierig, hasserfüllt und verblendet, und doch vermag er sein gesamtes Gefolge mit freudiger Wonne zu erfüllen.
Wie viel weniger könnten jene mit großen Fähigkeiten und spirituellen Kräften unfähig sein, alle zu erfreuen?
Der Paranirmita Vaśavartin, König des sechsten Reiches der Begierden, erlangt die Macht der souveränen Herrschaft über das Reich der Begierden, wodurch er durch ein Netz aus Karma, Leiden und Qualen alle gewöhnlichen Menschen fesselt.
Auch er ist noch immer gierig, hasserfüllt und verblendet, und doch ist er imstande, souveräne Macht über die Wesen zu erlangen.
Wie viel weniger könnte derjenige, der die zehn Kräfte der souveränen Herrschaft besitzt, unfähig sein, die Wesen dazu zu bringen, seine Praktiken zu übernehmen? Der König des Großen Brahma-Himmels des großen Trichiliokosmos, in dem alle Brahma-Himmel-Devas weilen,
kann sich vor dem Sitz jedes einzelnen von ihnen manifestieren und ihnen mit erhabener Brahman-Stimme frei Lehren verkünden.
Wenn selbst derjenige, der auf dem Pfad der Brahma-Himmel in der Welt weilt, diese wunscherfüllenden spirituellen Kräfte von Dhyāna und Samādhi besitzt, wie viel weniger könnte dann jemand, der unübertroffen in der Transzendierung der Welt ist, die Kräfte der souveränen Meisterschaft in Dhyāna und Befreiung nicht besitzen?
Wenn der König der Meeresdrachen Regen herabsendet, ist der Maheśvara-Himmelkönig, der über souveräne Weisheit verfügt, imstande, diese Tropfen zu unterscheiden und zu zählen, und sie alle in einem einzigen Augenblick des Geistes zu unterscheiden.
Jemand, der sich über unzählige Koṭīs von Kalpas hinweg fleißig kultiviert hat und dann diese unübertroffene Weisheit des Bodhi erlangt hat,
wie könnte er nicht in einem einzigen Augenblick des Geistes die Gedanken, die in den Geistern aller Wesen gegenwärtig sind, vollständig erkennen?

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Die karmischen Vergeltungsmaßnahmen der Wesen sind unvorstellbar.
Sie erzeugen die Kraft der gewaltigen Winde, die die Welt erschaffen, die großen Ozeane, die Berge, die Paläste im Himmel, den Glanz der vielen Juwelen und die unzähligen Dinge.
Sie vermögen auch Wolken zu verbreiten und gewaltige Regenfälle herabzuschicken, die gesamte wolkengefüllte Luft zu zerstreuen und zu vertreiben, alle Samen reifen zu lassen, und den vielen Arten von Wesen Glück zu bringen.
Solche Winde können weder die Pāramitās üben, noch die verdienstvollen Eigenschaften Buddhas, und dennoch sind sie fähig, solch unvorstellbare Phänomene zu erschaffen.
Wie viel mehr gilt dies erst für jene, die alle Gelübde vollkommen erfüllt haben?
Selbst die unterschiedlichsten Stimmen von Männern und Frauen, alle Arten von Vogel- und Tierrufen und die Klänge des Ozeans, fließender Bäche oder grollenden Donners haben die Kraft, den Geist der Wesen zu befriedigen und zu erfreuen.
Wie viel weniger könnte jemand, der die Echo-Natur des Klangs kennt, bereits über wunderbare, ungehinderte Eloquenz verfügt,
und sich überall den Wesen anpasst und ihnen Dharma lehrt, unfähig sein, der Welt Freude zu bringen?
Der Ozean besitzt seltene und außergewöhnliche Dharmas, durch die er alles gleichermaßen widerspiegeln kann, und überall alle Wesen,
kostbaren Dinge und den Fluss der Flüsse vollständig umschließt und enthält, ohne eines von ihnen zurückzuweisen.
Wer unerschöpfliche Dhyāna-Versenkungen und Befreiungen besitzt, manifestiert auf dieselbe Weise solche gleichmäßigen Spiegelungen,
während er überall unermüdlich und unersättlich Verdienst, Weisheit und die wunderbaren Praktiken kultiviert.
Wenn der Drachenkönig des großen Ozeans umherstreift und sich vergnügt, ist er allgegenwärtig und herrscht über alles.
Er entfesselt Wolken, die den Himmel der vier Kontinente erfüllen, in denen seine Wolken in allen erdenklichen Farben erstrahlen.
Im sechsten Reich der Begierden des Paranirmita Vaśavartin haben die Wolken die Farbe von echtem Gold.
Im Nirmā ṇarati Himmel haben sie die Farbe roter Perlen.
Im Tuṣita Himmel haben sie die Farbe von Frost und Schnee.
Im Yāma Himmel haben sie die Farbe von Vaiḍūrya.
Im Trāyastrimṣa Himmel haben sie die Farbe von Smaragden.
Im Himmel der Vier Himmelskönige haben sie die Farbe von Kristall.
Und draußen auf dem großen Ozean haben sie die Farbe von Vajra.

