Mahabharata

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Das Mahabharata (Sanskrit: Großes Epos der Bharata Dynastie) ist neben dem Ramayana das bekannteste Epos Indiens. Es wird Veda Vyasa als Erstauthor zugeschrieben und umfasst in der großen Ausgabe ca. 100.000 Strophen. Das Datum des Epos ist unklar. Während die Veden noch das alte Sanskrit verwenden, ist das Majabhárata im modernen Sanskrit verfasst. Evtl. beruht der heutige Volltext auf einer jahrhundertelangen Ergänzung durch verschiedene Authoren. Im 6.2.38 Sutra des Astadhiai des Grammatikers Panini wird erwähnt, das Bhárata (24.000 Verse) sei die Grundlage, auf der es geschrieben wurde.

Inhalt

Nach der gemeinsamen Jugend trennen sich die Kauravas und die Pandavas und stehen sich später zu Kurukshetra[1] als gegnerische Armeen gegenüber. Krishna steht hier als Führer Arjunas im Mittelpunkt.

Das Text enthält einige bekannte Erzählungen wie im Buch 6 Bhishma Parva[2] die Kapitel der Bhagavad Gita, die Anu-Gita und das Krishnavatara(Leben Krishnas) sowie Savitri[3].

In Buch 11 (Shanti Parva 342.95-96) heisst es : Krishna stellt sich mit Hiranyagarbha identifizierend fest: Als meine Form, die das Wissen trägt, ewig und in der Sonne wohnend, nennen mich die Lehrer der Samkhya, die erkannt haben, was wichtig ist, Kapila. Als brillanter Hiranyagarbha, der in den Versen der Veden gepriesen wird, seit je vom Yoga verehrt, so erinnert man sich an mich in der Welt.”

Kurukshetra

Sri Yuktesvar Giri stellte fest, daß im Mahabharata das ganze Wissen Indiens verborgen sei.

Aufbau

Yudhistira und Dharmaraj als Yaksha - Kranich : U.L. 7.2
  • Buch 1 - Adi Parva, Das Buch der Ursprünge[4]
  • Buch 2 - Sabha Parva, Die Versammlungshalle
  • Buch 3 - Vana Parva, Das Buch des Waldes
  • Buch 4 - Virata Parva, Das letzte Jahr im Exil
  • Buch 5 - Udyoga Parva, Das Buch der Bemühungen[5](Kriegsvorbereitungen)
  • Buch 6 - Bhishma Parva, Das Buch des Bhishma( Tag 1 - 10 )[6]
  • Buch 7 - Drona Parva, Das Buch des Drona( Tag 11 - 15 )[7]
  • Buch 8 - Karna Parva, Das Buch des Karna( Tag 16 - 17 )
  • Buch 9 - Shalya Parva, Das Buch des Shalya
  • Buch 10 - Sauptika Parva, Der nächtliche Überfall
  • Buch 11 - Stree Parva, Das Buch der Frauen
  • Buch 12 - Shanti Parva, Das Buch des Friedens(der Befreiung)
  • Buch 13 - Anusasana Parva, Das Buch der Lehren[8]
  • Buch 14 - Ashvameda Parva, Das große Pferdeopfer
  • Buch 15 - Ashramavasika Parva – Dhritarashtra, Gandhari und Kunti ziehen sich in die Einsamkeit eines Himalaya-Ashrams zurück, üben Meditation und sterben bei einem Feuer.
  • Buch 16 - Mausala Parva – Der Streitkolbenkampf zwischen den Yadavas.
  • Buch 17 - Mahaprasthanika Parva : Die große Reise Yudhishthiras und seiner Pandava - Brüder und deren Aufstieg in den Himalaya, während der alle außer Yudhishthira sterben
  • Buch 18 Svargarohana Parva - Yudhishthiras letzte Prüfung und die Rückkehr der Pandavas in die spirituelle Welt.

Vom Mahabharata existieren auch verkürzte Varianten.

Der Khandava Brand

1 . Adi Parva : Khandava Vana

Der Khandava - Wald ist ein von Indra geschützter von Nagas mit dem Naga-König Aswasena bewohnter Platz, den Arjuna and Krishna niederbrennen, um die Bergstadt Indraprasthra zu bauen.[9].

  • Der auf der Erde wachsende Wald ist hier ein Allegorie zum Prana, das dem Körper am nächsten ist. Die Nagas deuten die ungeläuterten pranischen Energien an. Eine Einsiedelei im Wald deutet auf einen höheren Prana-Zustand('OM') hin wie die Schildkröte beim Wirbeln des Milchozeans. Das Niederbrennen bedeutet Stufe 8 des universellen Pfades.

Als Arjuna und Krishna im brennenden Khandava - Wald Agni beistanden, starb die Frau des Schlangenkönigs Takshaka, aber Takshakas Sohn Aswasena gelang die Flucht, der später den Tod seiner Mutter an Arjuna zu rächen versuchte.(Allegorie der Endphase der Stufe 8 des universellen Pfades : Feuer und danach nicht fixierbares Akasha)[10]

Krishna verschont Mayasura, der Arjuna's Schutz gesucht hatte, und fordert ihn auf, in Indraprastha eine prächtige Säulenhalle für König Yudhishthira('stetig im Krieg') zu erbauen (Mbh.2.1).Der Palast wurde so schön, dass selbst die Götter ein wenig neidisch wurden. Yudhishtira nannte ihn Mayasabha als Tribut an seinen Schöpfer Mayasura.

