Avatamsaka Sutra: Unterschied zwischen den Versionen

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<td> 7. [[Die Namen des Tathagata]]</td>  
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<td> 8. Die vier heiligen Wahrheiten</td>  
<td> 8. [[Die vier Wahrheiten der Aryas]]</td>  
<td> 9. Licht [[Bodhi|Erleuchtung]]</td>  
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<td> 10. Bodhisattvas Bitte um Klärung</td>  
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<td> 11. [[Verhaltensregeln]]</td>  
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<td> 12. Würdiger Führer</td>  
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<td> 13. [[Aufstieg zum Gipfel des Sumeru]]</td>  
<td> 13. [[Aufstieg zum Gipfel des Sumeru]]</td>  
<td> 14. Loblied oben auf dem Sumeru</td>  
<td> 14. [[Loblied auf dem Gipfel des Sumeru]]</td>  
<td> 15. Die zehn Wohnungen</td>  
<td> 15. [[Die zehn Wohnunstätten]]</td>  
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<td> 16. [[Brahma Verhalten]]</td>  
<td> 16. [[Brahma Verhalten]]</td>  
<td> 17. Verdienst und Tugend des Weiterbringens des Geistes</td>  
<td> 17. [[Verdienst und Tugend des Weiterbringens des Geistes]]</td>  
<td> 18. [[Verstehen der Dharma]]s</td>  
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<td> 19. Aufstieg zum Palast des Suyama Himmels</td>  
<td> 19. [[Aufstieg zum Palast des Suyama Himmels]]</td>  
<td> 20. Loblieder im Palast des Suyama Himmels</td>  
<td> 20. [[Loblieder im Palast des Suyama Himmels]]</td>  
<td> 21. [[Die 10 Leitlinien]]</td>  
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<td> 22. Die zehn unerschöpflichen Schätze</td>  
<td> 22. [[Die zehn unerschöpflichen Schätze]]</td>  
<td> 23. [[Aufstieg zum Palast des Tushita Himmels]]</td>  
<td> 23. [[Aufstieg zum Palast des Tushita Himmels]]</td>  
<td> 24. Loblieder im Palast des Tushita Himmels </td>  
<td> 24. [[Loblieder im Palast des Tushita Himmels]] </td>  
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<td> 25. Die zehn Übertragungen</td>  
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<td> 28. [[Die zehn Durchdringungen]]</td>  
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<td> 29. Die zehn Beharrlichkeiten</td>  
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<td> 30. Asamkhyeyas(unkalkulierbares)</td>  
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<td> 31. Lebensspannen</td>  
<td> 31. Lebensspannen</td>  
<td> 32. [[Wohnplätze der Bodhisattvas]]</td>  
<td> 32. [[Wohnplätze der Bodhisattvas]]</td>  
<td> 33. Die undenkbaren Dharmas der Buddhas</td>  
<td> 33. [[Die undenkbaren Dharmas der Buddhas]]</td>  
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<td> 34. Das Meer von Zeichen der Körper der Tathagatas </td>  
<td> 34. Das Meer von Zeichen der Körper der Tathagatas </td>  

Aktuelle Version vom 18. Januar 2026, 09:45 Uhr

Das Avatamsaka-Sutra (skt. Avataṃsaka-sūtra; W.-G. Ta-fang-kuang-fo , Chin. Hua-yen ching, Huayan jing; jap. Daihokobutsu Kegon-kyō; tib.: Mdo phal po che : Blumengirlanden-Sutra) bzw. Buddhāvataṃsaka-nāma-mahā­vaipulya-sūtra (The Mahāvaipulya Sūtra named "Buddhāvataṃsaka") oder auch Mahavaipulya-buddhavatamsaka-sutra (Sanskrit: Das große und riesige Buddha-Girlandensutra[1]) ist auch als Hua-Yen - Sutra oder Kegon - Sutra bekannt.

Das Werk ist eines der umfangreichsten Mahayanasutras. Neben den 3 chinesischen Übersetzungen sind allerdings nur Kapitel 26 und 39 im Original in Sanskrit erhalten. Es gilt im Yogacara und im koreanischen Zen als grundlegend, und es ist ein fundamentaler Text des Ekayana.

Das Sutra ist aus einer Sammlung von 40 Sutras mit verschiedenen Themen zusammengesetzt.

