Splendor Solis: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Buch besteht aus sieben Traktaten.<ref>[https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nn_splendorsolis_1590?p=1 'Das gegenwertige Büchlein wird genandt Splendor Solis oder Sonnenglantz']</ref>.  
Das Buch besteht aus sieben Traktaten.<ref>[https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nn_splendorsolis_1590?p=1 'Das gegenwertige Büchlein wird genandt Splendor Solis oder Sonnenglantz']</ref>.  
Das zentrale Thema des Textes ist die Herstellung und Wirkungsweise des Steines der Weisen("Philosophi").
Das zentrale Thema des Textes ist die Herstellung und Wirkungsweise des Steines der Weisen("Philosophi").
=== Beispiel : Traktat 1 , 35 und 131 ===
=== Übersetzung der englischen Version ad 1582 ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Vorwort ===    </div>
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Vorwort ===    </div>
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung der Bilder : Bild 1 ===    </div>
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 1 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<poem>
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Die Beschreibung der Bilder : Bild 20 ===    </div>
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 2 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<poem>
<poem>
Ein Mann in rotem Gewand, mit roter Kappe und purpurnem Übermantel. In seiner linken Hand hält er eine langhalsige Flasche, die zu einem Drittel mit einer gelblich-transparenten, teils leuchtenden Flüssigkeit gefüllt ist.
Nachdenklich deutet er mit dem rechten Finger darauf, während er vor einer wunderschönen Landschaft schreitet. Der Rand zeigt einen goldenen Grund, auf dem Hirsch, Pfau, Biene, Schmetterling, Vögel, rote Johannisbeeren und Blumen gemalt sind.
Vom Hals der Flasche hängt ein schwarzes Band herab, auf dem in goldenen Buchstaben steht: „Eamus Quesitum Quatuor Elementorum Naturas“
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 3  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Ein Ritter in dunkler, goldverzierter Rüstung, mit gezogenem Schwert in der rechten Hand und einem roten Banner oder Schild in der linken, auf dem in goldenen Lettern steht: „Ex DuABUs Aqui Unam Facite, Qui Quaeritis Sole ET Luna Facere et Date Bibere Inimico Vino. Et ViDEBiTis Cum Mortuum. Deinde de Aqua Terra Facite, et Lapidem Multiplicastis.“
Er steht auf zwei Brunnen, je einem Fuß auf jedem. Der rechte Brunnen wird von einer kleinen, nackten Knabenfigur gekrönt, aus der eine schwarze Flüssigkeit fließt und durch einen Verbindungskanal in den linken Brunnen überläuft. Dieser ist ebenfalls von einer kleinen, nackten Mädchenfigur gekrönt, aus der jedoch eine goldene Flüssigkeit in das darunterliegende Becken fließt, die sich durch die Vermischung mit dem schwarzen Strahl in goldenes Wasser verwandelt. Dieser Brunnen läuft über und bildet einen großen goldenen See, der sich in der Ferne erstreckt und um den herum ein Dorf und eine wunderschöne Landschaft zu sehen sind.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 4  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Rechts ist ein König in rot-goldenen Gewändern mit goldener Krone abgebildet, der auf einem lodernden Feuer steht und ein Zepter mit einer Schriftrolle hält, auf der in goldenen Lettern „CoAGULA Masculinum“ steht. Er spricht mit einer Königin in einem blau-rot gefütterten Kleid, die eine blaue Schriftrolle mit der goldenen Inschrift „Lac virginis“ hält.
Sie steht mit beiden Füßen auf einem dunklen Vollmond. Über ihrem Haupt schwebt eine schwache, silberne Sonne, die den König fragend und hoffnungsvoll anblickt. Über seinem Haupt befindet sich eine goldrote Sonne, die sie traurig anblickt.
Im Hintergrund erstreckt sich eine Stadt mit Landschaft. Am Rand sind Vögel und Blumen auf goldenem Grund abgebildet. Über dem Bild steht das Motto „Particularia“.
Am unteren Rand ist die Inschrift „Via Universalis, Particularibus Inclusis“ zu lesen.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 5  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Das Bild zeigt zwei Männer, die in einem Steinbruch nach Gold graben. Im Vordergrund schwebt eine bronzene Mondsichel im Wasser. Darunter steht das Wort „Esther“, und darunter ist das Innere des Palastes von König Ahasveros zu sehen, der auf einem Thron sitzt und der Königin sein Zepter überreicht.
Über dem Bild befinden sich zwei nackte Kinder. Eines hält einen Vogel in der Hand, das andere, in der Ecke gegenüber, füttert einen anderen Vogel.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 6  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Das Bild zeigt einen Baum mit goldenen Zweigen und Früchten, dessen Wurzel von einer goldenen Krone umgeben ist. Auf einer siebenstufigen Leiter, die sich an den Baum lehnt, steht ein Mann in Schwarz mit goldenen Gamaschen oder Stiefeln. Auf der sechsten und siebten Stufe reicht er einem Mann in einem roten Gewand, das von einem weißlich-violetten Gewand umhüllt ist, einen Zweig. Zuvor hatte er bereits einem anderen Mann, der ebenfalls ein weißlich-violettes Gewand trug, einen ähnlichen Zweig gegeben. Unterhalb des Bildes befindet sich ein offenes Bad, in dem vier Frauen baden.
Ein goldener Springbrunnen speit einen Wasserstrahl in das Bad. Zwei Frauen stehen in der Nähe des Bades, eine in Gelb, die andere in Rot. Jede hält einen schwarzen, runden Gegenstand, ähnlich einem Hut oder einer Schale, in der Hand. Durch den Türbogen rechts sind zwei Männer zu sehen, einer in Blau, der andere in Violett, und links im Bild zwei Männer in Grün. Auf einer Galerie darüber und dahinter blickt ein Mann in blauem Gewand herab, während ihm gegenüber ein König in Rot mit seinen Begleitern – einer in Grün, der andere in Schwarz – zugewandt ist, die ebenfalls zum Bad hinunterblicken.
Die Badenden tragen jeweils zwei goldene Perlenketten um den Hals.
Auf dem Baum darüber sitzt ein großer schwarzer Vogel mit weißem Kopf und pickt an den Früchten, während dreizehn verschiedenfarbige Vögel im Begriff sind, davonzufliegen.
Eine schlichte Landschaft mit einem einfachen Häuschen in der Ferne. Berge im Hintergrund und goldene Zweige und Blüten, die aus dem Boden sprießen, vervollständigen das Bild
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 7  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Das Gemälde zeigt eine Königin oder einen jungen König in einem weiten, fließenden, mit Hermelin und Gold bestickten Gewand. In der rechten Hand hält sie ein Zepter mit sieben goldenen Sternen, in der linken eine goldene Kugel. Im Mittelgrund sieht man einen König, der im Meer schwimmt oder ertrinkt und die Arme ausstreckt, als wolle er um sein Leben flehen.
Eine goldene Sonne strahlt über ihm und sendet ihre Strahlen auf die Königin. Links von ihr leuchtet ein Stern mit goldenem Heiligenschein, dessen Strahlen ebenfalls auf die Königin oder den jungen König gerichtet sind. Der goldene Rand ist mit Schmetterlingen, Erdbeeren, Vögeln und Blumen verziert.
Am unteren Rand befinden sich zwei kleine, blaugraue, entaguosartige Bilder. Das linke zeigt einen nackten Mann, der mit einem Knüppel auf eine Frau einschlägt, die neben einem Satyr am Boden sitzt. Beide halten die Arme zum Schutz erhoben.
Neben ihnen wächst ein Baum. Das Bild rechts ist sehr ähnlich, nur dass dort eine vierte männliche Figur steht und versucht, den Mann mit dem Knüppel daran zu hindern, die beiden anderen zu schlagen.
Die Landschaft mit Hügeln und der Weg im Vorder- und Fernblick ist wunderschön. Goldgelbe Blüten ragen über das Laub, und man möchte an dieser Szene nichts ändern oder verbessern.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 8  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Das achte Bild zeigt eine Königin mit Engelsflügeln – prachtvoll gekleidet. Sie trägt eine goldene Krone und Halsschmuck, goldene Ketten, gelbe Ärmel und einen fließenden Rock, der mit einem grünen Blattmuster und roten und blauen Blüten verziert ist. Von ihrer linken Schulter hängt ein blauer, goldgesäumter Schleier herab, ihre Pantoffeln sind rot und golden.
In ihrer Hand hält sie ein purpurrotes, goldgesäumtes Gewand, das sie einem nackten, schwarzen Mann entgegenstreckt, der bis zu den Knien in einer schwarzen Schlammpfütze steht. Sein linker Arm ist weiß und leicht verschmutzt. Sein rechter Arm, Hals und Kopf sind blutrot. Er hält seine rechte Hand über seinen rechten Oberschenkel, als wolle er seine Nacktheit bedecken.
Er steht mit der rechten Seite zu uns gewandt, und in seinem Profil ist eine runde, transparente Glaskugel zu sehen, die seinen Kopf bis auf das Profil bedeckt. Durch diese Kugel sind auf dem rechten Wangenknochen, dem Organ des Selbstwertgefühls, und über dem rechten Auge drei leuchtende Punkte zu erkennen, in denen jeweils ein kleines rotes Kreuz zu sehen ist.
Die Königin scheint ihn zu ermutigen und ihm Mitgefühl entgegenzubringen. In der Ferne ist eine Landschaft mit einem See zu sehen. Ein Dorf, eine Straße mit einigen wenigen Spaziergängern und ein Boot auf dem See; in der Ferne sind Inseln zu erkennen.
Über der Krone der Königin prangt ein silberner Stern.
Zwei Hirsche, zwei Affen und ein Papagei am unteren Rand sowie Blumen auf goldenem Grund am Rand vervollständigen das Bild.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 9  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Im Vordergrund eines prächtigen, an Claude erinnernden Gemäldes steht die fein gearbeitete Gestalt eines Mannes in schwarzem Gewand mit goldenem Saum und rot-goldenen Knopfleisten. Sein Gürtel ist rot-golden und mit goldenen Quasten oder Ornamenten verziert. Er hat zwei Köpfe und Hälse: einen Männerkopf mit sandfarbenem Haar und blauen Augen, ohne Bart oder Schnurrbart, und einen schönen Frauenkopf mit blauen Augen und hellem oder rötlichem Haar.
Vom Kopf des Mannes geht ein goldener Heiligenschein aus, vom Kopf der Frau ein silberner. Sein Gesicht befindet sich links im Bild, ihres rechts, und sein Profil überlappt ihren Hinterkopf bis zum rechten Augenwinkel, sodass beide Gesichter gut zu sehen sind. An seiner rechten Schulter trägt er einen purpurroten Flügel, sie einen zartviolett-weißen.
In seiner linken Hand hält er ein goldenes Ei, das beide aufmerksam betrachten, und in seiner rechten einen runden Schild. Dessen Rand ist mit Gold und Orange verziert, daneben ein innerer Kreis von gräulich gesprenkelter oder marmorierter Optik, dann ein schmalerer, dunkelgrüner und blauer Ring, in dessen Mitte sich eine winzige Landschaft befindet, wie durch eine doppelwandige Glasröhre betrachtet. Vögel, Blumen und Trauben auf goldenem Grund vervollständigen dieses Bild.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 10  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Das Gemälde zeigt einen wilden, schurkischen Mann mit ungebändigtem, schwarzem Haar. Er trägt ein rotes Gewand mit einem weißen, blassviolett schimmernden Übergewand und hält in seiner rechten Hand ein gezogenes Schwert. In seiner linken Hand hält er den goldenen Kopf eines schönen, frisch verstümmelten Mannes, dessen Leiche zu seinen Füßen liegt. Arme und Beine sind frisch abgetrennt und sauber, das durchsichtige, rote Fleisch ist sichtbar.
Die Szene spielt auf dem offenen Gelände eines Palastes. Ein Fluss fließt vorbei, auf dem Gondeln verkehren. In der Ferne sind Schlösser und prächtige Paläste zu sehen, wie zu Venedigs Glanzzeiten, als es noch eine Stadt der Paläste war. Einige Menschen flanieren und verweilen auf dem Gelände, doch sie bemerken die hier dargestellte Szene nicht. An den grünen Blättern, auf denen sich diese grausige Szene abspielt, sind goldene Spitzen zu erkennen.
Am unteren Rand befinden sich zwei kleine goldene Bilder. Das linke zeigt einen König, der vier Flusspferde lenkt. Dahinter sitzt eine Frau in einem Boot und hält zwei Zügel, die mit den Pferden verbunden sind und so das Boot vorwärtsziehen.
Das rechte Bild zeigt eine Frau in einem Boot, die in ihrer rechten Hand (ohne Griff) einen Dreizack hält und in der linken die Zügel führt. Sie lenkt drei Flusspferde.
Ein Satyr und zwei Frauen gehen voran, zwei weitere folgen, eine davon auf dem Rücken eines Meermanns. Vögel und Blumen auf goldenem Grund vervollständigen das Bild.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 11  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
In einem Hof ​​eines prächtigen Palastes, unter einem Korridor, befindet sich ein runder Ofen. Darauf steht ein eisernes Gefäß oder ein Kupferkessel, gefüllt mit Wasser. Darin sitzt ein nackter Mann mit roter Haut, dessen Brust ihm hoch auf dem Kopf steht. Auf seinem Kopf sitzt eine Taube mit ausgebreiteten, weißen, blau schimmernden Flügeln.
Ein Mann bläst konzentriert und besorgt mit einem Blasebalg in den Ofen. Sein Untergewand ist rot, sein Untergewand blau, sein Mantel schwarz mit blauem Saum, seine Pantoffeln schwarz, seine Schürze weiß, sein Haar etwas länger und ungepflegt.
Die ganze Gestalt verrät den Arbeiter. Auf einem entfernten, erhöhten Korridor sind zwei Gestalten zu sehen: eine Frau in Rot mit einer Flasche in der Hand und ein Mann in blassviolettem Gewand, der zu dem Mann im heißen Bad hinüberblickt. Neben dem Arbeiter stehen ein Glasgefäß (eine Art Retorte), eine Zange und Kohlen für das Feuer.
In zwei Nischen in der Wand sind Figuren von Merkur und Jupiter dargestellt. Am Sockel einer Säule befindet sich ein Intaglio oder Flachrelief, das Vulkan bei der Arbeit als Schmied darstellt, mit einem Gehilfen, der den Arm mit dem Hammer erhoben hat, als würde er ihm helfen. Vögel und Blumen auf goldenem Grund zieren den Rand dieses Bildes.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 12  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
In einer reich verzierten Nische ist als Hauptmotiv des Bildes ein großer, aufrecht stehender, hermetisch verschlossener Glaskürbis oder eine Retorte dargestellt, die auf einem grünen Kranz ruht und an der schmalen Stelle von einer rot-goldenen Krone umgeben ist, die etwa ein Viertel vom oberen Rand herabreicht. Im Inneren des Kürbisses ist ein nacktes Kind zu sehen, das in der rechten Hand eine schwarze Flasche oder einen Tiegel hält und dessen Inhalt in den Rachen eines Drachen oder eines schrecklichen Wasserungeheuers mit Klauen, Schuppen und Flossenflügeln gießt. Beine und Brust des Kindes sind mit Pfauenfederflecken bedeckt. In der linken Hand hält das Kind einen kleinen Blasebalg, mit dem es auf das Herz des Ungeheuers zeigt. Eine allegorische Figur des Merkur, sitzend auf einem Wagen (mit einem Caduceusstab in der linken und einer Ernteschere in der rechten Hand, ein Säugling liegt vor ihm auf dem Wagen, und er lenkt zwei grün-goldene Drachen oder Ungeheuer), krönt die Nische. Am unteren Bildrand sieht man einen Fluss, aus dem ein alter Mann Wasser schöpft und in ein Fass füllt, das jedoch so schnell wieder leerläuft, wie er es füllt. Ein Mann mit nackten Beinen tritt Tierfelle in einem Bottich, während ein Gerber vor ihm ein Fell schert. Ein alter, gebeugter Mann bittet einen wohlhabenden Mann mittleren Alters um Almosen. Am rechten Bildrand, jenseits des Flusses, füttert eine Frau ein Schwein.
Ein Mann packt ein anderes Schwein mit einer Hand am Bein und mit der anderen am Ohr, während ein weiteres Schwein in einer Kiste eingesperrt ist, als wolle es abtransportiert oder geschlachtet werden. Dahinter sieht man einen Mann mit einem Vierergespann, das einen Pflug zieht, während ein anderer Mann eines der Pferde schlägt – ein braunes Pferd.
Drei der Pferde sind braun, und eines ist weiß, das willig zu ziehen scheint. Dahinter sieht man einen Mann, der einen anderen, dessen Hände auf dem Rücken gefesselt sind, mit einem Knüppel schlägt. Noch weiter entfernt hat sich eine große Menschenmenge um einen Galgen versammelt, an dem ein Mann gehängt wird. Am linken Bildrand bitten zwei Krüppel einen Herrn um Almosen, während dahinter ein Trauerzug zu einem Friedhof nahe einer großen Kathedrale zieht. Vier Stumme in Schwarz folgen dem Sarg, der von vier Männern getragen wird und die Form eines weiß gestrichenen Hausdachs mit zwei schwarzen Streifen hat.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 13  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Eine weitere ähnliche Nische zeigt einen Kürbis, der ebenfalls von einer goldenen Krone oder einem Diadem gekrönt wird. Im Inneren des Glasgefäßes befinden sich drei Tauben oder Vögel: eine rote, eine weiße und eine schwarze. Die beiden roten picken oder kämpfen mit der schwarzen, die sie auf den Rücken gezerrt haben und die sich mit ausgefahrenen Krallen verteidigt. Die weiße Taube pickt ihr unter den Schwanz, die rote auf den Kopf. Goldene Reflexe erscheinen gegenüber dem Kopf des roten Vogels auf der Glasoberfläche und außerhalb des Glases.
Unterhalb des Sockels der Nische befindet sich eine massive, breite Treppe im Inneren des Vatikans. Auf halber Höhe dieser Treppe liegt ein breiter Absatz mit einem Tisch und zwei schwarzen Truhen oder Kisten. Auf dem Tisch befinden sich eine Waage, zwei Goldhaufen, Tintenfässer, ein Schreibtisch und ein bedrucktes Papier, das über die Tischkante hängt. Ein Mann in rot-blauer Kleidung mit blauer Kappe sitzt auf einem schwarzen Stuhl an einem Tisch und blättert in einem großen Buch. Zwei Männer stehen am Tisch und scheinen sich zu unterhalten. Der eine trägt eine blaue Robe mit scharlachroter Kappe und eine Decke, die ihm über den Rücken hängt; der andere hat eine purpurrote, goldgesäumte Robe, sein Haupt ist unbedeckt, und er hält ein illuminiertes Buch in der Hand.
Zwei Schritte weiter links kniet ein Mann auf einem purpurroten Teppich. Er ist in Rot und Gold gehüllt. Zwei Schritte weiter oben sitzt der Papst, ebenfalls in Rot und Gold gekleidet, mit seiner dreifachen goldenen Krone, und setzt dem Knienden gerade die Krone auf. Der Papst ist von zahlreichen Kardinälen umgeben. Weiter hinten scheinen sich andere zu unterhalten.
Zwei Personen arbeiten im Innenhof an einer Destille oder Retorte, während in der Ferne eine Meute Jagdhunde und Jäger zu sehen sind. Ein demütig dreinblickender Bittsteller kniet in der Nähe, als wolle er die Herren, die sich außerhalb des Raumes befinden und offensichtlich eine gewisse Autorität besitzen, um einen Gefallen bitten.
