Die 10 Leitlinien: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Bodhisattva vervollkommnet einen solch seltenen Geist. Während er die Bodhisattva-Praktiken kultiviert, lehrt er möglicherweise nicht über die Dharmas der Zwei Fahrzeuge, nicht über die Dharmas eines Buddhas, nicht über die Welt, nicht über die Dharmas der Welt, nicht über Wesen, nicht über die Nichtexistenz von Wesen, nicht über Verunreinigungen und nicht über Reinheit. | |||
Und warum? | |||
Weil der Bodhisattva weiß, dass alle Dharmas frei von Verunreinigungen sind und nicht anhaften, sich nicht entwickeln und nicht zurückentwickeln. Wenn der Bodhisattva inmitten solch stiller, erhabener, äußerst tiefgründiger und höchster Dharmas kultiviert, entstehen ihm nicht einmal Gedanken wie: | |||
„Ich kultiviere jetzt diese Praxis“, „Ich habe die Kultivierung jener Praxis bereits abgeschlossen“ und „Ich werde diese andere Praxis in Zukunft kultivieren“. Er ist nicht an die Aggregate, die Sinnesbereiche, die Sinnesgrundlagen, die innere Welt, die äußere Welt oder die Welt, die sowohl innerlich als auch äußerlich ist, gebunden. | |||
Es gibt nichts, woran er in den großen Gelübden, die er abgelegt hat, in den Pāramitās oder in den anderen Dharmas gebunden ist. | |||
Und warum ist das so? Im gesamten Dharma-Bereich gibt es keinen Dharma namens „Zugangsstufe des Śrāvaka-Schüler-Fahrzeugs“ oder „Zugangsstufe des Pratyekabuddha-Fahrzeugs“. Es gibt auch kein Dharma, das „Zugangsstufe des Bodhisattva-Fahrzeugs“ oder „Zugangsstufe des | |||
Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi“ genannt wird. Es gibt kein Dharma, das „Zugangsstufe der Bereiche des gewöhnlichen Menschen“ genannt wird. Es gibt kein Dharma, das „Zugangsstufe der Befleckung“, „Zugangsstufe der Reinheit“, „Zugangsstufe des SaṃSāRa“ oder „Zugangsstufe des [[Nirvana]]“ genannt wird. | |||
Und warum ist das so? | |||
Weil alle Dharmas weder dual noch nicht-dual sind. Sie sind wie der leere Raum, den man, selbst wenn man ihn in zehn Richtungen in Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart suchte, niemals erfassen könnte, obwohl es nicht so ist, dass es keinen leeren Raum gäbe. | |||
Wenn der Bodhisattva auf diese Weise über alle Dharmas nachsinnt, kann keiner von ihnen erfasst werden, obwohl es nicht so ist, dass es | |||
keine Dharmas gäbe. Er stimmt mit der Wirklichkeit überein, weicht nicht von ihr ab, setzt seine Tätigkeit fort und gibt überall Unterweisung in der Ausübung der Bodhisattva-Praktiken. | |||
Er gibt weder seine großen Gelübde noch seine Schulung der Wesen auf noch das Drehen des Rades des rechten [[Dharma]]. | |||
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Version vom 20. Januar 2026, 12:20 Uhr
Die 10 Leitlinien ist das Kapitel 21 des Avatamsaka Sutra.
Übersetzung
Zu jener Zeit, unterstützt von der gewaltigen Kraft des Buddha, trat der Bodhisattva Wald der Verdienstvollen Eigenschaften in den „Samādhi der geschickten Reflexion des Bodhisattva“ ein. Nachdem er diesen Samādhi erreicht hatte, erschienen ihm aus einer Vielzahl von Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in einer Myriade von Buddha-Kṣetras, Buddhas, ebenso zahlreich wie die Atome in einer Myriade von Buddha-Kṣetras, alle mit dem gleichen Namen Wald der Verdienstvollen Eigenschaften, und sprachen zu ihm: „Es ist wahrlich gut, Sohn der Guten Familie, dass du in diesen Samādhi der geschickten Reflexion eintreten konntest.“ Sohn der Guten Familie, dass du dies tun konntest, liegt daran, dass diese gleichnamigen Buddhas aus jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in unzähligen Buddha-Kṣetras, dich alle unterstützt haben.
Es ist auch der Kraft der Gelübde Vairocana Tathagatas und seiner gewaltigen spirituellen Kräfte sowie der Kraft der Wurzeln der Güte aller Bodhisattvas zu verdanken, dass du in diesen Samadhi eintreten und den Dharma verkünden konntest:
Um das Verständnis der Weisheit Buddhas zu vertiefen;
Um einen tiefen Eintritt in die Welt des Dharma zu ermöglichen;
Um ein umfassendes Verständnis der Daseinsbereiche zu erlangen;
Um sicherzustellen, dass jeder Eintritt ungehindert erfolgt;
Um sicherzustellen, dass jede Praxis frei von Hindernissen ist;
Um die Erlangung unzähliger geschickter Mittel zu fördern;
Um die Natur des Allwissens zu erfassen;
Um alle Dharmas zu erwecken;
um alle Fähigkeiten zu erkennen; und
um die Bewahrung und Erklärung aller Dharmas zu ermöglichen.
Das heißt, es ermöglicht die Ausübung der zehn Praktiken aller
Bodhisattvas. Sohn der Guten Familie, nimm die Hilfe der
ehrfurchtgebietenden spirituellen Kräfte der Buddhas an und erkläre diese
Dharmas.
Zu diesem Zeitpunkt verliehen die Buddhas dem Bodhisattva des Waldes der
Verdienstvollen Eigenschaften ungehinderte Weisheit, ungebundene Weisheit, ununterbrochene Weisheit, lehrerlose Weisheit, ungetrübte Weisheit, unveränderliche Weisheit, unfehlbare Weisheit, unermessliche Weisheit, unüberwindliche Weisheit, unerbittliche Weisheit und unbezwingbare Weisheit.
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Warum? Weil das Dharma der Kraft dieses Samādhi genau dieser Art ist.
In diesem Moment streckte jeder der Buddhas seine rechte Hand aus und berührte den Scheitel des Bodhisattva „Wald der verdienstvollen Eigenschaften“.
Der Bodhisattva „Wald der verdienstvollen Eigenschaften“ erhob sich daraufhin aus seiner meditativen Versenkung und sprach zu den Bodhisattvas:
Die Praktiken des Bodhisattva sind unvorstellbar, vergleichbar mit dem Bereich des Dharma und dem Bereich des leeren Raums.
Warum? Weil der Bodhisattva-Mahā-Sattva durch Übung im Einklang mit den Praktiken aller Buddhas der drei Zeitepochen kultiviert.
Ihr Söhne Buddhas, was sind denn nun die Praktiken des Bodhisattva-Mahā-Sattva? Söhne Buddhas, der Bodhisattva Maha Sattva kennt zehn Arten von Praktiken, die von allen Buddhas der drei Zeitalter verkündet wurden. Welche sind das? Sie lauten wie folgt:
Erstens: Freudenpraxis;
Zweitens: Nutzenpraxis;
Drittens: Praxis der Nicht-Widersprüche;
Viertens: Unbezwingbare Praxis;
Fünftens: Praxis der Klarheit;
Sechstens: Praxis der wohlmanifestierten Wahrheit;
Siebtens: Praxis der Losgelöstheit;
Achtens: Praxis der schwer zu erlangenden Lehre;
Neuntens: Praxis der guten Lehren; und
Zehntens: Wahre Praxis.
Das sind die zehn. Söhne Buddhas, was genau bedeutet die „Freudepraxis“ des Bodhisattva Maha Sattva? Söhne Buddhas,
dieser Bodhisattva ist ein großer Wohltäter. Er ist imstande, alles, was er besitzt, gütig zu geben, und zwar mit einem unparteiischen Herzen, frei von Reue und Geiz, ohne nach Belohnung zu gieren, ohne Ruhm zu streben und ohne Nutzen oder Unterstützung zu erlangen.
Er tut dies nur, um alle Wesen zu retten und zu beschützen, alle Wesen anzuziehen und zu erhalten und allen Wesen zum Wohle zu dienen; um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu üben; um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken im Gedächtnis zu behalten; um sich an den ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu erfreuen; um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu reinigen.
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Um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu mehren;
um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu bewahren;
um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu offenbaren;
um die ursprünglich von allen Buddhas praktizierten Praktiken zu erläutern; und
um den Wesen zu ermöglichen, sich vom Leiden zu lösen und Glückseligkeit zu erlangen.
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva-Mahā Sattva diese Praktiken ausübt, bewirkt er, dass alle Wesen Freude und Wonne empfinden.