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Bei den KiṃNaras haben sie die Farbe von wunderbarem Weihrauch.
Wo alle Drachen wohnen, haben sie die Farbe von Lotusblumen.
Wo die Yakshas wohnen, haben sie die Farbe von weißen Gänsen.
Bei den Asuras haben sie die Farbe von Berggestein.
Auf dem Kontinent Godā Nīya haben sie die Farbe von goldenen Flammen.
In Jambudvīpa haben sie die Farbe von Saphiren.
Auf den anderen beiden Kontinenten zeigen sie verschiedene Verzierungen, die je nach Wunsch der Menge erscheinen.
Im Paranirmita-Vaśavartin-Himmel erscheint der Blitz in den Wolken wie blendendes Sonnenlicht.
Im Nirmā-ṇarati-Himmel erscheint er wie Mondlicht.
Im Tuṣita-Himmel erscheint er in der Farbe von Jambū-Nada-Gold.
Im Yāma-Himmel erscheint es schneeweiß.
Im Trāyastrimṣa-Himmel erscheint es in der Farbe goldener Flammen.
Im Himmel der Vier Himmelskönige hat es die Farbe vieler Juwelen.
Draußen auf dem großen Ozean hat es die Farbe von Rubinen.
Im Kiṃnara-Reich hat es die Farbe von Vaiḍūrya.
Wo die Drachenkönige wohnen, hat es die Farbe eines Juwelenschatzes.
Wo die Yakshas wohnen, hat es die Farbe von Kristall.
Unter den Asuras hat es die Farbe von Karneol.
Auf dem Kontinent Godānīya hat es die Farbe feuriger Perlen.
In Jambudvīpa hat es die Farbe von Saphiren.
Auf den anderen beiden Kontinenten erscheint es in verschiedenen Formen, genau wie Blitze und Wolken.
Im Paranirmita-Himmel klingt der Donner wie die Stimme Brahmas.
Im Nirmāṇarati-Himmel ähnelt er dem Klang einer großen Trommel.
Im Tuṣita-Himmel ähnelt er dem Gesang.
Im Yāma-Himmel ist er wie die Stimme himmlischer Nymphen.
Im Trāyastrimṣa-Himmel ähnelt er den verschiedenen Klängen der Kiṃnaras.
Im Himmel der Vier Weltenschützenden Könige ähnelt er den Klängen der Gandharvas.
Draußen auf dem Ozean klingt er wie zwei aufeinanderprallende Berge.
Unter den Kiṃnaras ähnelt er dem Klang von Flöten und Pfeifen.
In der Stadt der Drachen klingt er wie der Ruf des Kalaviṅka-Vogels.
In den Wohnstätten der Yakshas gleicht es der Stimme einer Drachenmaid.
Bei den Asuras klingt es wie himmlische Trommeln.
Bei den Menschen klingt es wie Meeresbrandung.
Im Paranirmita-Vaśavartin-Himmel ist der Regen ein wunderbarer Weihrauchduft, der mit allerlei Blumen geschmückt ist.

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Im Nirmāṇarati Himmel besteht der Regen aus Tā-La-Baumblüten, Mandā-Rava-Blüten und kostbaren Düften.
Im Tuṣita Himmel besteht der Regen aus Maṇi-Juwelen, die mit allerlei Juwelen verziert sind.
Die kostbaren Juwelen in ihren Haarknoten glänzen wie Mondlicht, und ihre überaus prächtigen Gewänder haben die Farbe von echtem Gold.
Im Yāma Himmel besteht der Regen aus Bannern, Wimpeln, Baldachinen, Blumenkränzen, kostbaren Düften, prächtigen Verzierungen,
und überaus feinen Gewändern in der Farbe roter Perlen, und er wird vom Gesang aller Arten von Nymphen begleitet.
Im Trā yastrimṣa-Himmel regnet es wunscherfüllende Perlen, Adlerholz- und Sandelholz-Räucherstäbchen, und Safran, Keśara, Tamā la und andere Räucherstäbchen, in einem Regen aus wundervollen Blumen und Düften.
In den Städten der Weltenhüterkönige regnet es exquisite Speisen, vollkommen in Farbe und Geschmack, reich an stärkenden Kräften, während gleichzeitig eine unvorstellbare Vielfalt an kostbaren Edelsteinen herabregnet.
All diese Phänomene sind Schöpfungen des Drachenkönigs.
Darüber hinaus regnet es draußen auf den großen Ozeanen unaufhörlich wie die Achse eines Wagens, und es regnet endlos einen großen Schatz an Juwelen, sowie alle Arten von verschiedenen Schmucksteinen.
Im Kiṃnara-Reich regnet es Juwelenketten, vielfarbige Lotusblumen, Gewänder und Juwelen, sowie Varṣika- und Mallikā-Räucherstäbchen, alles begleitet von allerlei Musikklängen.
In der Stadt der Drachen regnet es Rubine.
In der Stadt der Yakshas regnet es strahlende Mani-Juwelen.
Bei den Asuras regnet es Waffen, mit denen sie all ihre Feinde besiegen können.
Auf dem Kontinent Godānīya regnet es Juwelenketten und unzählige wunderschöne Blumen.
Auf den beiden Kontinenten Pūrva-videha und Apara-Godāniya regnet es allerlei Schmuck.
In Jambudvīpa regnet reines Wasser herab, das fein, wohltuend und der Jahreszeit entsprechend ist, das die vielen Blumen, Früchte und Kräuter nährt, und das alle Sprossen und Körner reifen lässt.
All die unzähligen wunderbaren Verzierungen dieser Art, und all diese verschiedenen Arten von Wolken, Blitzen, Donner und Regen, kann der Drachenkönig mit seiner souveränen Macht erschaffen, selbst wenn sein Körper unbeweglich bleibt und er frei von Unterscheidungen ist.