Über der Nische prangt ein mythologisches Bildnis: Ein Mann mit zwei Pfeilen in der Hand sitzt auf einem von zwei [[Pfau]]en gezogenen Wagen. Auf dem einen Rad des Wagens befindet sich das Sternbild Schütze, auf dem anderen das Sternbild Fische. Ein Ritter kniet vor ihm und reicht ihm eine Speise. Hinter ihm strahlt die Sonne. (Jupiter in Schütze und Fische)
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 14  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
740
Eine ähnliche Glasfigur eines Kürbisgewächses befindet sich in einer goldenen Nische. Im Inneren des Glases steht aufrecht ein weißer, blau schattierter Vogel mit drei Köpfen, von denen jeder mit einer goldenen Krone geschmückt ist.
Über der Nische befindet sich eine mythologische Darstellung des Mars mit Schild und Speer, sitzend auf einem Wagen, vor dem eine zusammengerollte Schlange liegt. Auf dem Vorderrad sitzt der Steinbock, auf dem Hinterrad der Krebs.
Der Wagen wird von zwei Füchsen gezogen. Darunter und am Rand ist ein Kampf zwischen berittenen, mit Helmen und Rüstungen bekleideten Männern mit roten und goldenen Schürzen über ihrer Rüstung und dem Volk zu Fuß, bewaffnet mit Speeren usw., dargestellt. In der Ferne sind brennende Häuser und Viehdiebstähle zu sehen.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 15  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Ein ähnlicher Kürbis steht in einer purpurroten Nische, deren Rand mit Erdbeeren, Erbsenschoten, Blumen und einem Vogel bemalt ist. Im Inneren des Kürbisses befindet sich ein Monsterdrache mit drei Köpfen und langen Hälsen, die an einem Körper befestigt sind, ähnlich dem im zwölften Bild. Die Köpfe sind nach rechts gedreht; der uns zugewandte ist weiß, der mittlere rot, der abgewandte schwarz, die Hälse sind grün gesprenkelt.
Über der Nische thront die allegorische Darstellung eines Königs in goldenen Gewändern, der auf einem hellgrünen, zweirädrigen Wagen sitzt, der von zwei Pferden mit goldenem Geschirr gezogen wird, über goldgekrönten Wolken. Auf dem Wagenrad befindet sich die Figur des Löwen. Vor dem König steht eine schräg stehende goldene Sonne auf gleicher Höhe mit seinem Gesicht, durch deren Einfluss der König einen goldenen Schein oder Heiligenschein ausstrahlt. Sonne im Löwen.
Unterhalb des Kürbisses sitzt ein König in königlichen roten und goldenen Gewändern mit schwarzer Unterkleidung und Kappe auf einem Podest auf einem Rasen. Vor und um ihn herum befinden sich zehn Höflinge in prächtigen und vielfältigen Gewändern; ein weiterer sitzt auf einem prächtig geschmückten Pferd.
Der rechte Bildrand zeigt elegant gekleidete Männer bei sportlichen Wettkämpfen wie Steinheben, Ringen, Bogenschießen usw. Am linken Bildrand steht ein König mit Krone auf dem Haupt, gekleidet in blau-purpurne Gewänder, und beobachtet zwei Männer beim Schwertkampf. Zwei Knaben stehen daneben und halten zwei weitere Schwerter in den Händen, als würden sie ihnen dienen. Im Hintergrund sind weitere Personen beim Schwertkampf zu sehen. Landschaft mit Fluss und Burgen in der Ferne.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 16  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Eine ähnliche, aber fantasievollere goldene Nische. Der obere Teil weist eine kreisrunde Öffnung auf, durch die die Spitze des
Glas-Kürbisgefäßes passt.
Von dieser Öffnung hängen zwei goldene Ketten herab, deren andere Enden an zwei Säulen an den Seiten der Nische befestigt sind,
etwa drei Viertel ihrer Höhe.
Im Inneren des Kürbisgefäßes befindet sich ein wunderschön gemalter Pfau, der auf eine Gruppe von Musikern herabblickt.
Einer von ihnen spielt Gitarre, ein anderer Gambe. Eine in Rot und Gold gekleidete Dame spielt ebenfalls Gambe, während eine weitere Dame in Blau und Gold und eine in Gelb und Gold ein Konzert geben.
Links im Bild sitzen zwei Herren und eine Dame bei Tisch, trinken Wein und essen Trauben. Rechts erstreckt sich eine Landschaft, in der verschiedene Paare spazieren gehen. Links ist ein Bach zu sehen, in dem viele Menschen baden.
Die Nische wird von der Figur einer in Rot und Gold gekleideten Dame bekrönt, die einen goldenen Pfeil in der Hand hält und in einem rot-goldenen Wagen sitzt. Auf dem einen Rad steht das Sternzeichen Widder, auf dem anderen die Waage, Venus in Widder und Waage. Der Wagen wird von zwei Tauben über goldgekrönte Wolken gezogen. Vor ihr steht auf dem Wagen eine kleine Figur des Amor mit Pfeil und Bogen, der gerade zum Schuss ansetzt, während sie ihn von hinten mit einer goldenen Schnur hält.
Ein rotes Herz erscheint am Himmel, darüber golden strahlend und von einem roten Pfeil durchbohrt. Eine goldene, strahlende Sonne ruht auf dem Herzen, oben abgeschnitten von der oberen Bildlinie.
</poem></div></div>
<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 17  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Eine ähnliche Kürbis- und Goldnische wie in Bild Nummer Vierzehn. In der Kürbisform befindet sich die Figur einer Königin, deren Oberkörper nackt ist, deren übriger Körper jedoch von einem hellblauen Gewand umhüllt ist, außer Füßen und Knöcheln, die unbedeckt sind. Um sie herum ist ein ovaler Heiligenschein, der einem blau-gelben Regenbogen ähnelt. Unter ihren Füßen ist das goldene Seitenprofil der Sonne abgebildet. Blumen sind auf den goldenen Rand der Nische gemalt, über der sich die blaue Figur eines Mannes auf einem blauen Wagen befindet. In seiner Hand hält er einen strahlenden Caduceusstab. Der Wagen wird von zwei Hähnen gezogen; auf dem einen Rad befinden sich die Zwillinge, auf dem anderen die Jungfrau.
Merkur steht in den Sternzeichen Zwillinge und Jungfrau. Unterhalb des Nischenfußes studieren zwei Philosophen einen Globus. Ein anderer schreibt an einem Schreibtisch, während ein weiterer am Tisch sitzt und Gold in Säcke zählt. Rechts vom Tisch steht eine antike Orgel, die von einem Mann am Blasebalg dahinter geblasen wird, während der Organist davor die Tasten bedient.
Zwei Chorsänger und ein Mann mit einem Blechblasinstrument vervollständigen diese Gruppe, die Handel, Wissenschaft, Literatur und Musik repräsentiert. Die Bildhauerei wird durch zwei Männer dargestellt, die auf einem niedrigen Steinsockel mit Hammer und Meißel arbeiten. Der Hintergrund zeigt eine geschäftige und wohlhabende Handelsstadt, möglicherweise Venedig.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 18  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
In einer weiteren goldenen Nische, umgeben von Vögeln und Blumen auf goldenem Grund, steht ein ähnliches Glasgefäß. Darin befindet sich ein junger König, gekleidet in Rot und Gold. Seine Beine sind von den Knien bis zu den Waden unbedeckt. Seine Stiefel sind rot und golden. In seiner linken Hand hält er eine goldene Kugel, in seiner rechten ein Zepter. Er steht auf einer Mondsichel mit der gewölbten Seite nach oben und verströmt, umgeben von einem ovalen Lichtkranz, ein helles, tiefgelbes und goldenes Leuchten. Über der Nische thront ein goldener Wagen, gezogen von zwei weiblichen Figuren in Rot und Gold.
In dem Wagen sitzt eine weibliche Figur, die eine Mondsichel mit der konkaven Seite nach oben in der Hand hält. Auf dem Wagenrad prangt das Sternzeichen Skorpion (Mond im Skorpion).
Unterhalb des Nischenbodens befindet sich ein Fluss, auf dessen Oberfläche Wasservögel schwammen. In mittlerer und äußerster Entfernung sind Fischer in einem Boot beim Netzauswerfen zu sehen, andere beim Angeln mit Ruten und beim Schießen, Falkenjagd, Wäschewaschen im Fluss, Reiten, Bootfahren und Segelschiffe. Nahe dem Vordergrund wird ein Mühlrad vom Bach angetrieben.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 19  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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Es ist ein höchst trostloses und seltsam düsteres, fast unheimliches Motiv. Eine karge, verkümmerte Landschaft mit schwarzen, verdorrten Bäumen im Vordergrund. Eine monströse schwarze Sonne ist größtenteils unter der Erde versunken, aber dennoch sichtbar und ragt teilweise im Zentrum der Landschaft – im mittleren Bildbereich – über den Boden hinaus.
Der Aufgang dieser leichenblass wirkenden, borstigen schwarzen Sonne überstrahlt und verhüllt vollständig die wahre Sonne, die dahinter liegt; denn dahinter sind goldene Strahlen der wahren Sonne zu sehen, die mit ihrem goldenen Licht eine schöne Landschaft in der Ferne erhellt. Die Wolken darüber sind rot, und auch die Gebäude in der Ferne leuchten rot. Schwache goldene Strahlen durchdringen diese ganze Schwärze des Vordergrunds, als kämen sie von der wahren, verborgenen Sonne, die dahinter liegt.
Der Rand zeigt Raupen, Schmetterlinge, kleine Vögel, Schnecken, Blumen usw. auf einem goldenen Grund, was das Bild vervollständigt.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Beschreibung von Bild 20  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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702
In einem langen Raum spielen zehn Kinder unterschiedlichen Alters. Sechs von ihnen sind nackt, drei tragen blaue und eines gelbe Kleidung. Spielzeug-Steckpferde ohne Beine, kleine Papierwindmühlen und ein zu einem Wagen umfunktioniertes Kissen gehören zu den Hauptattraktionen. Die Mutter sitzt am anderen Ende des Raumes, stillt ein Baby auf dem Schoß und behält die Familie im Auge. Sie ist in Rot und Gold gekleidet und trägt einen schwarzen Umhang. Eine Dohle hüpft über den Boden. Die Katze sitzt in der Ecke. Badewanne und Waschbecken stehen bereit, und zwei Flaschen mit einer gelblichen Flüssigkeit stehen auf einem Regal über der Tür. Durch die Tür sieht man ein Dienstmädchen in einem anderen Zimmer arbeiten.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Die Beschreibung der Bilder 21-22  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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(Die französische Version und die deutsche Version haben 20 Bilder)
DIE EINUNDZWANZIGSTEN UND ZWANZIGSTEN BILDER: Schmetterlinge, Raupen, Motten, Fliegen, Schnecken, Früchte und Blumen auf goldenem Grund vervollständigen dieses Bild.
DAS EINUNDZWANZIGSTE BILD: Es zeigt einen Fluss und eine Landschaft. Im Vordergrund befindet sich ein Kessel mit Feuer darunter und einige schwarze Tongefäße drumherum. Ebenfalls im Vordergrund sind neun Frauen beim Waschen, Auswringen, Aufhängen, Trocknen und Bleichen von Wäsche zu sehen. Häuser, Burgen mit Minaretten usw. schmücken die Landschaft. Vögel, Beeren, Schmetterlinge und Blumen auf goldenem Grund vervollständigen den Bildrand.
DAS ZWANZIGSTE BILD: Es zeigt die gerade aufgegangene Sonne in goldenem Rot, ernst, nachdenklich und streng. Der Blick wirkt so durchdringend, als wolle er in die Seele des Betrachters blicken und sie befragen. Die Landschaft ist von der Heiligkeit der Nacht umhüllt und in ein schwarzgraues Licht getaucht. Eine Stadt ist am Horizont, direkt unterhalb des Sonnenflecks, zu sehen. Doch sie scheint in Nacht gehüllt zu sein. Nichts regt sich, alles wirkt wie in Nacht und Schlaf gehüllt, als hätte sich die Sonne im Morgengrauen unbemerkt über sie hinweggeschlichen und wäre unfähig gewesen, der Erde Licht zu spenden oder die Menschen zu wecken.
Einige wenige, verkohlte Bäume im Vorder- und Mittelgrund zeigen schwache goldene Schimmer. Vögel, Erdbeeren und Blumen auf goldenem Grund am Bildrand vervollständigen das Bild, das das tiefste Geheimnis birgt, das der Mensch hier und im Jenseits ergründen kann.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Über die Regentschaft der Feuer  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Wenn etwas seiner Wärme beraubt ist, so ist es bewegungslos. In der natürlichen Ordnung geht der Vater in den Sohn über, was bedeutet, dass der Geist materialisiert und das Flüchtige beständig wird; oder dass Sonne und Mond heimgekehrt sind. Über diese beiden Planeten spricht der Ältere auch: „Ich bin eine heiße und trockene Sonne, du aber, Mond, bist kalt und feucht, und wenn wir in der Ordnung unserer uralten Würde auferstehen, wird ein brennendes Licht in uns ausgegossen werden.“ Damit deutet er an, dass durch das Wissen und die Meisterschaft der Alten die Erneuerung der Feuchtigkeit empfangen wird und Sonne und Mond transparent werden.
Die „Scala Philosophorum“ beschreibt das Feuer folgendermaßen: „Die Hitze oder das Feuer des gesamten Prozesses ist gleichmäßig. Manche sagen, die Hitze des ersten Arbeitsschritts solle der Wärme einer brütenden Henne entsprechen, andere der natürlichen Wärme der Verdauung und der Körperernährung, während wieder andere die Hitze der Sonne im Widder als angemessen betrachten.“
Obwohl der Stein durch einen einzigen Arbeitsschritt gewonnen wird, muss die Hitze des Feuers dennoch dreimal verändert werden. Im ersten Arbeitsschritt soll die Hitze mild, mäßig und warm sein, bis sich das Material kontinuierlich schwarz färbt und schließlich wieder weiß wird. Diese Hitze wird mit der Hitze der Sonne im Widder verglichen, die sich dem Stier nähert.
Sobald das Weiß erscheint, soll das Feuer verstärkt und bis zur vollständigen Trocknung oder Kalzinierung des Steins aufrechterhalten werden; diese Hitze wird mit der Hitze der Sonne im Stier verglichen, die sich den Zwillingen nähert.
Und wenn der Stein vollständig getrocknet und kalziniert ist, muss das Feuer noch einmal heftiger erhitzt werden, bis der Stein vollkommen rot ist und sich in ein königliches Gewand aus Feuer gehüllt hat. Diese Hitze wird mit der Sommerhitze verglichen, wenn die Sonne im Löwen steht; das ist ihre höchste Würde, wenn sie in ihrem eigenen Haus steht. Soviel sei über die Herrschaft des Feuers gesagt.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === DIE FÜNFTE ABHANDLUNG - ZWEITER TEIL  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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ÜBER DIE FARBEN, DIE BEI ​​DER ZUBEREITUNG DES STEINS ERSCHEINT
Der Philosoph Miraldus schreibt in der „Turba“: Er färbt sich zweimal schwarz, zweimal gelb und zweimal rot. Daher sollte man ihn abkochen, denn beim Abkochen erscheinen viele Farben, und entsprechend dieser ändert sich die Temperatur. Obwohl alle Farben erscheinen, sind doch nur drei besonders auffällig. Die Hauptfarben sind Schwarz, Weiß und Rot; dazwischen erscheinen viele weitere. Eine gelbliche Farbe, die nach dem Weiß oder nach dem ersten Rot auftritt, wird von Miraldus als vollkommene Farbe bezeichnet, während der Conciliator sie als nicht vollkommen und kaum lange genug auf der Materie haftend, um sichtbar zu sein, bezeichnet.
Die andere gelbliche Farbe aber, die nach dem vollkommenen Weiß und vor dem ersten Rot erscheint, ist eine Zeitlang sichtbar und daher eine vollkommene Farbe. Dies entspricht dem, was Miraldus oben beschreibt, doch hält die Farbe nicht so lange wie Schwarz, Weiß oder Rot, die vier Tage lang bestehen bleiben; obwohl Schwarz und Rot ein zweites Mal vollkommen erscheinen. Die erste vollkommene Farbe ist jedoch das Schwarz, das durch mildeste Hitze entsteht.
Laut Conciliator sollte die Aufhellung bei milder Hitze erfolgen, bis das Schwarz verschwunden ist. Während Lukas, der Philosoph, in der „Turba“ sagt: „Hütet euch vor zu großer Hitze, denn wenn ihr das Feuer zu Beginn zu heftig entfacht, wird es vorzeitig rot, was nutzlos ist, da zu Beginn seiner Entwicklung zuerst das Schwarze, dann das Weiße und zuletzt das Rote entstehen sollte.“
Baleus, der Philosoph, sagt in der „Turba“: „Koche deine Masse, bis sie weiß ist, und lösche sie in Essig ab. Trenne das Weiße vom Schwarzen, denn das Weiße ist ein Zeichen der bevorstehenden Fixierung. Es muss durch das Feuer der Kalzinierung vom Schwarzen getrennt werden, da die erhöhte Hitze die überflüssigen Bestandteile abtrennt und nur grobe Erde unter der Materie zurücklässt, wie eine grobe schwarze Kugel, die sich nicht mit der reinen und feinen Materie des Steins vermischen kann.“
So sprechen die Philosophen: „Das Rot muss vom Weißen getrennt werden, denn es ist nichts Überflüssiges darin, noch ist etwas abgetrennt, sondern alles färbt sich vollkommen rot.“ Zu diesem Zweck befehlen sie, ein stärkeres Feuer zu entfachen.
Pythagoras sagt dazu: „Je stärker sich die Farben verändern, desto stärker muss das Feuer sein, vor dem du dich nicht fürchten musst.“ Denn die Materie ist im Weißen fixiert, und die Arten entweichen ihr nicht.“
Zu diesen Bemerkungen sagte der Philosoph Lucas: „Wenn unsere Magnesia weiß wird, gibt sie ihre Arten nicht preis.“ Dies mag für die Farben des geheimen philosophischen Werkes genügen; nun folgt der Schluss dazu.
Hermes, ein Vater der Philosophen, sagt: „Man sollte die besagte weiße Magnesia erst dann entnehmen, wenn alle Farben vollkommen sind. Dann wird sie zu Wasser, das sich in vier andere Wasser teilt, nämlich eins zu zwei und drei zu eins. Ein Drittel gehört zur Wärme und zwei Drittel zur Feuchtigkeit. Diese Wasser sind die Gewichte der Philosophen.“
Es sollte ferner bekannt sein, dass der Weinstock, der Saft der Philosophen, im fünften Stadium gewonnen wird, sein Wein aber im dritten Stadium und bei richtiger Zubereitung geöffnet (fertiggestellt?) werden muss.
Denn beim Abkochen nimmt er ab, während er sich beim Verreiben formt. All dies schließt Anfang und Ende ein. Daher sagen die Philosophen, es sei in sieben Tagen vollendet worden; andere sagen in vier Tagen, manche in drei Zeiten, manche in vier Zeiten, manche in zehn Tagen, manche in vierzig Tagen, manche in einem Jahr.
Tura und Alphidius: In den vier Jahreszeiten, also Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sagen andere wiederum in einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat.
Geber und Aristoteles, diese Philosophen, sagen: in drei Jahren. All dies ist nichts anderes als ein Teil von etwas anderem, denn die Philosophen sagen, die Vorgänge seien vielfältig, und folglich auch die Zeiten, Gewichte und Namen, die ein intelligenter Künstler alle genau kennen muss, sonst kann er nichts schaffen.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === DIE SECHSTE ABHANDLUNG  ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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SECHSTE ABHANDLUNG
