Pañcavimśātisāhasrikā-Prajñāpāramitā-Sutra

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Das Pañcavimśātisāhasrikā-Prajñāpāramitā-Sutra(Dapin Jing 大品經, 'Sutra in 25000 Zeilen') oder Pancavimsati (T08 N0251) ist ein Sutra der Prajñāpāramitā - Literatur.

Der Text erschien im 2. Jahrhundert etwa 100 Jahre nach dem Aṣṭasāhasrikā-Sutra. Xuanzang verfertigte eine chinesische Übersetzung.

Das Sutra wird manchmal auch nur mit Mahāprajñāpāramitā - Sūtra bezeichnet[1], welches auch fälschlicherweise mit Nagarjunas Mahaprajnaparamita Sastra gleichgestellt wird.

Die Vollkommenheit der Weisheit in 25.000 Zeilen ist auch als die „mittellange“ Version bekannt, da sie das zweitlängste der drei langen Sutras zur Vollkommenheit der Weisheit ist. Sie füllt drei Bände des Kangyur. Wie die beiden anderen langen Sutras überliefert sie die zentrale Lehre zur Vollkommenheit der Weisheit, die Buddha Śākyamuni auf dem Geierberg verkündete. Sie beschreibt detailliert alle Aspekte des Weges zur Erleuchtung und betont gleichzeitig, wie Bodhisattvas diese in die Praxis umsetzen müssen, ohne ihnen auch nur die geringste wahre Existenz zuzuschreiben.

Alle drei Sūtras weisen eine ähnliche Struktur und weitgehend parallele Inhalte auf und vermitteln dieselbe Lehre, d.h. detaillierte Darstellungen all dessen, was den Zustand des Leidens verursacht, bedingt und fortpflanzt, sowie all dessen, was das Erwachen aus diesem Zustand des Leidens bewirkt oder aus ihm besteht. Die für die Prajñāpāramitā-Sūtras charakteristische Botschaft ist, trotz der Wichtigkeit, alle Phänomene der Befleckung zu verstehen und alle Phänomene des Pfades zur Reinigung in die Praxis umzusetzen, darf keines der erkannten, praktizierten oder erreichten Phänomene jemals als letztlich real existierend angesehen werden, wenn wahres Erwachen erlangt werden soll[2].

Die Phänomene, die Befleckung und Reinigung umfassen, sind in den zahlreichen Mengen oder Listen (mātṛkā oder „Matrizen“) gruppiert, die die buddhistischen Lehren von ihren frühesten Anfängen an geprägt haben. Diese Mengen und Untermengen von Phänomenen (Dharma) wurden natürlich zu einem besonderen Merkmal der systematisierenden Abhidharma-Texte, bildeten aber parallel dazu auch einen wichtigen Bestandteil der Prajñāpāramitā-Sutras. Ihre Einbeziehung, die in den „langen“ Sutras noch umfassender ist als in der früheren Vollkommenheit der Weisheit,

Im Asanga zugeschriebenen Text stellt u.a Maitreya Fragen zur Theorie der drei Naturen (svabhāva). Es erfolgt daneben auch eine Erörterung des Dharmakaya.

Literatur

Referenzen

Weblinks

  • Dà zhìdù lùn - The Great Discourse on Prajñāpāramitā, Taisho no. 1509) - ein Kommentar