4. Virata Parva, Das letzte Jahr im Exil

Im hat Virata Parva hat Arjuna seinen ersten Wagenlenker Vrihannala(auch Brihannala[11]) . Von Brihannal wird gesagt, dass er sich hauptsächlich in den Frauengemächern aufhalte, d.h. in den Nadis.
Die edle Tochter von Virata begrüßt Arjuna und spricht dann zu Vrihannala : Oh Vrihannala, die Rinder der Umgebung wurden durch die Kurus fortgetrieben. Und um sie zu besiegen, will mein Bruder Hand an den Bogen legen. Doch vor kurzem wurde sein Wagenlenker im Kampf getötet und nun gibt es niemanden, der ihm in gleicher Weise als Führer seiner Rosse dienen könnte. ... Du warst früher der erste Wagenlenker von Arjuna, und mit dir allein unterwarf dieser Bulle unter den Pandu Söhnen die ganze Erde. Deshalb bitten wir dich, der Wagenlenker meines Bruders zu werden.....
So angesprochen begab sich der Feindebezwinger vor die Augen des Prinzen..... und ihn von weitem erblickend, sprach der Prinz von selbst: Mit dir als Wagenlenker hat Dhananjaya, der Sohn der Kunti, Agni am Khandava Wald zufriedengestellt und die ganze Welt unterjocht!....
Am dritten Tag nach Viratas Sieg betraten die Pandavas, in kostbare Gewänder gehüllt, den Ratssaal Viratas und nahmen auf den königlichen Thronen Platz. Virata kam hinzu, um seinen Rat abzuhalten, und erblickte seine Höflinge auf den königlichen Plätzen, erfüllt von Zorn. Arjuna offenbarte König Virata, dass er und seine Pandava-Brüder sich seit über dreizehn Jahren ihres Exils unerkannt in seinem Königreich aufgehalten hatten. Virata bat um Vergebung und gab seine Tochter, Prinzessin Uttara, Arjunas Sohn Abhimanyu zur Frau.

Kurukshetra

Der Kurukshetra-Krieg wird in den Büchern 6 bis 10 beschrieben.

  • Bhishma Parva (6. Buch): Beschreibt die Vorbereitungen, die Offenbarung der Bhagavad Gita durch Krishna an Arjuna und die ersten 10 Tage des Krieges unter dem Oberbefehl von Bhishma.
  • Drona Parva (7. Buch): Deckt die Tage 11 bis 15 ab, in denen Drona die Kaurava-Armee anführte. Wichtige Ereignisse sind der Tod von Abhimanyu und Jayadratha.
  • Karna Parva (8. Buch): Behandelt die Tage 16 und 17, an denen Karna als dritter Oberbefehlshaber fungierte und schließlich im Zweikampf gegen Arjuna fiel.
  • Shalya Parva (9. Buch): Beschreibt den 18. und letzten Tag des Krieges unter der Führung von Shalya sowie das finale Duell mit der Keule zwischen Bhima und Duryodhana.
  • Sauptika Parva (10. Buch): Schildert den hinterhältigen Nachtangriff von Ashvatthama auf das Pandava-Lager nach dem offiziellen Ende der Schlacht.

Allegorie

Das Mahabharata stellt in der verkürzten Form die ersten 19 Stufen des Prozesses des universellen Pfades in einer geheimen Symbolik dar, die in anderer Form auch im Tantra üblich war.

Die Pandavas repräsentieren die 5 Chakras und die damit verbundenen Elemente und Eigenschaften.

Sie wachsen zusammen mit den Kauravas auf und verlassen am Ende von Stufe 6 zusammen mit ihrer gemeinsamen Frau Draupadi den Hof von Drupadas. Draupadi war die feuergeborene Tochter von Drupada. Sie repräsentiert die feurige Kula-Kundalini. Arjuna konnte sie gewinnen, indem er den Bogen beherrschte, den Agni ihm gab, vergleichbar mit Rama im Ramayana, der Sita gewann, weil er Shivas Bogen strecken konnte (Stufe 6 des Pfades).

Im Wald begegnen sie Yama in seiner Verkleidung als Raksha-Kranich, dessen Fragen nur Yudhisthira beantworten kann (U.Pfad 7.2) - ähnlich wie Ödipus mit der Sphinx. Der brennende Khandava - Wald ist hier eine Allegorie der endgültigen feurigen Reinigung der Pranas (U.Path 8.3), die ihren Ursprung in der Prana-Kundalini haben.

Die Pandavas werden von Duryodhana in das Spiel hineingezogen und verlieren das Spiel und werden aus dem Königreich verbannt. Sie verbringen zwölf Jahre im Exil(Pfad), ein weiteres Jahr davon in völliger Anonymität (des Samadhi).

In einer ersten Schlacht gelingt es Arjuna, Duryodhanas Krone zu zerstören(U.L. Stufe 16)

König Yudhisthira als Träger des göttlichen Bewusstseins überlebt und geht in den Himmel ein(Sahaj-Samadhi).

Literatur

Referenzen

Weblinks