ÜBER DIE EIGENSCHAFTEN DES GESAMTEN WERKS BEI DER HERSTELLUNG DES STEINES DER PHILOSOPHIE
Die Kalzinierung steht am Anfang des Werkes als Vater einer Generation und ist dreierlei Art. Zwei dieser Arten gehören zum Korpus oder zur Materie, die dritte zum Geist. Die erste ist die Herstellung der kalten Feuchtigkeit, die das Holz vor dem Verbrennen schützt und den Beginn unseres Werkes darstellt. Die zweite ist eine fetthaltige Feuchtigkeit, die das Holz verbrennt.
Die dritte ist die Einäscherung der trockenen Erde und ergibt eine wahrhaft feste und feine Feuchtigkeit. Sie ist von geringer Menge und erzeugt keine Flammen, sondern einen Körper so klar wie Glas. So ordnen die Philosophen ihre Kalzinierung an, die mit Dauerwasser oder Aceto Accerrima durchgeführt wird. Solche Feuchtigkeiten finden sich in den Metallen, denn sie sind der Beginn der Schmelze. Dies beweist Hermes, der sagt: „Wasser ist der Ursprung aller weichen Substanzen, daher ist die Kalzinierung ein Hinweis auf zerstörerische Feuchtigkeit und die Zufuhr eines fremden, feurig-feuchten Stoffes, aus dem Wesen und Leben entstehen. Deshalb wird sie als Verschmelzung der Verbrennung mit dem Wasser der Philosophen bezeichnet, welches in Wirklichkeit die Sublimation oder philosophische Lösung ist, denn diese verwandelt die harte Trockenheit in eine trockene Weichheit; so wird die Quinta Essentia gewonnen und die Elemente getrennt. Dies geschieht, weil jene Teile, die durch das Feuer getrocknet und verdichtet wurden, durch den Geist, ein auflösendes Wasser, feinstofflich geworden sind, indem er den verbrannten Körper befeuchtet, die zugeführte zerstörerische Hitze mindert und in eine luftige Auflösung umwandelt, die die Besonderheit dieses Elements ist. Daher wird es Sublimation genannt, der Prozess, durch den die grobe Erde dünn oder feinstofflich wird und sich in die Feuchtigkeit des Wassers, die Kälte dieses Wassers und die Wärme der Luft verwandelt.“ Die in die Hitze des Feuers umgewandelte Luftfeuchtigkeit ist eine Umkehrung der Elemente und die extrahierte Quinta Essentia aus den elementaren Exkrementen. Diese Quinta Essentia ist eine radikale Feuchtigkeit von höchster Natur, die unendlich färbt.
Es ist ferner die wahre Fixierung, von der Geber sagt: „Was fixiert wird, wird erleuchtet und verwandelt sich in eine schöne, transparente Substanz. Denn daraus entsteht der Schwefelphilsophorum, die aus Asche gewonnene Asche, ohne die die ganze Meisterschaft vergeblich ist. Denn es ist ein metallisches Wasser, das im Körper entsteht und ihn belebt. Es ist ein Elixier der roten und weißen Tinktur und ein färbender, flüchtiger Geist.“
In diesem Werk findet auch die wahre Waschung statt, die Reinigung von Schwärze und Gestank, und die Toten werden durch die Zufuhr reiner, unzerstörbarer Hitze und metallischer Feuchtigkeit wieder zum Leben erweckt. Diese spenden die färbende Kraft, durch die auch die zu Beginn dieses Buches erwähnte Verwesung des Philosophen bewirkt wird, die das Vorherige wiederherstellt und das Verborgene ans Licht bringt. Daher sagt Turba: „Die Verwesung ist die erste und erfordert äußerste Geheimhaltung. Sie ist die wahre Trennung der Elemente, die sie umkehrt.“ Diese Operation, so sagt Turba weiter: „Kehre die Elemente um, mache das Feuchte trocken und fixiere das Flüchtige, pulverisiere es und bereite alles sorgfältig vor.“
Dies ist die Verreibung des Philosophen. Daher erklärt der Ältere die Kalzinierung für nutzlos, es sei denn, das Ergebnis ist ein Pulver. Sie ist ebenso die Dekoktion, von der alle Philosophen sprechen, insbesondere Albertus Magnus, wenn er sagt, dass unter allen Künsten keine der Natur so genau folgt wie die Alchemie, wegen Dekoktion und Formung. Denn erstere findet in feuerroten und metallischen Wässern statt, die das meiste von der Form und nur wenig von der Materie haben.
Sie ist ebenso die philosophische Assation oder Röstung, denn die zufällige Feuchtigkeit wird durch ein mildes Feuer verbraucht, und es ist sehr darauf zu achten, dass der Geist, der den Körper austrocknet, nicht aus dem Körper entweicht, da die Operation sonst nicht vollkommen wäre. Sie ist ebenso die Bestimmung oder Klärung des Philosophen; dies ist nichts anderes als die Vereinigung einer Sache mit ihrer eigenen essentiellen Feuchtigkeit und mit der Die Philosophen vollenden das Werk durch die Gerinnung.
Hermes sagt dazu: „Die Erde ist ihre Nährmutter.“ Damit meint er, dass ihre Kraft vollendet ist, wenn sie in eine beständige Erde verwandelt wird, die unzählige Wirkungen hervorbringen kann, wie wir später sehen werden. Nichts anderes kann auf natürlichere Weise vollbracht werden als diese Kunst, wenn sie in Wahrheit und nicht nur in Form und Schein praktiziert wird. Dieser Älteste bestätigte dies mit den Worten: „Es gibt keinen Menschen, der diese Kunst ohne die Natur ausüben kann. Ja, und mit jener Natur, die uns vom Himmel gegeben wurde, um sie mit der Natur zu vereinen.“
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === DIE SIEBTE ABHANDLUNG ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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DIE SIEBTE ABHANDLUNG
VON DEN VIELFÄLTIGEN WIRKUNGEN DES GESAMTWERKS UND WARUM DIE PHILOSOPHEN SO VIELE NAMEN UND ALLEGORIEN IN DIESER KUNST DER ZUBEREITUNG DES STEINS DER WHILOSOPHEN EINFÜHREN
Es ist ein gängiges Sprichwort der Philosophen, dass derjenige, der das lebendige Silber zu töten weiß, ein Meister dieser Kunst ist. Doch ihrem Quecksilber muss große Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn sie beschreiben es sehr unterschiedlich und vielfältig.
Senior sagt: „Unser Feuer ist Wasser. Wenn du Feuer einem Feuer und Quecksilber Quecksilber geben kannst, dann weißt du genug.“ Er sagt weiter: „Die Seele wird durch Verwesung extrahiert, und wenn nichts mehr von der Seele übrig ist, dann hast du den Körper gut gewaschen, sodass beide wieder eins sind.“ Dann wird es Quinta Essentia, die Quintessenz, oder ein Geist, ewiges Wasser oder Menstruation genannt.
Der Turba sagt außerdem: „Nimm Quecksilber und lasse es in Magnesia oder in nicht brennbarem Schwefel gerinnen und löse es in sehr starkem Essig auf. In diesem Essig wird es weder schwarz noch weiß noch rot, sondern wird zu totem Quecksilber und ist weiß. Vor dem Kontakt mit Feuer färbt es sich rot.“
Der Turba beschreibt es folgendermaßen: „Lege es in Gold, dann wird es zu einem Elixier, seiner Tinktur. Es ist ein wunderschönes Wasser, das aus vielen Tinkturen gewonnen wird und allen, die es einnehmen, Leben und Farbe verleiht.“ Weiter sagt der Turba: „Das tyrische Rot ist das beste; danach kommt ein kostbares Purpur, und dies ist das wahre Quecksilber. Es hat einen süßen Duft und ist eine echte Tinktur.“ Daraus lässt sich hinreichend erkennen, dass alle Philosophen nicht nur den Anfang der Kunst dem Quecksilber zuschreiben, sondern auch dessen Mitte und Vollendung.
''Hermes'', der Vater der Philosophen, spricht folgendermaßen darüber: „Ich habe einen Vogel beobachtet, den Orsan der Philosophen genannt. Er fliegt, wenn er sich in den Zeichen Widder, Krebs, Waage oder Steinbock befindet. Diesen Vogel könnt ihr für alle Ewigkeit aus wahren Mineralien und kostbaren Bergsteinen erhalten. Ihr sollt die Teile trennen, insbesondere das, was nach der Trennung übrig bleibt und als erdfarben bezeichnet wird, sodass ihr es in vielen Farben seht. Dann werden die Weisen es „Keram der Weisheit“ und „Blei“ nennen.“
In diesem Zusammenhang sprechen die Philosophen vom Rösten und Destillieren im Laufe der Zeit, gemäß der Zahl und der Aufteilung der Teile, und sagen: „Sublimiert, richtet auf, fixiert es, bis es am Boden klebt, verbrennt es weiter und trinkt es, bis es fließt; macht es tot und wieder lebendig; feilt es und zerbrecht es, bis das Geheimnis enthüllt wird und das enthüllte Geheimnis die Elemente trennt und sie wieder vereint, extrahiert die Seele aus dem Körper.“ Leib und Geist weiter in Ordnung bringen; Mache die Venus weiß, nimm Jupiter seinen Blitz, verhärte Saturn und erweiche Mars, mache den Mond zitronengelb und löse alle Körper in Wasser auf, was sie vollkommen macht.“
Sie lehren auch, den schwarzen Schwefel zu rösten, bis er rot wird. Wenn sie ihn vollständig destillieren, erhalten sie ein weißes, transparentes Gummi, ähnlich dem, was so hoch gepriesen und Lac Virginis genannt wird. Dann mischen sie das Wasser, das aus der Jungfrauenmilch gewonnen wird, und geben es in ein rotes, goldenes Gummi und ein weißes, transparentes Wasser, das gerinnen gelassen werden muss. Nach diesem Prozess nennen sie es Tinktur der Weisen, tinctura sapientiae, und ein Feuer für die Farben, eine Seele, ein Geist, der diejenigen, die weit weg gewandert sind, wieder nach Hause zurückführt. Weiterhin: Schwefel rubeum, Gummi aureum, Aureum ap-
PARENS, Corpus DESIDERATUM, AURUM SINGULARUM, AQUA SAPIENTIAE, besonders wenn es große Weiße besitzt.
Der Turba sagt auch „Du solltest wissen, dass du, wenn du das Gold nicht zuerst weiß machst, niemals rotes, schwarzes oder reines Wasser erhalten wirst; das Kristalline wird sich aus dem Zitronenrot zeigen.“
Daher sagt der Älteste: „Es ist eine eigentümliche Sache: Wenn man es über die drei bereits vermischten Metalle streut, so hilft es dem Weißen über dem Citrin und dem Roten, sodass es silbern wird; dann hilft es dem Roten über dem Citrin und macht es weiß; dann über dem Weißen und Roten und macht es zitronengolden; schließlich hilft es auch dem Roten über dem Citrin und macht es weiß.“
Morienus spricht von diesen Dingen: „Seht den vollkommenen Citrin und den, der in seiner Citrinität verändert ist; den vollkommenen Roten und den, der in seiner Röte abgeschwächt ist, und ferner den vollkommenen Schwarzen in seiner Schwärze.“ Daher ist klar, dass das Gold der Philosophen anders ist als gewöhnliches Gold oder Silber; obwohl manche Philosophen es aus verschiedenen Gründen nicht nur mit gewöhnlichem Gold oder Silber, sondern sogar mit allen Metallen vergleichen. Der Älteste sagt: „Ich bin ein trockenes und hartes Eisen, und nichts ist mir gleich, denn ich bin eine Gerinnung des Quecksilbers der Philosophen.“ TuRBA sagt: „Kupfer und Blei werden zu einem kostbaren Stein der Philosophen.“
Das Blei, das die Philosophen Mennige nennen, ist der Anfang allen Schaffens, und ohne es ist nichts möglich; deshalb sagen manche: „Aus Mennige macht man Eisen oder Krokum; aus Bleiweiß macht man eine weiße Tinktur oder Zinn, aus Zinn macht man Kupfer, aus Kupfer macht man Bleiweiß, aus Bleiweiß macht man Minum, aus Minum macht man eine Tinktur, und so hat man die Weisheit begonnen.“ Obwohl der Philosoph sagt, dass nichts Gold so nahe kommt wie Blei, denn in ihm ist das Leben und alles verborgene Geheimnis; dies ist jedoch nicht von gewöhnlichem Blei gemeint.
Außerdem wird Markasit, von dem die stinkende Erde goldene Schimmer gewinnt, wie Morienus sagt, auch mit Arsen, Auriplement und Tutil verglichen. Andere vergleichen es wiederum mit vielen Dingen, die gar nicht mineralisch sind, wie den Vier Hautfarben, Teriac, dem Basilisken, Blut und ähnlichen überflüssigen Dingen, unter den Mineralien mit Salz, Alaun, Vitriol und anderen, aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften.
Vor allem warnt uns Alphidius folgendermaßen: „Lieber Sohn, hüte dich vor Geistern, Körpern und Steinen, die, wie bereits erwähnt, tot sind, denn in ihnen liegt kein Weg, noch wirst du bei ihnen Führung für dein Vorhaben finden, denn ihre Kraft vermehrt sich nicht, sondern verpufft im Nichts, wohingegen das Salz der Philosophen eine Tinktur ist, die aus Metallkörpern gewonnen und aufgenommen wird, so wie andere alkalische Salze aus anderen Körpern aufgenommen werden.“
Der Älteste sagt dazu: „Zuerst verwandelt es sich in Asche, dann in Salz und schließlich, mit viel Mühe, in das Quecksilber der Philosophen. Doch das beste und edelste von allen ist Ammoniaksalz, wie Aristoteles in seinem Buch der Sieben Gebote bestätigt, wo er sagt: ‚Nur Ammoniaksalz soll euch dienen, denn es löst die Körper auf und macht sie weich und geistig.‘“
Derselbe sagt Turba: „Wisse, dass der Körper sich nicht färbt, solange der Geist, der in seinem Inneren verborgen ist, nicht extrahiert wird. Dann wird er zu Wasser und einem Körper geistiger Natur, denn die dicke, erdige Substanz kann nicht färben, sondern die richtige ist dünnflüssig und färbt den färbenden Geist wässriger Natur zu einem Elixier, weil eine weiße und rote Fixierung von vollkommener Färbung und eine alldurchdringende Tinktur extrahiert wurde, die sich mit allen Metallen vermischt.“
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === PERFEKTION DER GESAMTEN MEISTERSCHAFT ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
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Die Vollkommenheit der gesamten Kunst hängt von diesen wenigen Punkten ab: Dass der Schwefel aus den vollkommenen Körpern gewonnen wird. Diese haben den Mars als festen Bestandteil, dessen edelster und subtilster Teil Schwefel ist, ein kristallines Salz, süß und würzig, und eine reine Feuchtigkeit, die, wenn sie ein Jahr lang auf dem Feuer bliebe, stets wie geschmolzenes Wachs wäre. Daher erhebt ein kleiner Teil eine große Menge gewöhnlichen Quecksilbers zu echtem Gold.
Aus diesem Grund wird die Feuchtigkeit oder das Wasser, das aus den metallischen Körpern gewonnen wird, die Seele des Steins oder Quecksilber genannt, aber seine Kräfte werden Geist genannt, wenn sie auf schwefelhaltige Dinge einwirken; während die feste Erde der Körper ist, ist die Quintessenz die höchste Tinktur. Alle drei sind ein vereintes Thiag einer einzigen Wurzel, haben aber vielfältige Wirkungen und unzählige Namen, die, obwohl sie alle dieselbe Bedeutung haben, wie eine Kette miteinander verbunden sind, sodass wo das eine Ende ist? Der andere Abschnitt beginnt.
Im letzten Teil sind die Vorzüge und Kräfte der edlen Tinktur zu erwähnen, die ihren Gegnern wie ein starker Turm erscheint und von der die alten Weisen vier Haupttugenden erkannten. Erstens: Sie fördert die Gesundheit und heilt den Menschen von verschiedenen Krankheiten; zweitens: Sie veredelt die Metalle; drittens: Sie verwandelt alle unedlen Steine ​​in Edelsteine; und viertens: Sie macht jedes Glas weich.
Die Philosophen sagen, dass es, in warmem Wein oder Wasser eingenommen, sofort Lähmungen, Wassersucht, Lepra, Gelbsucht, Herzklopfen, Koliken, Fieber, Krämpfe und viele andere innere Krankheiten heilt, sowie äußere, wenn es als Salbe angewendet wird. Es stärkt einen geschwächten Magen, lindert Rheuma und heilt alle Geisteskrankheiten; es lindert Katarrh und Augenkrankheiten und stärkt das Herz; es stellt das Hörvermögen wieder her und erneuert die Zähne, regeneriert gelähmte Gliedmaßen, heilt Verbrennungen und Wundbrand sowie Entzündungen; es kann eingenommen oder als Salbe oder Pulver gegen alle äußeren Verletzungen, Fisteln, Krebserkrankungen und Schwellungen angewendet werden.
Senior sagt, es mache den Menschen freudig, frisch und gesund, verjünge ihn innerlich und äußerlich, denn es sei ein Heilmittel, das alle anderen Heilmittel von Hippokrates, Galen, Konstantin, Alexander und Avicien übertreffe und alle gelehrten Ärzte töte. Dieses Heilmittel solle auch mit anderen, auf die jeweilige Krankheit abgestimmten Mitteln oder mit Wasser gemischt werden.
Über die zweite Wirkung heißt es, es verwandle alle unvollkommenen Metalle in Gold, und dies sei offensichtlich; denn Silber werde in Farbe, Substanz, Gewicht und Konsistenz sowie in Art, Schmelze, Weichheit und Härte zu Gold.
Drittens, so heißt es, verwandle dieses Heilmittel alle Steine ​​in Edelsteine, wie Jaspis, weiße und rote Koralle, Smaragd, Chrysantheme, Saphire und weitere Kristalle in Granate, Rubine und Topase, die viel kraftvoller seien als die natürlichen. Es mache alle unedlen und kostbaren Steine ​​weich und verschmilzt sie.
Und viertens: Durch Vermischen dieser Arznei mit geschmolzenem Glas lässt sich dieses schneiden und in alle Farben umwandeln.
Den Rest kann jeder geschickte Künstler durch Erfahrung erlernen.
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<div class="mw-collapsible mw-collapsed akkordeon" style="border: 1px solid #a2a9b1; margin-bottom: 5px; background-color: white;">
<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Fazit ===  </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;"> 
<poem>
Fazit: Die erhabenste Kunst und der größte Trost der Armen, die Alchemie, die alle natürlichen Künste übertrifft, die der Mensch je auf Erden erlangt hat, ist als Gabe Gottes zu betrachten; denn sie ist größtenteils in den vielfältigen Sprichwörtern, bildhaften Redewendungen und Gleichnissen der alten Weisen verborgen.
So sagt der alte Philosoph: „Ein vernünftiger Mensch wird, wenn er sich nur mit dieser Kunst beschäftigt, sie bald aus den Büchern erkennen und sich Wissen über sie aneignen, sofern sein Geist und sein Intellekt erleuchtet sind.“
Wer also weise handeln will, sollte nach der Weisheit der alten Philosophen suchen, die sich im Witz und der Kunstfertigkeit der vielfältigen Gleichnisse und verschlungenen Redewendungen offenbart, welche die eigentlichen Handlungen verbergen und ihre Entschlüsselung erschweren.
Über diese Dinge nachzudenken erfordert einen sehr feinsinnigen Geist, und nur jene mit den entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnissen werden es als leicht und natürlich empfinden. Doch wie der Ältere sagt: „Für jene, denen das natürliche Verständnis dieser Dinge fehlt, gibt es in der Natur nichts Kostbareres als den, der diese Kunst beherrscht; er ist wie jemand, der einen Feuerstein hat, mit dem er Feuer schlägt und es jedem gibt, dem er will, ohne dass der Stein dabei kleiner wird.
Es ist so gut, als würde man überflüssiges Feingold verschenken. Diese Kunst ist auch besser als aller Handel, Gold und Silber, und ihre Früchte sind wertvoller als der Reichtum der ganzen Welt. Denn durch diese Kunst erlangt man das, was ein langes Leben und Gesundheit fördert; ihre jüngste Frucht ist das wahre Aura, der stärkste Balsam und die kostbarste Gabe Gottes, die die alten Philosophen mit ihrer Kunst in der Natur finden konnten.“
''Ende von Splendor Solis''