Als ein Vorläufer gilt das als Kapitel 39 integrierte und heute weniger populäre aber grundlegende Gandavyuha-Sutra, das sich bis nach Indonesien verbreitete.

Entstehung

Das Sanskrit - Gesamtwerk (Mahāvaipulya Buddhāvataṃsaka Sūtra, Ta fang kuang fo hua yen ching) wurde erstmals zwischen 418 und 420 von Buddhabhadra Ch’ang-an in 60 Bänden mit 34 Kapiteln ins Chinesische übersetzt.
Dieses Werk ist als „die alte Übersetzung“ (Taisho 278, NJ 87, Jin-Sūtra) bzw. 60 chüan Hua-yen bekannt, die von den ersten drei Patriarchen studiert wurde.

Kaiserin Wu Zetian veranlasste als Anhängerin und Patronin des 3. Patriarchen, daß ein vollständiger Text des Buddhāvataṃsaka-mahāvaipulya-Sutra aus Khotan beschafft wurde.
Die „neue“ Übersetzung (Dafang Guang Fo Huayan Jing, T. 279, NJ 88) verfertigte der Mönch Śikṣānanda (652-710; W.-G. Shih-ch'a-nan-to; jap.: Jisshananda) zwischen 695 und 699 in Ch’ang-an in 80 Faszikeln mit 40 Kapiteln (Da Fangguang Fo Huayan Jing (大方廣佛華嚴經 / Taisho Vol. 10, no. 279). Die Kaiserin Wu schrieb dazu ein Vorwort. Inhaltlich sind einige Kapitel gegenüber der alten Übersetzung deutlich erweitert.

Es erfolgten japanische Nara-Zeit - Abschriften des langen Textes: Tempyō 10. Jahr(70 Faszikel) und als Kegon-Sutra(Daihōkō Butsu-kegon Kyō, 60 Faszikel), das manchmal auch als Hōkō-kyō bezeichnet wird.[2][3]
Alle drei Fassungen sind erhalten geblieben und wurden später weiter ins Koreanische (Daebanggwang Bulhwaeom Gyeong ; Hwaeom Gyeong) und Japanische (Daihōkō Butsu-kegon Kyō; Kegon Kyō) übersetzt.
Die chinesische Übersetzung (Dàfāngguǎng Fóhuāyán Jīng, Huāyán Jīng) ist als Hua-Yen-Sutra, die koreanische als Hwa Om und die japanische Ausgabe als Kegon Sutra erhalten. Das letzte Kapitel der Übersetzung in 80 Bänden entspricht außerdem dem vierten Sutra der Reine-Land-Schule.
Das tibetische Avatamsaka-Sutra (mdo phal po che; Dopel Poché) Jinamitra’s aus dem 8. Jahrhundert besteht aus 45 Kapiteln einer Übersetzung aus dem Sanskrit ins Tibetische. Es ist in der Pekinger Ausgabe des Kanjur in den Bänden 25-26 enthalten( Suzuki Daisetz T. : Eiin Pekin-ban Chibetto Daizzōkyō; Kyoto, 1955-1961 - Tibetan Tripitaka Research Institute[4])

Zu den drei chinesischen Übersetzungen erschienen zahlreiche Kommentarwerke, die in ihrer Gesamtheit in Taisho Vol. 09b-10, Nr. 278-309 erhalten sind.

Inhalt

Das Avatamsaka-Sutra soll vom Buddha Shakyamuni in Shravasti gepredigt worden sein. Es spricht in 40 Kapiteln[5] von den Taten des Buddha und den daraus resultierenden Vorteilen, die ähnlich wie eine Girlande aus Blumen blühen.

Es beschreibt das Universum, wie es von erleuchteten Buddhas und Bodhisattvas erfahren und gesehen wird, und integriert die Lehren von sunyata und vijnaptimatra(nur Geist) des Yogacara.

