Splendor Solis: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Buch besteht aus sieben Traktaten.<ref>[https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nn_splendorsolis_1590?p=1 'Das gegenwertige Büchlein wird genandt Splendor Solis oder Sonnenglantz']</ref>.  
Das Buch besteht aus sieben Traktaten.<ref>[https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nn_splendorsolis_1590?p=1 'Das gegenwertige Büchlein wird genandt Splendor Solis oder Sonnenglantz']</ref>.  
Das zentrale Thema des Textes ist die Herstellung und Wirkungsweise des Steines der Weisen.
Das zentrale Thema des Textes ist die Herstellung und Wirkungsweise des Steines der Weisen.
=== Beispiel : Traktat 1 ===
<poem>
Alphidius/ Einer der alten Weisen spricht: Einem Ÿeden/ der Jhme nicht mag vornemen zuüberkommen die Kunst des Steins der Philosophi: Dehme ist mehr nutz, daß er sich nichts darinnen übe/ dann daß er etwas versuche.
Dergleichen redet Rasis im Büchlein des Lichts der Licht:
Es ist sich allen mit fleis zuverhütten, Jch erman sie auch hiemit am höchsten/ Daß sich nimanden
vermeße zuverstehen die Vnerkante Vermischungeder Element. Vnd das wil Rosinius sprechende:
Alle die sich einlaßen in dise Kunst/ vnnd mangeln des Verstandes vnd erkantnus derer ding/
so die Philosophi in ihre Bücher geschriben haben:
die irren vnzehlich. Dann die Philosophi haben diser Kunst grund gesetzet/ in ein natürlichen
anfang aller verborgenen wirckung: Wiewol es ist offenbar/ das alle Leibliche ding ihren Vrsprung/
standt vnd wesen nemen aus der Erden/ nach ordenung der zeit/ so die Einflüß der Gestirn oder Planeten/
alß da sein: Sonn vnd Mond vnd die andern/ mit sampt den Vier Qualitäten der Element/
die sich ohne vnterlaß bewegen/ dorein wircken/ dardurch herfür gebracht werden/ aller vnd Jeder wachsender
vnd geberender ding/ eines Ÿeden sonderlich geschlecht vnd gestalt in aigner Substants/ als dann solchs im
anfang der beschaffung von Gott dem Erschaffer geschafft vnd gesetzet worden.
Demnach nemen auch alle Metall in ihren begin aus der Erden in einer sondern vnd aigenen Materi zusammen gefloßen/
aus den Vier aigenschafften der Vier Element mit einpflantzung der Metallischen Kräfft/
vnd ihre Sâmligkeit von den Einflüßen der Planeten darauff dinend:
Als solchs wolbeschreibet der Natürliche Meister Aristoteles am Vierten Buch Metheororum/
da er redet: Wie das Quecksilber sey eine gemeine Materi aller Metall. Aber es ist zuwißen:
Daß in der Natur das Erste ist die Materi zusammen geheuffet/ aus den Vier Elementen/ allein nach er-
kantnus vnd Eigenschafft der Natur/ dieselben Materi heisen die Philosophi Mercurium oder Quecksilbr.
Wie aber diser Mercurius durch die wirckung der Natur zu einer volkommenen Form des Golds/ Silbers
oder der andern Metall kompt/ ist nicht noth alhier zuwißen/ Es schreibens die Natürlichen Lehrer gnug-
sam in ihren Büchern. Auff solches ist gesetzet vnd gegründet die Kunst des Steins der Philosophi/
dann sie hat ihren Anfang in der Natur/ Daraus folgt auch ein natürlich Ende in gerechter
Form durch gerechte natürliche mittel.
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== Bilder ==
== Bilder ==

Version vom 17. Februar 2026, 22:00 Uhr

Das Splendor Solis(Sonnenglanz) ist ein mit allegorischen Bildern illustriertes alchemistisches Manuskript von Salomon Trismosin aus dem 16. Jahrhundert.

Splendor Solis

Übersetzungen

Die früheste mitteldeutsche Fassung stammt aus den Jahren 1532–1535 und ist Teil der Sammlung des Kupferstichkabinetts (Handschrift 78 D 3) der Staatlichen Museen Berlin. Weitere Exemplare befinden sich unter anderem in der londoner British Library und in der Pariser Nationalbibliothek. Das Werk wurde 1612 ins Französische übersetzt und von William Backhouse ins Englische übersetzt(Harley Ms. 3469)[1].