Die englische Ausgabe entält weiterhin :
* TRISMOSIN'S ALCHEMICAL WANDERINGS AND ADVENTURES IN SEARCH OF THE PHILOSOPHER'S STONE Translated from the AURUM VELLUS. ROHRSCHACH. 1498
* AVINCENA'S SEVEN RULES FOR THE COMPOSITION OF THE PHILOSOPHER'S STONE
* TRISMOSIN'S ALCHEMICAL PROCESS CALLED THE RED LION,
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 12:39 Uhr

Das Splendor Solis(Sonnenglanz) ist ein mit allegorischen Bildern illustriertes alchemistisches Manuskript von Salomon Trismosin aus dem 16. Jahrhundert.

Splendor Solis

Übersetzungen

Die früheste mitteldeutsche Fassung stammt aus den Jahren 1532–1535 und ist Teil der Sammlung des Kupferstichkabinetts (Handschrift 78 D 3) der Staatlichen Museen Berlin. Weitere Exemplare befinden sich unter anderem in der londoner British Library und in der Pariser Nationalbibliothek. Das Werk wurde 1612 ins Französische übersetzt und von William Backhouse ins Englische übersetzt(Harley Ms. 3469)[1].

Das Buch besteht aus sieben Traktaten.[2]. Das zentrale Thema des Textes ist die Herstellung und Wirkungsweise des Steines der Weisen("Philosophi").

Übersetzung der englischen Version ad 1582

=== Vorwort ===

Vorwort
ALPHIDIUS, einer der alten Philosophen, sagte: „Wer sich nicht die Mühe macht, den Stein der Weisen zu erlangen, ist besser dran, gar keine Nachforschungen anzustellen, als nur nutzlose.“
Dasselbe sagt auch Rhases in seinem Buch „Licht der Lichter“: „So sei es nun allen gesagt, ich ermahne sie hiermit eindringlich, dass niemand so tollkühn sei, sich anzumaßen, die unbekannte Mischung der Elemente zu verstehen, denn wie Rosinus sagt: „Alle, die sich mit dieser Kunst beschäftigen und denen das Wissen und die Einsicht in die Dinge fehlen, die die Philosophen in ihren Büchern beschrieben haben, irren gewaltig; denn die Philosophen haben diese Kunst auf einen natürlichen Ursprung, aber auf einen sehr verborgenen Vorgang gegründet.“
Obwohl es offenkundig ist, dass alle körperlichen Dinge ihren Ursprung in der Erde haben, von ihr erhalten werden und aus ihr bestehen, gemäß der Zeit und dem Einfluss der Sterne und Planeten, wie Sonne, Mond und den anderen, zusammen mit den vier Eigenschaften der Elemente, die sich ununterbrochen in ihr bewegen und wirken und dadurch alles Wachsende und sich fortpflanzende in seiner individuellen Form, seinem Geschlecht und seiner Substanz erschaffen, wie es Gott, der Schöpfer, am Anfang erschaffen hat, so haben folglich auch alle Metalle ihren Ursprung in der Erde aus einer besonderen und einzigartigen Materie, die durch die vier Eigenschaften der vier Elemente erzeugt wird, welche in ihrer Mischung unter dem Einfluss ihrer jeweiligen Planeten die metallische Kraft erzeugen.
All dies wird vom Naturforscher Aristoteles im vierten Buch Meteorologicorum treffend beschrieben, wenn er sagt, dass Quecksilber eine allen Metallen gemeinsame Materie ist. Es muss jedoch bekannt sein, dass in der Natur zuerst die aus den vier Elementen zusammengesetzte Materie existiert. In Anerkennung dieser Eigenschaft der Natur nannten die Philosophen ihre Materie Mercurius oder Quecksilber.
Wie dieser Merkur durch die Wirkung der Natur die vollkommene Form von Gold, Silber oder anderen Metallen annimmt, muss hier nicht erwähnt werden. Die Lehrer der Naturphilosophie beschreiben dies in ihren Büchern ausführlich. Darauf basiert die Kunst des Steins der Weisen; denn sie entspringt der Natur und nimmt von dort aus ein natürliches Ziel in gerechter Form durch gerechte und natürliche Mittel.

=== 1. Abhandlung ===

DIE ERSTE ABHANDLUNG
In der folgenden Abhandlung werden wir über den Ursprung des Steins der Weisen und die Kunst seiner Herstellung sprechen.
Der Stein der Weisen entsteht durch das Ergrünen und Wachsen der Natur.
Hali, der Philosoph, sagt dazu: „Dieser Stein entsteht im Wachsen und Ergrünen der Dinge.“ Wenn also das Grün auf seine ursprüngliche Natur reduziert wird, durch die Dinge sprießen und zu gegebener Zeit hervorkommen, muss es gemäß unserer geheimen Kunst abgekocht und verrottet werden.
Damit durch Kunst unterstützt wird, was die Natur abkocht und verrotten lässt, bis sie ihm zur gegebenen Zeit die richtige Form gibt, und unsere Kunst die Materie nur so anpasst und vorbereitet, wie es der Natur entspricht, für diese Arbeit und stellt mit vorausschauender Weisheit auch ein geeignetes Gefäß für diese Arbeit bereit.
Denn die Kunst unternimmt es nicht, Gold und Silber neu zu erschaffen, da sie der Materie ihren Ursprung nicht geben kann, noch ist es nötig, unsere Kunst an den Orten und in den Höhlen der Erde zu suchen, wo Mineralien ihren Ursprung haben.
Die Kunst geht einen ganz anderen Weg und arbeitet mit einer anderen Absicht als die Natur; deshalb verwendet sie auch andere Werkzeuge und Instrumente.
Aus diesem Grund kann die Kunst aus den genannten natürlichen Anfängen Außergewöhnliches hervorbringen, wie es die Natur von sich aus niemals schaffen könnte.
Denn die Natur allein schafft keine Dinge, durch die unvollkommene Metalle im Nu vollkommen werden können, sondern nur durch die Geheimnisse unserer Kunst. Hier dient die Natur der Kunst mit der Materie, und die Kunst dient der Natur mit geeigneten Instrumenten und Methoden, die es der Natur ermöglichen, solche neuen Formen hervorzubringen; und obwohl der zuvor erwähnte Stein nur durch die Kunst in seine eigentliche Form gebracht werden kann, so stammt die Form doch von der Natur.
Denn die Form aller Dinge, sei sie lebendig, wachsend oder metallisch, entsteht durch die innere Kraft in der Materie – mit Ausnahme der menschlichen Seele.
Man muss sich jedoch vor Augen halten, dass die essentielle Form nicht in der Materie entstehen kann, es sei denn durch die Wirkung einer akzessorischen Form, nicht aufgrund dieser Form selbst, sondern aufgrund einer anderen realen Substanz, nämlich des Feuers oder einer anderen akzessorischen aktiven Wärme.
Als Allegorie betrachten wir ein Hühnerei; in diesem kann die Form des Kükens nicht ohne die Anwesenheit und Hilfe einer akzessorischen Form Gestalt annehmen, die die Vermischung des Roten mit dem Weißen durch die Wärme der schlüpfenden Henne ist. Und obwohl das Ei die Materie der Henne ist, kann es seine reale oder akzessorische Form nur durch Fäulnis entwickeln, die durch den Einfluss von Wärme verursacht wird. So kann auch die reale oder akzessorische Form des Steins der Weisen nicht in seiner natürlichen Materie entstehen, ohne dass Fäulnis oder Dekoktion, von denen wir später sprechen werden, wirken.
Verwesung tritt ein, wenn die natürliche Wärme eines feuchten Körpers durch äußere Hitze verdrängt wird oder wenn die natürliche Wärme des Subjekts durch Kälte zerstört wird. Denn dann verlässt die natürliche Wärme alles und macht Platz für Verwesung.
Die Philosophen meinen nicht diese Art von Verwesung. Ihre Verwesung ist eine Befeuchtung trockener Körper, damit diese in ihren
früheren Zustand des Ergrünens und Wachsens zurückgeführt werden können.
Bei diesem Verwesungsprozess verbinden sich Feuchtigkeit und Trockenheit und werden nicht zerstört, sondern die Feuchtigkeit wird vollständig von der Trockenheit getrennt.
Anschließend müssen die trockenen, zu Asche gewordenen Teile abgetrennt werden.
Diese Verbrennung werden die Philosophen ebenfalls nicht praktizieren, sondern ihre eigene Verwesung, die eine Trocknung, Verreibung und Kalzinierung ist, die so durchgeführt wird, dass die natürliche Feuchtigkeit und Trockenheit zwar miteinander verbunden, aber von der überschüssigen, zerstörerischen Feuchtigkeit getrennt und getrocknet werden.
Schon während die Nahrung im Magen eines Tieres aufgenommen wird, damit sie verdaut und umgewandelt werden kann und anschließend die für das Überleben und die Vermehrung der Natur notwendige Nahrungskraft und Feuchtigkeit liefert, und von ihren überflüssigen Bestandteilen getrennt wird. Wie also alles seiner Natur entsprechend ernährt werden muss, wird im bereits erwähnten Stein der Weisen gezeigt.
Man muss sich jedoch vor Augen halten, dass die essentielle Form nicht in der Materie entstehen kann, es sei denn durch die Wirkung einer akzessorischen Form, nicht aufgrund dieser Form selbst, sondern aufgrund einer anderen realen Substanz, nämlich des Feuers oder einer anderen akzessorischen aktiven Wärme.
Als Allegorie betrachten wir ein Hühnerei; in diesem kann die Form des Kükens nicht ohne die Anwesenheit und Hilfe einer akzessorischen Form Gestalt annehmen, die die Vermischung des Roten mit dem Weißen durch die Wärme der schlüpfenden Henne ist. Und obwohl das Ei die Materie der Henne ist, kann es seine reale oder akzessorische Form nur durch Fäulnis entwickeln, die durch den Einfluss von Wärme verursacht wird. So kann auch die reale oder akzessorische Form des Steins der Weisen nicht in seiner natürlichen Materie entstehen, ohne dass Fäulnis oder Dekoktion, von denen wir später sprechen werden, wirken.
Verwesung tritt ein, wenn die natürliche Wärme eines feuchten Körpers durch äußere Hitze verdrängt wird oder wenn die natürliche Wärme des Subjekts durch Kälte zerstört wird. Denn dann verlässt die natürliche Wärme alles und macht Platz für Verwesung.
Die Philosophen meinen nicht diese Art von Verwesung. Ihre Verwesung ist eine Befeuchtung trockener Körper, damit diese in ihren
früheren Zustand des Ergrünens und Wachsens zurückgeführt werden können.
Bei diesem Verwesungsprozess verbinden sich Feuchtigkeit und Trockenheit und werden nicht zerstört, sondern die Feuchtigkeit wird vollständig von der Trockenheit getrennt.
Anschließend müssen die trockenen, zu Asche gewordenen Teile abgetrennt werden.
Diese Verbrennung werden die Philosophen ebenfalls nicht praktizieren, sondern ihre eigene Verwesung, die eine Trocknung, Verreibung und Kalzinierung ist, die so durchgeführt wird, dass die natürliche Feuchtigkeit und Trockenheit zwar miteinander verbunden, aber von der überschüssigen, zerstörerischen Feuchtigkeit getrennt und getrocknet werden.
Schon während die Nahrung im Magen eines Tieres aufgenommen wird, damit sie verdaut und umgewandelt werden kann und anschließend die für das Überleben und die Vermehrung der Natur notwendige Nahrungskraft und Feuchtigkeit liefert, und von ihren überflüssigen Bestandteilen getrennt wird. Wie also alles seiner Natur entsprechend ernährt werden muss, wird im bereits erwähnten Stein der Weisen gezeigt.

=== 2. Abhandlung ===

DIE ZWEITE ABHANDLUNG
MATERIAL UND WESEN DES STEINS DER WEISEN
MORIENUS sagt: „Ihr sollt wissen, dass die gesamte Kunst dieser Lehre in zwei eng miteinander verbundenen Operationen mündet,
sodass, wenn die eine abgeschlossen ist, die andere beginnen und vollenden kann, wodurch die gesamte Meisterschaft vervollkommnet wird.“
Da sie aber nur auf ihr eigenes Material einwirken, ist es notwendig, weitere Einzelheiten darüber anzugeben.
Geber sagt in seiner „Summa Perfections Magisteri in SUA Natura“, dass die Natur die Metalle aus Quecksilber und Schwefel erzeugt.
Gleiches gilt für Ferrarius in seiner „Abhandlung über die Alchemie“ im 25. Kapitel: Von Beginn der Entstehung der Metalle an verwendet die Natur ein schleimiges, schweres Wasser, vermischt mit einer besonderen weißen, schwefelhaltigen, subtilen Erde.
Diese löst das Wasser in Dampf auf, lässt es in den Adern oder Spalten der Erde aufsteigen und kocht, verdampft und sammelt es so lange, bis sich schließlich Trockenheit und Feuchtigkeit vollständig vereinen und so die Substanz bilden, die wir Quecksilber nennen.
Diese Substanz bildet die besondere und allererste Materie aller Metalle. Im 26. Kapitel beschreibt Ferrarius sie wie folgt:
„Wer die Natur nachahmen will, soll nicht nur Quecksilber verwenden, sondern Quecksilber vermischt mit Schwefel, aber nicht das gewöhnliche Quecksilber und Schwefel, sondern nur jenes, was die Natur selbst vermischt, gut zubereitet und zu einer süßen Flüssigkeit abgekocht hat. In einem solchen Quecksilber hat die Natur mit einer ursprünglichen Wirkung begonnen und in einer metallischen Natur geendet, indem sie so ihren Teil getan und den Rest der Kunst überlassen hat, ihr Werk zu vollenden, zu einem vollkommenen Stein der Weisen.
Aus dem Vorstehenden wird ersichtlich, dass derjenige, der in dieser Kunst richtig vorgehen will, nach Ansicht aller Philosophen dort beginnen soll, wo die Natur aufgehört hat, und jenen Schwefel und jenes Quecksilber nehmen soll, das die Natur in seiner reinsten Form gesammelt hat, in dem die unmittelbare Vereinigung stattfand, die sonst von niemandem ohne Kunst erreicht werden kann.
Um die Kraft zu erhalten, die solch subtile Materie durchdringt, kalzinieren einige Alchemisten Gold, damit sie es auflösen und die Elemente trennen können, bis sie es zu einem flüchtigen Geist oder zur subtilen Natur der öligen Dämpfe von Quecksilber und Schwefel reduzieren, und dies ist dann die Materie, die sich am engsten mit Gold verbindet und die Form des okkulten Steins der Weisen annimmt. Diese Materie wird genannt der Merkur der Philosophen, über den Aristoteles im Gespräch mit König Alexander sagte: „Wählt für unseren Stein den, mit dem Könige geschmückt und gekrönt werden.“
Obwohl dieses Quecksilber allein die Materie und das Einzige ist und zugleich eine Verbindung anderer Dinge darstellt, ist es doch so vielfältig in seinen Wirkungen und in seinen Namen, dass niemand die wahre Bedeutung aus den Schriften der Philosophen erschließen kann. Dies geschieht, wie Rosinus sagt, „damit es nicht jeder erfassen kann.“
Es ist zugleich ein Mittel zur Erzeugung von Wirkungen und ein Gefäß, in dem sich alle Dinge vervielfältigen, aufgrund der Anpassung aller in der Natur enthaltenen Dinge.
Die Philosophen sagen nun: „Löse die Sache auf, sublimiere sie, destilliere sie, lasse sie gerinnen, lasse sie aufsteigen, lasse sie absinken, weiche sie ein, trockne sie, und immer weiter bis zu einer unbestimmten Anzahl von Operationen, die alle zur selben Zeit und im selben Gefäß stattfinden.“
Alphidius bestätigt dies und sagt:
„Du musst wissen, dass wir beim Auflösen auch sublimieren und ununterbrochen kalzinieren.“ Und wenn unser Körper zum Zweck der Auflösung ins Wasser geworfen wird, verfärbt er sich zunächst schwarz, trennt sich dann, löst sich auf und sublimiert, und vereint sich mit dem Geist, der sein Ursprung und seine Geburt ist.
Er wurde als analog zu allen Dingen der Welt verglichen, sichtbar oder unsichtbar, beseelt oder unbeseelt, körperlich oder tierisch, tot oder lebendig, mineralisch oder pflanzlich.
Analog zu den Elementen und ihren Zusammensetzungen, zu Heißem und Kaltem, zu allen Farben, allen Früchten, allen Vögeln und kurzum zu allem, was zwischen Himmel und Erde ist, und zu all dem gehören auch die genannten Vorgänge zu dieser Kunst, die die Philosophen mit den Worten „Mann und Frau“ oder „Milch und Sahne“ erklären.
Wer dies nicht versteht, versteht die Zubereitung dieser Kunst nicht.

=== 3. Abhandlung ===

DIE DRITTE ABHANDLUNG
NUN FOLGT DIE METHODE, MIT DER DAS GESAMTE WERK DIESER MEISTERSCHAFT VOLLKOMMEN WIRD; ERKLÄRT DURCH EINIGE GEEIGNETE ILLUSTRATIONEN, GLEICHNISSE UND VERSCHIEDENE APHORISMEN DER PHILOSOPHEN
HERMES, ein Vater der Philosophie, sagt: „Es ist in der Tat notwendig, dass am Ende dieser Welt Himmel und Erde sich begegnen und heimkehren.“ Er meint mit Himmel und Erde die vorgenannten beiden Vorgänge; doch viele Zweifel entstehen, bevor das Werk vollendet ist. Damit die folgenden Bilder besser verstanden werden können, geben wir einige Gleichnisse zur Veranschaulichung:
UND DIES IST DAS ERSTE GLEICHNIS: Gott schuf die Erde flach und grob und sehr fruchtbar mit Kies, Sand, Steinen, Bergen und Tälern, aber durch den Einfluss der Planeten und das Wirken der Natur wurde die Erde in viele Formen verwandelt. Draußen gibt es harte Steine, hohe Berge und tiefe Täler.
Im Inneren der Erde befinden sich seltsame Dinge und Farben, wie zum Beispiel Erze und ihre Entstehungsprozesse. Mit solchen Dingen ist die Erde aus ihrer ursprünglichen Form entstanden, und zwar folgendermaßen:
Dort, wo die Erde zu wachsen begann, sich auszudehnen und zu vermehren, bildete die ständige Einwirkung der Sonnenwärme im Inneren der Erde eine schwefelhaltige, dampfartige und feuchte Hitze, die sie durchdrang. Diese durchdringende Wirkung der Sonnenwärme bewirkte in der Kälte und Feuchtigkeit der Erde die Bildung großer Mengen an Dämpfen, Nebel und Gasen, die mit der Zeit anwachsen, bis sie stark genug sind, um ihrer Tendenz zum Aufsteigen zu folgen. Dadurch verursachen sie an der Erdoberfläche Ausbrüche, die Hügel und Täler usw. formen. Dort, wo solche Hügel und Täler zu finden sind, ist die Erde am weitesten entwickelt und am vollkommensten mit Hitze und Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit vermischt, und dort finden sich die besten Erze.
Wo die Erde flach ist, haben sich keine solchen Dämpfe und Gase angesammelt, und dort finden sich keine Erze. Der angehobene Teil des Bodens hingegen, insbesondere jener, der schlammig, lehmig und fettreich war und von oben mit Feuchtigkeit gesättigt wurde, wurde wieder weich und bildete teigartige Schichten übereinander, die im Laufe der Zeit unter dem Einfluss der Sonneneinstrahlung immer fester, hart und ausgetrocknet wurden.
Anderer Boden wie Kies und Sand, spröde und doch weich, der wie Trauben aneinanderklebt, ist zu karg und trocken und hat nicht genügend Feuchtigkeit aufgenommen. Folglich konnte er sich nicht zu Schichten formen, sondern blieb löchrig wie schlecht zubereiteter Brei oder wie ein mehliger Teig, der nicht ausreichend bewässert wurde.
Denn keine Erde kann zu Stein werden, wenn sie nicht reichhaltig, schlammig und gut mit Feuchtigkeit vermischt ist.
Nachdem das Wasser durch die Sonnenhitze verdunstet ist, hält die fetthaltige Substanz den Boden zusammen, da er sonst spröde bliebe und wieder zerbröckeln würde.
Was noch nicht vollkommen hart geworden ist, kann es werden und zu Stein werden, unter dem ständigen Einfluss der Sonnenhitze und der Natur, sowie der bereits erwähnten Dämpfe und Gase, die ihren Ursprung in den Eigenschaften der Elemente haben und auf diese Weise im Erdinneren wirken. Wenn sie sich mit einer reinen, feinen Erdsubstanz an Wasserdämpfe binden, bilden sie das Quecksilber der Philosophen; sind sie jedoch fest und von feuriger, erdiger und feiner Härte, entsteht daraus der Schwefel der Philosophen.
Über diesen Schwefel sagt Hermes: „Er empfängt die Kräfte der höchsten und niedrigsten Planeten und durchdringt mit seiner Kraft feste Dinge, er überwindet alle Materie und alle Edelsteine.“

=== Die andere Parabel ===

Hermes, der erste Meister dieser Kunst, sagt Folgendes: „Das Wasser der Luft, das zwischen Himmel und Erde ist, ist das Leben allen Seins; denn durch seine Feuchtigkeit und Wärme ist es das Bindeglied zwischen den beiden Gegensätzen – wie Feuer und Wasser. Und deshalb regnet es Wasser auf die Erde.
Der Himmel hat sich geöffnet und seinen Tau auf die Erde gesandt, der sie süß wie Honig und feucht macht.
Darum blüht die Erde und trägt vielfältige Blüten und Früchte in allen Farben, und in ihrem Inneren ist ein großer Baum mit einem silbernen Stamm gewachsen, der sich bis zur Erdoberfläche erstreckt. Auf seinen Zweigen saßen viele Arten von Vögeln, die alle bei Tagesanbruch fortflogen, wenn der Rabenkopf weiß wurde.
Derselbe Baum trägt drei Arten von Früchten. Die ersten sind die feinsten Perlen.
Die zweiten werden von den Philosophen Terra Foliata genannt. Die dritten sind das reinste Gold. Dieser Baum schenkt uns auch die Frucht der Gesundheit, er wärmt, was kalt ist, und was kalt ist, macht es warm, was trocken ist, macht es feucht, und macht feucht, was trocken ist, und macht das Harte weich, und härtet das Weiche, und dies ist das Ziel der ganzen Kunst.
Davon sagt der Autor von „Die drei Worte“: „Die drei Feuchtigkeiten sind die kostbarsten Worte der ganzen Meisterschaft.“ Und
dasselbe sagt Galenus, wenn er von dem Kraut Lunatica oder Berissa spricht.
Seine Wurzel ist eine metamorphe Erde; sie hat einen roten, schwarz gefleckten Stängel, wächst schnell und verrottet schnell und bildet nach drei Tagen zitronengelbe Blüten. Legt man sie in Quecksilber, verwandelt sie sich in reines Silber, und dieses wiederum verwandelt sich durch weiteres Abkochen in Gold, welches dann hundert Teile Quecksilber in feinstes Gold verwandelt. Von diesem Baum spricht Vergil im sechsten Buch der Aeneis, als er eine Fabel erzählt, wie Aeneas und Silvius zu einem Baum gingen, der goldene Zweige hatte, und immer wenn einer abbrach, wuchs ein neuer nach.