Die Kapitel des Avatamsaka

1. Der wunderbare Schmuck der Weltenherrscher 2. Die Manifestationen des Tathagata 3. Samadhis des Samantabhadra
4. Die Entstehung der Welten 5. Licht des Lotus-Schmucks – Ozeans 6. Vairochana
7. Die Namen des Tathagata 8. Die vier Wahrheiten der Aryas 9. Strahlende Erleuchtung
10. Bodhisattvas Bitte um Klärung 11. Verhaltensregeln 12. Würdiger Führer
13. Aufstieg zum Gipfel des Sumeru 14. Loblied auf dem Gipfel des Sumeru 15. Die zehn Wohnunstätten
16. Brahma Verhalten 17. Verdienst und Tugend des Weiterbringens des Geistes 18. Verstehen der Dharmas
19. Aufstieg zum Palast des Suyama Himmels 20. Loblieder im Palast des Suyama Himmels 21. Die 10 Leitlinien
22. Die zehn unerschöpflichen Schätze 23. Aufstieg zum Palast des Tushita Himmels 24. Loblieder im Palast des Tushita Himmels
25. Die zehn Übertragungen 26. Die zehn Stufen(DasabhumikaSutra) 27. Die zehn Samadhis
28. Die zehn Durchdringungen 29. Die zehn Beharrlichkeiten 30. Asamkhyeyas(unkalkulierbares)
31. Lebensspannen 32. Wohnplätze der Bodhisattvas 33. Die undenkbaren Dharmas der Buddhas
34. Das Meer von Zeichen der Körper der Tathagatas 35. Das Licht der Verdienste und Tugend der Charakteristika der Tathagatas 36. Universell würdiges Verhalten
37. Die Auftritte der Tathagatas 38. Transzendieren der Welt
39. Eintritt in das Reich des Dharma(Gandavyuha) 40. Universell würdiges Verhalten und Versprechen

Gandavyuha Sutra - das Buch vom Eintreten in den Kosmos der Wahrheit

Sudhana und Lehrer Manjushri

Das auch in Sanskrit erhaltene Gandavyuha-Sutra bildet Kapitel 39 des Avatamsaka. Es stammt wohl aus dem 2. Jahrhundert. Das Wort gaṇḍa bedeutet auch : Eine Sprache mit doppelter Bedeutung.
Ein junger Pilger namens Sudhana(chin. Shancai oder Shancai Tongzi; 'Guter Wohlstand', Kind des Reichtums), der Sohn eines Bankkaufmanns aus der Stadt Dhanya Kara, beginnt vom Bodhisattva Manjushri inspiriert die Suche nach der höchsten Erleuchtung, die ihn auf eine Reise zu 52 Begegnungen mit weisen Ratgebern(kalyāṇa-mittatā) aus allen Lebensbereichen führt(u. a. auch zum zukünftigen Buddha Maitreya), zu Mönchen und Nonnen, einem Kapitän und zu einer intimen aber nichtsdestotrotz erleuchtenden Begegnung(Nr. 25) mit einer Prostituierten namens Vasumitrā('Ausgezeichneter Freund') führt[6], die auch ein weiser Bodhisattva ist.
Weiterhin führt sie ihn zu einem Liebespaar, zu Asketen, zu Geistern, Bodhisattvas, zu erschreckenden Kreaturen und so weiter.
Seine Pilgerfahrt endet mit dem Besuch des ersten seiner Lehrer, Manjushri, Bodhisattva der Weisheit, der sein Erwachen bescheinigt, aber ihn anweist, einen letzten Meister zu besuchen: Samantabhadra, der Bodhisattva des Guten. (Der Weisheit müssen heilsame Handlungen folgen).

Guanyin im Bodhisattva-Schmuck, an ihren Knien auf dem Lotosthron Shancai und Longnü(Drachentochter)

Sudhana erlebt eine großartige kosmologische Vision, die Perspektive von erleuchteten Buddhas, genannt dharmadhātu. Zuetzt erlangt Sudhana eine Vision des Bodhisattva Samantabhadra und erkennt, daß seine eigene Natur und die des Samantabhadra, aller Buddhas und alle anderen Existenzen in Kosmos eins sind und sich gegenseitig durchdringen.
( Die vielseitige Pilgerreise bis zur Vision liesse sich auch als symbolische Beschreibung des vielstufigen Pfades zur Erleuchtung deuten. Die Hure Vasumitrā tritt dabei zur Zeit des sog. mystischen Todes auf - sie symboilisiert die überwundene niedrige Natur. )

Das letzte Kapitel des Gandavyuha-Sutra behandelt die zehn Gelübde des Samantabhadra, welche die Grundlage des Lebens eines Bodhisattva bilden.

Literatur

Referenzen

Weblinks