Wo immer es Regionen und Länder gibt, die von Armut und Entbehrung geplagt sind, geht er durch die Kraft seiner Gelübde dorthin und wird dort wiedergeboren als ein Wesen von edler Geburt und unermesslichem Reichtum, der unzählige Wertgegenstände und Juwelen besitzt und der, selbst wenn in jedem Augenblick seines Bewusstseins unzählige Wesen zu ihm kämen, und jedes ihn anspräche mit den Worten: „O Würdiger, wir sind verarmt, ohne jegliche Lebensgrundlage, hungrig, abgemagert, erleiden schwerstes Leid und leben am Rande des Unhaltbaren. Ich wünschte nur, du hättest gütiges Mitleid und gibst mir dein Fleisch, damit ich es essen und dieses Leben fortsetzen kann“, dann wäre der Bodhisattva sofort bereit, es ihm zu geben, um ihn zu erfreuen und zu sättigen.
Selbst wenn weiterhin unzählige Hunderttausende Wesen kämen und ihn auf diese Weise um Almosen baten, würde der Bodhisattva niemals aus Furcht zurückweichen. Vielmehr würde er nur mit noch größerer Güte und noch größerem Mitgefühl antworten. Da all diese Wesen kamen und ihn um Almosen baten, würde der Bodhisattva, wenn er dies sähe, doppeltes Glück empfinden und denken: „Ich habe hier einen so großen Segen erfahren, denn diese Wesen sind meine Felder, um Verdienste zu sammeln. Dies sind meine guten Freunde, die, selbst ohne dass ich sie aufgesucht oder eingeladen habe, gekommen sind, um mich im Dharma des Buddha zu unterweisen. Ich sollte nun entsprechend üben und mich darin üben und mich davor hüten, dem Willen dieser Wesen zu widerstehen.“
Er dachte auch:
Mögen alle Wurzeln der Güte, die aus meinem vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Handeln entspringen, mir ermöglichen, in Zukunft in allen Welten und unter allen Wesen gewaltige Körper zu empfangen, deren Fleisch alle hungernden Wesen sättigen kann, sodass ich selbst nicht sterbe, solange es auch nur ein einziges kleines Wesen gibt, das noch nicht satt ist, sodass Fleisch unaufhörlich von meinen Körpern abgeschnitten werden kann. Mögen diese Wurzeln der Güte mich zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi und zur Verwirklichung des großen Nirvana führen.
Mögen auch all jene Wesen, die mein Fleisch essen, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ erlangen, unparteiische Weisheit erlangen, mit allen Dharmas des Buddha ausgestattet werden, sich intensiv mit den Werken des Buddha auseinandersetzen und so weiter, bis sie ohne Reste ins Nirvana eingehen.
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Möge es auch so sein, dass ich, solange es auch nur ein einziges Wesen gibt, dessen Geist nicht zufrieden ist, weiterhin darauf verzichten werde,
die endgültige Verwirklichung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen.
Auf diese Weise nützt der Bodhisattva den Wesen und hat doch keine Wahrnehmung eines Selbst, eines Seins, einer Existenz, eines Lebens, eines zusammengesetzten Wesens,315 eines Pudgala, einer „Person“, eines Manavaka,316 eines subjektiven Akteurs von Handlungen oder irgendjemandes, der Erfahrungen macht.
Er betrachtet die unzähligen Dharmas des Dharma-Bereichs und des Bereichs der Wesen als leere Dharmas, als Dharmas, in denen nichts existiert, als zeichenlose Dharmas, als Dharmas ohne Substanz, als Dharmas ohne festen Ort, als Dharmas, von denen nichts abhängt, und als Dharmas ohne Funktion.
Während er sich dieser Betrachtung widmet, nimmt er weder die Existenz seiner eigenen Person noch die Existenz von Gaben wahr, noch die Existenz des Empfängers, noch die Existenz eines Verdienstfeldes, noch die Existenz karmischer Handlungen, noch die Existenz karmischer Folgen, noch die Existenz karmischer Früchte, weder die Existenz großer noch kleiner karmischer Früchte. Zu diesem Zeitpunkt betrachtet der Bodhisattva die Körper, die alle Wesen der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart empfangen, und sieht, wie sie einem raschen Verfall und der Zerstörung unterliegen.
Dabei kommt ihm folgender Gedanke: Wie seltsam sind doch diese Wesen! Sie sind so verblendet und unwissend.
Im Laufe des Samsara empfangen sie unzählige Körper, die alle so zerbrechlich sind und alle unaufhörlich und schnell dem Verfall und der Zerstörung unterliegen. Ob sie nun bereits verfallen und zerstört sind, gerade verfallen und zerstört werden oder in Zukunft verfallen und zerstört werden sollen, sie sind unfähig, diese vergänglichen Körper für ihr Streben nach einem beständigen Körper zu nutzen.
Ich sollte mich eingehend in dem üben, was die Buddhas geübt haben, um allwissend zu werden und alle Dharmas zu erkennen. Dann kann ich ihnen, zum Wohle aller Wesen, die Identität der drei Zeitperioden, im Einklang mit der Ruhe und die Unzerstörbarkeit der Dharmas lehren und ihnen so ermöglichen, für immer Sicherheit und Glück zu erlangen.
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2.579
Söhne Buddhas, dies ist mit der ersten der Praktiken des Bodhisattva Mahā Sattva, der freudvollen Praxis, gemeint.
Söhne Buddhas, was ist dann mit der „wohltuenden Praxis“ des Bodhisattva Mahā Sattva gemeint?
Dieser Bodhisattva bewahrt und hält die reinen moralischen Gebote aufrecht, und sein Geist ist frei von jeglicher Anhaftung an Formen, Klänge, Gerüche, Geschmäcker oder Berührungsgegenstände. Er verkündet dies auch als Lehre für alle Wesen.
Er strebt weder nach Macht noch nach Einfluss, strebt nicht danach, einer bestimmten Kaste anzugehören, Reichtum zu erlangen, ein bestimmtes Aussehen anzunehmen und nicht König zu werden. Unter all diesen Umständen bleibt er frei von jeglichen Bindungen und hält einfach standhaft an den reinen moralischen Geboten fest, indem er so denkt: „Bei meiner Befolgung der reinen moralischen Gebote ist es unerlässlich, dass ich alle Fesseln, Gier, fieberhafte Leiden, Schwierigkeiten, Druck, Verleumdung, Verwirrung und Trübung auflasse und den unparteiischen rechten Dharma erlange, den der Buddha gepriesen hat.“
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva die reinen moralischen Gebote auf diese Weise einhält, selbst wenn im Laufe eines einzigen Tages
hunderttausend Koṭīs von Nayutas der bösen Māras zu dem Ort kämen, wo sich der Bodhisattva befindet, jede einzelne von ihnen mit sich führe
unzählige Hunderttausende von Koṭīs von Nayutas der himmlischen Nymphen, die alle geschickt Techniken im Zusammenhang mit den fünf Begierden zusammen mit ihrer weiblichen Schönheit einsetzen, um den Geist dieses Mannes zu täuschen, und selbst wenn sie alle möglichen Arten von kostbaren Unterhaltungsgegenständen präsentierten, die den Entschluss des Bodhisattva, auf dem Pfad zu bleiben, zu stören, würde der Bodhisattva dann Folgendes bedenken:
„Diese fünf Begierden sind Dharmas, die den Pfad so sehr behindern, dass sie die Verwirklichung des unübertroffenen Bodhi verhindern.“
Folglich hegt er nicht den geringsten Gedanken an Begierde und sein Geist bleibt so rein wie der des Buddha, mit der einzigen Ausnahme von Umständen, in denen er geschickte Mittel einsetzt, um Wesen zu lehren. Selbst dann gibt er seinen Entschluss, Allwissenheit zu erlangen, niemals auf.
Als Sohn des Buddha würde der Bodhisattva lieber seinen eigenen Körper und sein Leben verlieren, als irgendein Wesen durch die Ursachen und Bedingungen der Begierde zu Leid zu versetzen.
Daher tut er niemals etwas, was Leid in irgendeinem Wesen hervorrufen könnte.
Von dem Zeitpunkt an, als der Bodhisattva den Buddha persönlich gesehen hat, bis heute, hegt sein Geist nicht den geringsten Gedanken an Begierde, geschweige denn, dass er eine solche Tat begehen würde.
484
Die Vorstellung, er könnte eine solche Tat begehen, ist unmöglich. In solchen Momenten sinniert der Bodhisattva einfach so:
Während der langen Nacht ihrer Existenz haben alle Wesen über die fünf Begierden nachgedacht, sie verfolgt, sich gierig an sie gebunden, ihren Geist darauf gerichtet, sich ihrer Verunreinigung hingegeben, sind in ihnen versunken und ertrunken, haben sich in der Verfolgung ihrer Begierden
umgetrieben und sind so unfähig geblieben, sich von ihnen zu befreien.