=== Die dritte Parabel ===

DAS DRITTE GLEICHNIS
Avincena sagt im Kapitel über die Feuchtigkeit: „Wenn Wärme auf einen feuchten Körper einwirkt, ist Schwärze die erste Folge.“
Aus diesem Grund haben die alten Philosophen erklärt, sie hätten einen Nebel aufsteigen und über die ganze Erde ziehen sehen; sie sahen auch die Ungestümtheit des Meeres und die Ströme über die Erde und wie diese in der Dunkelheit faulig und stinkend wurden.
Sie sahen ferner den König der Erde versinken und hörten ihn mit eifriger Stimme rufen: „Wer mich rettet, soll mit mir leben und herrschen in Ewigkeit in meinem Glanz auf meinem königlichen Thron“, und die Nacht umhüllte alles.
Am nächsten Tag sahen sie über dem König einen scheinbaren Morgenstern, und das Licht des Tages vertrieb die Dunkelheit, das helle Sonnenlicht durchbrach die Wolken mit vielfältig farbigen Strahlen von strahlender Helligkeit, und ein süßer Duft stieg von der Erde auf, und die Sonne schien klar.
Hiermit war die Zeit vollendet, da der König der Erde befreit und erneuert wurde, wohlgekleidet, und von überaus schöner Schönheit, die Sonne und Mond mit ihrer Pracht überraschte.
Er wurde mit drei kostbaren Kronen gekrönt, eine aus Eisen, eine aus Silber und die dritte aus reinem Gold. In seiner rechten Hand sahen sie ein Zepter mit sieben Sternen, die alle goldenen Glanz verliehen, und in seiner linken Hand einen goldenen Apfel, auf dem eine weiße Taube saß, deren Flügel teils silbern, teils golden schimmerten, die Aristoteles so treffend beschrieb, als er sagte: „Die Zerstörung des einen ist die Geburt des anderen.“ Dies bedeutet in dieser meisterhaften Kunst: „Entziehe dem Ding seine zerstörerische Feuchtigkeit und erneuere es mit seinem eigenen Wesen, das zu seiner Vollkommenheit und seinem Leben wird.“

=== Die vierte Parabel ===

DAS VIERTE GLEICHNIS
Menaldus der Philosoph sagt: „Ich gebiete all meinen Nachkommen, ihre Körper durch Auflösung zu vergeistigen und die geistigen Dinge durch einen sanften Sud wieder zu materialisieren.“
Darüber spricht der Ältere: „Der Geist löst den Körper auf und extrahiert in der Auflösung die Seele des Körpers und verwandelt diesen Körper in Seele, und die Seele verwandelt sich in Geist, und der Geist wird dem Körper wieder hinzugefügt, denn so erhält er Stabilität.“
Hier wird der Körper also durch die Kraft des Geistes vergeistigt. Dies veranschaulichen die Philosophen in folgendem Gleichnis:
Sie sahen einen Mann, schwarz wie ein Neger, der in einem schwarzen, schmutzigen und übelriechenden Schlamm oder Lehm feststeckte; ihm kam eine junge Frau zu Hilfe, schön im Antlitz und noch schöner im Körper, überaus prächtig mit bunten Kleidern geschmückt, und sie hatte Flügel auf dem Rücken, deren Federn denen eines wunderschönen weißen Pfaus ähnelten, dessen Federn mit feinen Perlen geschmückt waren, während sie wie goldene Spiegel glänzten.
Auf ihrem Haupt trug sie eine Krone aus reinem Gold, darauf ein silberner Stern; um ihren Hals trug sie eine Halskette aus feinem Gold mit dem kostbarsten Rubin, den kein König aufwiegen könnte; ihre Füße waren mit goldenen Schuhen bekleidet, und von ihr ging ein herrlicher Duft aus, der alle anderen Düfte übertraf.
Sie hüllte den Mann in ein purpurnes Gewand, erhob ihn zu seiner hellsten Klarheit und nahm ihn mit sich in den Himmel. Daher sagt der Ältere: „Es ist ein lebendiges Wesen, das nicht mehr stirbt, sondern, wenn es gebraucht wird, ewiges Wachstum schenkt.“

=== Die fünfte Parabel ===

DAS FÜNFTE GLEICHNIS
Die Philosophen geben dieser Kunst zwei Körper, nämlich Sonne und Mond, die Erde und Wasser sind; sie nennen sie auch Mann und Frau. Und sie zeugen vier Kinder: zwei Knaben, die Hitze und Kälte verkörpern, und zwei Mädchen, die Feuchtigkeit und Trockenheit darstellen.
Dies sind die vier Elemente, die die Quintessenz bilden, das heißt das wahre weiße Magnesia, in dem nichts Falsches ist.
Abschließend bemerkt Senior: „Wenn diese fünf Elemente zusammenkommen, bilden sie eine einzige Substanz, aus der der natürliche Stein entsteht.“
Avicena hingegen behauptet: „Wenn wir das fünfte Element erreichen, haben wir das Ziel erreicht.“
Lasst uns diese Bedeutung also besser verstehen. Die Philosophen nehmen beispielsweise ein Ei, denn in diesem sind die vier Elemente vereint. Die Schale ist die Erde, das Eiweiß das Wasser, aber die Haut zwischen Schale und Eiweiß ist die Luft und trennt die Erde vom Wasser.
Das Eigelb ist das Feuer und ist ebenfalls von einer feinen Haut umhüllt, die unsere subtile Luft repräsentiert, welche wärmer und feiner ist, da sie näher am Feuer liegt und das Feuer vom Wasser trennt. Im Inneren des Eigelbs befindet sich das fünfte Element, aus dem das Küken schlüpft und wächst.
So sehen wir in einem Ei alle Elemente mit Materie verbunden, um eine Quelle vollkommener Natur zu bilden, genau wie es für diese edle Kunst notwendig ist.

=== Die sechste Parabel ===

DAS SECHSTE GLEICHNIS
Rosinos berichtet von einer Vision, die er hatte: Ein Mann, dessen Körper tot und doch schön und weiß wie Salz war.
Der Kopf hatte ein schönes goldenes Aussehen, war aber vom Rumpf abgetrennt, ebenso alle Glieder. Neben ihm stand ein hässlicher Mann mit schwarzem, grausamem Antlitz, mit einem blutbefleckten, zweischneidigen Schwert in der rechten Hand. Er war der Mörder des guten Mannes. In seiner linken Hand hielt er ein Blatt Papier, auf dem Folgendes geschrieben stand:
„Ich habe dich getötet, damit du ein Leben in Fülle empfängst. Deinen Kopf aber werde ich sorgsam verbergen, damit dich die lüsternen Weltmenschen nicht finden.
Ich werde die Erde verderben und den Leib begraben, damit er verwest und wächst und unzählige Früchte trägt.“

=== Die siebte Parabel ===

DAS SIEBTE GLEICHNIS
Ovid, der alte Römer, schrieb mit demselben Ziel, als er von einem Weisen der Antike berichtete, der sich verjüngen wollte.
Ihm wurde gesagt: Er solle sich in Stücke schneiden und zu einem perfekten Sud auskochen lassen, dann würden sich seine Glieder wieder vereinen und er würde von neuem, voller Kraft sein.

=== Die 4. Abhandlung ===

DAS VIERTE GLEICHNIS
VON DEN MITTELN, MIT DENEN DIE NATUR IHRE ZIELE ERREICHT
ARISTOTELES schreibt im Buch „Die Ursprünge der Schöpfung“: „Sonne und Mensch erschaffen den Menschen, denn die Kraft und der Geist der Sonne schenken Leben, und dieser Prozess muss siebenmal durch die Hitze der Sonne durchlaufen werden.“ Doch wie die Philosophen in ihrem Werk der Natur mit Kunst beistehen müssen, so müssen sie auch die Hitze nach dem Vorbild der Sonne beherrschen, um den zuvor erwähnten Stein zu erschaffen, der ebenfalls sieben Prozesse durchlaufen muss.
Denn ein solches Werk erfordert erstens eine Hitze, die stark genug ist, um jene Teile der Erde zu erweichen und zu schmelzen, die dick, hart und ausgedörrt sind, wie Sokrates es beschreibt, wenn er sagt: dass die Löcher und Risse der Erde sich öffnen, um den Einfluss von Feuer und Wasser aufzunehmen.
Zweitens: Die Hitze ist notwendig, denn durch ihre Kraft wird die Erde von der Dunkelheit befreit und stattdessen mit Licht gesegnet.
Senior sagt dazu: Hitze färbt alles Schwarze weiß und alles Weiße rot. So wie Wasser bleicht, gibt Feuer Licht und Farbe an die feinstoffliche Erde ab, die wie ein Rubin erscheint, durch den färbenden Geist, den sie von der Kraft des Feuers empfängt. Dies veranlasst Sokrates zu der Aussage: „In der Dunkelheit wird ein besonderes Licht zu sehen sein.“
Drittens: Die Hitze bewirkt, dass irdische Dinge von einer geistigen Kraft durchdrungen werden, von der es in der Turba heißt: „Vergeistige die Körper und mache das Feste flüchtig.“ Woran Rhazes in seinem Werk „Licht der Lichter“ erinnert:
„Ein schwerer Körper kann nicht ohne die Hilfe eines leichten Körpers leicht gemacht werden, noch kann ein leichter Körper ohne die Hilfe eines schweren Körpers auf dem Boden gehalten werden.“
Viertens: Die Hitze reinigt das Unreine. Sie entfernt mineralische Verunreinigungen und üble Gerüche und nährt das Elixier.
Hermes rät dazu: Trenne das Grobe vom Feinen, die Erde vom Feuer. Alphidius sagt dazu: „Die Erde kann geschmolzen werden und zu Feuer werden.“ Rhazes sagt dazu: „Es gibt mehrere Reinigungen, die der vollkommenen Vorbereitung vorausgehen, nämlich die Verschmelzung und die Trennung.“
Fünftens: Die Hitze wirkt erhebend, denn durch ihre Kraft werden die in der Erde verborgenen Geister in die Luft erhoben. Daher sagen die Philosophen: „Wer etwas Verborgenes ans Licht bringen kann, ist ein Meister der Kunst.“
Dasselbe meint Morienus, wenn er lehrt: „Wer den Süden wiedererwecken kann, vermag Farben zu sehen“, und auch Alphidius sagt: „Daher erhebt dieser Kampf nach oben, sonst wirst du nichts davon haben.“
Sechstens: Die Hitze erwärmt die kalte Erde, die im Zustand der Kälte halb tot war. Sokrates sagt dazu: „Wenn die Hitze eindringt, macht sie alles Irdische, das der Materie dient, subtil, solange es auf die Materie einwirkt, aber keine endgültige Form annimmt.“
Die Philosophen fassen die erwähnten Hitzearten kurz zusammen: „Siebenmal destilliert man, so trennt man die vergängliche Feuchtigkeit ab, und es geschieht wie bei einer einzigen Destillation.“
Siebtens: Die Kraft der Hitze vermischt sich mit der Hitze der Erde, sodass sie die gesammelten Teile erhellt und aufgelöst hat, dass sie die anderen Elemente übertrifft. Daher wird diese Hitze durch die Kälte des Mondes gemildert.
„Lösche das Feuer des einen mit der Kälte des anderen“, sagt Calid.
Achtens: Der Autor von „Die drei Worte“ (Auctor de Trium Verborum) beschreibt in seinen Schriften eine besondere Methode, die Hitze oder das Feuer zu beherrschen: „Wenn die Sonne im Widder steht, deutet dies auf die erste Stufe der Hitze oder des Feuers hin, die schwach ist, da die Hitze unter der Herrschaft des Wassers steht.
Wenn die Sonne im Löwen steht, deutet dies auf die zweite Stufe hin, die heißer ist, da die große Kälte des Wassers unter der Herrschaft der Luft steht. Im Zeichen des Schützen befindet sich die dritte Stufe, die keine brennende Hitze ist und der Ordnung der Ruhe und des Innehaltens unterliegt.“

=== Die 5. Abhandlung ===

DAS FÜNFTE GLEICHNIS
ÜBER DIE VIELFÄLTIGEN BETRIEBSABLÄUFE DES GESAMTEN WERKES IN VIER KAPITELN

DAS ERSTE KAPITEL
Die Auflösung ist der erste Vorgang, der in der Alchemie stattfinden muss, denn die Ordnung der Natur verlangt, dass der Körper, die Materie, in Wasser umgewandelt wird, welches das vielbesprochene Quecksilber ist. Das lebendige Silber löst den angrenzenden reinen Schwefel auf.
Diese Auflösung ist nichts anderes als die Vermischung von Feuchtigkeit und Trockenheit, in Wirklichkeit eine Fäulnis, und färbt die Materie dadurch schwarz.

DAS ZWEITE KAPITEL
Als Nächstes folgt die Koagulation, die das Wasser wieder in den Körper oder die Materie verwandelt. Das bedeutet, dass der Schwefel, der zuvor vom lebendigen Silber aufgelöst wurde, diesen aufnimmt und in sich aufnimmt.
Das Wasser, das zu Erde geworden ist und vom Körper aufgenommen wurde, zeigt notwendigerweise andere und vielfältige Farben. Denn wenn sich die Eigenschaften eines wirkenden Gegenstandes ändern, muss sich auch der Gegenstand der Wirkung ändern.
Denn in der Auflösung ist das lebendige Silber aktiv, in der Gerinnung aber passiv, es wird beeinflusst.
Daher wird diese Kunst mit dem Spiel von Kindern verglichen, die beim Spielen das unter sich bringen, was zuvor oben war.

DAS DRITTE KAPITEL. Das Dritte ist die Sublimation, die Destillation der zuvor erwähnten Feuchtigkeit der Erde.
Denn wenn das Wasser in die Erde eindringt, verdampft es in die Leichtigkeit der Luft und steigt als längliche Wolke, ähnlich einem Ei, über die Erde auf. Dies ist der Geist der fünften Essenz, die Tinktur, Anima, Fermentum oder Öl genannt wird und die dem Stein der Weisen unmittelbar nachsteht.
Denn von der Sublimation bleibt Asche zurück, die sich kraft ihrer eigenen, von Gott gegebenen Luft bei mäßiger Hitze auflöst.
Danach bleibt am Boden des Glases kalzinierte Erde von feuriger Natur und Beschaffenheit zurück.
Dies ist die eigentliche philosophische Sublimation, durch die die vollkommene Methode vollzogen wird.
Und deshalb wird diese Kunst mit der Arbeit einer Frau verglichen, die im Kochen und Braten besteht, bis das Gericht gar ist.

DAS VIERTE KAPITEL
Das vierte Kapitel zeigt, wie das letzte oder vierte, das zu diesem Wasser gehört, das von der Erde getrennt wurde, wieder mit der Erde vereint wird. Das eine muss mit dem anderen geschehen, damit der Stein vollkommen wird.
Der Grund, warum alle natürlichen Dinge zu einem Körper zusammengefügt sind, ist, dass eine einheitliche Zusammensetzung entstehen kann.

In diesen letzten vier Kapiteln ist alles enthalten, womit die Philosophen die ganze Welt mit unzähligen Büchern gefüllt haben.

=== Beschreibung von Bild 1 ===

Zwei Männer nähern sich einem Bogenportal auf der linken Seite des Bildes. Sie lassen die Landschaft hinter sich, um in die Wohnung des Gebäudes einzutreten. In der Wohnung sind zwei prächtig ausgeführte Goldene Sonnen zu sehen.
Einer der Männer geht etwas vor und spricht den anderen an. Er trägt schlicht ein rotes Gewand und blaue Strümpfe. Der andere ist prächtiger gekleidet, jedoch in Schwarz und mit einem Schwert oder Stab an seiner rechten Seite.
Der Boden unter dem Bogen ist gefliest oder mit Mosaiken versehen, der Rasen ist grün. Vom Bogen aus führt der Weg im Bild nach vorn in den Vordergrund, wo sich drei flache Steinstufen befinden, auf denen ein himmelblauer Schild (heraldisch) ruht.
Auf diesem Schild ist die untere Goldene Sonne gemalt, über der sich ein schwarzer Helm oder eine Helmmütze befindet, die von einem fließenden, blauen, mit goldenen Sternen besetzten Gewand gekrönt wird.
Diese untere Sonne und der Schild liegen schräg, etwa im 45-Grad-Winkel. Der Mund ist rund und so bemalt, dass er einem menschlichen Gesicht ähnelt; jedes Auge weist dieselbe Besonderheit auf.
So zeigen sich drei Gesichter in einem einzigen. Die Augen selbst wirken wie von Tränen geflutet, der Mund, als ob die Zunge leicht herausragte und ausgetrocknet wäre.
Das Gesicht ist fleckig oder gesprenkelt wie von Pocken oder einem unreinen Lebensstil. Die Strahlen am Rand sind in Gruppen angeordnet und verlaufen gebogen.
So steht die obere Sonne höher am Himmel und strahlt, aber nachdenklich und ernst.
Der goldene Heiligenschein um sie herum ist abwechselnd gerade und gewellt, wobei die unterste länger ist als die anderen und auf die Mitte dreier dunkler, mondähnlicher Halbmonde zeigt, von denen jeder größer ist als der vorherige.
Das Bild wird von dem Motto „Arma Artis“ in Rot und einem goldenen Rand bekrönt. Darauf sind zwei Affen abgebildet: einer gibt einem Reiher einen Fisch, der andere spielt Gitarre.
Eine Eule, ein Wiedehopf und weitere Vögel sowie Früchte und Blumen vervollständigen das Bild.