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Wenn selbst derjenige, der inmitten der Weltmeere weilt, der noch so unvorstellbare Kräfte manifestieren kann, wie viel weniger sollte dann jemand, der in den Ozean des Dharma eintritt und die Qualitäten vervollkommnet, der nicht in der Lage sein, solch große spirituelle Wandlungen zu bewirken?
Obwohl es keine Analogien gibt, die ausreichen, um die Tore der Befreiung all jener Bodhisattvas zu veranschaulichen, nutze ich diese Analogien dennoch, um ihre Kräfte der souveränen Meisterschaft kurz zu erklären.
Erste Weisheit, unermessliche Weisheit, wahre Weisheit, grenzenlose Weisheit, höchste Weisheit und insbesondere höchste Weisheit –
Solche Tore zum Dharma wurden bereits dargelegt.
Dieser Dharma ist so selten und so außergewöhnlich, dass, wenn jemand, der ihn gehört hat, ihn erkennen und gutheißen, daran glauben, ihn annehmen und ihn preisen könnte, dann wäre es äußerst selten, so zu handeln.
Für einen gewöhnlichen weltlichen Menschen, wäre es äußerst selten, diesen Dharma zu glauben.
Nur wer in der Vergangenheit fleißig reines Verdienst erworben hat, kann dann durch die Kraft vergangener Ursachen daran glauben.
Von allen Wesensarten der Welt streben nur wenige nach dem Śrāvaka-Schülerfahrzeug.
Noch weniger streben nach einsamer Erleuchtung.
Man begegnet nur sehr selten jenen, die im Großen Fahrzeug voranschreiten.
Doch im Großen Fahrzeug voranzuschreiten ist vergleichsweise einfach, denn an diesen Dharma zu glauben, ist noch seltener,
umso mehr, wenn man ihn bewahrt, rezitiert, anderen lehrt, ihn im Einklang mit dem Dharma praktiziert und ihn wahrhaft versteht.
Selbst einen großen Trichiliokosmos auf dem Kopf zu halten, ein ganzes Kalpa lang, ohne den Körper zu bewegen, wäre nicht besonders schwierig, denn an diesen Dharma zu glauben, ist das, was wirklich schwierig ist.
Selbst wenn man ein ganzes Kalpa lang im leeren Raum stünde und dabei zehn Buddha Kṣetras in den Händen hielte, wäre dies noch nicht besonders schwierig, denn der Glaube an diesen Dharma ist das, was wirklich schwer ist. Selbst das Verdienst, das man durch das Schenken erfreulicher Dinge erlangt,an Wesen, die so zahlreich sind wie die Atome in zehn Buddha Kṣetras, ein Kalpa lang, wäre nicht besonders hoch, denn das Verdienst dessen, der an diesen Dharma glaubt, ist das höchste.

367

Wenn man so vielen Tatha Gatas diente wie Atomen in zehn Buddha Kshetras, und dies über einen ganzen Kalpa hinweg täte.
Wenn man dieses Kapitel rezitieren und behalten könnte, wäre sein Verdienst am höchsten und übertreffe sogar jenen.
Zu jener Zeit, nachdem der Erhabene Bodhisattva diese Verse gesprochen hatte, erbebten und bewegten sich die Länder der zehn Himmelsrichtungen auf sechs Arten.
Das Licht der Paläste der Māras erlosch, die unglücklichen Schicksale kamen zum Stillstand, und die Buddhas der zehn Himmelsrichtungen
erschienen alle direkt vor ihm, woraufhin jeder von ihnen mit der rechten Hand über seinen Kopf strich und ihn mit einer Stimme lobte:
„Es ist wahrlich gut, wahrlich gut, dass du diesen Dharma so schnell verkündest. Wir alle freuen uns darüber.“

Das Ende von Kapitel zwölf

  • Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org

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