Ich sollte nun all diese Māras, himmlischen Nymphen und alle Wesen dazu bringen, in den unübertroffenen moralischen Geboten zu verweilen, und nachdem sie in den reinen moralischen Geboten verweilt sind, sollte ich sie befähigen, den unumkehrbaren Entschluss zu fassen, Allwissenheit zu erlangen, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ zu verwirklichen und schließlich ohne Reste ins Nirvana einzugehen.
Und warum sollte ich das tun? Dies ist die Art von karmischer Arbeit, die wir verrichten sollten. Wir sollten den Buddhas folgen, indem wir uns solchen Übungen und Schulungen widmen. Nachdem wir uns solchen Schulungen gewidmet haben, sollten wir alle schlechten Taten und die Unwissenheit ablegen, die aus der Annahme der Existenz eines Selbst entstehen. Wir sollten dann Weisheit nutzen, um alle Buddha-Dharmas zu durchdringen, sie den Wesen zu erklären und sie zu befähigen, sich von ihren verkehrten Ansichten zu befreien.
Dennoch erkennt er, dass umgekehrte Ansichten nicht unabhängig von Wesen existieren und umgekehrte Ansichten nicht unabhängig von ihnen.
Wesen existieren nicht innerhalb umgekehrter Ansichten und umgekehrte Ansichten existieren nicht innerhalb von Wesen. Umgekehrte Ansichten sind auch nicht Wesen. Wesen sind auch nicht umgekehrte Ansichten. Umgekehrte Ansichten sind keine inneren Dharmas. Umgekehrte Ansichten sind keine äußeren Dharmas. Wesen sind keine inneren Dharmas. Wesen sind keine äußeren Dharmas. Alle Dharmas sind falsch und unwirklich, entstehen und vergehen plötzlich, sind substanzlos, wie Träume, Schatten, Beschwörungen und Verwandlungen. So täuschen und verführen sie den einfachen Menschen.
Wer dies auf diese Weise versteht, ist dann imstande, alle Praktiken vollständig zu erwecken, ein tiefgreifendes Verständnis von SaṃSāRa und Nirvana zu erlangen, den Bodhi des Buddha zu verwirklichen, sich selbst zu erlösen und die Erlösung anderer zu ermöglichen, sich selbst zu befreien und die
Befreiung anderer zu ermöglichen, sich selbst zu schulen und die Schulung anderer zu ermöglichen, selbst Ruhe zu finden und die Ruhe anderer zu ermöglichen, selbst Frieden und Sicherheit zu erlangen und den Frieden und die Sicherheit anderer zu ermöglichen, sich von der Unreinheit zu befreien und andere dazu zu befähigen, sich selbst von der Unreinheit zu befreien, sich selbst zu reinigen und die Reinigung anderer zu ermöglichen, selbst Nirvana zu erreichen und andere dazu zu befähigen, und selbst Glück zu erlangen und andere zum Glück zu befähigen.
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Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva reflektiert auch so:
Ich sollte allen Tatha-Gatas folgen, indem ich alle weltlichen Praktiken aufgeben, alle Dharmas des Buddha erfüllen, im Zustand unübertroffener Unparteilichkeit verweilen, alle Wesen gleich betrachten, ein klares Verständnis der objektiven Bereiche erlangen, alle Fehler aufgeben, alle Unterscheidungen ablegen, alle Anhaftungen lösen, geschickt Befreiung erlangen und einen Geist entwickeln, der beständig in unübertroffener, unaussprechlicher, unabhängiger, unerschütterlicher, unermesslicher, grenzenloser, unerschöpflicher, formloser und überaus tiefgründiger Weisheit ruht.
Söhne Buddhas, dies ist mit der zweiten der Praktiken des Bodhisattva-Mahā-Sattva, der heilsamen Praxis, gemeint.
Söhne Buddhas, was bedeutet dann die „nicht-widersprüchliche Praxis“ des Bodhisattva Mahā Sattva? Dieser Bodhisattva praktiziert stets die Geduld, indem er demütig und ehrfürchtig ist. Er fügt sich selbst keinen Schaden zu, fügt anderen keinen Schaden zu und schadet auch niemandem. Er nimmt nichts, ermutigt andere nicht zum Nehmen und beteiligt sich nicht am Nehmen. Er ist nicht an sich selbst gebunden, hängt nicht an anderen und an keinem von beiden. Und er strebt weder nach Ruhm noch nach Opfergaben.
Er reflektiert einfach folgendermaßen: „Ich sollte den Wesen stets den Dharma lehren und sie so befähigen, jede Form des Bösen aufzugeben und Gier, Hass, Verblendung, Arroganz, Verheimlichung, Geiz, Neid, Schmeichelei und Täuschung abzulegen, wodurch sie in Geduld und Sanftmut beständig gefestigt werden können".
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva auf diese Weise das Dharma der Geduld entwickelt hat, nehmen wir an, dass hunderttausend Koṭīs Nayutas Asaṃ Khyeyas von Wesen zu seinem Wohnort kämen und jedes dieser Wesen dann transformierend hunderttausend Koṭīs Nayutas Asaṃ Khyeyas von Mündern erschaffe und jeder dieser Münder dann hunderttausend Koṭīs Nayutas Asaṃ Khyeyas von Aussagen ausspreche, nämlich Aussagen, an denen man keine Freude haben könne, Aussagen über unheilsame Dharmas, Aussagen, die missfallen, Aussagen, die niemand mögen könnte, Aussagen, die unmenschlich sind und die ein Würdiger niemals aussprechen würde, Aussagen, die nicht der Weisheit der Aryas entsprechen, Aussagen, die ein Arya niemals aussprechen würde, Aussagen, die ein Arya niemals aussprechen würde Rya würde sich nicht einmal annähernd solchen extrem widerlichen und abscheulichen Aussagen nähern, die man einfach nicht ertragen kann.
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Nehmen wir weiter an, dass sie alle diese Worte und Phrasen benutzten, um den Bodhisattva zu verleumden und zu diffamieren, und nehmen wir an, dass darüber hinaus jedes dieser Wesen hunderttausend Koṭīs Nayutas Asaṃ Khyeyas an Händen besaß und jede dieser Hände hunderttausend Koṭīs Nayutas Asaṃ Khyeyas an Waffen schwang, mit denen sie den Bodhisattva angriffen und verletzten und dies während eines ganzen Asaṃ Khyeya Kalpa fortsetzten. Als dieser Bodhisattva solch ungeheuerliche und intensive Grausamkeiten erfuhr, die einem die Haare zu Berge stehen ließen, dachte er, kurz bevor sein Leben endete, folgendermaßen nach:
Wenn mein Geist aufgrund dieser Leiden schwankte und zerstreut wurde, wäre das ein Zeichen dafür, dass ich mich nicht einmal selbst beherrschen konnte, mich nicht einmal selbst schützen konnte, meine eigene Situation nicht klar verstand, meine eigene spirituelle Praxis nicht fortsetzte, meine rechte Konzentration nicht bewahrte, nicht in mir selbst Ruhe fand und mich nicht einmal um das kümmerte, was mir am liebsten ist.317 Wenn ich mich selbst solcher Anhaftung hingab, wie könnte ich dann anderen ermöglichen, ihren Geist zu reinigen?
Zu diesem Zeitpunkt hat der Bodhisattva auch diesen Gedanken: „Vom Anbeginn der anfangslosen Kalpas der Vergangenheit an habe ich inmitten des Samsara verweilt und jede Art von bitterem Leid erfahren.“
Indem er so nachdenkt, erneuert er seine Selbstmotivation, reinigt seinen Geist und erlangt Freude. Geschickt richtet er sich aus und konzentriert sich, sodass er sich in den Lehren des Buddha verankern und gleichzeitig anderen Wesen ermöglichen kann, diese Lehren zu erlangen.
Er denkt auch so nach:
Dieser Körper ist leer und ruhend, ohne Selbst oder irgendetwas, das zu einem Selbst gehört, ohne jegliche Realität, von Natur aus leer und nicht-dual. Ob Schmerz oder Freude, beides existiert nicht, denn alle Lehren sind leer.
Ich sollte dies selbst vollständig verstehen und es anderen ausführlich erklären, damit alle Wesen diese Ansichten überwinden können. Deshalb sollte ich, obwohl ich nun solch intensives Leid erfahren habe, dies geduldig ertragen, um alle Wesen in liebevoller Güte zu gedenken, ihnen Gutes zu tun, ihnen Glück zu schenken, ihnen mitfühlendes Mitleid entgegenzubringen, sie anzuziehen und zu erhalten, sie nicht zu verlassen, selbst erleuchtetes Verständnis zu erlangen, unumstößliche Entschlossenheit zu bewahren und auf dem Pfad zur Buddhaschaft fortzuschreiten.