=== Beschreibung von Bild 2 ===

Ein Mann in rotem Gewand, mit roter Kappe und purpurnem Übermantel. In seiner linken Hand hält er eine langhalsige Flasche, die zu einem Drittel mit einer gelblich-transparenten, teils leuchtenden Flüssigkeit gefüllt ist.
Nachdenklich deutet er mit dem rechten Finger darauf, während er vor einer wunderschönen Landschaft schreitet. Der Rand zeigt einen goldenen Grund, auf dem Hirsch, Pfau, Biene, Schmetterling, Vögel, rote Johannisbeeren und Blumen gemalt sind.
Vom Hals der Flasche hängt ein schwarzes Band herab, auf dem in goldenen Buchstaben steht: „Eamus Quesitum Quatuor Elementorum Naturas“

=== Beschreibung von Bild 3 ===

Ein Ritter in dunkler, goldverzierter Rüstung, mit gezogenem Schwert in der rechten Hand und einem roten Banner oder Schild in der linken, auf dem in goldenen Lettern steht: „Ex DuABUs Aqui Unam Facite, Qui Quaeritis Sole ET Luna Facere et Date Bibere Inimico Vino. Et ViDEBiTis Cum Mortuum. Deinde de Aqua Terra Facite, et Lapidem Multiplicastis.“
Er steht auf zwei Brunnen, je einem Fuß auf jedem. Der rechte Brunnen wird von einer kleinen, nackten Knabenfigur gekrönt, aus der eine schwarze Flüssigkeit fließt und durch einen Verbindungskanal in den linken Brunnen überläuft. Dieser ist ebenfalls von einer kleinen, nackten Mädchenfigur gekrönt, aus der jedoch eine goldene Flüssigkeit in das darunterliegende Becken fließt, die sich durch die Vermischung mit dem schwarzen Strahl in goldenes Wasser verwandelt. Dieser Brunnen läuft über und bildet einen großen goldenen See, der sich in der Ferne erstreckt und um den herum ein Dorf und eine wunderschöne Landschaft zu sehen sind.

=== Beschreibung von Bild 4 ===

Rechts ist ein König in rot-goldenen Gewändern mit goldener Krone abgebildet, der auf einem lodernden Feuer steht und ein Zepter mit einer Schriftrolle hält, auf der in goldenen Lettern „CoAGULA Masculinum“ steht. Er spricht mit einer Königin in einem blau-rot gefütterten Kleid, die eine blaue Schriftrolle mit der goldenen Inschrift „Lac virginis“ hält.
Sie steht mit beiden Füßen auf einem dunklen Vollmond. Über ihrem Haupt schwebt eine schwache, silberne Sonne, die den König fragend und hoffnungsvoll anblickt. Über seinem Haupt befindet sich eine goldrote Sonne, die sie traurig anblickt.
Im Hintergrund erstreckt sich eine Stadt mit Landschaft. Am Rand sind Vögel und Blumen auf goldenem Grund abgebildet. Über dem Bild steht das Motto „Particularia“.
Am unteren Rand ist die Inschrift „Via Universalis, Particularibus Inclusis“ zu lesen.

=== Beschreibung von Bild 5 ===

Das Bild zeigt zwei Männer, die in einem Steinbruch nach Gold graben. Im Vordergrund schwebt eine bronzene Mondsichel im Wasser. Darunter steht das Wort „Esther“, und darunter ist das Innere des Palastes von König Ahasveros zu sehen, der auf einem Thron sitzt und der Königin sein Zepter überreicht.
Über dem Bild befinden sich zwei nackte Kinder. Eines hält einen Vogel in der Hand, das andere, in der Ecke gegenüber, füttert einen anderen Vogel.

=== Beschreibung von Bild 6 ===

Das Bild zeigt einen Baum mit goldenen Zweigen und Früchten, dessen Wurzel von einer goldenen Krone umgeben ist. Auf einer siebenstufigen Leiter, die sich an den Baum lehnt, steht ein Mann in Schwarz mit goldenen Gamaschen oder Stiefeln. Auf der sechsten und siebten Stufe reicht er einem Mann in einem roten Gewand, das von einem weißlich-violetten Gewand umhüllt ist, einen Zweig. Zuvor hatte er bereits einem anderen Mann, der ebenfalls ein weißlich-violettes Gewand trug, einen ähnlichen Zweig gegeben. Unterhalb des Bildes befindet sich ein offenes Bad, in dem vier Frauen baden.
Ein goldener Springbrunnen speit einen Wasserstrahl in das Bad. Zwei Frauen stehen in der Nähe des Bades, eine in Gelb, die andere in Rot. Jede hält einen schwarzen, runden Gegenstand, ähnlich einem Hut oder einer Schale, in der Hand. Durch den Türbogen rechts sind zwei Männer zu sehen, einer in Blau, der andere in Violett, und links im Bild zwei Männer in Grün. Auf einer Galerie darüber und dahinter blickt ein Mann in blauem Gewand herab, während ihm gegenüber ein König in Rot mit seinen Begleitern – einer in Grün, der andere in Schwarz – zugewandt ist, die ebenfalls zum Bad hinunterblicken.
Die Badenden tragen jeweils zwei goldene Perlenketten um den Hals.
Auf dem Baum darüber sitzt ein großer schwarzer Vogel mit weißem Kopf und pickt an den Früchten, während dreizehn verschiedenfarbige Vögel im Begriff sind, davonzufliegen.
Eine schlichte Landschaft mit einem einfachen Häuschen in der Ferne. Berge im Hintergrund und goldene Zweige und Blüten, die aus dem Boden sprießen, vervollständigen das Bild

=== Beschreibung von Bild 7 ===

Das Gemälde zeigt eine Königin oder einen jungen König in einem weiten, fließenden, mit Hermelin und Gold bestickten Gewand. In der rechten Hand hält sie ein Zepter mit sieben goldenen Sternen, in der linken eine goldene Kugel. Im Mittelgrund sieht man einen König, der im Meer schwimmt oder ertrinkt und die Arme ausstreckt, als wolle er um sein Leben flehen.
Eine goldene Sonne strahlt über ihm und sendet ihre Strahlen auf die Königin. Links von ihr leuchtet ein Stern mit goldenem Heiligenschein, dessen Strahlen ebenfalls auf die Königin oder den jungen König gerichtet sind. Der goldene Rand ist mit Schmetterlingen, Erdbeeren, Vögeln und Blumen verziert.
Am unteren Rand befinden sich zwei kleine, blaugraue, entaguosartige Bilder. Das linke zeigt einen nackten Mann, der mit einem Knüppel auf eine Frau einschlägt, die neben einem Satyr am Boden sitzt. Beide halten die Arme zum Schutz erhoben.
Neben ihnen wächst ein Baum. Das Bild rechts ist sehr ähnlich, nur dass dort eine vierte männliche Figur steht und versucht, den Mann mit dem Knüppel daran zu hindern, die beiden anderen zu schlagen.
Die Landschaft mit Hügeln und der Weg im Vorder- und Fernblick ist wunderschön. Goldgelbe Blüten ragen über das Laub, und man möchte an dieser Szene nichts ändern oder verbessern.

=== Beschreibung von Bild 8 ===

Das achte Bild zeigt eine Königin mit Engelsflügeln – prachtvoll gekleidet. Sie trägt eine goldene Krone und Halsschmuck, goldene Ketten, gelbe Ärmel und einen fließenden Rock, der mit einem grünen Blattmuster und roten und blauen Blüten verziert ist. Von ihrer linken Schulter hängt ein blauer, goldgesäumter Schleier herab, ihre Pantoffeln sind rot und golden.
In ihrer Hand hält sie ein purpurrotes, goldgesäumtes Gewand, das sie einem nackten, schwarzen Mann entgegenstreckt, der bis zu den Knien in einer schwarzen Schlammpfütze steht. Sein linker Arm ist weiß und leicht verschmutzt. Sein rechter Arm, Hals und Kopf sind blutrot. Er hält seine rechte Hand über seinen rechten Oberschenkel, als wolle er seine Nacktheit bedecken.
Er steht mit der rechten Seite zu uns gewandt, und in seinem Profil ist eine runde, transparente Glaskugel zu sehen, die seinen Kopf bis auf das Profil bedeckt. Durch diese Kugel sind auf dem rechten Wangenknochen, dem Organ des Selbstwertgefühls, und über dem rechten Auge drei leuchtende Punkte zu erkennen, in denen jeweils ein kleines rotes Kreuz zu sehen ist.
Die Königin scheint ihn zu ermutigen und ihm Mitgefühl entgegenzubringen. In der Ferne ist eine Landschaft mit einem See zu sehen. Ein Dorf, eine Straße mit einigen wenigen Spaziergängern und ein Boot auf dem See; in der Ferne sind Inseln zu erkennen.
Über der Krone der Königin prangt ein silberner Stern.
Zwei Hirsche, zwei Affen und ein Papagei am unteren Rand sowie Blumen auf goldenem Grund am Rand vervollständigen das Bild.

=== Beschreibung von Bild 9 ===

Im Vordergrund eines prächtigen, an Claude erinnernden Gemäldes steht die fein gearbeitete Gestalt eines Mannes in schwarzem Gewand mit goldenem Saum und rot-goldenen Knopfleisten. Sein Gürtel ist rot-golden und mit goldenen Quasten oder Ornamenten verziert. Er hat zwei Köpfe und Hälse: einen Männerkopf mit sandfarbenem Haar und blauen Augen, ohne Bart oder Schnurrbart, und einen schönen Frauenkopf mit blauen Augen und hellem oder rötlichem Haar.
Vom Kopf des Mannes geht ein goldener Heiligenschein aus, vom Kopf der Frau ein silberner. Sein Gesicht befindet sich links im Bild, ihres rechts, und sein Profil überlappt ihren Hinterkopf bis zum rechten Augenwinkel, sodass beide Gesichter gut zu sehen sind. An seiner rechten Schulter trägt er einen purpurroten Flügel, sie einen zartviolett-weißen.
In seiner linken Hand hält er ein goldenes Ei, das beide aufmerksam betrachten, und in seiner rechten einen runden Schild. Dessen Rand ist mit Gold und Orange verziert, daneben ein innerer Kreis von gräulich gesprenkelter oder marmorierter Optik, dann ein schmalerer, dunkelgrüner und blauer Ring, in dessen Mitte sich eine winzige Landschaft befindet, wie durch eine doppelwandige Glasröhre betrachtet. Vögel, Blumen und Trauben auf goldenem Grund vervollständigen dieses Bild.

=== Beschreibung von Bild 10 ===

Das Gemälde zeigt einen wilden, schurkischen Mann mit ungebändigtem, schwarzem Haar. Er trägt ein rotes Gewand mit einem weißen, blassviolett schimmernden Übergewand und hält in seiner rechten Hand ein gezogenes Schwert. In seiner linken Hand hält er den goldenen Kopf eines schönen, frisch verstümmelten Mannes, dessen Leiche zu seinen Füßen liegt. Arme und Beine sind frisch abgetrennt und sauber, das durchsichtige, rote Fleisch ist sichtbar.
Die Szene spielt auf dem offenen Gelände eines Palastes. Ein Fluss fließt vorbei, auf dem Gondeln verkehren. In der Ferne sind Schlösser und prächtige Paläste zu sehen, wie zu Venedigs Glanzzeiten, als es noch eine Stadt der Paläste war. Einige Menschen flanieren und verweilen auf dem Gelände, doch sie bemerken die hier dargestellte Szene nicht. An den grünen Blättern, auf denen sich diese grausige Szene abspielt, sind goldene Spitzen zu erkennen.
Am unteren Rand befinden sich zwei kleine goldene Bilder. Das linke zeigt einen König, der vier Flusspferde lenkt. Dahinter sitzt eine Frau in einem Boot und hält zwei Zügel, die mit den Pferden verbunden sind und so das Boot vorwärtsziehen.
Das rechte Bild zeigt eine Frau in einem Boot, die in ihrer rechten Hand (ohne Griff) einen Dreizack hält und in der linken die Zügel führt. Sie lenkt drei Flusspferde.
Ein Satyr und zwei Frauen gehen voran, zwei weitere folgen, eine davon auf dem Rücken eines Meermanns. Vögel und Blumen auf goldenem Grund vervollständigen das Bild.

=== Beschreibung von Bild 11 ===

In einem Hof ​​eines prächtigen Palastes, unter einem Korridor, befindet sich ein runder Ofen. Darauf steht ein eisernes Gefäß oder ein Kupferkessel, gefüllt mit Wasser. Darin sitzt ein nackter Mann mit roter Haut, dessen Brust ihm hoch auf dem Kopf steht. Auf seinem Kopf sitzt eine Taube mit ausgebreiteten, weißen, blau schimmernden Flügeln.
Ein Mann bläst konzentriert und besorgt mit einem Blasebalg in den Ofen. Sein Untergewand ist rot, sein Untergewand blau, sein Mantel schwarz mit blauem Saum, seine Pantoffeln schwarz, seine Schürze weiß, sein Haar etwas länger und ungepflegt.
Die ganze Gestalt verrät den Arbeiter. Auf einem entfernten, erhöhten Korridor sind zwei Gestalten zu sehen: eine Frau in Rot mit einer Flasche in der Hand und ein Mann in blassviolettem Gewand, der zu dem Mann im heißen Bad hinüberblickt. Neben dem Arbeiter stehen ein Glasgefäß (eine Art Retorte), eine Zange und Kohlen für das Feuer.
In zwei Nischen in der Wand sind Figuren von Merkur und Jupiter dargestellt. Am Sockel einer Säule befindet sich ein Intaglio oder Flachrelief, das Vulkan bei der Arbeit als Schmied darstellt, mit einem Gehilfen, der den Arm mit dem Hammer erhoben hat, als würde er ihm helfen. Vögel und Blumen auf goldenem Grund zieren den Rand dieses Bildes.

=== Beschreibung von Bild 12 ===

In einer reich verzierten Nische ist als Hauptmotiv des Bildes ein großer, aufrecht stehender, hermetisch verschlossener Glaskürbis oder eine Retorte dargestellt, die auf einem grünen Kranz ruht und an der schmalen Stelle von einer rot-goldenen Krone umgeben ist, die etwa ein Viertel vom oberen Rand herabreicht. Im Inneren des Kürbisses ist ein nacktes Kind zu sehen, das in der rechten Hand eine schwarze Flasche oder einen Tiegel hält und dessen Inhalt in den Rachen eines Drachen oder eines schrecklichen Wasserungeheuers mit Klauen, Schuppen und Flossenflügeln gießt. Beine und Brust des Kindes sind mit Pfauenfederflecken bedeckt. In der linken Hand hält das Kind einen kleinen Blasebalg, mit dem es auf das Herz des Ungeheuers zeigt. Eine allegorische Figur des Merkur, sitzend auf einem Wagen (mit einem Caduceusstab in der linken und einer Ernteschere in der rechten Hand, ein Säugling liegt vor ihm auf dem Wagen, und er lenkt zwei grün-goldene Drachen oder Ungeheuer), krönt die Nische. Am unteren Bildrand sieht man einen Fluss, aus dem ein alter Mann Wasser schöpft und in ein Fass füllt, das jedoch so schnell wieder leerläuft, wie er es füllt. Ein Mann mit nackten Beinen tritt Tierfelle in einem Bottich, während ein Gerber vor ihm ein Fell schert. Ein alter, gebeugter Mann bittet einen wohlhabenden Mann mittleren Alters um Almosen. Am rechten Bildrand, jenseits des Flusses, füttert eine Frau ein Schwein.
Ein Mann packt ein anderes Schwein mit einer Hand am Bein und mit der anderen am Ohr, während ein weiteres Schwein in einer Kiste eingesperrt ist, als wolle es abtransportiert oder geschlachtet werden. Dahinter sieht man einen Mann mit einem Vierergespann, das einen Pflug zieht, während ein anderer Mann eines der Pferde schlägt – ein braunes Pferd.
Drei der Pferde sind braun, und eines ist weiß, das willig zu ziehen scheint. Dahinter sieht man einen Mann, der einen anderen, dessen Hände auf dem Rücken gefesselt sind, mit einem Knüppel schlägt. Noch weiter entfernt hat sich eine große Menschenmenge um einen Galgen versammelt, an dem ein Mann gehängt wird. Am linken Bildrand bitten zwei Krüppel einen Herrn um Almosen, während dahinter ein Trauerzug zu einem Friedhof nahe einer großen Kathedrale zieht. Vier Stumme in Schwarz folgen dem Sarg, der von vier Männern getragen wird und die Form eines weiß gestrichenen Hausdachs mit zwei schwarzen Streifen hat.

=== Beschreibung von Bild 13 ===

Eine weitere ähnliche Nische zeigt einen Kürbis, der ebenfalls von einer goldenen Krone oder einem Diadem gekrönt wird. Im Inneren des Glasgefäßes befinden sich drei Tauben oder Vögel: eine rote, eine weiße und eine schwarze. Die beiden roten picken oder kämpfen mit der schwarzen, die sie auf den Rücken gezerrt haben und die sich mit ausgefahrenen Krallen verteidigt. Die weiße Taube pickt ihr unter den Schwanz, die rote auf den Kopf. Goldene Reflexe erscheinen gegenüber dem Kopf des roten Vogels auf der Glasoberfläche und außerhalb des Glases.
Unterhalb des Sockels der Nische befindet sich eine massive, breite Treppe im Inneren des Vatikans. Auf halber Höhe dieser Treppe liegt ein breiter Absatz mit einem Tisch und zwei schwarzen Truhen oder Kisten. Auf dem Tisch befinden sich eine Waage, zwei Goldhaufen, Tintenfässer, ein Schreibtisch und ein bedrucktes Papier, das über die Tischkante hängt. Ein Mann in rot-blauer Kleidung mit blauer Kappe sitzt auf einem schwarzen Stuhl an einem Tisch und blättert in einem großen Buch. Zwei Männer stehen am Tisch und scheinen sich zu unterhalten. Der eine trägt eine blaue Robe mit scharlachroter Kappe und eine Decke, die ihm über den Rücken hängt; der andere hat eine purpurrote, goldgesäumte Robe, sein Haupt ist unbedeckt, und er hält ein illuminiertes Buch in der Hand.
Zwei Schritte weiter links kniet ein Mann auf einem purpurroten Teppich. Er ist in Rot und Gold gehüllt. Zwei Schritte weiter oben sitzt der Papst, ebenfalls in Rot und Gold gekleidet, mit seiner dreifachen goldenen Krone, und setzt dem Knienden gerade die Krone auf. Der Papst ist von zahlreichen Kardinälen umgeben. Weiter hinten scheinen sich andere zu unterhalten.
Zwei Personen arbeiten im Innenhof an einer Destille oder Retorte, während in der Ferne eine Meute Jagdhunde und Jäger zu sehen sind. Ein demütig dreinblickender Bittsteller kniet in der Nähe, als wolle er die Herren, die sich außerhalb des Raumes befinden und offensichtlich eine gewisse Autorität besitzen, um einen Gefallen bitten.

Über der Nische prangt ein mythologisches Bildnis: Ein Mann mit zwei Pfeilen in der Hand sitzt auf einem von zwei Pfauen gezogenen Wagen. Auf dem einen Rad des Wagens befindet sich das Sternbild Schütze, auf dem anderen das Sternbild Fische. Ein Ritter kniet vor ihm und reicht ihm eine Speise. Hinter ihm strahlt die Sonne. (Jupiter in Schütze und Fische)

=== Beschreibung von Bild 14 ===

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Eine ähnliche Glasfigur eines Kürbisgewächses befindet sich in einer goldenen Nische. Im Inneren des Glases steht aufrecht ein weißer, blau schattierter Vogel mit drei Köpfen, von denen jeder mit einer goldenen Krone geschmückt ist.
Über der Nische befindet sich eine mythologische Darstellung des Mars mit Schild und Speer, sitzend auf einem Wagen, vor dem eine zusammengerollte Schlange liegt. Auf dem Vorderrad sitzt der Steinbock, auf dem Hinterrad der Krebs.
Der Wagen wird von zwei Füchsen gezogen. Darunter und am Rand ist ein Kampf zwischen berittenen, mit Helmen und Rüstungen bekleideten Männern mit roten und goldenen Schürzen über ihrer Rüstung und dem Volk zu Fuß, bewaffnet mit Speeren usw., dargestellt. In der Ferne sind brennende Häuser und Viehdiebstähle zu sehen.