Das Buch besteht aus sieben Traktaten.[2]. Das zentrale Thema des Textes ist die Herstellung und Wirkungsweise des Steines der Weisen.

Beispiel : Traktat 1

Alphidius/ Einer der alten Weisen spricht: Einem Ÿeden/ der Jhme nicht mag vornemen zuüberkommen die Kunst des Steins der Philosophi: Dehme ist mehr nutz, daß er sich nichts darinnen übe/ dann daß er etwas versuche.
Dergleichen redet Rasis im Büchlein des Lichts der Licht:
Es ist sich allen mit fleis zuverhütten, Jch erman sie auch hiemit am höchsten/ Daß sich nimanden
vermeße zuverstehen die Vnerkante Vermischungeder Element. Vnd das wil Rosinius sprechende:
Alle die sich einlaßen in dise Kunst/ vnnd mangeln des Verstandes vnd erkantnus derer ding/
so die Philosophi in ihre Bücher geschriben haben:
die irren vnzehlich. Dann die Philosophi haben diser Kunst grund gesetzet/ in ein natürlichen
anfang aller verborgenen wirckung: Wiewol es ist offenbar/ das alle Leibliche ding ihren Vrsprung/
standt vnd wesen nemen aus der Erden/ nach ordenung der zeit/ so die Einflüß der Gestirn oder Planeten/
alß da sein: Sonn vnd Mond vnd die andern/ mit sampt den Vier Qualitäten der Element/
die sich ohne vnterlaß bewegen/ dorein wircken/ dardurch herfür gebracht werden/ aller vnd Jeder wachsender
vnd geberender ding/ eines Ÿeden sonderlich geschlecht vnd gestalt in aigner Substants/ als dann solchs im
anfang der beschaffung von Gott dem Erschaffer geschafft vnd gesetzet worden.
Demnach nemen auch alle Metall in ihren begin aus der Erden in einer sondern vnd aigenen Materi zusammen gefloßen/
 aus den Vier aigenschafften der Vier Element mit einpflantzung der Metallischen Kräfft/
vnd ihre Sâmligkeit von den Einflüßen der Planeten darauff dinend:
Als solchs wolbeschreibet der Natürliche Meister Aristoteles am Vierten Buch Metheororum/
da er redet: Wie das Quecksilber sey eine gemeine Materi aller Metall. Aber es ist zuwißen:
Daß in der Natur das Erste ist die Materi zusammen geheuffet/ aus den Vier Elementen/ allein nach er-
kantnus vnd Eigenschafft der Natur/ dieselben Materi heisen die Philosophi Mercurium oder Quecksilbr.
Wie aber diser Mercurius durch die wirckung der Natur zu einer volkommenen Form des Golds/ Silbers
oder der andern Metall kompt/ ist nicht noth alhier zuwißen/ Es schreibens die Natürlichen Lehrer gnug-
sam in ihren Büchern. Auff solches ist gesetzet vnd gegründet die Kunst des Steins der Philosophi/
dann sie hat ihren Anfang in der Natur/ Daraus folgt auch ein natürlich Ende in gerechter
Form durch gerechte natürliche mittel.

Bilder

Die Bilder sind eine gemischte Abfolge der Stufen des Pfades zum Stein.

  • Emblem 1
  • Emblem 2
  • Emblem 3
  • Emblem 4
  • Emblem 5
  • Emblem 6
  • Emblem 7
  • Emblem 8
  • Emblem 9
  • Emblem 10
  • Emblem 11
  • Emblem 12
  • Emblem 13
  • Emblem 14
  • Emblem 15
  • Emblem 16
  • Emblem 17
  • Emblem 18
  • Emblem 19
  • Emblem 20

...

Literatur

  • museum-digital : Splendor Solis
  • Alchemywebsite : Splendor solis mit Bildern
  • Splendor Solis - Das Purpurbad der Seele: Zweiundzwanzig Pforten der initiatischen Alchemie (Fabrica libri), Gabriele Quinque , Pomaska-Brand, 2012, ISBN-10: 393593789X ISBN-13: 978-3935937894

Referenzen

Weblinks