Dies ist mit der dritten Praxis des Bodhisattva-Mahā Sattva gemeint, der Praxis der Nicht-Widersprüche.
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Söhne Buddhas, was bedeutet dann die „unbeugsame Praxis“ des Bodhisattva Mahā Sattva?
Dieser Bodhisattva kultiviert jede Form von Kraft, nämlich die erste Kraft, die große Kraft, die höchste Kraft, die besonders höchste Kraft, die höchste Kraft, die erhabenste Kraft, die überlegene Kraft, die unübertroffene Kraft, die unvergleichliche Kraft und die allumfassende Kraft.
Er ist von Natur aus frei von den drei Geistesgiften, von Natur aus frei von Arroganz, von Natur aus frei von Verstellung, von Natur aus frei von Geiz, von Natur aus frei von Schmeichelei und Täuschung und von Natur aus erfüllt von einem Gefühl der Scham und der Furcht vor Tadel. Daher würde er niemals Kraft so praktizieren, dass auch nur ein einziges Wesen darunter leidet.
Vielmehr: Er übt Kraft nur, um alles Leiden zu beseitigen;
Nur um die Wurzel der Täuschung auszumerzen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um sich von allen gewohnheitsmäßigen karmischen Neigungen zu befreien, übt er sich in Tatkraft;
Nur um alle Daseinsbereiche zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um in Bezug auf alle Wesen ihr Sterben an diesem Ort und ihre Wiedergeburt an jenem Ort zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um alle Leiden aller Wesen zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um alle Geisteszustände aller Wesen zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um alle Erfahrungssphären aller Wesen zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um die Überlegenheit und Unterlegenheit der Fähigkeiten aller Wesen zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um alle mentalen Handlungen aller Wesen zu erkennen, übt er sich in Tatkraft;
Nur um die gesamte Dharma-Welt zu erkennen, übt er sich mit Eifer;
Nur um die grundlegende Natur aller Dharmas des Buddha zu erkennen, übt er sich mit Eifer;
Nur um die Gleichheit der Natur aller Dharmas des Buddha zu erkennen, übt er sich mit Eifer;
Nur um die Identität der Natur der drei Zeitabschnitte zu erkennen, übt er sich mit Eifer;
Nur um das Weisheitslicht aller Dharmas des Buddha zu erlangen, übt er sich mit Eifer;
Nur um die Weisheit aller Dharmas des Buddha zu verwirklichen, übt er sich mit Eifer;
Nur um den einen wahren Charakter aller Dharmas des Buddha zu erkennen, übt er sich mit Eifer;
Nur um die Grenzenlosigkeit aller Dharmas des Buddha zu erkennen, übt er sich mit Eifer.
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Nur um die umfassende, entscheidende und geschickte Weisheit aller Dharmas des Buddha zu erlangen, übt er sich mit Eifer; und nur um die Weisheit zu erlangen, mit der man die Wendungen und Bedeutungen aller Dharmas des Buddha unterscheiden und auslegen kann, übt er sich mit Eifer.
Söhne des Buddha, wenn der Bodhisattva-Mahā Sattva die Übung solcher Kraft vollendet hat, angenommen, jemand fragte:
Könnte es sein, dass ihr um jedes einzelne Wesen in den unzähligen Welten willen unzählige Kalpas in den Avīci-Höllen durchwandern und die
vielen Arten des Leidens in ihrer Gänze erfahren könntet, um jedem dieser Wesen die Begegnung mit unzähligen Buddhas auf der Welt zu ermöglichen,
woraufhin sie, nachdem sie diese Buddhas gesehen haben, in der Lage wären, die volle Freude an den vielen Arten des Glücks zu erlangen und schließlich ohne Rest ins Nirvana einzugehen, woraufhin ihr selbst den Bodhi-Zustand des Anuttara-Samyak-Saṃ verwirklichen könntet?
Könnt ihr das oder nicht?
Er würde antworten: „Ich bin dazu fähig.“
Nehmen wir nun an, dass jemand anderes dann zu ihm sprach:
Angenommen, es gäbe eine Unmenge von Ozeanen, aus denen man mit einem einzigen Haar Tropfen für Tropfen Wasser gewinnen müsste, bis sie vollständig leer wären. Angenommen, es gäbe unzählige Welten, die vollständig zu Staub zermahlen würden, woraufhin man jeden einzelnen dieser Wassertropfen und Staubpartikel zählen müsste, und nachdem man ihre Anzahl erfahren hätte, wäre man verpflichtet, um der Wesen willen, genau diese Anzahl von Kalpas zu durchlaufen, während derer man gezwungen wäre, in jedem einzelnen Bewusstseinsmoment unaufhörlich zu leiden.
Beim Hören dieser Worte würde der Bodhisattva nicht einen einzigen Gedanken des Bedauerns verspüren, sondern nur noch glücklicher und voller Jubel sein, da er sich zutiefst gesegnet fühlte, einen so unermesslich schönen Nutzen erlangt zu haben, und erkannte: „Durch meine eigene Kraft kann ich jene Wesen für immer von allem Leiden befreien.“ Durch diese geschickten Mittel ermöglicht der Bodhisattva allen Wesen in allen Welten, ohne Makel das Nirvana zu erreichen. Dies ist mit der vierten Praxis des Bodhisattva -ahā Sattva gemeint, der unbezwingbaren Praxis.
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Söhne Buddhas, was ist also mit der „unverwirrten Praxis“ des Bodhisattva Mahā Sattva gemeint?
Dieser Bodhisattva vervollkommnet die rechte Achtsamkeit, in der sein Geist nicht zerstreut und verwirrt ist, sondern standhaft unbewegt bleibt, die höchste Reinheit besitzt, unermesslich weit ist und frei von Verwirrung oder Täuschung ist. Aufgrund dieser rechten Achtsamkeit versteht er alle weltlichen Reden vollständig und ist auch in der Lage, alle weltentranszendierenden Lehrreden zu behalten. Das heißt, er ist in der Lage, die Lehrreden über die Form-Dharmas und die formlosen Dharmas zu behalten, die Lehrreden über die Entstehung der besonderen Natur der Form usw. zu behalten, einschließlich seiner Fähigkeit, die Lehrreden über die Entstehung der besonderen Natur der Gefühle, Wahrnehmungen, karmischen Gestaltungsfaktoren und des Bewusstseins zu behalten, und zwar mit einem klaren Geist.
Rechte Achtsamkeit, in der sein Geist nicht verwirrt ist. In dieser Welt, wo er hier stirbt und dort wiedergeboren wird, bleibt sein Geist ungetrübt.
Beim Eintritt in den Mutterleib und beim Verlassen des Mutterleibs bleibt sein Geist ungetrübt.
Beim Entschluss, Bodhi zu erlangen, bleibt sein Geist ungetrübt. Im Dienst an einem guten spirituellen Führer bleibt sein Geist ungetrübt.
Beim fleißigen Üben der Lehren des Buddha bleibt sein Geist ungetrübt.
Im Bewusstsein der Taten der Māras bleibt sein Geist ungetrübt.
Beim Meiden der Taten der Māras bleibt sein Geist ungetrübt.
Und beim Üben der Bodhisattva-Praktiken über unzählige Kalpas hinweg bleibt sein Geist ungetrübt.
Dieser Bodhisattva vervollkommnet eine so unermesslich umfassende rechte Achtsamkeit im Laufe unzähliger Asaṃ Khyeyas von Kalpas, während derer er persönlich den Lehren des rechten Dharma von allen Buddhas, Bodhisattvas und seinen guten spirituellen Führern zuhört, insbesondere den äußerst tiefgründigen Dharmas, den umfassenden Dharmas, den Dharmas des Schmucks, den Dharmas über verschiedene Arten von Schmuck, den Dharmas zur Erklärung der vielen verschiedenen Arten von Namen, Sätzen und literarischen Formen, den Dharmas über den Schmuck des Bodhisattva, den unübertroffenen Dharmas über die spirituellen Kräfte und die Ausstrahlung des Buddha, den reinen Dharmas über das rechte Streben nach endgültigem Verständnis, den Dharmas über die Loslösung von allem in der Welt, den Dharmas zur Unterscheidung aller Aspekte der Welt, die er immens umfassend ist. Dharmas, Dharmas über die Abkehr von allen Schleiern der Täuschung und die Erleuchtung aller Wesen, die gemeinsamen und ungeteilten Dharmas in allen Welten, die unübertroffenen Dharmas der Bodhisattvas und die Dharmas der souveränen Meisterschaft, die mit allwissendem Wissen verbunden sind.
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Nachdem der Bodhisattva die Lehren solcher Dharmas vernommen hat, durchläuft er unzählige Kalpas, ohne sie jemals zu vergessen oder zu verlieren. Sein Geist bewahrt stets die ununterbrochene Erinnerung an sie alle.