=== Beschreibung von Bild 15 ===

Ein ähnlicher Kürbis steht in einer purpurroten Nische, deren Rand mit Erdbeeren, Erbsenschoten, Blumen und einem Vogel bemalt ist. Im Inneren des Kürbisses befindet sich ein Monsterdrache mit drei Köpfen und langen Hälsen, die an einem Körper befestigt sind, ähnlich dem im zwölften Bild. Die Köpfe sind nach rechts gedreht; der uns zugewandte ist weiß, der mittlere rot, der abgewandte schwarz, die Hälse sind grün gesprenkelt.
Über der Nische thront die allegorische Darstellung eines Königs in goldenen Gewändern, der auf einem hellgrünen, zweirädrigen Wagen sitzt, der von zwei Pferden mit goldenem Geschirr gezogen wird, über goldgekrönten Wolken. Auf dem Wagenrad befindet sich die Figur des Löwen. Vor dem König steht eine schräg stehende goldene Sonne auf gleicher Höhe mit seinem Gesicht, durch deren Einfluss der König einen goldenen Schein oder Heiligenschein ausstrahlt. Sonne im Löwen.
Unterhalb des Kürbisses sitzt ein König in königlichen roten und goldenen Gewändern mit schwarzer Unterkleidung und Kappe auf einem Podest auf einem Rasen. Vor und um ihn herum befinden sich zehn Höflinge in prächtigen und vielfältigen Gewändern; ein weiterer sitzt auf einem prächtig geschmückten Pferd.
Der rechte Bildrand zeigt elegant gekleidete Männer bei sportlichen Wettkämpfen wie Steinheben, Ringen, Bogenschießen usw. Am linken Bildrand steht ein König mit Krone auf dem Haupt, gekleidet in blau-purpurne Gewänder, und beobachtet zwei Männer beim Schwertkampf. Zwei Knaben stehen daneben und halten zwei weitere Schwerter in den Händen, als würden sie ihnen dienen. Im Hintergrund sind weitere Personen beim Schwertkampf zu sehen. Landschaft mit Fluss und Burgen in der Ferne.

=== Beschreibung von Bild 16 ===

Eine ähnliche, aber fantasievollere goldene Nische. Der obere Teil weist eine kreisrunde Öffnung auf, durch die die Spitze des
Glas-Kürbisgefäßes passt.
Von dieser Öffnung hängen zwei goldene Ketten herab, deren andere Enden an zwei Säulen an den Seiten der Nische befestigt sind,
etwa drei Viertel ihrer Höhe.
Im Inneren des Kürbisgefäßes befindet sich ein wunderschön gemalter Pfau, der auf eine Gruppe von Musikern herabblickt.
Einer von ihnen spielt Gitarre, ein anderer Gambe. Eine in Rot und Gold gekleidete Dame spielt ebenfalls Gambe, während eine weitere Dame in Blau und Gold und eine in Gelb und Gold ein Konzert geben.
Links im Bild sitzen zwei Herren und eine Dame bei Tisch, trinken Wein und essen Trauben. Rechts erstreckt sich eine Landschaft, in der verschiedene Paare spazieren gehen. Links ist ein Bach zu sehen, in dem viele Menschen baden.
Die Nische wird von der Figur einer in Rot und Gold gekleideten Dame bekrönt, die einen goldenen Pfeil in der Hand hält und in einem rot-goldenen Wagen sitzt. Auf dem einen Rad steht das Sternzeichen Widder, auf dem anderen die Waage, Venus in Widder und Waage. Der Wagen wird von zwei Tauben über goldgekrönte Wolken gezogen. Vor ihr steht auf dem Wagen eine kleine Figur des Amor mit Pfeil und Bogen, der gerade zum Schuss ansetzt, während sie ihn von hinten mit einer goldenen Schnur hält.
Ein rotes Herz erscheint am Himmel, darüber golden strahlend und von einem roten Pfeil durchbohrt. Eine goldene, strahlende Sonne ruht auf dem Herzen, oben abgeschnitten von der oberen Bildlinie.

=== Beschreibung von Bild 17 ===

Eine ähnliche Kürbis- und Goldnische wie in Bild Nummer Vierzehn. In der Kürbisform befindet sich die Figur einer Königin, deren Oberkörper nackt ist, deren übriger Körper jedoch von einem hellblauen Gewand umhüllt ist, außer Füßen und Knöcheln, die unbedeckt sind. Um sie herum ist ein ovaler Heiligenschein, der einem blau-gelben Regenbogen ähnelt. Unter ihren Füßen ist das goldene Seitenprofil der Sonne abgebildet. Blumen sind auf den goldenen Rand der Nische gemalt, über der sich die blaue Figur eines Mannes auf einem blauen Wagen befindet. In seiner Hand hält er einen strahlenden Caduceusstab. Der Wagen wird von zwei Hähnen gezogen; auf dem einen Rad befinden sich die Zwillinge, auf dem anderen die Jungfrau.
Merkur steht in den Sternzeichen Zwillinge und Jungfrau. Unterhalb des Nischenfußes studieren zwei Philosophen einen Globus. Ein anderer schreibt an einem Schreibtisch, während ein weiterer am Tisch sitzt und Gold in Säcke zählt. Rechts vom Tisch steht eine antike Orgel, die von einem Mann am Blasebalg dahinter geblasen wird, während der Organist davor die Tasten bedient.
Zwei Chorsänger und ein Mann mit einem Blechblasinstrument vervollständigen diese Gruppe, die Handel, Wissenschaft, Literatur und Musik repräsentiert. Die Bildhauerei wird durch zwei Männer dargestellt, die auf einem niedrigen Steinsockel mit Hammer und Meißel arbeiten. Der Hintergrund zeigt eine geschäftige und wohlhabende Handelsstadt, möglicherweise Venedig.

=== Beschreibung von Bild 18 ===

In einer weiteren goldenen Nische, umgeben von Vögeln und Blumen auf goldenem Grund, steht ein ähnliches Glasgefäß. Darin befindet sich ein junger König, gekleidet in Rot und Gold. Seine Beine sind von den Knien bis zu den Waden unbedeckt. Seine Stiefel sind rot und golden. In seiner linken Hand hält er eine goldene Kugel, in seiner rechten ein Zepter. Er steht auf einer Mondsichel mit der gewölbten Seite nach oben und verströmt, umgeben von einem ovalen Lichtkranz, ein helles, tiefgelbes und goldenes Leuchten. Über der Nische thront ein goldener Wagen, gezogen von zwei weiblichen Figuren in Rot und Gold.
In dem Wagen sitzt eine weibliche Figur, die eine Mondsichel mit der konkaven Seite nach oben in der Hand hält. Auf dem Wagenrad prangt das Sternzeichen Skorpion (Mond im Skorpion).
Unterhalb des Nischenbodens befindet sich ein Fluss, auf dessen Oberfläche Wasservögel schwammen. In mittlerer und äußerster Entfernung sind Fischer in einem Boot beim Netzauswerfen zu sehen, andere beim Angeln mit Ruten und beim Schießen, Falkenjagd, Wäschewaschen im Fluss, Reiten, Bootfahren und Segelschiffe. Nahe dem Vordergrund wird ein Mühlrad vom Bach angetrieben.

=== Beschreibung von Bild 19 ===

Es ist ein höchst trostloses und seltsam düsteres, fast unheimliches Motiv. Eine karge, verkümmerte Landschaft mit schwarzen, verdorrten Bäumen im Vordergrund. Eine monströse schwarze Sonne ist größtenteils unter der Erde versunken, aber dennoch sichtbar und ragt teilweise im Zentrum der Landschaft – im mittleren Bildbereich – über den Boden hinaus.
Der Aufgang dieser leichenblass wirkenden, borstigen schwarzen Sonne überstrahlt und verhüllt vollständig die wahre Sonne, die dahinter liegt; denn dahinter sind goldene Strahlen der wahren Sonne zu sehen, die mit ihrem goldenen Licht eine schöne Landschaft in der Ferne erhellt. Die Wolken darüber sind rot, und auch die Gebäude in der Ferne leuchten rot. Schwache goldene Strahlen durchdringen diese ganze Schwärze des Vordergrunds, als kämen sie von der wahren, verborgenen Sonne, die dahinter liegt.
Der Rand zeigt Raupen, Schmetterlinge, kleine Vögel, Schnecken, Blumen usw. auf einem goldenen Grund, was das Bild vervollständigt.

=== Beschreibung von Bild 20 ===

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In einem langen Raum spielen zehn Kinder unterschiedlichen Alters. Sechs von ihnen sind nackt, drei tragen blaue und eines gelbe Kleidung. Spielzeug-Steckpferde ohne Beine, kleine Papierwindmühlen und ein zu einem Wagen umfunktioniertes Kissen gehören zu den Hauptattraktionen. Die Mutter sitzt am anderen Ende des Raumes, stillt ein Baby auf dem Schoß und behält die Familie im Auge. Sie ist in Rot und Gold gekleidet und trägt einen schwarzen Umhang. Eine Dohle hüpft über den Boden. Die Katze sitzt in der Ecke. Badewanne und Waschbecken stehen bereit, und zwei Flaschen mit einer gelblichen Flüssigkeit stehen auf einem Regal über der Tür. Durch die Tür sieht man ein Dienstmädchen in einem anderen Zimmer arbeiten.

=== Die Beschreibung der Bilder 21-22 ===

(Die französische Version und die deutsche Version haben 20 Bilder)
DIE EINUNDZWANZIGSTEN UND ZWANZIGSTEN BILDER: Schmetterlinge, Raupen, Motten, Fliegen, Schnecken, Früchte und Blumen auf goldenem Grund vervollständigen dieses Bild.

DAS EINUNDZWANZIGSTE BILD: Es zeigt einen Fluss und eine Landschaft. Im Vordergrund befindet sich ein Kessel mit Feuer darunter und einige schwarze Tongefäße drumherum. Ebenfalls im Vordergrund sind neun Frauen beim Waschen, Auswringen, Aufhängen, Trocknen und Bleichen von Wäsche zu sehen. Häuser, Burgen mit Minaretten usw. schmücken die Landschaft. Vögel, Beeren, Schmetterlinge und Blumen auf goldenem Grund vervollständigen den Bildrand.

DAS ZWANZIGSTE BILD: Es zeigt die gerade aufgegangene Sonne in goldenem Rot, ernst, nachdenklich und streng. Der Blick wirkt so durchdringend, als wolle er in die Seele des Betrachters blicken und sie befragen. Die Landschaft ist von der Heiligkeit der Nacht umhüllt und in ein schwarzgraues Licht getaucht. Eine Stadt ist am Horizont, direkt unterhalb des Sonnenflecks, zu sehen. Doch sie scheint in Nacht gehüllt zu sein. Nichts regt sich, alles wirkt wie in Nacht und Schlaf gehüllt, als hätte sich die Sonne im Morgengrauen unbemerkt über sie hinweggeschlichen und wäre unfähig gewesen, der Erde Licht zu spenden oder die Menschen zu wecken.
Einige wenige, verkohlte Bäume im Vorder- und Mittelgrund zeigen schwache goldene Schimmer. Vögel, Erdbeeren und Blumen auf goldenem Grund am Bildrand vervollständigen das Bild, das das tiefste Geheimnis birgt, das der Mensch hier und im Jenseits ergründen kann.

=== Über die Regentschaft der Feuer ===

Wenn etwas seiner Wärme beraubt ist, so ist es bewegungslos. In der natürlichen Ordnung geht der Vater in den Sohn über, was bedeutet, dass der Geist materialisiert und das Flüchtige beständig wird; oder dass Sonne und Mond heimgekehrt sind. Über diese beiden Planeten spricht der Ältere auch: „Ich bin eine heiße und trockene Sonne, du aber, Mond, bist kalt und feucht, und wenn wir in der Ordnung unserer uralten Würde auferstehen, wird ein brennendes Licht in uns ausgegossen werden.“ Damit deutet er an, dass durch das Wissen und die Meisterschaft der Alten die Erneuerung der Feuchtigkeit empfangen wird und Sonne und Mond transparent werden.
Die „Scala Philosophorum“ beschreibt das Feuer folgendermaßen: „Die Hitze oder das Feuer des gesamten Prozesses ist gleichmäßig. Manche sagen, die Hitze des ersten Arbeitsschritts solle der Wärme einer brütenden Henne entsprechen, andere der natürlichen Wärme der Verdauung und der Körperernährung, während wieder andere die Hitze der Sonne im Widder als angemessen betrachten.“
Obwohl der Stein durch einen einzigen Arbeitsschritt gewonnen wird, muss die Hitze des Feuers dennoch dreimal verändert werden. Im ersten Arbeitsschritt soll die Hitze mild, mäßig und warm sein, bis sich das Material kontinuierlich schwarz färbt und schließlich wieder weiß wird. Diese Hitze wird mit der Hitze der Sonne im Widder verglichen, die sich dem Stier nähert.
Sobald das Weiß erscheint, soll das Feuer verstärkt und bis zur vollständigen Trocknung oder Kalzinierung des Steins aufrechterhalten werden; diese Hitze wird mit der Hitze der Sonne im Stier verglichen, die sich den Zwillingen nähert.
Und wenn der Stein vollständig getrocknet und kalziniert ist, muss das Feuer noch einmal heftiger erhitzt werden, bis der Stein vollkommen rot ist und sich in ein königliches Gewand aus Feuer gehüllt hat. Diese Hitze wird mit der Sommerhitze verglichen, wenn die Sonne im Löwen steht; das ist ihre höchste Würde, wenn sie in ihrem eigenen Haus steht. Soviel sei über die Herrschaft des Feuers gesagt.

=== DIE FÜNFTE ABHANDLUNG - ZWEITER TEIL ===

ÜBER DIE FARBEN, DIE BEI ​​DER ZUBEREITUNG DES STEINS ERSCHEINT
Der Philosoph Miraldus schreibt in der „Turba“: Er färbt sich zweimal schwarz, zweimal gelb und zweimal rot. Daher sollte man ihn abkochen, denn beim Abkochen erscheinen viele Farben, und entsprechend dieser ändert sich die Temperatur. Obwohl alle Farben erscheinen, sind doch nur drei besonders auffällig. Die Hauptfarben sind Schwarz, Weiß und Rot; dazwischen erscheinen viele weitere. Eine gelbliche Farbe, die nach dem Weiß oder nach dem ersten Rot auftritt, wird von Miraldus als vollkommene Farbe bezeichnet, während der Conciliator sie als nicht vollkommen und kaum lange genug auf der Materie haftend, um sichtbar zu sein, bezeichnet.
Die andere gelbliche Farbe aber, die nach dem vollkommenen Weiß und vor dem ersten Rot erscheint, ist eine Zeitlang sichtbar und daher eine vollkommene Farbe. Dies entspricht dem, was Miraldus oben beschreibt, doch hält die Farbe nicht so lange wie Schwarz, Weiß oder Rot, die vier Tage lang bestehen bleiben; obwohl Schwarz und Rot ein zweites Mal vollkommen erscheinen. Die erste vollkommene Farbe ist jedoch das Schwarz, das durch mildeste Hitze entsteht.
Laut Conciliator sollte die Aufhellung bei milder Hitze erfolgen, bis das Schwarz verschwunden ist. Während Lukas, der Philosoph, in der „Turba“ sagt: „Hütet euch vor zu großer Hitze, denn wenn ihr das Feuer zu Beginn zu heftig entfacht, wird es vorzeitig rot, was nutzlos ist, da zu Beginn seiner Entwicklung zuerst das Schwarze, dann das Weiße und zuletzt das Rote entstehen sollte.“
Baleus, der Philosoph, sagt in der „Turba“: „Koche deine Masse, bis sie weiß ist, und lösche sie in Essig ab. Trenne das Weiße vom Schwarzen, denn das Weiße ist ein Zeichen der bevorstehenden Fixierung. Es muss durch das Feuer der Kalzinierung vom Schwarzen getrennt werden, da die erhöhte Hitze die überflüssigen Bestandteile abtrennt und nur grobe Erde unter der Materie zurücklässt, wie eine grobe schwarze Kugel, die sich nicht mit der reinen und feinen Materie des Steins vermischen kann.“
So sprechen die Philosophen: „Das Rot muss vom Weißen getrennt werden, denn es ist nichts Überflüssiges darin, noch ist etwas abgetrennt, sondern alles färbt sich vollkommen rot.“ Zu diesem Zweck befehlen sie, ein stärkeres Feuer zu entfachen.
Pythagoras sagt dazu: „Je stärker sich die Farben verändern, desto stärker muss das Feuer sein, vor dem du dich nicht fürchten musst.“ Denn die Materie ist im Weißen fixiert, und die Arten entweichen ihr nicht.“
Zu diesen Bemerkungen sagte der Philosoph Lucas: „Wenn unsere Magnesia weiß wird, gibt sie ihre Arten nicht preis.“ Dies mag für die Farben des geheimen philosophischen Werkes genügen; nun folgt der Schluss dazu.
Hermes, ein Vater der Philosophen, sagt: „Man sollte die besagte weiße Magnesia erst dann entnehmen, wenn alle Farben vollkommen sind. Dann wird sie zu Wasser, das sich in vier andere Wasser teilt, nämlich eins zu zwei und drei zu eins. Ein Drittel gehört zur Wärme und zwei Drittel zur Feuchtigkeit. Diese Wasser sind die Gewichte der Philosophen.“
Es sollte ferner bekannt sein, dass der Weinstock, der Saft der Philosophen, im fünften Stadium gewonnen wird, sein Wein aber im dritten Stadium und bei richtiger Zubereitung geöffnet (fertiggestellt?) werden muss.
Denn beim Abkochen nimmt er ab, während er sich beim Verreiben formt. All dies schließt Anfang und Ende ein. Daher sagen die Philosophen, es sei in sieben Tagen vollendet worden; andere sagen in vier Tagen, manche in drei Zeiten, manche in vier Zeiten, manche in zehn Tagen, manche in vierzig Tagen, manche in einem Jahr.
Tura und Alphidius: In den vier Jahreszeiten, also Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sagen andere wiederum in einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat.
Geber und Aristoteles, diese Philosophen, sagen: in drei Jahren. All dies ist nichts anderes als ein Teil von etwas anderem, denn die Philosophen sagen, die Vorgänge seien vielfältig, und folglich auch die Zeiten, Gewichte und Namen, die ein intelligenter Künstler alle genau kennen muss, sonst kann er nichts schaffen.

