Gehirnwellen

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Gehirnwellen sind elektrische Schwingungen (Oszillationen) im Gehirn, die durch die synchrone Aktivität von Nervenzellen entstehen und über ein EEG (Elektroenzephalogramm) messbar sind. Das EEG missst allerdings eigentlich nur Kopfhautströme.

Die Gehirnwellen repräsentieren verschiedene Bewusstseinszustände, von hoher Konzentration (Beta/Gamma) über entspannte Wachheit (Alpha) bis hin zum Schlaf (Theta/Delta). Ihre Frequenz bestimmt den mentalen Zustand, der durch Meditation oder Technologie (wie z.B. binaurale Beats) beeinflusst werden kann[1].

Haupttypen

Die fünf Haupttypen der Gehirnwellen sind:

  • Gamma-Wellen (>30 Hz): Verbunden mit Höchstleistungen, intensiver Informationsverarbeitung und starker Konzentration.
  • Beta-Wellen (12–30 Hz): Kennzeichnen einen wachen, aufmerksamen Geisteszustand, aber auch Stress oder Angst (auch Inkohärenz).
  • Alpha-Wellen (8–12 Hz): Treten im wachen Ruhezustand auf, bei geschlossenen Augen, und fördern Entspannung und Kreativität.
  • Theta-Wellen (4–8 Hz): Charakteristisch für den leichten Schlaf, Meditation oder Dämmerzustände zwischen Wachen und Schlafen.
  • Delta-Wellen (<4 Hz): Dominieren im Tiefschlaf und sind wichtig für Regeneration und Heilung.

Beeinflussung

  • Gehirnwellen können durch Meditation, Hypnose oder gezielte akustische Reize (Brainwave Entrainment) beeinflusst werden.
  • Neurofeedback wird genutzt, um die Gehirnaktivität sichtbar zu machen und trainierbar zu machen.
  • Die Frequenzmuster helfen dem Gehirn, zwischen wichtigen und unwichtigen Reizen zu unterscheiden (selektive Aufmerksamkeit).

Kohärenz

Mit dem Begriff „Kohärenz“ bezeichnet man in den Neurowissenschaften gleiche Schwingungen (Oszillationen), die zwischen Hirnarealen entstehen.
Die neuere Forschung ergab, dass Kohärenz einfach dadurch entsteht, dass einzelne Neuronen in einem Bereich aktiv sind und (synaptische) Impulse in anderen Bereichen erzeugen. Dies hat zur Folge, dass die elektrischen Signale in den einzelnen Bereichen auf vorhersehbare Weise kohärent werden. Mit einer mathematischen Formel konnte bewiesen worden, dass Kohärenz keine Voraussetzung für Kommunikation, sondern vielmehr eine direkte Folge der anatomischen Verbindung zwischen zwei Hirnbereichen und der Signalstärke ist.[2]

Literatur


Referenzen

Weblinks