Und warum ist das so? Wenn der Bodhisattva-Mahā Sattva über unzählige Kalpas hinweg die Praktiken kultiviert hat, hat er bis zum Ende dieser ganzen Zeit darauf verzichtet, irgendein Wesen so zu quälen oder zu stören, dass er seine rechte Achtsamkeit verlieren könnte. Er hat stets darauf verzichtet, das rechte Dharma zu beschädigen, und er hat niemals die Wurzeln des Guten abgeschnitten. Dies liegt daran, dass sein Geist stets an Weisheit zugenommen hat.
Dieser Bodhisattva-Mahā Sattva ist ferner jemand, der niemals durch irgendeine Art von Geräuschen verwirrt werden kann, einschließlich hoher und lauter, grober und rauer Geräusche, der furchterregendsten Geräusche, Geräusche, die den Geist erfreuen, Geräusche, die der Geist als unangenehm empfindet, lärmende Geräusche, die das Gehörbewusstsein stören, und Geräusche, die die sechs Sinne blockieren oder schädigen. Selbst wenn dieser Bodhisattva unzähligen guten und schlechten Geräuschen ausgesetzt wäre, die ein ganzes Asaṃ Khyeya von Welten ausfüllen würden, würde er nicht einen einzigen Augenblick erleben, in dem sein Geist dadurch zerstreut oder verwirrt würde. Das heißt:
Seine rechte Achtsamkeit bliebe ungestört;
seine Erkenntnisbereiche blieben ungestört;
seine SamāDhis blieben ungestört;
Sein tiefes Verständnis der Dharmas bliebe ungestört;
seine Bodhi-Praxis bliebe ungestört;
seine Bodhi-Entschlossenheit bliebe ungestört;
seine Erinnerung an die Buddhas bliebe ungestört;
seine Betrachtung der wahren Dharmas bliebe ungestört;
seine Weisheit im Lehren bliebe ungestört;
seine Weisheit in der Reinigung bliebe ungestört; und
sein unerschütterliches Verständnis der tiefgründigen Bedeutung bliebe ungestört.
Da er keine schlechten karmischen Handlungen begangen hat, gibt es für ihn keine Hindernisse durch schlechtes Karma. Da er niemals Leiden verursacht, gibt es für ihn keine Hindernisse durch Leiden.
Da er den Dharma nicht aus Arroganz missachtet, gibt es für ihn keine Hindernisse in Bezug auf die Dharmas. Und weil er das wahre Dharma nicht verleumdet, hat er keine Vergeltungshindernisse.
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Söhne Buddhas, selbst wenn jeder einzelne dieser Klänge, wie die oben genannten, ein ganzes Asaṃ Khyeya von Welten vollständig erfüllen und unaufhörlich über unzählige Kalpas andauern würde, in denen all diese Klänge die Fähigkeit besäßen, alle körperlichen und geistigen Fähigkeiten eines jeden Wesens zu zerstören, wären sie dennoch nicht imstande, den Geisteszustand dieses Bodhisattva zu beeinflussen.
Wenn dieser Bodhisattva in Samādhī eintritt und in den Dharmas der Āryas verweilt, reflektiert und betrachtet er alle Klänge und erkennt deren charakteristische Zeichen des Entstehens, Verweilens und Vergehens sowie die Natur ihres Entstehens, Verweilens und Vergehens.
Sobald er sie auf diese Weise vernimmt, entwickelt er kein Verlangen nach ihnen, keinen Hass gegen sie und verliert seine Achtsamkeit nicht. Vielmehr erfasst er ihre Zeichen vollständig ohne jegliche Form von Verunreinigungen.
Er erkennt, dass alle Klänge frei von allem Existierenden sind, erkennt, dass in ihnen keine Realität wahrnehmbar ist, erkennt, dass sie keinen Handelnden haben, erkennt dass sie keinen Ursprung haben und erkennt, dass sie dasselbe sind wie die Dharma-Welt selbst und sich nicht von ihr unterscheiden.
Auf diese Weise vervollkommnet der Bodhisattva ruhende physische, verbale und mentale Handlungen und schreitet bis zum Rand des Allwissens voran, ohne jemals umzukehren. Geschickt durchschreitet er alle Tore der Dhyana-Versenkungen und erkennt, dass alle Samadhis von der gleichen, einzigen Wesensart sind. Er erkennt alle Dharmas als grenzenlos und erlangt wahre Weisheit in Bezug auf alle Dharmas. Er erlangt die überaus tiefe Samādhi, die Klänge zurücklässt, erlangt ein Asaṃ Khyeya von Samādhi-Toren und vergrößert seinen unermesslich weiten Geist des tiefen Mitgefühls.
In diesem Augenblick, in nur einem einzigen Geistesmoment, erlangt der Bodhisattva unzählige Hunderttausende von Samādhis. Wenn er
solche Klänge vernimmt, bleibt sein Geist ungestört. Er lässt seine Samādhi allmählich wachsen und reflektiert dann etwa: „Ich möchte allen Wesen ermöglichen, in unübertroffener reiner Achtsamkeit zu verweilen, Unwiderruflichkeit in Bezug auf allwissen zu erlangen und schließlich ohne Reste ins Nirvana einzugehen.“
Dies ist mit der fünften Praxis des Bodhisattva-Mahā Sattva gemeint, der Praxis der Unverwirrung.
Söhne Buddhas, was bedeutet dann die „wohlmanifestierte Praxis“ des Bodhisattva Mahā Sattva?
Dieser Bodhisattva ist rein in seinen physischen karmischen Handlungen, rein in seinen verbalen karmischen Handlungen und rein in seinen mentalen karmischen Handlungen. Dabei verweilt er in der Unbegreiflichkeit jeglichen Seins und manifestiert so physische, verbale und mentale karmische Handlungen, in denen nichts begreifbar ist.
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Er ist imstande zu erkennen, dass die drei Arten karmischen Handelns völlig frei von jeglicher Existenz sind. Da er frei von Lügen ist, ist er frei von den Fesseln. Was immer er manifestiert, hat keine inhärente Natur und ist von nichts abhängig.
Er verweilt in einem mit der Wirklichkeit übereinstimmenden Geist, kennt die inhärente Natur der unermesslichen Geister, kennt die inhärente Natur aller Dharmas und erkennt, dass sie unbegreiflich, zeichenlos und äußerst tiefgründig und schwer zu durchdringen ist.
Er verweilt in der rechten und bestimmten Position, der wahren Soheit und der Natur der Dharmas, in der er durch geschickte Mittel die Wiedergeburt manifestiert und dennoch frei von Karma und Vergeltung ist.
Weder entstanden noch vergehend, weilt er im Reich des Nirvanas, verweilt in der ruhenden Natur und in der naturlosen Natur der Wirklichkeit, in der der Pfad der Worte und der Rede abgeschnitten ist, in der er alle Welten übersteigt und in der er nichts hat, worauf er sich stützt.
Er durchdringt das Dharma der Überwindung von Unterscheidungen und der Freiheit von Fesseln und Anhaftungen.
Er tritt ein in die wahren Dharmas der höchsten Weisheit und in die weltenüberschreitenden Dharmas, die niemand auf der Welt vollständig erkennen kann. Dies sind die Zeichen, die mit dem Gebrauch geschickter Mittel durch den Bodhisattva verbunden sind, um die Wiedergeburt zu manifestieren.
Söhne Buddhas, dieser Bodhisattva denkt folgendermaßen: „Was alle Wesen betrifft, so ist es die Abwesenheit jeglicher inhärenten Natur, die ihre Natur ausmacht. Was alle Dharmas betrifft, so ist es das Unbedingte, das ihre Natur ausmacht. Was alle Länder betrifft, so ist es die Zeichenlosigkeit, die ihr charakteristisches Zeichen ausmacht.
Was die drei Zeitabschnitte betrifft, so ist ihre Existenz nichts anderes als eine Frage von Worten und Rede. Was alle Worte und Rede betrifft, so hängen sie von keinem Dharma ab. Und was alle Dharmas betrifft, so hängen auch sie nicht von Worten und Rede ab.“
Auf diese Weise versteht der Bodhisattva alle Dharmas als äußerst tiefgründig, alle Welten als ruhend, alle Dharmas des Buddha als nicht vermehrt, den Dharma des Buddha als nicht verschieden von weltlichen Dharmas, weltliche Dharmas als nicht verschieden vom Dharma des Buddha, den Dharma des Buddha und weltliche Dharmas als nicht in einem vermischten oder ungeordneten Verhältnis stehend, und auch nicht verschieden.