=== DIE SECHSTE ABHANDLUNG ===

SECHSTE ABHANDLUNG
ÜBER DIE EIGENSCHAFTEN DES GESAMTEN WERKS BEI DER HERSTELLUNG DES STEINES DER PHILOSOPHIE
Die Kalzinierung steht am Anfang des Werkes als Vater einer Generation und ist dreierlei Art. Zwei dieser Arten gehören zum Korpus oder zur Materie, die dritte zum Geist. Die erste ist die Herstellung der kalten Feuchtigkeit, die das Holz vor dem Verbrennen schützt und den Beginn unseres Werkes darstellt. Die zweite ist eine fetthaltige Feuchtigkeit, die das Holz verbrennt.
Die dritte ist die Einäscherung der trockenen Erde und ergibt eine wahrhaft feste und feine Feuchtigkeit. Sie ist von geringer Menge und erzeugt keine Flammen, sondern einen Körper so klar wie Glas. So ordnen die Philosophen ihre Kalzinierung an, die mit Dauerwasser oder Aceto Accerrima durchgeführt wird. Solche Feuchtigkeiten finden sich in den Metallen, denn sie sind der Beginn der Schmelze. Dies beweist Hermes, der sagt: „Wasser ist der Ursprung aller weichen Substanzen, daher ist die Kalzinierung ein Hinweis auf zerstörerische Feuchtigkeit und die Zufuhr eines fremden, feurig-feuchten Stoffes, aus dem Wesen und Leben entstehen. Deshalb wird sie als Verschmelzung der Verbrennung mit dem Wasser der Philosophen bezeichnet, welches in Wirklichkeit die Sublimation oder philosophische Lösung ist, denn diese verwandelt die harte Trockenheit in eine trockene Weichheit; so wird die Quinta Essentia gewonnen und die Elemente getrennt. Dies geschieht, weil jene Teile, die durch das Feuer getrocknet und verdichtet wurden, durch den Geist, ein auflösendes Wasser, feinstofflich geworden sind, indem er den verbrannten Körper befeuchtet, die zugeführte zerstörerische Hitze mindert und in eine luftige Auflösung umwandelt, die die Besonderheit dieses Elements ist. Daher wird es Sublimation genannt, der Prozess, durch den die grobe Erde dünn oder feinstofflich wird und sich in die Feuchtigkeit des Wassers, die Kälte dieses Wassers und die Wärme der Luft verwandelt.“ Die in die Hitze des Feuers umgewandelte Luftfeuchtigkeit ist eine Umkehrung der Elemente und die extrahierte Quinta Essentia aus den elementaren Exkrementen. Diese Quinta Essentia ist eine radikale Feuchtigkeit von höchster Natur, die unendlich färbt.
Es ist ferner die wahre Fixierung, von der Geber sagt: „Was fixiert wird, wird erleuchtet und verwandelt sich in eine schöne, transparente Substanz. Denn daraus entsteht der Schwefelphilsophorum, die aus Asche gewonnene Asche, ohne die die ganze Meisterschaft vergeblich ist. Denn es ist ein metallisches Wasser, das im Körper entsteht und ihn belebt. Es ist ein Elixier der roten und weißen Tinktur und ein färbender, flüchtiger Geist.“
In diesem Werk findet auch die wahre Waschung statt, die Reinigung von Schwärze und Gestank, und die Toten werden durch die Zufuhr reiner, unzerstörbarer Hitze und metallischer Feuchtigkeit wieder zum Leben erweckt. Diese spenden die färbende Kraft, durch die auch die zu Beginn dieses Buches erwähnte Verwesung des Philosophen bewirkt wird, die das Vorherige wiederherstellt und das Verborgene ans Licht bringt. Daher sagt Turba: „Die Verwesung ist die erste und erfordert äußerste Geheimhaltung. Sie ist die wahre Trennung der Elemente, die sie umkehrt.“ Diese Operation, so sagt Turba weiter: „Kehre die Elemente um, mache das Feuchte trocken und fixiere das Flüchtige, pulverisiere es und bereite alles sorgfältig vor.“
Dies ist die Verreibung des Philosophen. Daher erklärt der Ältere die Kalzinierung für nutzlos, es sei denn, das Ergebnis ist ein Pulver. Sie ist ebenso die Dekoktion, von der alle Philosophen sprechen, insbesondere Albertus Magnus, wenn er sagt, dass unter allen Künsten keine der Natur so genau folgt wie die Alchemie, wegen Dekoktion und Formung. Denn erstere findet in feuerroten und metallischen Wässern statt, die das meiste von der Form und nur wenig von der Materie haben.
Sie ist ebenso die philosophische Assation oder Röstung, denn die zufällige Feuchtigkeit wird durch ein mildes Feuer verbraucht, und es ist sehr darauf zu achten, dass der Geist, der den Körper austrocknet, nicht aus dem Körper entweicht, da die Operation sonst nicht vollkommen wäre. Sie ist ebenso die Bestimmung oder Klärung des Philosophen; dies ist nichts anderes als die Vereinigung einer Sache mit ihrer eigenen essentiellen Feuchtigkeit und mit der Die Philosophen vollenden das Werk durch die Gerinnung.
Hermes sagt dazu: „Die Erde ist ihre Nährmutter.“ Damit meint er, dass ihre Kraft vollendet ist, wenn sie in eine beständige Erde verwandelt wird, die unzählige Wirkungen hervorbringen kann, wie wir später sehen werden. Nichts anderes kann auf natürlichere Weise vollbracht werden als diese Kunst, wenn sie in Wahrheit und nicht nur in Form und Schein praktiziert wird. Dieser Älteste bestätigte dies mit den Worten: „Es gibt keinen Menschen, der diese Kunst ohne die Natur ausüben kann. Ja, und mit jener Natur, die uns vom Himmel gegeben wurde, um sie mit der Natur zu vereinen.“

=== DIE SIEBTE ABHANDLUNG ===

DIE SIEBTE ABHANDLUNG
VON DEN VIELFÄLTIGEN WIRKUNGEN DES GESAMTWERKS UND WARUM DIE PHILOSOPHEN SO VIELE NAMEN UND ALLEGORIEN IN DIESER KUNST DER ZUBEREITUNG DES STEINS DER WHILOSOPHEN EINFÜHREN
Es ist ein gängiges Sprichwort der Philosophen, dass derjenige, der das lebendige Silber zu töten weiß, ein Meister dieser Kunst ist. Doch ihrem Quecksilber muss große Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn sie beschreiben es sehr unterschiedlich und vielfältig.
Senior sagt: „Unser Feuer ist Wasser. Wenn du Feuer einem Feuer und Quecksilber Quecksilber geben kannst, dann weißt du genug.“ Er sagt weiter: „Die Seele wird durch Verwesung extrahiert, und wenn nichts mehr von der Seele übrig ist, dann hast du den Körper gut gewaschen, sodass beide wieder eins sind.“ Dann wird es Quinta Essentia, die Quintessenz, oder ein Geist, ewiges Wasser oder Menstruation genannt.
Der Turba sagt außerdem: „Nimm Quecksilber und lasse es in Magnesia oder in nicht brennbarem Schwefel gerinnen und löse es in sehr starkem Essig auf. In diesem Essig wird es weder schwarz noch weiß noch rot, sondern wird zu totem Quecksilber und ist weiß. Vor dem Kontakt mit Feuer färbt es sich rot.“
Der Turba beschreibt es folgendermaßen: „Lege es in Gold, dann wird es zu einem Elixier, seiner Tinktur. Es ist ein wunderschönes Wasser, das aus vielen Tinkturen gewonnen wird und allen, die es einnehmen, Leben und Farbe verleiht.“ Weiter sagt der Turba: „Das tyrische Rot ist das beste; danach kommt ein kostbares Purpur, und dies ist das wahre Quecksilber. Es hat einen süßen Duft und ist eine echte Tinktur.“ Daraus lässt sich hinreichend erkennen, dass alle Philosophen nicht nur den Anfang der Kunst dem Quecksilber zuschreiben, sondern auch dessen Mitte und Vollendung.
Hermes, der Vater der Philosophen, spricht folgendermaßen darüber: „Ich habe einen Vogel beobachtet, den Orsan der Philosophen genannt. Er fliegt, wenn er sich in den Zeichen Widder, Krebs, Waage oder Steinbock befindet. Diesen Vogel könnt ihr für alle Ewigkeit aus wahren Mineralien und kostbaren Bergsteinen erhalten. Ihr sollt die Teile trennen, insbesondere das, was nach der Trennung übrig bleibt und als erdfarben bezeichnet wird, sodass ihr es in vielen Farben seht. Dann werden die Weisen es „Keram der Weisheit“ und „Blei“ nennen.“
In diesem Zusammenhang sprechen die Philosophen vom Rösten und Destillieren im Laufe der Zeit, gemäß der Zahl und der Aufteilung der Teile, und sagen: „Sublimiert, richtet auf, fixiert es, bis es am Boden klebt, verbrennt es weiter und trinkt es, bis es fließt; macht es tot und wieder lebendig; feilt es und zerbrecht es, bis das Geheimnis enthüllt wird und das enthüllte Geheimnis die Elemente trennt und sie wieder vereint, extrahiert die Seele aus dem Körper.“ Leib und Geist weiter in Ordnung bringen; Mache die Venus weiß, nimm Jupiter seinen Blitz, verhärte Saturn und erweiche Mars, mache den Mond zitronengelb und löse alle Körper in Wasser auf, was sie vollkommen macht.“
Sie lehren auch, den schwarzen Schwefel zu rösten, bis er rot wird. Wenn sie ihn vollständig destillieren, erhalten sie ein weißes, transparentes Gummi, ähnlich dem, was so hoch gepriesen und Lac Virginis genannt wird. Dann mischen sie das Wasser, das aus der Jungfrauenmilch gewonnen wird, und geben es in ein rotes, goldenes Gummi und ein weißes, transparentes Wasser, das gerinnen gelassen werden muss. Nach diesem Prozess nennen sie es Tinktur der Weisen, tinctura sapientiae, und ein Feuer für die Farben, eine Seele, ein Geist, der diejenigen, die weit weg gewandert sind, wieder nach Hause zurückführt. Weiterhin: Schwefel rubeum, Gummi aureum, Aureum ap-
PARENS, Corpus DESIDERATUM, AURUM SINGULARUM, AQUA SAPIENTIAE, besonders wenn es große Weiße besitzt.
Der Turba sagt auch „Du solltest wissen, dass du, wenn du das Gold nicht zuerst weiß machst, niemals rotes, schwarzes oder reines Wasser erhalten wirst; das Kristalline wird sich aus dem Zitronenrot zeigen.“
Daher sagt der Älteste: „Es ist eine eigentümliche Sache: Wenn man es über die drei bereits vermischten Metalle streut, so hilft es dem Weißen über dem Citrin und dem Roten, sodass es silbern wird; dann hilft es dem Roten über dem Citrin und macht es weiß; dann über dem Weißen und Roten und macht es zitronengolden; schließlich hilft es auch dem Roten über dem Citrin und macht es weiß.“

Morienus spricht von diesen Dingen: „Seht den vollkommenen Citrin und den, der in seiner Citrinität verändert ist; den vollkommenen Roten und den, der in seiner Röte abgeschwächt ist, und ferner den vollkommenen Schwarzen in seiner Schwärze.“ Daher ist klar, dass das Gold der Philosophen anders ist als gewöhnliches Gold oder Silber; obwohl manche Philosophen es aus verschiedenen Gründen nicht nur mit gewöhnlichem Gold oder Silber, sondern sogar mit allen Metallen vergleichen. Der Älteste sagt: „Ich bin ein trockenes und hartes Eisen, und nichts ist mir gleich, denn ich bin eine Gerinnung des Quecksilbers der Philosophen.“ TuRBA sagt: „Kupfer und Blei werden zu einem kostbaren Stein der Philosophen.“
Das Blei, das die Philosophen Mennige nennen, ist der Anfang allen Schaffens, und ohne es ist nichts möglich; deshalb sagen manche: „Aus Mennige macht man Eisen oder Krokum; aus Bleiweiß macht man eine weiße Tinktur oder Zinn, aus Zinn macht man Kupfer, aus Kupfer macht man Bleiweiß, aus Bleiweiß macht man Minum, aus Minum macht man eine Tinktur, und so hat man die Weisheit begonnen.“ Obwohl der Philosoph sagt, dass nichts Gold so nahe kommt wie Blei, denn in ihm ist das Leben und alles verborgene Geheimnis; dies ist jedoch nicht von gewöhnlichem Blei gemeint.
Außerdem wird Markasit, von dem die stinkende Erde goldene Schimmer gewinnt, wie Morienus sagt, auch mit Arsen, Auriplement und Tutil verglichen. Andere vergleichen es wiederum mit vielen Dingen, die gar nicht mineralisch sind, wie den Vier Hautfarben, Teriac, dem Basilisken, Blut und ähnlichen überflüssigen Dingen, unter den Mineralien mit Salz, Alaun, Vitriol und anderen, aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften.
Vor allem warnt uns Alphidius folgendermaßen: „Lieber Sohn, hüte dich vor Geistern, Körpern und Steinen, die, wie bereits erwähnt, tot sind, denn in ihnen liegt kein Weg, noch wirst du bei ihnen Führung für dein Vorhaben finden, denn ihre Kraft vermehrt sich nicht, sondern verpufft im Nichts, wohingegen das Salz der Philosophen eine Tinktur ist, die aus Metallkörpern gewonnen und aufgenommen wird, so wie andere alkalische Salze aus anderen Körpern aufgenommen werden.“
Der Älteste sagt dazu: „Zuerst verwandelt es sich in Asche, dann in Salz und schließlich, mit viel Mühe, in das Quecksilber der Philosophen. Doch das beste und edelste von allen ist Ammoniaksalz, wie Aristoteles in seinem Buch der Sieben Gebote bestätigt, wo er sagt: ‚Nur Ammoniaksalz soll euch dienen, denn es löst die Körper auf und macht sie weich und geistig.‘“
Derselbe sagt Turba: „Wisse, dass der Körper sich nicht färbt, solange der Geist, der in seinem Inneren verborgen ist, nicht extrahiert wird. Dann wird er zu Wasser und einem Körper geistiger Natur, denn die dicke, erdige Substanz kann nicht färben, sondern die richtige ist dünnflüssig und färbt den färbenden Geist wässriger Natur zu einem Elixier, weil eine weiße und rote Fixierung von vollkommener Färbung und eine alldurchdringende Tinktur extrahiert wurde, die sich mit allen Metallen vermischt.“

=== PERFEKTION DER GESAMTEN MEISTERSCHAFT ===

Die Vollkommenheit der gesamten Kunst hängt von diesen wenigen Punkten ab: Dass der Schwefel aus den vollkommenen Körpern gewonnen wird. Diese haben den Mars als festen Bestandteil, dessen edelster und subtilster Teil Schwefel ist, ein kristallines Salz, süß und würzig, und eine reine Feuchtigkeit, die, wenn sie ein Jahr lang auf dem Feuer bliebe, stets wie geschmolzenes Wachs wäre. Daher erhebt ein kleiner Teil eine große Menge gewöhnlichen Quecksilbers zu echtem Gold.
Aus diesem Grund wird die Feuchtigkeit oder das Wasser, das aus den metallischen Körpern gewonnen wird, die Seele des Steins oder Quecksilber genannt, aber seine Kräfte werden Geist genannt, wenn sie auf schwefelhaltige Dinge einwirken; während die feste Erde der Körper ist, ist die Quintessenz die höchste Tinktur. Alle drei sind ein vereintes Thiag einer einzigen Wurzel, haben aber vielfältige Wirkungen und unzählige Namen, die, obwohl sie alle dieselbe Bedeutung haben, wie eine Kette miteinander verbunden sind, sodass wo das eine Ende ist? Der andere Abschnitt beginnt.
Im letzten Teil sind die Vorzüge und Kräfte der edlen Tinktur zu erwähnen, die ihren Gegnern wie ein starker Turm erscheint und von der die alten Weisen vier Haupttugenden erkannten. Erstens: Sie fördert die Gesundheit und heilt den Menschen von verschiedenen Krankheiten; zweitens: Sie veredelt die Metalle; drittens: Sie verwandelt alle unedlen Steine ​​in Edelsteine; und viertens: Sie macht jedes Glas weich.
Die Philosophen sagen, dass es, in warmem Wein oder Wasser eingenommen, sofort Lähmungen, Wassersucht, Lepra, Gelbsucht, Herzklopfen, Koliken, Fieber, Krämpfe und viele andere innere Krankheiten heilt, sowie äußere, wenn es als Salbe angewendet wird. Es stärkt einen geschwächten Magen, lindert Rheuma und heilt alle Geisteskrankheiten; es lindert Katarrh und Augenkrankheiten und stärkt das Herz; es stellt das Hörvermögen wieder her und erneuert die Zähne, regeneriert gelähmte Gliedmaßen, heilt Verbrennungen und Wundbrand sowie Entzündungen; es kann eingenommen oder als Salbe oder Pulver gegen alle äußeren Verletzungen, Fisteln, Krebserkrankungen und Schwellungen angewendet werden.
Senior sagt, es mache den Menschen freudig, frisch und gesund, verjünge ihn innerlich und äußerlich, denn es sei ein Heilmittel, das alle anderen Heilmittel von Hippokrates, Galen, Konstantin, Alexander und Avicien übertreffe und alle gelehrten Ärzte töte. Dieses Heilmittel solle auch mit anderen, auf die jeweilige Krankheit abgestimmten Mitteln oder mit Wasser gemischt werden.
Über die zweite Wirkung heißt es, es verwandle alle unvollkommenen Metalle in Gold, und dies sei offensichtlich; denn Silber werde in Farbe, Substanz, Gewicht und Konsistenz sowie in Art, Schmelze, Weichheit und Härte zu Gold.
Drittens, so heißt es, verwandle dieses Heilmittel alle Steine ​​in Edelsteine, wie Jaspis, weiße und rote Koralle, Smaragd, Chrysantheme, Saphire und weitere Kristalle in Granate, Rubine und Topase, die viel kraftvoller seien als die natürlichen. Es mache alle unedlen und kostbaren Steine ​​weich und verschmilzt sie.
Und viertens: Durch Vermischen dieser Arznei mit geschmolzenem Glas lässt sich dieses schneiden und in alle Farben umwandeln.
Den Rest kann jeder geschickte Künstler durch Erfahrung erlernen.

=== Fazit ===

Fazit: Die erhabenste Kunst und der größte Trost der Armen, die Alchemie, die alle natürlichen Künste übertrifft, die der Mensch je auf Erden erlangt hat, ist als Gabe Gottes zu betrachten; denn sie ist größtenteils in den vielfältigen Sprichwörtern, bildhaften Redewendungen und Gleichnissen der alten Weisen verborgen.
So sagt der alte Philosoph: „Ein vernünftiger Mensch wird, wenn er sich nur mit dieser Kunst beschäftigt, sie bald aus den Büchern erkennen und sich Wissen über sie aneignen, sofern sein Geist und sein Intellekt erleuchtet sind.“
Wer also weise handeln will, sollte nach der Weisheit der alten Philosophen suchen, die sich im Witz und der Kunstfertigkeit der vielfältigen Gleichnisse und verschlungenen Redewendungen offenbart, welche die eigentlichen Handlungen verbergen und ihre Entschlüsselung erschweren.
Über diese Dinge nachzudenken erfordert einen sehr feinsinnigen Geist, und nur jene mit den entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnissen werden es als leicht und natürlich empfinden. Doch wie der Ältere sagt: „Für jene, denen das natürliche Verständnis dieser Dinge fehlt, gibt es in der Natur nichts Kostbareres als den, der diese Kunst beherrscht; er ist wie jemand, der einen Feuerstein hat, mit dem er Feuer schlägt und es jedem gibt, dem er will, ohne dass der Stein dabei kleiner wird.
Es ist so gut, als würde man überflüssiges Feingold verschenken. Diese Kunst ist auch besser als aller Handel, Gold und Silber, und ihre Früchte sind wertvoller als der Reichtum der ganzen Welt. Denn durch diese Kunst erlangt man das, was ein langes Leben und Gesundheit fördert; ihre jüngste Frucht ist das wahre Aura, der stärkste Balsam und die kostbarste Gabe Gottes, die die alten Philosophen mit ihrer Kunst in der Natur finden konnten.“

Ende von Splendor Solis

Die englische Ausgabe entält weiterhin :

  • TRISMOSIN'S ALCHEMICAL WANDERINGS AND ADVENTURES IN SEARCH OF THE PHILOSOPHER'S STONE Translated from the AURUM VELLUS. ROHRSCHACH. 1498
  • AVINCENA'S SEVEN RULES FOR THE COMPOSITION OF THE PHILOSOPHER'S STONE
  • TRISMOSIN'S ALCHEMICAL PROCESS CALLED THE RED LION,

Bilder

Die Bilder sind eine gemischte Abfolge der Stufen des Pfades zum Stein (Bilder der französischen Ausgabe).

  • 61 : Emblem 1
  • 57 : Emblem 2
  • 99: Emblem 3
  • 103 : Emblem 4
  • 69 : Emblem 5
  • 53 : Emblem 6
  • 009 : Emblem 7
  • 17 : Emblem 8
  • 43 : Emblem 9
  • 003 : Emblem 10
  • 37 : Emblem 11
  • 89 : Emblem 12
  • 73 : Emblem 13
  • 85 : Emblem 14
  • 33 : Emblem 15
  • 25 : Emblem 16
  • 47 : Emblem 17
  • 65 : Emblem 18
  • 77 : Emblem 19
  • 81 : Emblem 20

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Literatur

  • museum-digital : Splendor Solis
  • Alchemywebsite : Splendor solis mit Bildern
  • Splendor Solis - Das Purpurbad der Seele: Zweiundzwanzig Pforten der initiatischen Alchemie (Fabrica libri), Gabriele Quinque , Pomaska-Brand, 2012, ISBN-10: 393593789X ISBN-13: 978-3935937894

Referenzen

Weblinks