Er erkennt die gleichmäßige Gleichheit im Wesen des Dharma-Bereichs vollständig, durchschreitet alle drei Zeitebenen, gibt niemals den großen Entschluss auf, Bodhi zu erlangen, weicht niemals von seinem Entschluss ab, Wesen zu lehren, mehrt stets seinen Geist von großer Güte und Mitgefühl und dient als Zuflucht für alle Wesen.
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In diesem Moment sinniert der Bodhisattva auch folgendermaßen: „Wenn ich die Wesen nicht reifen lasse, wer wird sie dann reifen lassen? Wenn ich die Wesen nicht schule, wer wird sie dann schulen? Wenn ich die Wesen nicht lehre, wer wird sie dann lehren? Wenn ich die Wesen nicht erleuchte, wer wird sie dann erleuchten? Wenn ich die Wesen nicht reinige, wer wird sie dann reinigen?
Dies sind Dinge, die ich tun sollte.“
Er reflektiert dann auch folgendermaßen:
Wenn ich allein dieses überaus tiefgründige Dharma verstehe und nur ich, dieser eine Mensch, die Befreiung im Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi erlange, dann werden alle Wesen, blind in der Dunkelheit und ohne Augen, sich auf äußerst gefährliche Pfade begeben, von Leiden gefesselt sein und wie Schwerkranke werden, die ständig intensive Schmerzen erleiden, während sie im Gefängnis der Gier und des Verlangens gefangen sind und sich nicht selbst befreien können.
Sie werden es dann nicht schaffen, die Reiche der Höllen, die hungrigen Geister, die Tiere und König Yama hinter sich zu lassen, und sie werden unfähig bleiben, ihr Leiden zu beenden und ihre bösen karmischen Taten aufzugeben.
Sie werden ewig in der Dunkelheit der Illusionen verweilen, werden die Wirklichkeit nicht erkennen und so im Kreislauf des Samsara verharren, wo sie keine Möglichkeit zur Befreiung haben.
Sie werden in den acht Schwierigkeiten verharren, gefangen in der Anhaftung an die vielen Arten von Verunreinigungen, mit einem Geist, der von den vielen verschiedenen Arten von Leiden verhüllt und behindert ist, wo sie von irrigen Ansichten so verwirrt sein werden, dass sie dann nicht den Pfad des Rechten beschreiten werden.
Während der Bodhisattva die Wesen auf diese Weise betrachtet, kommt ihm folgender Gedanke:
Wenn ich, noch bevor diese Wesen gereift und geübt sind, sie verlassen und stattdessen die Verwirklichung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi anstreben würde, wäre dies etwas, was ich nicht tun sollte.
Ich sollte stattdessen zuerst Wesen lehren und die Bodhisattva-Praktiken für eine unermesslich viele Kalpas praktizieren. Diejenigen, die noch nicht reif sind, sollte ich zuerst reifen lassen. Diejenigen, die die Ausbildung noch nicht durchlaufen haben, sollte ich zuerst befähigen, die Ausbildung zu durchlaufen.
Wenn dieser Bodhisattva in dieser Praxis verweilt, und es einem der Devas, Māras, Brahma-Himmelsgötter, Śrāmaṇas, Brahmanen oder einem der Gandharvas, Asuras oder anderen Wesen der Welt gelingt, ihn zu sehen, kurz mit ihm zu verweilen, ihm Respekt oder ehrfurcht zu erweisen, ihm zu dienen, ihm Opfergaben darzubringen oder kurz etwas von ihm zu hören, was dann nur einmal ihren Geist durchdringt – wenn sie auch nur eine dieser Handlungen vollziehen, so ist nichts davon vergeblich gewesen, denn dadurch werden sie gewiss den Zustand des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi erlangen.
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Dies ist gemeint mit der sechsten Übung des Bodhisattva-Mahā Sattva, der wohlmanifestierten Übung.
Söhne Buddhas, was bedeutet dann die „ungebundene Übung“ des Bodhisattva-Mahā Sattva?
Söhne Buddhas, mit einem ungebundenen Geist ist dieser Bodhisattva in jedem folgenden Augenblick fähig, Asaṃ Khyeyas von Welten zu betreten und zu reinigen.
In all diesen Welten bleibt sein Geist frei von Anhaftung. Er besucht die Asaṃ Khyeyas der Tatha Gatas, verneigt sich ehrfurchtsvoll vor ihnen, dient ihnen und bringt ihnen Opfergaben dar: Asaṃ Khyeyas von Blumen, Asaṃ Khyeyas von Weihrauch, Asaṃ Khyeyas von Girlanden, Asaṃ Khyeyas von Parfums, pulverisiertem Weihrauch, Gewändern, kostbaren Juwelen, Bannern, Wimpeln und prächtigen Baldachinen.
Von jeder dieser Schmuckarten bringt er Asaṃ Khyeyas dar.
Da diese Opfergaben dem höchsten Dharma des Nicht-Handelns dienen und dem Verweilen in unvorstellbaren Dharmas, sieht er in jedem folgenden Augenblick unzählige Buddhas.
In der Gegenwart all dieser Buddhas ist sein Geist frei von jeglicher Anhaftung, und auch in all diesen Buddha-Kṣetras ist er frei von jeglicher Anhaftung.
Auch an die Hauptzeichen und Nebenzeichen der Buddhas ist er frei von jeglicher Anhaftung.
So ist es auch beim Sehen des Lichts der Buddhas und beim Hören ihrer Dharma-Lehre, woran er frei von jeglicher Anhaftung ist.
So ist es auch in allen Versammlungen von Buddhas und Bodhisattvas in den Welten der zehn Himmelsrichtungen, woran er frei von jeglicher Anhaftung ist.
Nachdem er den Dharma des Buddha gehört hat, ist sein Geist erfüllt von freudiger Wonne, die Kraft seiner Entschlossenheit wächst enorm, und er ist fähig, alle Bodhisattva-Übungen zu erlernen und zu praktizieren.
Doch selbst dann ist er frei von jeglicher Anhaftung am Dharma des Buddha.
Über unzählige Kalpas hinweg sieht dieser Bodhisattva
unzählige Buddhas hervorkommen und in der Welt erscheinen. Wo immer sich ein Buddha befindet, dient er ihm und bringt ihm Opfergaben dar bis zum Ende unzähliger Kalpas, mit unstillbarem Eifer.
Beim Anblick der Buddhas, beim Hören des Dharma und beim Betrachten des Schmucks der Bodhisattva-Gemeinden ist er an nichts gebunden.
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So ist es auch, wenn er unreine Welten sieht: Er empfindet keinen Hass oder Abscheu gegenüber.
Und warum ist das so?
Weil dieser Bodhisattva in seinen Meditationen mit allen Dharmas des Buddha übereinstimmt.
Unter allen Dharmas der Buddhas gibt es keine Befleckung und keine Reinheit, keine Dunkelheit und kein Licht, keinen Unterschied und
keine Identität, keine Wahrheit und keine Falschheit, keine friedliche Sicherheit und keine gefährliche Schwierigkeit, keinen rechten und keinen falschen Weg.
Auf diese Weise taucht der Bodhisattva tief in die Welt des Dharma ein und lehrt Wesen, ohne sich jedoch an irgendein Wesen zu binden. Er akzeptiert und befolgt alle Dharmas, ohne sich jedoch an irgendeinen Dharma zu binden. Er fasst den Entschluss, Bodhi zu erlangen und im Zustand des Buddha zu verweilen, und dennoch entwickelt er keine Bindung an den Zustand, in dem der Buddha verweilt.
Obwohl er das besitzt, was er sagt, ist sein Geist frei von jeglicher Anhaftung an das Gesagte.
Er tritt in die Wiedergeburtsschicksale ein, in denen die Wesen weilen, und doch ist sein Geist frei von jeglicher Anhaftung an die Schicksale der Wesen.
Er kennt die Samādhis vollständig, kann sie betreten und in ihnen verweilen, und doch ist sein Geist frei von jeglicher Anhaftung an die Samādhis.
Er bereist unzählige Buddha-Orte, und doch ist sein Geist, ob er sie betritt, sieht oder in ihnen weilt, frei von jeglicher Anhaftung an die Buddha-Orte.
Auch wenn er sie verlässt, bleibt er frei von jeglicher nostalgischer Zuneigung zu ihnen.
Weil dieser Bodhisattva-Mahā-Sattva auf diese Weise frei von Anhaftung bleiben kann, ist sein Geist im Dharma des Buddha ungehindert. Er versteht den Bodhi des Buddha vollständig, erlangt Erkenntnisse im Dharma und Vinaya, verweilt in den rechten Lehren des Buddha,
kultiviert die Bodhisattva-Praktiken, verweilt in der Entschlossenheit des Bodhisattva und reflektiert über die Dharmas der Befreiung des Bodhisattva.
Sein Geist bleibt in den Zuständen, in denen die Bodhisattvas verweilen, unbefleckt und frei von jeglicher Anhaftung an das, was die Bodhisattvas praktizieren.
Er reinigt den Pfad des Bodhisattva und empfängt die Weissagung des Bodhisattva.
Nachdem er die Weissagung empfangen hat, reflektiert er folgendermaßen:
Das gemeine Volk ist töricht und verblendet, hat kein Wissen und keine Vision, keinen Glauben und kein Verständnis. Es handelt nicht intelligent, ist hartnäckig in seinen habgierigen Anhaftungen verstrickt und treibt im Kreislauf der Existenz innerhalb des Samsara dahin.
Sie suchen nicht den Buddha, folgen nicht dem erleuchteten Führer, vertrauen nicht der Schulung, sind verwirrt und irren sich, verfallen in Irrtum und begeben sich dann auf gefährliche Pfade.
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Sie respektieren den König der Zehn Kräfte nicht und erkennen die Güte der Bodhisattvas nicht an. Sie hängen liebevoll an ihren jeweiligen Aufenthaltsorten, und wenn sie hören, dass alle Dharmas leer sind, werden sie von großem Schrecken ergriffen, woraufhin sie den rechten Dharma meiden und in falschen Dharmas verweilen.
Sie verlassen den geraden Pfad und begeben sich dann auf gefährliche und schwierige Pfade. Sie lehnen die Lehren des Buddha ab und folgen den Ideen der Māras. Sie haften fest an den Existenzebenen und lassen sie nicht los. Während der Bodhisattva auf diese Weise über die Wesen nachsinnt, wächst sein großes Mitgefühl und er entwickelt Wurzeln der Güte, bleibt aber dennoch frei von Anhaftung.
Zu diesem Zeitpunkt hat der Bodhisattva einen weiteren Gedanken:
„Um eines einzigen Wesens willen wäre ich bereit, in jedem Land der Welten der zehn Himmelsrichtungen zu weilen und unzählige Kalpas zu durchlaufen, um es zu lehren und es reifen zu lassen. Und so wie ich dies für jedes einzelne Wesen tun würde, so würde ich es auch für alle Wesen auf genau dieselbe Weise tun, während ich in all dieser Zeit niemals müde würde und geneigt wäre, dieses Streben aufzugeben und woanders hinzugehen.“
Selbst wenn er die gesamte Dharma-Welt mit einer Haarspitze ausmessen und an jedem einzelnen Punkt von der Größe einer Haarspitze verweilen würde, und zwar für die gesamte Dauer einer unermesslichen Anzahl von Kalpas, in denen er alle Wesen dort lehrte und schulte – und wenn er dies an jedem anderen Punkt von der Größe einer Haarspitze auf dieselbe Weise täte wie an diesem einen Punkt –, würde er in all dieser Zeit, nicht einmal für einen Augenblick, niemals eine Bindung an ein Selbst entwickeln oder sich auch nur ein Selbst oder etwas, das zu einem Selbst gehört, vorstellen können.
So konnte er an jedem noch so kleinen Ort fortfahren, bis zum Ende aller zukünftigen Kalpas, in denen er weiterhin die Bodhisattva-Praktiken pflegte, und dabei stets darauf achtete, sich nicht an den Körper, nicht an Dharmas, nicht an Gedanken, nicht an Gelübde, nicht an Samadhis, nicht an seine Kontemplationen, nicht an stille, meditative Versenkung, nicht an jegliche Erkenntnissphäre, nicht an Lehrende und Ausbildende und auch nicht an die Dharma-Welt zu binden. Und warum ist das so? Der Bodhisattva hat diesen Gedanken.
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Ich sollte mir die gesamte Dharma-Welt wie eine magische Beschwörung vorstellen, alle Buddhas wie Schatten, die Bodhisattva-Praktiken wie einen Traum und die vom Buddha gesprochenen Lehren wie Echos. Alle Welten gleichen Transformationen, da sie durch karmische Vergeltung aufrechterhalten werden. Verschiedene Körper sind wie bloße Beschwörungen, da sie durch die Kraft der karmischen Formungsfaktoren entstehen.
Alle Wesen gleichen dem Geist, da sie von verschiedenen Arten von Verunreinigungen geprägt sind. Alle Lehren sind wie der Gipfel der Wirklichkeit, da sie unveränderlich sind.
Er hat auch diesen Gedanken:
Ich sollte die Bodhisattva-Praktiken in allen Ländern praktizieren – in allen zehn Himmelsrichtungen bis ans Ende des Raumes und in der gesamten Dharma-Welt –, sollte in einem klaren und tiefen Verständnis aller Lehren des Buddha in jedem Augenblick verweilen und die rechte Achtsamkeit vor mir manifestieren, ohne daran festzuhalten oder daran zu haften. Auf diese Weise betrachtet der Bodhisattva den Körper als frei von einem Selbst und hat die ungehinderte Fähigkeit, den Buddha zu sehen.
Um die Wesen zu lehren, erklärt er ihnen die Lehren und ermöglicht ihnen so, unermessliche Freude und reinen Glauben an den Dharma des Buddha zu empfinden. Indem er alle rettet und beschützt, bleibt sein Geist frei von Müdigkeit.
Da er frei von Müdigkeit bleibt, geht er überall in allen Welten zu Wesen, die noch nicht gereift sind und die die Schulung noch nicht durchlaufen haben, und wendet geschickte Mittel an, um sie zu lehren und zu befreien. Diese Wesen in ihnen besitzen alle Arten von unterschiedlicher Sprache, alle Arten von unterschiedlichen karmischen Handlungen, alle Arten von unterschiedlichen Anhaftungen, alle Arten von unterschiedlichen Umständen, in denen sie sich einleben, alle Arten von unterschiedlichen Arten, wie sie miteinander verbunden sind, alle Arten von Arten, wie sie im Kreislauf der Existenz dahintreiben, alle Arten von unterschiedlichen Bestrebungen, denen sie sich widmen, alle Arten von unterschiedlichen Erkenntnissphären, alle Arten von unterschiedlichen Geburten und alle Arten von unterschiedlichen Umständen, unter denen sie sterben.
Durch große Gelübde etabliert er sich unter ihnen und lehrt sie dann, ohne jemals seinen Entschluss wanken oder zurückweichen zu lassen, und ohne auch nur für einen einzigen Augenblick eine unreine Anhaftung hervorzubringen.
Warum ist das so? Weil er den Zustand erreicht hat, nichts zu besitzen, woran er hängt und von dem er abhängig ist, hat er, indem er sich selbst und anderen nützt, die vollkommene Erfüllung der Reinheit erlangt.
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Dies ist mit der siebten Übung des Bodhisattva Mahā Sattva, der Übung der Ungebundenheit, gemeint.
Söhne Buddhas, was bedeutet dann die „schwer zu erlangende Übung“ des Bodhisattva Mahā Sattva?
Dieser Bodhisattva vervollkommnet schwer zu erlangende Wurzeln der Güte, schwer zu überwindende Wurzeln der Güte, die höchsten Wurzeln der Güte, unzerstörbare Wurzeln der Güte, unübertroffene Wurzeln der Güte, unvorstellbare Wurzeln der Güte, unerschöpfliche Wurzeln der Güte, Wurzeln der Güte, die die Macht der souveränen Meisterschaft besitzen, Wurzeln der Güte, die von großer Ehrfurcht gebietender Tugend erfüllt sind, und Wurzeln der Güte, die von derselben einzigen Natur sind wie die aller Buddhas.
Wenn dieser Bodhisattva die Praktiken kultiviert, erlangt er das höchste Verständnis des Dharma des Buddha und ein umfassendes Verständnis des Bodhi des Buddha.
Er ruht nie in der Umsetzung der Bodhisattva-Gelübde, fährt bis zum Ende aller Kalpas mit unermüdlicher Entschlossenheit fort, gibt seine Bemühungen niemals auf selbst inmitten jeglichen Leidens, bleibt unerschütterlich von keiner der vielen Arten von Māras, wird von allen Buddhas mit schützender Achtsamkeit betrachtet, praktiziert vollständig alle asketischen Praktiken des Bodhisattva, kultiviert die Bodhisattva-Praktiken mit unermüdlichem Energiefleiß und bleibt unumkehrbar in den Gelübden des Großen Fahrzeugs.
Nachdem dieser Bodhisattva sich in dieser schwer zu erreichenden Praxis etabliert hat, ist er in jedem folgenden Geistesmoment fähig, sich für asaṃ khyeyas von Kalpas im saṃ sā ra umzudrehen, ohne jemals die großen Gelübde des Bodhisattva aufzugeben. Wenn ihm während dieser ganzen Zeit Wesen dienen, ihm Opfergaben darbringen usw., bis hin zum bloßen Sehen oder Hören, werden sie alle dadurch unwiderruflich an die Verwirklichung des Anuttara-samyak-saṃ bodhi gebunden.
Obwohl dieser Bodhisattva vollkommen versteht, dass Wesen nicht existieren, verlässt er dennoch niemals irgendeine der Bereiche der Wesen. Darin gleicht er einem Fährkapitän, der weder an diesem Ufer noch am anderen Ufer noch inmitten der fließenden Wasser verweilt. So ist er imstande, die Wesen an diesem Ufer zum fernen Ufer zu geleiten, indem er unaufhörlich hin und her reist.
Auch der Bodhisattva-Mahā Sattva ist so, denn er verweilt nicht im Samsara, nicht im Nirvana und auch nicht inmitten der Strömungen des Samsara. So ist er imstande, die Wesen an diesem Ufer zum fernen Ufer zu geleiten und sie in einen Zustand des Friedens und der Geborgenheit zu versetzen, frei von Furcht, Kummer und Angst.
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Er ist auch nicht an die Anzahl der beteiligten Wesen gebunden.
Er verlässt kein einziges Wesen aufgrund der Bindung an viele Wesen und verlässt nicht viele Wesen aufgrund der Bindung an ein bestimmtes Wesen.
Er vermehrt nicht die Daseinsbereiche, verringert nicht die Daseinsbereiche, erschafft keine Daseinsbereiche, löscht keine Daseinsbereiche aus, beendet keine Daseinsbereiche, verlängert nicht die Dauer der Daseinsbereiche, unterscheidet nicht zwischen den Daseinsbereichen und sieht keine Dualität zwischen den Daseinsbereichen.
Warum ist das so?
Der Bodhisattva besitzt ein tiefgründiges Verständnis der Daseinsbereiche als dem Dharma-Bereich ähnlich und der Daseinsbereiche und des Dharma-Bereichs als nicht-dual. Unter den nicht-dualen Dharmas gibt es weder Zunahme noch Abnahme, weder Entstehung noch Vergehen, weder Existenz noch Nichtexistenz, weder Anhaften noch Abhängigkeit, weder Anhaften noch Dualität.
Und warum ist das so?
Der Bodhisattva versteht vollkommen, dass alle Dharmas und die Dharma-Welt nicht-dual sind. Auf diese Weise nutzt der Bodhisattva geschickte Mittel, um tief in die Dharma-Welt einzutauchen und in Zeichenlosigkeit zu verweilen, während er seinen Körper mit den Zeichen der Reinheit schmückt.
Er versteht die Dharmas als frei von jeglicher Natur und dennoch ist er imstande, die Eigenschaften aller Dharmas zu unterscheiden. Er klammert sich nicht an die Existenz der Wesen und ist dennoch imstande, ihre Anzahl vollständig zu erkennen. Er ist nicht an die Welt gebunden und manifestiert dennoch Körper in Buddha-Kṣetras.
Er unterscheidet nicht zwischen den Dharmas und dringt dennoch gekonnt in die Dharmas des Buddha ein. Er durchdringt Bedeutungen und Prinzipien tiefgründig und legt dennoch die gesprochenen Lehren ausführlich dar.
Er versteht den die Wünsche transzendierenden Gipfel der Wirklichkeit aller Dharmas vollständig und bricht dennoch seinen Weg des Bodhisattva nicht ab und weicht niemals von den Bodhisattva-Praktiken zurück.
Er kultiviert stets fleißig die endlosen Praktiken und betritt dennoch die Welt des Dharma mit souveräner Meisterschaft.
So wie man mit einem Holzbohrer ein Feuer entzündet, mit dem man dann unzählige Feuer entzünden kann, ohne dass es erlischt, so ist es auch mit dem Werk des Bodhisattva, die Wesen zu lehren, das, da es endlos ist, ewig in der Welt fortwirkt, ohne jemals zu erlöschen.
Wie man mit einem Holzbohrer ein Feuer entfacht, mit dem man dann unzählige Feuer entzünden kann, ohne es erlöschen zu lassen, so ist es auch mit dem Werk des Bodhisattva, die Wesen zu lehren, das, da es endlos ist, in der Welt ewig fortbesteht, ohne jemals zu erlöschen.
Es hat weder ein endgültiges Ende noch kein endgültiges Ende, ist weder durch Anhaften noch durch Nicht-Anhaften gekennzeichnet, ist weder abhängig noch unabhängig, befasst sich weder nur mit weltlichen noch mit buddhistischen Lehren und ist weder nur die eines gewöhnlichen Menschen noch die eines Menschen, der die Früchte des Pfades erlangt hat.
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Der Bodhisattva vervollkommnet einen solch seltenen Geist. Während er die Bodhisattva-Praktiken kultiviert, lehrt er möglicherweise nicht über die Dharmas der Zwei Fahrzeuge, nicht über die Dharmas eines Buddhas, nicht über die Welt, nicht über die Dharmas der Welt, nicht über Wesen, nicht über die Nichtexistenz von Wesen, nicht über Verunreinigungen und nicht über Reinheit.
Und warum?
Weil der Bodhisattva weiß, dass alle Dharmas frei von Verunreinigungen sind und nicht anhaften, sich nicht entwickeln und nicht zurückentwickeln. Wenn der Bodhisattva inmitten solch stiller, erhabener, äußerst tiefgründiger und höchster Dharmas kultiviert, entstehen ihm nicht einmal Gedanken wie:
„Ich kultiviere jetzt diese Praxis“, „Ich habe die Kultivierung jener Praxis bereits abgeschlossen“ und „Ich werde diese andere Praxis in Zukunft kultivieren“. Er ist nicht an die Aggregate, die Sinnesbereiche, die Sinnesgrundlagen, die innere Welt, die äußere Welt oder die Welt, die sowohl innerlich als auch äußerlich ist, gebunden.
Es gibt nichts, woran er in den großen Gelübden, die er abgelegt hat, in den Pāramitās oder in den anderen Dharmas gebunden ist.
Und warum ist das so? Im gesamten Dharma-Bereich gibt es keinen Dharma namens „Zugangsstufe des Śrāvaka-Schüler-Fahrzeugs“ oder „Zugangsstufe des Pratyekabuddha-Fahrzeugs“. Es gibt auch kein Dharma, das „Zugangsstufe des Bodhisattva-Fahrzeugs“ oder „Zugangsstufe des
Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi“ genannt wird. Es gibt kein Dharma, das „Zugangsstufe der Bereiche des gewöhnlichen Menschen“ genannt wird. Es gibt kein Dharma, das „Zugangsstufe der Befleckung“, „Zugangsstufe der Reinheit“, „Zugangsstufe des SaṃSāRa“ oder „Zugangsstufe des Nirvana“ genannt wird.
Und warum ist das so?
Weil alle Dharmas weder dual noch nicht-dual sind. Sie sind wie der leere Raum, den man, selbst wenn man ihn in zehn Richtungen in Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart suchte, niemals erfassen könnte, obwohl es nicht so ist, dass es keinen leeren Raum gäbe.
Wenn der Bodhisattva auf diese Weise über alle Dharmas nachsinnt, kann keiner von ihnen erfasst werden, obwohl es nicht so ist, dass es
keine Dharmas gäbe. Er stimmt mit der Wirklichkeit überein, weicht nicht von ihr ab, setzt seine Tätigkeit fort und gibt überall Unterweisung in der Ausübung der Bodhisattva-Praktiken.
Er gibt weder seine großen Gelübde noch seine Schulung der Wesen auf noch das Drehen des Rades des rechten Dharma.
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Um den Wesen die Transzendenz der Welt zu ermöglichen, kultiviert er alle wunderbaren Praktiken.
Diese Praxis ist so grenzenlos, wie könnte irgendjemand ihr Ausmaß erfassen?
Selbst wenn man eine unermessliche Anzahl von Teilungskörpern erschaffen würde, die dem gesamten leeren Raum im Dharma-Reich entsprächen,
und alle gemeinsam seine verdienstvollen Eigenschaften preisen würden, könnte niemand auch nach hunderttausend Myriaden von Kalpas vollendet werden.
Die verdienstvollen Eigenschaften des Bodhisattva sind so grenzenlos, und seine gesamte Praxis so vollkommen, dass selbst unzählige Buddhas, die unzählige Kalpas lang versuchten, sie zu beschreiben, niemals vollenden könnten.
Wie viel weniger könnten dann die Devas oder Menschen der Welt, die Śrāvaka-Schüler oder die Pratyekabuddhas jemals in der Lage sein, ihr Lob vollständig zu verkünden, selbst wenn sie dies über unzählige Kalpas hinweg täten.
Ende von Kapitel 21
Literatur
- [1] kalavinka.org The 10 practices
- cttbusa: The Ten Conducts